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Vorlage - VI-DS-08098  

 
 
Betreff: Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
01.09.2020    FA Umwelt und Ordnung      
SBB Alt-West Anhörung
02.09.2020 
SBB Alt-West ungeändert beschlossen   
SBB Nordwest Anhörung
03.09.2020 
SBB Nordwest ungeändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
08.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen Vorberatung
14.09.2020    FA Finanzen      
FA Umwelt, Klima und Ordnung 2. Lesung
15.09.2020    FA Umwelt und Ordnung      
29.09.2020    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
Ratsversammlung Beschlussfassung
16.09.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
07.10.2020 
Ratsversammlung ( einschließlich bildungspolitischer Stunde in der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr)      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
22.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1_Übersichtskarte
Anlage_2_Gustav-Esche-Strasse_Wegebeziehungen
Anlage_3_Bilder_LeutzschWahrenerBruecke
Anlage_4.1_Variante_1a
Anlage_4.2_Lageplan_Variante_1a_ebenerdig_Aufweitung_ hinter_ BW
Anlage_5.1_Variante_1b
Anlage_5.2_Lageplan_Variante_1b_ebenerdig_m_Aufweitung_BW
Anlage_6.1_Variante_2
Anlage_6.2_Lageplan_Variante_2_separaterStbt-Rahmen
Anlage_7.1_Variante_3
Anlage_7.2_Lageplan_Variante_3_Zweifeldbauwerk-Stbt
Anlage_8.1_Variante_4
Anlage_8.2_Lageplan_Variante_4_Einfeldbauwerk_vorgespannt
Anlage_9.1_Variante_5
Anlage_9.2_Lageplan_Variante_5_Spannbeton_mit_ebenerd+unterführtWeg
Anlage_10_UebersichtWegeverbindungen
Anlage_11_2019_08_UebersichtWege1_Foto
Anlage_12_Pilgerweg

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die im Sachverhalt erläuterte geplante Baumaßnahme und Vorzugsvariante 1a der Verkehrsanlage wird als Grundlage für die Weiterführung der Planung bestätigt (Variantenentscheid).

 

  1. Die Planungskosten in Höhe von ca. 685.000,00 € brutto sind im PSP-Element 7.0000.582.700 in den Haushaltsjahren 2021/2022/2023 je zu einem Drittel geplant.

 

 

 

 

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

x

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

x

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,

 

 

 

 

 

 

 

Übereinstimmung mit strategischen Zielen:

 

Dieses Vorhaben stimmt mit den Zielen des INSEK 2030 überein.

 

Folgende strategische Ziele werden unterstützt:

 

-          Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

-          Nachhaltige Mobilität

-          Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität


 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 https://amtsinfo.stl.leipzig.de/ai/___tmp/tmp/45-181100185336534994386/534994386/01566096/96-Dateien/image001.png

Akteure:

Bürgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schul­angebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sport­landschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und excellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Es sind keine unterschiedlichen fachlichen Beurteilungen aufgetreten, die abgewogen werden müssen.

 

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Zusammenfassung:

Das vorhandene Brückenbauwerk ist durch einen Neubau zu ersetzen. Vorzugsvariante ist ein Ersatzneubau wie im Bestand mit separater niveaugleicher Querung mittels baulicher Querungshilfe südlich der Brücke. Mit der Vorlage ist die Vorzugsvariante für die weiteren Planungsschritte zu bestätigen.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Die Vorlage ist nicht eilbedürftig.

 

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Die Vorlage ist öffentlich.

 

 

III. Strategische Ziele

 

Gemäß „Mittelfristigem Investitionsprogramm im Straßen- und Brückenbau der Stadt Leipzig 2013-2020“ (RBV-1774/13) ist das geplante Bauvorhaben „Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke“ als Maßnahme Nr. 51 mit dem Titel „Mittlerer Ring Nordwest (Nordabschnitt) Brücken in Gustav-Esche-Straße (Luppebrücke, Nahlebrücke, Brücke Nebenarm Nahle, Durchlass Burgauengraben, Hundewasserbrücke) vorgesehen.

 

Im aktuellen Stand des Entwurfs der vom Stadtrat beschlossenen Überarbeitung des HauptnetzRad sind die Gustav-Esche-Straße als IR III-Hauptradverbindung und der Kilometerweg westlich der Gustav-Esche-Straße als IR IV-Radverbindung vorgesehen und haben damit perspektivisch eine Bedeutung für den Alltagsradverkehr, besonders in Nord-Süd-Richtung entlang der Gustav-Esche-Straße.

