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Vorlage - VI-DS-07929  

 
 
Betreff: Vorplanung Komplexbaumaßnahme Gorkistraße von Ossietzkystraße bis Kohlweg, Volksgartenstraße, Löbauer Straße
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
22.10.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
05.11.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
SBB Nordost Anhörung
06.11.2019 
SBB Nordost vertagt     
13.11.2019 
SBB Nordost ungeändert beschlossen     
Ratsversammlung Beschlussfassung
19.11.2019 
Ratsversammlung geändert beschlossen     

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Gestaltungsplan-Variante 1
Gestaltungsplan-Variante 2-Vorzugsvariante
Querschnitt Gorkistraße - Haltestelle Löbauer Straße-Var.1+2
Querschnitt Gorkistraße-Abschnitt Löbauer Str. bis Volksgartenstr.-Var.1
Querschnitt Gorkistraße-Abschnitt Löbauer Str. bis Volksgartenstr.-Var.2

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Beschlussvorschlag:

 

1. Die entsprechend Sachverhalt vorgeschlagene Vorzugsvariante der Vorplanung zur Komplexbaumaßnahme (Variante 2) wird als Grundlage für die Weiter­hrung der Planung bestätigt.

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

Für den Straßenzug Gorkistraße im Abschnitt zwischen Ossietzkystraße und Kohl­weg, Löbauer Straße im Abschnitt zwischen Schmidt-Rühl-Straße und Volksgartenstraße und Volksgartenstraße im Abschnitt zwischen Gorkistraße und Löbauer Straße und für die anliegenden Knotenpunkte sowie für die Straßen­bahnbetriebsanlagen wurde eine Vorplanung erarbeitet.

Gegenstand der Vorlage ist die Erläuterung der Vorplanung mit Beschreibung der Varianten und der Verfahrensschritte sowie der Ausweisung einer Vorzugsvariante, die durch die Ratsversammlung als Grundlage für die Weiterführung der Planung beschlossen werden soll.

Ausgangspunkt und Anlass der Planung war die Zielstellung der LVB GmbH und der Stadt Leipzig, die Haltestelle Löbauer Straße als Umstiegshaltestelle für Straßenbahn und Bus behindertengerecht auszubauen.

Im Rahmen der Abstimmungen zwischen LVB GmbH, Stadt und Versorgungsunternehmen wurde deutlich, dass aufgrund des Zustandes der Straßenbahngleise und der Fahrleitung und der erforderlichen Sanierung und Neuverlegung insbesondere von Leitungen der Leipziger Wasserwerke ein wesentlich größerer Planungsbereich als der o. g. Haltestellenbereich zu untersuchen und bei der Realisierung eine Komplexbaumaßnahme Stadt/LVB GmbH/Versorgungsunternehmen erforderlich wird.

Es ist die komplette Umgestaltung der Straßenräume mit grundhafter Sanierung der Fahrbahnen, Gehwege und Gleisanlagen sowie der Fahrleitung und der Beleuchtung vorgesehen. Soweit möglich ist im Zuge der Straßenhauptnetzabschnitte die Einordnung von Radver­kehrs­­anlagen und generell die Einordnung von Straßenbäumen in Kombination mit Stellflächen für den ruhenden Verkehr vorgesehen.

Auch die Querungsbedingungen für Fußgänger und Radfahrer sollen durch die Ein­ordnung von neuen Ampeln und Querungshilfen verbessert werden. 

Neben der Erneuerung der vorhandenen Lichtsignalanlagen (LSA) ist an den Knotenpunkten Gorkistraße/Löbauer Straße und Gorkistraße/Kohl­weg die Installation neuer Ampeln geplant.

Am Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße ist entsprechend der Busnetzreform 2010 die Einordnung von neuen, behindertengerechten Bushalte­stellen zur Verbes­serung der Erschließung durch den ÖPNV vorgesehen.

Für die Straßenbahnbetriebsanlagen wird nach § 28 Personenbeförderungsgesetz ein Planfeststellungsverfahren auf der Grundlage einer noch zu erstellenden Genehmigungsplanung durchgeführt.

Nach Stand der Vorplanung ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkosten für Planung und Bau der geplanten Komplexbaumaßnahme für Stadt Leipzig und LVB GmbH auf ca. 13,3 Mio. € (Vorzugsvariante, brutto, ohne Kosten für Versorgungsunternehmen) belaufen werden.

Die Baumaßnahme soll als eine Schwerpunktmaßnahme in die noch vom Stadtrat zu beschließende Fortschreibung des „Mittelfristigen Straßen- und Brückenbauprogrammes“ für die Jahre 2020-2024 eingeordnet werden.

