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Vorlage - VI-A-08000  

 
 
Betreff: Leistungsfähiges Internet für alle kommunalen Schulen
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:SPD-Fraktion
Beratungsfolge:
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
16.05.2019    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
15.05.2019 
Ratsversammlung (offen)     
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 2. Lesung
05.09.2019    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Ratsversammlung Beschlussfassung
30.10.2019 
Ratsversammlung      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadt Leipzig stellt sicher, dass in einen ersten Schritt jede Schule in städtischer Trägerschaft über eine verfügbare Internetbandbreite von mindestens 100 Mbit/s im Schulnetzwerk verfügt. Bestehende Verträge mit den Internetprovidern sind entsprechend anzupassen oder neu zu vergeben. Die entsprechenden Mehrkosten sind im Haushalt einzustellen. Die Umsetzung erfolgt zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
  2. In einem weiteren Schritt soll jede Schule in städtischer Trägerschaft in jedem Klassenzimmer über eine verfügbare Internetbandbreite von mindestens 30 Mbit/s verfügen. Der Breitbandausbau  wird dementsprechend forciert. Dafür sind auch die vorhandenen Fördermittelprogramme des Bundes und des Freistaates Sachsen zu nutzen.
  3. Der Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule ist über die Umsetzung zu informieren.

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Sachverhalt:
Nach unserer Anfrage VI-F-0764 „Internetanschlüsse an Schulen“ haben mindestens 121 kommunale Schulen in Leipzig nur den kostenfreien T@School-Anschluss bi s max. 16 Mbit/s. Diese Bandbreiten sind für Unterricht in digitalen Klassenzimmern viel zu gering. Um dies zu ändern wollen wir in einem ersten Schritt, dass die Stadt Leipzig für alle kommunalen Schulen Internetbandbreiten von mindestens 100 Mbit/s  zur Verfügung stellt. Die Telekom bietet für Schulen das Telekom@School Angebot an. Hierbei können durch zusätzliche Bandbreiten-Upgrades bis 250 Mbit/s bereitgestellt werden, sofern dies vor Ort technisch möglich ist. Dieses Angebot würde pro Schule und Monat aktuell 25,16 Euro kosten. Für alle kommunalen Schulen würde dies etwa 40.000 Euro pro Jahr entsprechen. Diese Gelder können auch durch die Mittel aus dem DigitalPakt des Bundes refinanziert werden. Um wirklich digital im Klassenzimmer arbeiten zu können, empfiehlt der Freistaat Sachsen 30 Mbit/s für jedes Klassenzimmer. Hierfür müssen auch die Breitbandverbindungen zu den Schulen und in den Schulen angepasst und ausgebaut werden. Dies soll mittelfristig an allen Schulen geschehen. Hierbei kann die Beratung des Breitbandkompetenzzentrums Sachsen, welches u.a. über die verschiedenen Fördermittel informiert, genutzt werden.

 

 

Internetanschlüsse an Schulen – VI-F-07864

Antwort:

 

1. Welche Anbieter mit welchen Verträgen nutzt die Stadt Leipzig für die Internetanschlüsse an Schulen? (Bitte getrennt angeben nach Schulen)

 

Die Stadt Leipzig hat mit folgenden Anbietern Verträge zu Internetanschlüssen an kommunalen Schulen:

 

- Telekom: 121 Schulen nutzen einen kostenfreien T@School-Anschluss bis max. 16 M/Bit.

 

19 Schulen, bei denen über die Telekom oder T@School keine Bandbreite von mindestens 16 M/Bit zur Verfügung gestellt werden kann, haben über folgende anderen Anbieter mind. diese Bandbreite erhalten:

 

- Vodafone (ehemals KabelDeutschland): Es bestehen Einzelverträge aus den Jahren 2000 bis 2011 für vier Schulen.

 

- PYÜR (ehemals Primacom): Diesen Anbieter nutzen drei Schulen.

 

- PYÜR (ehemals HL-Komm): Diesen Anbieter nutzen zwölf Schulen über einen seit 2018 laufenden Vertrag mit der Lecos.

 

1a. Gibt es bei den Verträgen Unterschiede zwischen den Schul- und Verwaltungsnetzwerken an Schulen? Wenn ja, welche?

 

Das Schulnetz ist über den T@School-Anschluss versorgt, das Verwaltungsnetz über einen Business-Anschluss der Telekom. T@School ist bis zu einer Bandbreite von 16 M/Bit kostenfrei und soll ausschließlich den Schülerinnen und Schülern sowie Pädagogen zur Verfügung stehen.

 

1b. Wie werden die Verträge über die Internetanschlüsse an Schulen vergeben?

 

Die Beauftragung für alle Internetanschlüsse erfolgt über die Lecos GmbH. Internetzugänge aus dem Projekt T@School werden vom Schulträger direkt beim Projektteam der Telekom bestellt.

 

1c. Wann werden die Verträge über die Internetanschlüsse das nächste Mal vergeben?

 

Die Vertragsdauer ist unterschiedlich. Die kostenfreien Anschlüsse T@school bis 16 M/Bits laufen unbefristet und sind jederzeit kündbar. Verträge mit Vodafone und PYÜR (ehemals Primacom) laufen zwei Jahre. Verträge mit PYÜR (ehemals HL-KOMM) laufen vier Jahre ab Bereitstellung. Falls die Kündigung nicht erfolgt, verlängern sich die Verträge automatisch um ein Jahr.

 

1d. Welche Kriterien gibt es bei der Vergabe von Internetanschlüssen an Schulen.

 

Wenn die Bandbreite von mindestens 16 M/Bit nicht über die Telekom zur Verfügung gestellt werden kann, wird die Lecos angefragt, die Angebote anderer Anbieter einholt.

 

2. Wie sieht das Beschwerdemanagement bei den Internetanschlüssen an Schulen aus? Wer sind die Ansprechpartner mit dem Internet an Schulen?

 

Das Medienpädagogische Zentrum ist erster Ansprechpartner bei Problemen mit Internetanschlüssen. In der Regel wird zuerst die Technik hinter dem Anschluss geprüft, ehe der Anbieter kontaktiert wird. Dies erfolgt über die zuständige Hotline der Anbieter.


 

Stammbaum:
VI-A-08000   Leistungsfähiges Internet für alle kommunalen Schulen   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Antrag
VI-A-08000-VSP-01   Leistungsfähiges Internet für alle kommunalen Schulen   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Verwaltungsstandpunkt