 

Die verkehrspolitischen Leitlinien im Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum (STEP VöR, 2015) sowie die Inhalte des Fachkonzeptes Nachhaltige Mobilität im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Leipzig 2030“ stellen eine wichtige planerische Grundlage dar. Die Brücken im Zuge der Gustav-Esche-Straße sind dort nicht explizit aufgeführt, dennoch treffen die Ziele und Handlungsschwerpunkte hinsichtlich Straßenraumgestaltung und Schaffung von Verbindungen für nachhaltige Mobilität beim Ersatzneubau der Leutzsch-Wahrener Brücke zu.

 

Die Gustav-Esche-Straße ist keine explizite Maßnahme des Lärmaktionsplan (Stand 2013, BS/RBV-1914/13), gleichwohl begrenzt sie den Leipziger Auwald als Maßnahme RG 1. Da der Ersatzneubau im Bestandsquerschnitt erfolgt, ist mit keiner Lärmerhöhung zu rechnen.

 

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Die vorhandene Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) wurde 1928 erbaut und weist erhebliche Schäden auf. Die Zustandsnote der zuletzt durchgeführten Bauwerkshauptprüfung 2018 beträgt 3,2. Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr voll gegeben und die Dauerhaftigkeit der Brücke ist beeinträchtigt. Das Bauwerk ist lastbeschränkt und derzeit in die Brückenklasse 16/16 (DIN 1072) eingestuft. Weitere Einschränkungen sind zu erwarten. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehung ist eine Erneuerung der Brücke notwendig.

 

Im Rahmen der Vorplanung wurden Varianten für eine barrierefreie und zukunftsfähige Lösung des Kreuzungspunktes mit dem Kilometerweg bzw. dessen Fortführung als Hochuferweg Richtung Osten nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ERA, Ausgabe 2010 und RASt 06 untersucht. 

 

Die Umsetzung des Vorhabens sichert einerseits die Funktionalität und ermöglicht gleichzeitig die Herstellung einer attraktiven Verkehrsanlage, welche im Sinne der Verkehrssicherheit sowie der Leichtigkeit des Verkehrs unter effizienter Nutzung des öffentlichen Verkehrsraums geboten ist und zugleich die Nutzungsmöglichkeiten umweltfreundlicher Verkehrsarten verbessert und fördert.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 Vorgesehene Maßnahmen

 

Geplant sind der Ersatzneubau der Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) mit 2-streifigem Fahrbahnquerschnitt und beidseitigen Anlagen für den Fuß- und Radverkehr einschließlich der Anpassung der Verkehrsanlagen im Baubereich, die Erneuerung der Anlagen der Versorgungsträger sowie landschaftspflegerische Begleit- und Artenschutzmaßnahmen.

 

2.2 Räumliche Einordnung

 

Das Planungsgebiet für das geplante Bauvorhaben „Leutzsch-Wahrener Brücke“ befindet sich zwischen den nordwestlichen Leipziger Stadtteilen Leutzsch und Wahren. Es umfasst die Gustav-Esche-Straße im Bereich der Brücke über die Nahle und die angrenzenden Waldwege.

 

Die Gustav-Esche-Straße ist als Hauptverkehrsstraße Bestandteil des Straßenhauptnetzes der Stadt Leipzig. Sie ermöglicht auch die Nutzung der Erholungsgebiete Auwald und Auensee.

 

Nach Westen verläuft der Kilometerweg, nach Osten ein Hochuferweg sowie diverse Wander- und Reitwege im Leutzscher Holz.

 

Bauanfang/Bauende in der Gustav-Esche-Straße werden durch die bauzeitliche Umfahrung mittels östlich vorgesehener Behelfsbrücke und Anbindung auf die Gustav-Esche-Straße bestimmt. In diesem Bereich erfolgt auch die Anpassung der Verkehrsanlage.

 

  Abb.: Planungsbereich Leutzsch-Wahrener Brücke

2.3 Verkehrliche Funktion, Planungsgrundlagen

 

 

2.3.1 Trassenführung und Verbindungsfunktion

 

Die Gustav-Esche-Straße hat eine wichtige Verbindungsfunktion in Nord-Süd-Richtung.

 

Eine alternative Führung dieser verkehrlichen Verbindung ist nach Zielplan Straßenhaupt-netz/Flächennutzungsplan (FNP) nicht ausgewiesen.