Für die Komplexbaumaßnahme der Stadt Leipzig, der LVB GmbH und der Versorgungsunternehmen wird der Baubeginn ab 2022 angestrebt.

 

 

 

 

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,

 

 

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Im Rahmen der Abwägung gab es innerhalb der Verwaltung keine grundsätzlich unterschiedlichen fachlichen Beurteilungen.

 

 

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Sachverhalt:

 

  1. Anlass und Planungsgrundlagen

 

Ausgangspunkt und Anlass der Planung war die Zielstellung der LVB GmbH und der Stadt Leipzig, die Haltestelle Löbauer Straße als Umstiegshaltestelle für Straßenbahn und Bus behindertengerecht auszubauen.

 

Gemäß Nahverkehrsplan (Erste Fortschreibung, Beschluss der Ratsversammlung vom 20.06.2007, Nr. RB IV-900/07) sollen im Rahmen anstehender Gleis- oder Straßenbaumaßnahmen Verbesserungen für den Fahrweg, die Haltestellengestaltungen sowie die Lichtsignalsteuerungen angestrebt werden. Des Weiteren soll die Aufweitung des Gleismittenabstandes für den künftigen Einsatz breiterer Straßenbahnen sowie der behindertengerechte Ausbau aller Haltestellen erfolgen.

 

Im Rahmen der Abstimmungen zwischen LVB GmbH, Stadt und Versorgungsunternehmen wurde deutlich, dass aufgrund des Zustandes der Straßenbahngleise und der Fahrleitung und der erforderlichen Sanierung und Neuverlegung insbesondere von Leitungen der Leipziger Wasserwerke ein wesentlich größerer Planungsbereich als der o. g. Haltestellenbereich zu untersuchen und bei der Realisierung eine Komplexbaumaßnahme Stadt/LVB GmbH/Versorgungsunternehmen erforderlich wird.

Die vorgesehene Komplexbaumaßnahme soll als eine Schwerpunktmaßnahme in die noch vom Stadtrat zu beschließende Fortschreibung des „Mittelfristigen Straßen- und Brückenbauprogrammes“ für die Jahre 2020-2024 eingeordnet werden.

 

Die verkehrspolitischen Leitlinien im Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum (STEP VöR, 2015) sowie die Inhalte des Fachkonzeptes Nachhaltige Mobilität im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Leipzig 2030“ stellen eine wichtige planerische Grundlage dar. Schönefeld ist im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2030 (INSEK Leipzig 2030) ein Schwerpunktgebiet der integrierten Stadtteilentwicklung.

Der STEP VöR weist den Bereich des Straßendreiecks Gorkistraße/Löbauer Straße/Volksgartenstraße als Aufgabenschwerpunkt für die Straßenraumgestaltung aus. Hier ist insbesondere der nur ca. 13 m breite, enge Straßenabschnitt der Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße zu nennen.

Schönefeld ist zudem ein Aufwertungsgebiet im Bund-Länder-Programm Stadtumbau.

 

Entsprechend der Busnetzreform der LVB GmbH von 2010 soll an dem Knotenpunkt bzw. der Kreuzung Löbauer Straße/Volksgartenstraße die Lücke bei der Buser­schließung geschlossen werden. Damit verbessert sich auch die Erreichbarkeit der Schulen in Schönefeld mit dem Bus.

 

Der Radverkehrsentwicklungsplan 2010-2020 (RB V–1261/12 vom 20.06.2012) weist im Planungsgebiet die Verbindung Ossietzkystraße-Gorkistraße-Volksgartenstraße gemäß Richtlinie für integrierte Netzgestaltung (RIN) als IR III (innergemeindliche Haupt­radverbindung) im Hauptnetz Rad für den Alltagsradverkehr aus. In der Maß­nah­men­liste zur Netzentwicklung sind in diesem Abschnitt aufgrund fehlender Radverkehrsanlagen (RVA) Führungsmängel ausgewiesen. Die Maßnahme zur Einordnung von Radverkehrsanlagen hat die 2. Priorität – Maßnahmennummer 60.

Im Zuge der Löbauer Straße ist zudem die Umsetzung der Route des Notenrades in Schönefeld geplant. Auch hier sind ebenfalls Verbesserungen bei der Führung des Radverkehrs erforderlich.

 

Entsprechend dem Lärmaktionsplan (2013, BS/RBV-1914/13) sind Lärmminderungsmaßnahmen durch die Stärkung des Umweltverbundes (Verbesserung der Bedingungen für den Straßenbahn- und Busverkehr) zu erzielen sowie durch die Berücksichtigung der Maßnahme M 15 (Herstellung von Radverkehrsanlagen).

