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Vorlage - VI-A-08055  

 
 
Betreff: Fallzahlbegrenzung im Leistungsbereich Vormundschaften / Pflegschaften
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Jugendhilfeausschuss
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
15.05.2019 
Ratsversammlung (offen)     
FA Finanzen 1. Lesung
27.05.2019    FA Finanzen      
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, einen Personalschlüssel von maximal 1:40 sowohl für Amts- als auch für Vereinsvormundschaften einzuführen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
Der Paragraph 55 Abs. 2 Satz 4 SGB VIII bestimmt die Fallzahlobergrenze in der Vormundschaftsführung. Dieser besagt, dass ein vollzeitbeschäftigter Vormund höchstens 50 Mündel betreuen darf. Zur Sicherung der gesetzlich normierten in der Regel monatlichen Besuchsverpflichtung im gewöhnlichen Umfeld des Mündels (§ 1793 Abs. 1 a BGB), der geforderten persönlichen Förderung und Gewährleistung der Erziehung und Pflege des Mündels (§ 1800 S. 2 BGB), der vielfältigen zu erfüllenden Aufgaben eines Vormundes, der Komplexität der Einzelfälle, der umfangreichen Dokumentationsverpflichtungen und der damit einhergehenden Arbeitsbelastung ist die Fallzahl auf 40 Mündel pro Vollzeitstelle festzulegen.

 

In der bundesweiten Fachdiskussion wird die Notwendigkeit des Unterschreitens der gesetzlichen Fallzahlobergrenze belegt. Mittlerweile sind in vielen Bundesländern und/ oder Kommunen die Standards entsprechend vereinbart, um die Qualität der Leistungserbringung zu sichern.  Die Empfehlungen bzw. Festlegungen liegen zwischen 25 und 40 Fällen pro Vollzeitkraft.

Der FAIRbund e.V. mit seinem Leistungsbereich Vereinsvormundschaften hat in der Vergangenheit in den Leistungsverhandlungen mit dem AfJFB die Notwendigkeit einer Fallzahlabsenkung wiederholt betont. Der Bereich Amtsvormundschaften wird die Notwendigkeit zur Minderung der hohen Arbeitsbelastung bestätigen.

Als Entscheidungsgrundlage wurde dieser Antrag mit differenzierten Ausführungen zum Vormundschaftswesen untersetzt, welche Sie mit folgenden Anlagen erhalten.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
Anlage 1  Differenzierte Ausführungen zum Vormundschaftswesen

Anlage 2 Aufgaben und Wirkungsbereiche der Vormundschaft und Pflegschaft

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Differenzierte Ausführungen zum Vormundschaftswesen; Anlage 2 Aufgaben und Wirkungsbereiche der Vormundschaft und Pflegschaft (218 KB)    
Stammbaum:
VI-A-08055   Fallzahlbegrenzung im Leistungsbereich Vormundschaften / Pflegschaften   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Antrag
VI-A-08055-VSP-01   Fallzahlbegrenzung im Leistungsbereich Vormundschaften / Pflegschaften   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Verwaltungsstandpunkt