 

Als wichtige Hauptverkehrsverbindung ist dieser Abschnitt im Flächennutzungsplan und STEP Verkehr und öffentlicher Raum (VöR) und nach der Richtlinie für die integrierte Netzgestaltung RIN als anbaufreie Hauptverkehrsstraße mit regionaler Verbindungsfunktion (HS III) ausgewiesen und zu berücksichtigen. Zwischen der Gustav-Esche-Straße und Travniker Straße besteht weiterführend entsprechend Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum (STEP VöR) ein Prüfauftrag für den direkten Lückenschluss zur B 6 als äußere tangentiale Verbindung im Nordwesten unter Beachtung der Umweltaspekte

 

Die Straße fällt somit in den Geltungsbereich der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06). Das Planungsgebiet liegt innerhalb der Stadt Leipzig. Damit beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

 

2.3.2 Verkehrsbelastung MIV und ÖPNV

 

Die Gustav-Esche-Straße ist eine hoch belastete Straße mit wenig Zeitlücken für Querungen. Die Querungen erfolgen durch Fuß- und Radverkehr im Zuge der Wegeverbindungen entlang der vorhandenen Gewässer sowie des Wegenetzes im Leutzscher Holz/Stadtforst und Hasenholz und werden sehr häufig von Freizeitradfahrern genutzt, die mit Kinder- und Lastenanhängern fahren.

 

Nach der Aktualisierung der Daten zur Prognose 2030 für die Georg-Schwarz-Straße, Straße Am Ritterschlößchen und die angrenzenden Straßen ergibt sich für die Gustav-Esche-Straße eine aktualisierte Prognosebelastung mit künftig 22.470 Kfz/24 h (Stand 14.03.2019). Es verkehrt die Linie 80 der LVB (Verbindung Lindenau/Plagwitz-Wahren) auf der Gustav-Esche-Straße werktags im 20-min-Takt.

 

Unter dem Ansatz der Spitzenstundenbelastung von 8 % ergibt sich eine Verkehrsstärke von 1.798 Kfz/Spitzenstunde im Querschnitt. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h und > 1000 Kfz/Spitzenstunde sind nach RASt 06, 6.1.8 Überquerung von Fahrbahnen durch Fußgänger Querungsanlagen erforderlich.

 

2.3.3 Fuß- und Radverkehr

 

Im Zuge der Gustav-Esche-Straße verläuft östlich ein gemeinsamer Geh- und Radweg, welcher vom Radverkehr auch in der Gegenrichtung genutzt werden darf. Westlich steht unmittelbar auf dem Brückenbauwerk dem Fuß- und Radverkehr ein gemeinsamer Geh-/Radweg zur Verfügung. Ein Gehweg ist westlich in der Gustav-Esche-Straße nicht durchgängig vorhanden. Ansonsten steht dem Radverkehr auf der Gustav-Esche-Straße in südlicher Richtung nur ein deutlich untermaßiger Radfahrstreifen zur Verfügung.

 

Auf der Westseite der Gustav-Esche-Straße befindet sich südlich des Bauwerkes eine größere brachliegende Fläche, welche durch die Forst- und Wasserwirtschaft und auch als Parkplatz genutzt wird.

 

Südlich und nördlich der Brücke queren parallel zur Nahle verlaufende Wege die Gustav-Esche-Straße, wobei nur die südliche Wegeverbindung als Verbindung zwischen Leipziger Stadtforst und Leutzscher Holz von Bedeutung ist. Der von der Westseite (aus Böhlitz-Ehrenberg/Burgaue) kommende relativ breite Kilometerweg verläuft nach Osten auf dem Hochufer der Nahle weiter. Diese Wege werden auch von der LTV mit Unterhaltungstechnik für Arbeiten der Gewässerunterhaltung überfahren. Der weiter nach Osten und Süden verlaufende Weg erschließt im Folgenden das Wegegebiet Leutzscher Holz und Wilder Mann und ermöglicht die Verbindung in Richtung Leutzsch und Lindenau sowie gleichfalls auch nach Möckern/Gohlis.

 

In der Gustav-Esche-Straße ist ein Anstieg des querenden Radverkehrs zu verzeichnen, mit einem weiteren Anstieg des Radverkehrs ist zu rechnen. Im Freizeitverkehr wird außerdem von 50 querenden Fußgängern in der Spitzenstunde ausgegangen. Auf Grund des hohen Aufkommens an querenden Fußgängern und Radfahrern besteht die Notwendigkeit einer sicheren Querung der Gustav-Esche-Straße.

 

Gemäß Radverkehrsentwicklungsplan 2010-2020 der Stadt Leipzig sind diese Wegeverbindungen als vorhandene Führungsformen im Bestand enthalten. Der Kilometerweg westlich der Gustav-Esche-Straße ist im Entwurf der Überarbeitung des HauptnetzRad als IR IV-innerstädtische Radverbindung ausgewiesen und hat damit zukünftig Netzbedeutung.