 

 

  1. Beschreibung der Maßnahme

 

Räumlicher Geltungsbereich

 

Das Planungsgebiet für die geplante Komplexbaumaßnahme befindet sich im Nordosten von Leipzig im Stadtteil Schönefeld.

Im Zuge der Gorkistraße erstreckt sich das Vorhaben von der Ossietzkystraße bis zum Kohlweg. Weiterhin sind die Löbauer Straße im Abschnitt zwischen Schmidt-Rühl-Straße und Volksgartenstraße, die Volksgartenstraße im Abschnitt Gorkistraße/ Löbauer Straße und die Schmidt-Rühl-Straße zwischen Löbauer Straße und Gorki­straße sowie die Einmündung des Kohlwegs in die Gorkistraße Bestandteil der Maßnahme (siehe Abbildung).

 

Im Planungsgebiet sind die o. g. Abschnitte der Gorkistraße und der Volksgarten­straße sowie die Löbauer Straße zwischen Gorkistraße und Volksgartenstraße als Hauptverkehrsstraßen Bestandteil des Straßenhauptnetzes der Stadt Leipzig. 

 

                                             Abbildung räumlicher Geltungsbereich – Übersichtsplan

 

2.1    Verkehrliche Funktion, Planungsgrundlagen

2.1.1 Trassenführung und Verkehrsbedeutung

Gemäß den Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung (RIN) sind die im Planungsbereich liegenden Straßen Gorkistraße (Ossietzkystraße-Kohlweg), Löbauer Straße (Gorkistraße-Volksgartenstraße), Volksgartenstraße (Gorkistraße-Löbauer Straße) angebaute Hauptverkehrsstraßen mit nahräumiger Bedeutung (HS IV) und entsprechend so auch im Flächennutzungsplan und STEP Verkehr und öffentlicher Raum (VöR) ausgewiesen.

 

Die Straßen fallen somit in den Geltungsbereich der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06, Ausgabe 2006). Das Planungsgebiet liegt innerhalb der Stadt Leipzig. Damit beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

 

2.1.2 Verkehrsbelegungen MIV

Im Bestand ist im Zuge der Gorkistraße eine Verkehrsbelastung von ca. 9.700 Kfz/24h bis ca. 11.600 Kfz/24h vorhanden.

 

Im Einbahnstraßenabschnitt der Gorkistraße zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße sind gegenwärtig ca. 3.800 Kfz/24h zu verzeichnen.

Für den motorisierten Individualverkehr (MIV) und auch für den Radverkehr ist in Höhe Löbauer Straße die Einfahrt in diesen Abschnitt in Richtung Nord nicht erlaubt.

 

Die folgende Abbildung zeigt die im Planungsbereich gegenwärtig vorhandenen Verkehrsbelegungen (Analyse 2017).

 

Verkehrsbelegung - Analyse 2017

 

 

 

Verkehrsbelegungen für das Prognosejahr 2030

 

Für das Jahr 2030 wurden die in der folgenden Abbildung dargestellten Verkehrsbelegungen prognostiziert.

Der Variante 1 (V 1) liegt eine Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung (stadtwärtige Führung des MIV über die Gorkistraße im Bereich zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße, landwärts über Löbauer Straße und Volksgartenstraße) zugrunde.

Der Variante 2 liegt eine Führung des MIV in beiden Richtungen über Löbauer Straße und Volksgartenstraße zugrunde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsbelegung Prognose 2030 

 

 

2.1.3 ÖPNV

Innerhalb des Planungsgebietes verkehren die Straßenbahnlinie 1, die Buslinien 70, 77, 90 und die Nachtbuslinie N6 der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH.

 

Die Straßenbahnlinie 1 (Lausen – Mockau), die Buslinien 70 (Mockau-West - Markkleeberg/West) und 90 (Paunsdorf-Center - Wahren) verkehren in einem 10-min-Takt, die Buslinie 77 (Stünz – Fliederhof) dagegen gegenwärtig stündlich.

 

Die Haltestellen Löbauer Straße für die Straßenbahn liegen in der Gorkistraße je Richtung gegenwärtig jeweils vor der Löbauer Straße. Die Bushaltestelle in Richtung Stadt liegt in der Löbauer Straße etwas abgesetzt von der Gorkistraße, in Richtung Land in der Gorkistraße vor der Kreuzung Löbauer Straße.

 

Die Buslinie 77 verkehrt in Richtung Fliederhof im Zuge der Löbauer Straße, in Richtung Stünz über die Schmidt-Rühl-Straße/Gorkistraße/Löbauer Straße.