 

2.3.4 Randbedingungen, Zwangspunkte

 

Für die Trassierung sind neben der gegebenen Situation und technischen Bedingungen des Brückenbauwerkes zu beachten:

 

­           Natura 2000 Gebiete: FFH-Gebiet „Leipziger Auensystem“ (DE 4639-301) und Vogelschutzgebiet „Leipziger Auwald“ (DE 4639-401)

­           Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Leipziger Auwald“

­           Planungen des Vorhabens „Lebendige Luppe“

­           HWSK „Weiße Elster“

 

Der neu zu überführende Querschnitt gliedert sich in 2 Fahrspuren mit je 3,25 m Breite zuzüglich westlich 2,80 m Gehbahn und 1,85 m Radfahrstreifen und östlich 4,65 m Geh-/Radweg wie im Bestand. Die Überbaubreite zwischen den Geländern ergibt somit 15,80 m. Die Fahrbahn wird im Dachgefälle mit je 2,5 % Querneigung ausgebildet.

Die lichte Weite der Brücke wird durch den Abflussquerschnitt des Gewässers bestimmt und beträgt im Bestand ca. 17,99 m mit einem Abstand von Konstruktionsunterkante (mittig) zur Flusssohle von 5,43 m.

 

Die neue Brücke wird als tiefgegründeter Stahlbetonrahmen mit einem Überbau als gevouteter Plattenbalken ausgeführt. Die Widerlager werden hinter den Bestandsunterbauten gegründet, wodurch ein größerer Durchflussquerschnitt für die Nahle erreicht wird. Die lichte Weite beträgt für den Neubau 21,79 m. Flussseitig ist vor dem nördlichen Widerlager eine Otterberme für ≥ HQ 10 ausgebildet.

 

2.4 Variantenbetrachtungen

 

2.4.1 Vorgeschichte der Planung einschließlich Variantenuntersuchungen

 

Im Rahmen der Variantenuntersuchung der Vorplanung wurden verschiedenste Lösungen für eine barrierefreie und zukunftsfähige niveaufreie Lösung des Kreuzungspunktes mit dem Kilometerweg untersucht. Die untersuchten Varianten sind nachfolgend kurz beschrieben. Planausschnitte, Bauzeit, Vor- und Nachteile sind in den jeweiligen Anlageblättern enthalten.

 

Neben den nachfolgend beschriebenen baulichen Varianten der Variantenuntersuchung wurde ergänzend zu den baulichen Maßnahmen geprüft, ob mittels verkehrsorganisatorischer Maßnahmen eine weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Querung des Fuß- und Radverkehrs erreicht werden kann.

 

Prüfung einer reduzierten Geschwindigkeit auf 30 km/h:

 

Auf Grund der verkehrlichen Funktion und der wichtigen Verbindungsfunktion im Straßen-hauptnetz der Stadt Leipzig ist die Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h gemäß der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zu bewerten. Zur Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen muss demnach eine besondere Gefahrenlage nachgewiesen werden. Dies wäre z. B. bei der Eigenart eines Straßenverlaufs mit Kurven oder der Zustand mit unebener Fahrbahn gegeben, der von den Fahrzeugführern nicht erkennbar ist und eine selbstständige Anpassung der Geschwindigkeit entsprechend erfordert, oder das Auftreten von Unfällen.

Da in diesem Abschnitt der Gustav-Esche-Straße keines der benannten Kriterien gegeben ist, fehlt es an einer Ermächtigung zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Anordnung einer reduzierten Geschwindigkeit ist damit nicht umsetzbar.

 

Herstellung/Markierung eines Fußgängerüberweges (FGÜ):

 

Die Zulässigkeit der Markierung eines Fußgängerüberweges unterliegt der Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) sowie der VwV-StVO. Es müssen für die Anordnung eines verkehrssicheren FGÜ bestimmte örtliche und verkehrliche Voraussetzungen erfüllt sein. Mit den vorhandenen Verkehrsbelastungen für Kfz- und Fußverkehr lt. Punkt 2.3 des Sachverhaltes sind die möglichen/zulässigen Einsatzbereiche für die Anordnung eines FGÜ nicht gegeben. Voraussetzung ist weiterhin, dass auf beiden Seiten der Straße Gehwege vorhanden sind. Nach § 26 Abs. 1 StVO haben an Fußgängerüberwegen die Fahrzeuge den Fußgängern (sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen) das Überqueren der Fahrbahn am Überweg zu ermöglichen. Da der Radverkehr als Fahrverkehr bewertet wird und das Fahrrad als Fahrzeug gilt, kann der Radverkehr diese Vorrangregelung fahrend nicht in Anspruch nehmen. Das Fahrrad dürfte lediglich zu Fuß mitgeführt werden, um die Vorrangregelung zu nutzen. Damit würde sich, unabhängig von der Prüfung der Einsatzkriterien für FGÜ, für den Radverkehr keine verbesserte Querungssituation ergeben.

 

Einordnung einer Lichtsignalanlage (LSA)

 

Die Errichtung einer LSA wird auf Grund der örtlichen Situation, der notwendigen Ausführung als Bedarfsanlage mit den dann vorhandenen Wartezeiten bei einer Anforderung der Querenden, insbesondere aus Gründen der Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmer nicht berücksichtigt. Für den Fuß- und Radverkehr würde sich die Notwendigkeit einer Anforderung an der LSA und die nachfolgende Freigabe "Grün" der Querung Gustav-Esche-Straße nach entsprechender Wartezeit ergeben. Für den Kfz-Verkehr einschl. ÖPNV und den Radverkehr in der Gustav-Esche-Straße würde dies eine Unterbrechung des Verkehrsflusses bei entsprechender Wartezeit und Rückstau bei jeder Anforderung und Freigabe der Querung bedeuten.

 

Im Folgenden werden die untersuchten Varianten kurz beschrieben. Eine ausführlichere Darstellung befindet sich in den Anlagen 5 bis 10.

 

2.4.1.1 Variante 1 a: Ersatzneubau Brücke wie Bestand und separate niveaugleiche

Querung mittels baulicher Querungshilfe südlich der Brücke

 

Die Querung der Gustav-Esche-Straße erfolgt in dieser Variante niveaugleich mit mittigem Fahrbahnteiler. Die Breite der Wartefläche wird mit 4,0 m und die Tiefe mit 3,00 m entsprechend RASt 06 und ERA angesetzt. Die Breite ermöglicht auch ein Schrägaufstellen von Fahrrädern mit Anhänger. Durch den 3 m tiefen Fahrbahnteiler ist vor und hinter diesem die Verziehung der Fahrspuren und des Radstreifens auf einer Länge von mindestens 20 m lt. RASt 06 mit einer Verbreiterung der Straße und die Anbindung vorhandener Wege notwendig.

 

Gesamtkosten 4.950.000 € Brutto

 

 

 

 

2.4.1.2 Variante 1 b: Ersatzneubau Brücke mit Verbreiterung wegen niveaugleicher

   Querung mittels baulicher Querungshilfe unmittelbar südlich der

   Brücke

 

Die Querung der Gustav-Esche-Straße erfolgt in dieser Variante niveaugleich unmittelbar hinter der Brücke als direkte Verbindung des beidseitig der Straße vorhandenen Weges. Breite und Tiefe der Querungshilfe wie Variante 1 a. Durch die Herstellung des Fahrbahnteilers verbreitern sich Straßen- und Brückenquerschnitt (ca. 100 m² mehr Brückenfläche), die Vorziehung der Fahrspuren erfolgt auf der Nordseite erst hinter der Brücke.

 

Gesamtkosten 5.610.000 € Brutto

 

2.4.1.3 Variante 2: Ersatzneubau Brücke und niveaufreie Unterführung des Fuß- und                                           Radverkehrs als separater Stahlbeton-Rahmen aus Ortbeton                                           südlich der Brücke

 

Der Überbau des Stahlbetonrahmens wird direkt befahren und erhält den gleichen Fahrbahnaufbau (8 cm) wie die Brücke über die Nahle.

 

Das Lichtraumprofil des Unterführungsbauwerks beträgt lichte Weite = 5 m mal lichte Höhe = 3 m. Es sind Rampenneigungen von ≤ 6 % und Podestflächen von min. 1,50 m Länge aller 6,0 m erforderlich. Die Trogbauwerke in den Rampen erhalten einen rutschfesten Gehbahnbelag, Handläufe und Radabweiser. Aus Gründen der Akzeptanz und der öffentlichen Sicherheit sind Unterführung und Trogrampen zu beleuchten. Die Bauwerke sind wasserdicht und auftriebssicher herzustellen, da bereits bei geringem Hochwasser ab HQ5 = 102,5 m NHN nach HWSK „Weiße Elster“ der Wasserspiegel der Nahle über OK Bodenplatte der Unterführung steigt. Das anfallende Niederschlagswasser infolge Rampen wird in der Unterführung am Tiefpunkt gesammelt und mittels Heberanlage der Vorflut zugeführt.

 

Gesamtkosten 6.807.000 Brutto

 

2.4.1.4 Variante 3: Ersatzneubau Brücke als Zweifeldbauwerk aus Stahlbeton – Fuß-

Radwegführung in niveaufreier wasserdichter Unterführung

 

Die Querung des Fuß-/Radweges ist als Vollrahmen in das Brückenbauwerk integriert. Gleiche bauliche Gestaltung und Ausstattung wie in Variante 2, nur in Brücke integriert.

 

Gesamtkosten 6.965.000 € Brutto

 

2.4.1.5 Variante 4:  Einfeldbrücke aus Spannbeton mit niveaufreier wasserdichter

   Unterführung des Fuß-/Radweges als Trog

 

Die Querung ist in das Brückenbauwerk integriert. Der Überbau überspannt das Gewässer und die Unterführung. Zum Schutz gegen Hochwasser wird flussseitig eine Wand errichtet.