 

Aufgrund der weit auseinanderliegenden Haltestellen sind im Bereich Gorkistraße/ Löbauer Straße schlechte Bedingungen für den Umstieg vom Bus in die Straßenbahn vorhanden.

 

2.1.4 Radverkehr

Aufgrund der fehlenden Radverkehrsanlagen und der erforderlichen Umwege wegen des o. g. Verbots der Einfahrt in den Einbahnstraßenabschnitt in Richtung Nord sind die Bedingungen für den Radverkehr gegenwärtig nicht zufriedenstellend – Sicherheitsdefizite sind vorhanden.

 

Im Bestand ist im Zuge der Gorkistraße eine Verkehrsbelastung bis ca. 1.300 Rad/ 24 h vorhanden.

 

2.1.5 Fußverkehr

Besondere Nutzungsansprüche hinsichtlich des Fußverkehrs bestehen im Bereich von Geschäften im Zuge der Gorkistraße und im Bereich der Schulwege zu den Schulen an der Ecke Löbauer Straße/Volksgartenstraße und zum Goethe-Gymnasium sowie in den Haltestellenbereichen von Straßenbahn und Bus in der Gorkistraße und Löbauer Straße.

In der Gorkistraße im Abschnitt zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße ist auf der Ostseite im Bestand nur ein schmaler Gehweg mit Geländer vorhanden, der bis zum Geländer eine Breite von teilweise unter 2,00 m aufweist.

 

2.1.6 Versorgungsunternehmen

Im Planungsgebiet liegen wichtige Leitungen, insbesondere Leitungen der Leipziger Wasserwerke für Trinkwasser und Schmutzwasser, bei denen Handlungsbedarf hinsichtlich einer Verlegung, Erneuerung und Sanierung besteht.

 

2.1.7 Bisheriger Planungsablauf

Hinsichtlich des bisherigen Planungsablaufs wird auf die Vorlage VI-A-07018-VSP-01 Verwaltungsstandpunkt zum Antrag „Komplexbaumaßnahme Haltestelle Gorkistraße/ Löbauer Straße endlich umsetzen“ (HH-A. 0173/ 19 / 20) verwiesen.

 

 

2.2   Bestehende Situation im Straßenhauptnetz

 

Straßenhauptnetz – gegenwärtige Verkehrsführung

 

Besonders prägnant für die Planungsstrecke ist der ca. 200 m lange beengte mittlere Abschnitt der Gorkistraße mit einer nutzbaren Gesamtquerschnittsbreite von lediglich ca. 13 m. Dieses geringe Breitenmaß ist aufgrund der vorhandenen Straßenrandbebauung nicht erweiterbar und muss zwangsläufig zu Einschränkungen der möglichen Fahrbeziehungen führen.

 

Die Führung des MIV erfolgt in stadtwärtiger Richtung gegenwärtig von der Ossietzkystraße kommend im Zuge der Gorkistraße.

Dabei ist die Hauptnetzstraße Gorkistraße aufgrund des engen Straßenquerschnittes im Abschnitt zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße als Einbahnstraße in stadtwärtiger Richtung beschildert.

Die Einfahrt von Süden ist im Zuge der Gorkistraße ab Höhe Löbauer Straße sowohl für den MIV als auch für den Radverkehr gesperrt, die Straßenbahn verkehrt in beiden Richtungen. Der Straßenquerschnitt ist asymmetrisch aufgebaut – mit einem sehr schmalen Gehweg an der Ostseite.

In landwärtiger Richtung wird der Straßenverkehr von der Gorkistraße über die Löbauer Straße (Ost) und die Volksgartenstraße wieder auf die Gorkistraße geführt.

 

Radverkehr

 

Die Abschnitte des Straßenhauptnetzes Gorkistraße (Ossietzkystraße – Kohlweg), Löbauer Straße (Gorkistraße – Volksgartenstraße) und Volksgartenstraße (Löbauer Straße – Gorkistraße) haben keine separaten Radverkehrsanlagen.

 

Straßenbäume und Stellflächen für den ruhenden Verkehr

 

Stellflächen sind im Zuge der Fahrbahn der Gorkistraße nur an der Westseite auf der gegenüberliegenden Seite vom Einkaufsmarkt in geringem Umfang vorhanden bzw. ausgewiesen (Kurzzeitparkplätze) und dann südlich vom Kohlweg auf beiden Seiten.

 

Im Zuge der Gorkistraße ist südlich des Kohlwegs eine beidseitige Baumreihe vorhanden. Nördlich des Kohlwegs sind nur noch Restbestände der Baumreihe im Straßenraum vorhanden (Westseite nur 3 Bäume und 4 unbepflanzte Baumscheiben, südlich des Einkaufsmarktes an der Ostseite 2 Bäume). Im Norden des Planungsbereichs gibt es nur unmittelbar im Bereich Goethe-Gymnasium 2 Baumstandorte.

 

In den o. g. Abschnitten der Löbauer Straße und Volksgartenstraße sind im Straßenraum keine Stellflächen vorhanden. Straßenbäume gibt es in der Volksagartenstraße nur nördlich der Bautzner Straße im Bereich des Goethe-Gymnasiums (2 Stück).

 

Einbahnstraße Löbauer Straße

 

Die Löbauer Straße ist im Abschnitt Gorkistraße bis Schmidt-Rühl-Straße als Einbahnstraße beschildert. Die Einfahrt am gegenwärtig unsignalisierten Knotenpunkt Gorkistraße/Löbauer Straße ist nur von der Gorkistraße aus Richtung Stadt und von der Löbauer Straße aus Richtung Ost möglich. 

 

LSA – Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße

 

Am signalgeregelten Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße ist im Bestand das Linksabbiegen von der Löbauer Straße aus Richtung Ost in die Volksgartenstraße in Richtung Süd nicht erlaubt.

 

 

2.3   Planung

2.3.1 Gorkistraße – Haltestellenbereich Löbauer Straße zwischen Löbauer Straße

         und Kohlweg

 

Ausgangspunkt und wichtiges Ziel bei der Planung der Komplex­­baumaßnahme Gorkistraße war die Planung des behindertengerechten Aus­baus und der Umgestaltung der Halte­stelle Löbauer Straße in der Gorkistraße zu einem Umsteigepunkt Straßenbahn/Bus (Straßenbahnlinie 1, Buslinien 70, 77, 90, N 6).

Ziel war es, dass neben den Straßenbahnen künftig auch alle Busse die behinderten­gerechten Bahnsteige der Haltestelleninseln anfahren und somit auch das barrierefreie Umsteigen für die Fahrgäste möglich ist.

Deshalb wurde die Einordnung von Haltestelleninseln und die Befahrung des Gleisbereichs auch durch die Busse ge­plant.

Damit Straßenbahn und Bus hintereinander am gleichen Bahnsteig halten kön­nen, wird eine Bahnsteiglänge von 65 m vor­ge­sehen. Damit je Bahnsteig ein FGU aufgestellt werden kann, wurden die Bahnsteige in entsprechender Breite geplant.

Des Weiteren ist durch die Separierung des Haltestellenbereichs und Einordnung von Haltestelleninseln die Anschlusswahrung Straßenbahn/Bus auch in verkehrsschwachen Zeiten gegeben. Bei Bedarf können so Straßenbahn und Bus aufeinander warten, so dass insbesondere bei größeren Taktzeiten ein längeres Warten der Fahrgäste ver­mieden werden kann.

 

2.3.2   Erweiterung Planungsbereich

Aufgrund von erforderlichen umfangreichen Neuverlegungen und Sanierungen von Leitungen der Leipziger Wasserwerke, insbesondere im Bereich des Straßendreiecks Gorkistraße/Löbauer Straße/Volksgartenstraße, und aufgrund von zusätzlichem Planungsbedarf (z. B. Erneuerung Gleiskurve Gorkistraße/Ossietzkystraße) musste der ursprüngliche Planungsbereich zum behindertengerechten Umbau der Haltestelle wesentlich erweitert werden (räumlicher Geltungsbereich – s. o.).

 

2.3.3   Variantenuntersuchung 

 

Varianten der Vorplanung:

 

Die beiden untersuchten Hauptvarianten basieren auf der Planung der Umstiegs­haltestelle Löbauer Straße mit Neuerrichtung von 2 LSA an den anliegenden Knoten­punkten und unterscheiden sich vorrangig durch die Führung des MIV und die Gestaltung der Gorkistraße im Abschnitt Volksgartenstraße und Löbauer Straße (heute Einbahnstraße für MIV in Richtung Stadt – Straßenbahn in Gegenrichtung frei).  Weiterhin wurden mehrere Untervarianten der Straßenraumaufteilung untersucht.

 

2.3.3.1 Variante 1

Die Variante 1 sieht die Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung im Zuge der Gorkistraße vor. In Richtung Stadt wird der Verkehr im Zuge der Einbahnstraße Gokistraße zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße geführt.

Die Straßenbahn kann in beiden Richtungen fahren.

In landwärtiger Richtung erfolgt die Führung des MIV und auch des Radverkehrs wie im Bestand über die Löbauer Straße/Volks­gartenstraße.