Gleiche bauliche Gestaltung und Ausstattung wie in Variante 2, nur in Brücke integriert.

 

Gesamtkosten 7.455.000 € Brutto

 

2.4.1.6  Variante 5: Gewässerbegleitende niveaufreie Unterführung als Wege-

   verbindung unter Einfeldbrücke aus Spannbeton und niveau-

   gleiche Querung mit baulicher Querungshilfe südlich der Brücke

 

Die Querung der Gustav-Esche-Straße erfolgt niveaufrei als befestigter uferbegleitender Rad-/Fußweg analog der Gestaltung an der Gustav-Esche-Brücke I über die Luppe und zusätzlich niveaugleich mit mittigem Fahrbahnteiler südlich der Brücke wie in Variante 1 a. Die Wegbreite des unterführten Weges beträgt 5 m, die lichte Durchfahrtshöhe unter dem Bauwerk 2,5 m. Der niveaugleiche Fahrbahnteiler wird wie in Variante 1 a ausgebildet.

 

Bei einem Hochwasser HQ5 = 102,5 m NHN n. HWSK „Weiße Elster“, was einer 5-jährigen Auftrittswahrscheinlichkeit entspricht, steigt der Wasserspiegel der Nahle über OK Weg. Bei Überflutung ist der niveaugleiche Fahrbahnteiler zu nutzen, an den der uferbegleitende Weg angeschlossen wird.

 

Gesamtkosten Brückenbauwerk 6.800.000 € Brutto

 

2.4.2 Vorzugsvariante

 

Die Vorzugsvariante ist die Variante 1a Einfeldbrücke aus Stahlbeton mit niveaugleichem mittigem Fahrbahnteiler in der Gustav-Esche-Straße südlich der Brücke.

 

Vorteil

  • Bei zusätzlichem Fahrbahnteiler wird den westlichen Fußgängern/Radfahrern eine Querung auf kurzem Weg geboten, außerdem stellt der Fahrbahnteiler die Rückfallebene bei Hochwasser dar.

 

Um eine sichere und für die touristische Nutzung sowie den Freizeit- und Alltagsverkehr konfliktfreie komfortable Lösung anzubieten, wird die niveaufreie Lösung, in Kombination mit einer abgesetzten baulichen Querungshilfe zur Gewährleistung abbiegender Wegebeziehungen bzw. für den Hochwasserfall gemäß der Variante 5 favorisiert. Aufgrund der Mehrkosten von 1.850.000,00 € wird aus wirtschaftlichen Gründen allerdings als Vorzugslösung auf die Variante 1a abgestellt.

 

Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs im Sinne nachhaltiger Mobilität wird damit zum Teil unterstützt. (Siehe VII-DS-00547 Mobilitätsstrategie 2030 für Leipzig – Rahmenplan zur Umsetzung (insbesondere Anlage II Maßnahmenliste „weitere städtische Maßnahmen mit Baubeginn bis 2024“))

 

Verkehrsorganisatorische Maßnahmen durch Geschwindigkeitsreduzierung oder der Markierung eines Fußgängerüberweges sind, auch ergänzend zu bauliche Maßnahmen, nicht umsetzbar und führen auch nicht zur Erreichung der Ziele einer nachhaltigen Mobilität.

 

Neben der Bedeutung als attraktive Radwegeverbindung ist die entsprechende Querung für den Fußverkehr als Strecke des Jakobswegs und des Ökumenischen Pilgerweges (Via Regia) von Bedeutung. Beide Wege zählen zu den Europäischen Kulturstraßen, die die Pilger in Richtung Santiago de Compostela leiten und binden an die polnischen Jakobswege an. Eine niveaufreie Querung der Gustav-Esche-Straße würde auch diesen Europäischen Fernwanderweg erheblich aufwerten.

 

2.4.3 Grunderwerb, Flächeninanspruchnahme

 

Bauzeitlich ist eine Inanspruchnahme von Flächen für die Umfahrung und die Baubereiche erforderlich. Endgültig ist geringer Grunderwerb erforderlich.

Es sind Verträge mit der LTV zur bauzeitlichen Flächeninanspruchnahme und zum endgültigen Grunderwerb sowie mit der Oberen Forstbehörde zur befristeten Waldumwandlung abzuschließen.

 

2.4.4 Baurecht und Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit

Die Erstellung der umwelt- und naturschutzfachlichen Unterlagen erfolgt als

 

  1. Landschaftspflegerischer Fachbeitrag als verkürzter Landschaftspflegerischer Begleitplan
  2. (LBP)
  3.  FFH-Vorprüfung
  4.  Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
  5.  befristete Waldumwandlung

 

Notwendige Maßnahmen sind im Rahmen des Gesamtprojektes zu berücksichtigen. Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen erfolgen im Baufeld.

 

2.4.5 Entwässerung

 

Grundsätzlich erfolgt bei innerstädtischen Straßen die Entwässerung über Quer- und Längsneigungen in Straßenabläufe mit Anschluss an Sammelleitungen (Regenwasser/Mischwasser). Da in der Gustav-Esche-Straße keine Sammelleitung der Leipziger Wasserwerke vorhanden ist, an die Straßenabläufe angeschlossen werden können, sind die anfallenden Wassermengen über Einläufe in den Böschungsbereich bzw. in die Nahle analog der Bestandslösung zu entwässern.

 

2.5 Tangierende Planungen

 

Es sind Anforderungen aus dem Projekt „Lebendige Luppe“ zu beachten. Geplant ist eine Sohlanhebung der Nahle um 2,50 m, was einen prinzipiellen Anstieg des Wasserspiegels im Normalzustand als auch bei Hochwasser zur Folge hat. Das BHQ 150 wurde mit 103,93 bzw. 104,05 m NHN zzgl. 50 cm Freibord ermittelt. Die neue Brücke ist dafür ausreichend dimensioniert.

 

Der uferbegleitende unterführte Fuß-/Radweg der Vorzugsvariante müsste bei Realisierung des Projektes „Lebendige Luppe“, wenn gewünscht, in eine überflutungssichere und wasserdichte Variante umgebaut werden. Dies ist technisch möglich.

r die hydraulischen Modellierungen des Projektes „Lebendige Luppe“ besteht aktuell keine Verbindlichkeit. Ein Realisierungszeitraum kann nicht definiert werden.

 

2.6 Bauzeitliche Verkehrsführung und flankierende Maßnahmen als weitere Projekt-

      Bestandteile

 

Im Planungsprozess wurden die Umfahrung des Baubereiches unterstrom (Westseite) und oberstrom (Ostseite) untersucht. Die Umfahrung auf der Westseite ist wegen erheblicher Mehrlängen verkehrstechnisch nicht leistungsfähig. Außerdem sind massive Baumeinschläge im Auwald erforderlich. Um die Eingriffe in Natur und Landschaft zu minimieren, wird die östliche Umfahrung des Baubereiches favorisiert. Über die Nahle wird dafür eine Behelfsbrücke errichtet.

 

Ein halbseitiges Bauen ist nicht möglich, da während der Bauzeit die Aufrechterhaltung der Zweispurigkeit für den Kfz-Verkehr mit Radfahrstreifen westlich und Rad-/Gehweg östlich wie im Bestand für die Leistungsfähigkeit der Umfahrung erforderlich ist. Außerdem lässt der Zustand des Bauwerkes keinen Teilabbruch unter Gewährleistung der Standsicherheit ohne erhebliche Zusatzaufwendungen zu.

 

2.7 Investitionskosten

 

Die Investitionskosten für die Vorzugsvariante gemäß Pkt. 2.4.2 wurden als Kostenschätzung der Vorplanung auf der Grundlage von Durchschnittspreisen erstellt.

Die Kostenschätzung enthält Kosten für die Planung und Herstellung der Ingenieur- und Stützbauwerke einschl. Abbruch-/Baufeldfreimachung, den Ausbau der Fahrbahnen, Rad- und Gehwege der Gustav-Esche-Straße einschl. technischer Ausstattung.

 

Die voraussichtlichen Kosten für die Vorzugsvariante betragen nach der Kostenschätzung des derzeitigen Planungsstandes 4.950.000 € (brutto).

 

Der Ersatzneubau ist ab dem Jahr 2023 geplant. Bei der Finanzierung wird die Einnahme von Fördermitteln nach RL KStB (Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger) berücksichtigt. Sollten zum Zeitpunkt des Baus keine Fördermittel zur Verfügung stehen, muss der Ersatzneubau aus Eigenmitteln finanziert oder die Bauzeit verschoben werden.

 

2.8 Weiteres Verfahren

 

­          Weiterführung Vorzugsvariante in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Brücken- und Straßenbau einschl. Umweltverträglichkeit und Planung der bauzeitlichen Verkehrsführung 

­          Vorbereitung des Bau- und Finanzierungsbeschlusses mit erneuter Vorlage für die Ratsversammlung und entsprechender Beteiligung der Öffentlichkeit

­           Fördermittelantragsverfahren Stadt Leipzig

­          Weiterführung der Ausführungsplanung für den Brücken- und Straßenbau mit rechtzeitiger Information der Öffentlichkeit zu Bauablauf, Bauzeiten, Verkehrsführungen

­          Umsetzung der Maßnahme

 

3. Realisierung/Zeithorizont

 

Es wird ein Baubeginn ab 2023 angestrebt. Der voraussichtliche Bauzeitraum beträgt ca. 1 Jahr und 2 Monate in 2023/2024.