 

 

Im Detail ist die Variante 1 durch Folgendes gekennzeichnet:  

 

-          asymmetrische Straßenraumaufteilung/Gleislage im Ab­schnitt Volksgarten­straße/Löbauer Straße mit breitem Gehweg an der stadt­wärtigen Seite mit Möglichkeit der Einordnung von 2 Andienungsflächen und Baumstandorten, schmale Bestands­gehwegbreite an der Ostseite (stellenweise knapp 2 m – Bügelaufstellung), keine separate Radverkehrsführung in diesem Abschnitt                                                                                                    

 

-          der Radverkehr von Süd nach Nord soll nicht entgegen der Einbahnstraße Gorki­­­straße geführt werden (Problematik schiefwinkliges Queren der Schiene wegen zu geringem Abstand zwischen Schiene und Bord), sondern über die Löbauer Straße/Volksgartenstraße – hier: Einordnung eines zusätzlichen Radfahrstreifens für linksabbiegende Radfahrer in der Löbauer Straße in der Zufahrt zum Knoten Löbauer Straße/Volksgartenstraße

 

 

 

-          im Zuge der Volksgartenstraße ist aufgrund der Verlagerung des stadtwärtigen Durchgangsverkehrs und hinsichtlich der Gewährleistung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsanlage in der Zufahrt zum Knotenpunkt Volksgartenstraße/ Löbauer Straße eine Änderung der Fahrstreifenaufteilung (separate Rechtsabbiegespur, Mischfahrstreifen Geradeaus/Links) erforderlich  

 

Variante 1 - Straßenquerschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.3.3.2 Variante 2

 

Die Variante 2 sieht die Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus der Gorkistraße im Ab­schnitt Volksgartenstraße bis Löbauer Straße und eine Führung des MIV in beiden Richtungen über Löbauer Straße/Volksgartenstraße vor.

 

 

Die Variante 2 ist im Detail folgendermaßen charakterisiert:

 

-          Einfahrt für Anliegerverkehr nur aus Richtung Nord erlaubt (Einsteuerung über Signalquerschnitt, Fahrstreifenbreite je Richtung für MIV + Straßenbahn von 3,50 m)

 

-          im Abschnitt Volksgartenstraße bis Löbauer Straße überwiegend sym­me­tri­sche Straßen­raumauf­teilung bzw. Gleislage (Fahrstreifenbreite mit Gleis je Richtung 3,50 m)

 

-          Gehweg an der Ostseite mit einer Breite von 2,50 m, Gehweg an der Westseite mit einer Breite von 3,50 m; der Gehweg in stadtwärtiger Richtung wurde etwas breiter gewählt, damit auch an Engstellen eine Gehwegbreite von 2,50 m nicht unterschritten wird

 

-          Einordnung einer Andienfläche durch Zurücksetzung der Bauflucht möglich (Lage unmittelbar südlich der Schreiberstraße in Höhe heutiger Parkplatz), 1 Andienfläche in der Löbauer Straße – dies bedeutet Wege von jeweils von ca. 75 m bis zu den Gebäuden/Geschäften im engen Abschnitt der Gorkistraße

 

 

 

 

-          Führung des Radverkehrs durch den engen Abschnitt der Gorkistraße in beiden Richtungen; die Einfahrt des Radverkehrs von Norden soll signaltechnisch getrennt von der Straßenbahn erfolgen; der Radverkehr von Süd nach Nord wird entgegen der Einbahnstraße Gorki­straße geführt (Einfahrt über signaltechnische Steuerung am LSA-Knoten Gorkistraße/Löbauer Straße)

 

-          Radverkehr fährt in beiden Richtungen in den jeweils 3,50 m breiten Fahrstreifen neben dem Gleis (Abstand Schiene/Bord über 1,30 m) – Behinderungen der Straßenbahn können durch signaltechnische Steuerung weitgehend ausgeschlossen werden

 

 

Variante 2 - Straßenquerschnitt

 

 

2.3.3.3 Variantenvergleich

Variante 1 – Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung im Bereich Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße

 

Vorteile

 

-           Situation für den Straßenbahnverkehr vergleichbar mit der heutigen

-           Kürzeste Strecke für den MIV

-           Möglichkeit der Andienung im Straßenraum

-           Einordnung von Straßenbäumen an der stadtwärtigen Seite möglich (Leitungsumverlegungen erforderlich)

-           Kurzer Radfahrstreifen in der Zufahrt zum Knoten Gorkistraße/Löbauer Straße

 

Nachteile:

 

-           asymmetrische Straßenraumaufteilung - Gestaltungsdefizite

-           sehr geringe Gehwegbreite Ostseite (ähnlich der heutigen Situation),

-           im Bereich der Andienung an der Westseite sind neben einem LKW im Zuge der Gehbahn Durchgangsbreiten von unter 1,90 m zu verzeichnen

-           Belastung der engen Straße mit MIV-Durchgangsverkehr (Lärm, Luft)

-           kein Radverkehr in Richtung Nord aufgrund von Sicherheitsdefiziten (schiefwinkliges Queren der Schiene, zu geringer Abstand zwischen Schiene und Bord)

-           umwegige Führung des Radverkehrs über Löbauer Straße/Volksgartenstraße in Richtung Nord

 

Variante 2 – Herausnahme Durchgangsverkehr im Bereich Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße

 

Vorteile:

 

-           symmetrische Straßenraumaufteilung wird aus Sicht Stadtgestaltung favorisiert und ermöglicht Gehwegbreiten auf beiden Seiten von ca. 2,50 m – ca. 3,50 m

-           Entlastung des engen Abschnittes der Gorkistr. vom Durchgangsverkehr – über 3.000 Kfz/24 h weniger als heute und bei Var. 1 (Straßenlärm, Luftschadstoffe)

-           Zulassen des Radverkehrs im engen Abschnitt in Richtung Nord entgegen der Einbahnstraße möglich

 

Nachteile:

 

-           Mehrbelastung (Lärm/Luft) in der Volksgartenstraße/Löbauer Straße (ca.  + 2.300 Kfz/24 h gegenüber Var. 1)

-           Einordnung einer Andienfläche nur im Seitenraum durch Zurücksetzung der Bauflucht möglich, 1 Andienfläche in der Löbauer Straße - Wege zu den Geschäften verlängern sich auf ca. 75 – 80 m)

-           stadtwärts keine separate Führung Radverkehr in der Knotenzufahrt Gorkistraße zu Löbauer Straße

 

-          

 

2.3.4   Planung - weitere Abschnitte

Generelles

 

Es ist die komplette Umgestaltung der Straßenräume mit Sanierung der Fahrbahnen, Gehwege und Gleisanlagen sowie der Fahrleitung und der Beleuchtung vorgesehen. Soweit möglich ist im Zuge der Straßenhauptnetzabschnitte der Gorkistraße, der Löbauer Str. (Ostteil) und der Volks­gartenstraße die Einordnung von Radver­kehrs­­anlagen und generell die Einordnung von Straßenbäumen in Kombination mit Stellflächen für den ruhenden Verkehr vorgesehen.

Auch die Querungsbedingungen für Fußgänger und Radfahrer sollen durch die Ein­ordnung von neuen Ampeln und Querungshilfen verbessert werden. 

Neben der Erneuerung der vorhandenen Lichtsignalanlagen (LSA) an den Knotenpunkten Gorkistraße/Ossietzkystraße und Löbauer Straße/Volksgarten­straße ist an den Knotenpunkten Gorkistraße/Löbauer Straße und Gorkistraße/Kohl­weg die Installation neuer Ampeln geplant.

 

Knotenpunkt Gorkistraße/Kohlweg/Schmidt-Rühl-Straße

 

Am Bauanfang südlich der Umstiegshaltestelle Gorkistraße/Löbauer Straße ist eine Signalisierung des Knotenpunktes Gorkistraße/Kohlweg/Schmidt-Rühl-Straße geplant.

Die Einfahrt der Straßenbahn von der Haltestellenanlage in den Fahrstreifen Richtung Stadt muss signaltechnisch mittels Ampel gesichert werden.

Für die geplante Vollsignalisierung, d. h. eine Ampelanlage für die gesamte Kreuzung, sprechen folgende Aspekte:

-          Durch den Wegfall des Linksabbiegens von der Gorkistraße aus Richtung Stadt in die Löbauer Straße muss dieses in Höhe Schmidt-Rühl-Straße erfolgen - Straßenbahnbeschleunigung durch Freilenken der Gleise erforderlich – wartende Linksabbieger vor der Straßenbahn von der Gorkistraße in die Schmidt-Rühl-Straße räumen lassen (Anhalten des Gegenverkehrs mittel Ampel notwendig)

-          Sicherheitsaspekte: sichere Führung von Fußgänger- und Radverkehr an der aufgeweiteten Kreuzung erforderlich

-          gesicherte Ausfahrt Bus Linie 77 aus der Schmidt-Rühl-Straße 

 

Schmidt–Rühl-Straße und Kohlweg

 

Um die bei einem Ausbau der signalisierten Kreuzung an der Gorkistraße für eine Begegnung von Bus­­sen bzw. LKW erforderlichen Fahrstreifenbreiten gewährleisten zu können, muss in den Knotenzufahrten Kohlweg und Schmidt-Rühl-Straße aufgrund eingeschränkter Straßenraumbreiten das bisher auf einer Seite praktizierte Parken in Schräg- bzw. Senkrechtaufstellung durch das Parken in Längsaufstellung ersetzt werden. Dies führt zu einer Reduzierung von Stellflächen.