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkosten der geplanten Maßnahme auf ca. 4.950.000  (brutto) belaufen werden.

 

Es besteht für die Baumaßnahme grundsätzlich Förderfähigkeit nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirt­schaft, Arbeit und Verkehr für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (RL KStB).

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Es gibt keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

 

6. Bürgerbeteiligung

 

Die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt über die Vorstellung der Vorlagen in den betroffenen Stadtbezirksbeiräten. Die Bürgerbeteiligung erfolgt über Informationen zu Bauzeiten, Bautechnologie, bauzeitliche Verkehrsführung.

 

7. Besonderheiten

 

In der Gustav-Esche-Straße sind wegen des schlechten Bauzustandes weiterhin die Gustav-Esche-Brücke II (II/11) über den Nebenarm der Nahle 2021 und die Gustav-Esche-Brücke I (II/6) über die Luppe 2022 durch Ersatzneubauten zu ersetzen. Eine Übersichtskarte befindet sich in der Anlage (Anlage 1).

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Der jetzige Zustand, vor allem der desolate Bauzustand der 1928 errichteten Brücke (Bauzustandsnote 3,2), bedingt dringenden Handlungsbedarf und die Vorbereitung des Ersatzneubaues. Die Brücke ist bereits lastbeschränkt auf 16 t. Weitere Einschränkungen sind zu erwarten. Die Verkehrsanlage ist auf Grund des Belagszustandes, fehlender Barrierefreiheit sowie der Leistungsfähigkeit zu erneuern.

 

9. Sonstiges

 

Vor Beginn der Baumaßnahme erfolgen Presseinformation und Anliegerinformationen.

 

 

Anlagen

 

1

Übersichtskarte

2

Gustav-Esche-Straße_Wegebeziehungen

3

Bilder Leutzsch-Wahrener Brücke

4.1

Variante 1a

4.2

Lageplan Variante 1a

5.1

Variante 1b

5.2

Lageplan Variante 1b

6.1

Variante 2

6.2

Lageplan Variante 2

7.1

Variante 3

7.2

Lageplan Variante 3

8.1

Variante 4

8.2

Lageplan Variante 4

9.1

Variante 5

9.2

Lageplan Variante 5

10

Übersicht Wegeverbindungen

11

2019_08_Übersicht Wege1_Foto

12

Pilgerweg

14

Synopse VI-DS-08098

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1_Übersichtskarte (435 KB)    
Anlage 2 2 Anlage_2_Gustav-Esche-Strasse_Wegebeziehungen (3173 KB)    
Anlage 3 3 Anlage_3_Bilder_LeutzschWahrenerBruecke (868 KB)    
Anlage 4 4 Anlage_4.1_Variante_1a (108 KB)    
Anlage 5 5 Anlage_4.2_Lageplan_Variante_1a_ebenerdig_Aufweitung_ hinter_ BW (718 KB)    
Anlage 6 6 Anlage_5.1_Variante_1b (185 KB)    
Anlage 7 7 Anlage_5.2_Lageplan_Variante_1b_ebenerdig_m_Aufweitung_BW (1014 KB)    
Anlage 8 8 Anlage_6.1_Variante_2 (202 KB)    
Anlage 9 9 Anlage_6.2_Lageplan_Variante_2_separaterStbt-Rahmen (806 KB)    
Anlage 10 10 Anlage_7.1_Variante_3 (360 KB)    
Anlage 11 11 Anlage_7.2_Lageplan_Variante_3_Zweifeldbauwerk-Stbt (1606 KB)    
Anlage 12 12 Anlage_8.1_Variante_4 (230 KB)    
Anlage 13 13 Anlage_8.2_Lageplan_Variante_4_Einfeldbauwerk_vorgespannt (1576 KB)    
Anlage 14 14 Anlage_9.1_Variante_5 (754 KB)    
Anlage 15 15 Anlage_9.2_Lageplan_Variante_5_Spannbeton_mit_ebenerd+unterführtWeg (1463 KB)    
Anlage 16 16 Anlage_10_UebersichtWegeverbindungen (1857 KB)    
Anlage 17 17 Anlage_11_2019_08_UebersichtWege1_Foto (5918 KB)    
Anlage 18 18 Anlage_12_Pilgerweg (428 KB)    
Stammbaum:
VI-DS-08098   Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-08098-DS-01   Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-08098-ÄA-01   Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Änderungsantrag
VI-DS-08098-ÄA-01-NF-01   Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Neufassung
VI-DS-08098-ÄA-02   Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Änderungsantrag