Im Zuge der Schmidt-Rühl-Straße soll künftig die Buslinie 77 in beiden Richtungen verkehren, damit die behindertengerechten Haltestellen in beiden Richtungen angefahren werden können.

 

Grünfläche Ecke Gorkistraße/Kohlweg

 

Die Aufweitung des Straßenraumes im Bereich der Haltestelle Löbauer Straße in der Gorkistraße bedingt einen Eingriff in die Grünfläche an der Ecke Gorkistraße/Kohlweg.

Der gegenwärtig vorhandene Zugang (Gehwegrampe, Treppe) zum Wohnblock Shukowstraße 50-56 (u. a. Stadtteilbibliothek Schönefeld) kann nicht erhalten werden und wird im Zuge der Planung neu eingeordnet. Für die Gehwegrampe ist eine geschwungene Führung durch die Grünanlage mit einer Neigung von ca. 4 % und 2 Zwischenpodesten vorgesehen.

Im Zuge des Eingriffes müssen 5 Bestandsbäume in der Grünanlage entfallen, dafür ist in der Planung die Einordnung von 3 Neupflanzungen von Bäumen vorgesehen.

Im Rahmen der weiteren Planung soll eine Gestaltungsplanung erarbeitet werden, bei der die Einordnung der Gehwegrampe und der Bäume optimiert werden soll.

 

Gorkistraße zwischen Kohlweg und Löbauer Straße – Bereich Umstiegshaltestelle

 

Im oben beschriebenen Haltestellenbereich werden die Straßenbahnen und Busse nördlich und südlich der Haltestellenanlage an den angrenzenden Knotenpunkten signalgesteuert in den Fahrbahnbereich geführt.

Im Zuge der Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Kohlweg sind auf beiden Seiten Radfahrstreifen vorgesehen. An beiden Straßenseiten wurden in der Planung Bäume eingeordnet, an der stadtwärtigen Seite zudem Stellflächen (PKW, Andienung).

 

Knotenpunkt Gorkistraße/Löbauer Straße

 

An diesem Knotenpunkt muss aus Gründen der Funktionsfähigkeit der Verkehrsanlage eine LSA neu installiert werden.

Durch diese LSA können die Busse und Straßenbahnen signaltechnisch in und vom Haltestellenbereich aus der bzw. in die Fahrbahn überführt werden.

Da bei Variante 1 die Führung des Radverkehrs in Richtung Nord in den engen Bereich der Gorkistraße nicht erfolgen kann (Sicherheitsaspekt: schiefwinkliges Queren der Schiene durch den Radverkehr erforderlich, da Abstand Schiene bis Bord zu gering), muss dieser über den Umweg Löbauer Straße geführt werden. 

Bei Variante 2 wird der Radverkehr in landwärtiger Richtung über eine Radschleuse in einen separierten Aufstellbereich geführt und dann getrennt vom Straßenbahnverkehr entgegen der Einbahnstraße Gorkistraße in den engen Abschnitt in gesondert eingesteuert.

Entsprechend der Planung ist aufgrund der Einordnung der langen Haltestelleninseln die Einordnung einer Linksabbiegespur (fehlende Aufstelllänge) für Fahrzeuge, die von der Gorkistraße in Richtung Löbauer Straße-West abbiegen wollen, nicht mehr möglich. Diese können am vorherigen Knotenpunkt in die Schmidt-Rühl-Straße einbiegen.

 

Löbauer Straße – West (Gorkistraße bis Schmidt-Rühl-Straße)

 

Mit der erforderlichen Signalisierung des Knotens und Installation einer Ampel ist eine Öffnung der Löbauer Straße-West für beide Richtungen geplant. Dabei ergeben sich folgende Vorteile: 

- anliegende Postfahrzeuge können ohne weitere Belastung des Wohngebietes direkt am Knoten Gorkistraße ausfahren                                                            

- bisher nicht vorhandene, direkte Führung des Radverkehrs im Zuge der Löbauer Straße von West nach Ost kann ermöglicht werden (heute nur über Umweg Fußgängerampel und nochmaliger Halt) – Forderung Radverkehrs­verbände (u. a. zur Umsetzung der Route des Notenrades in Schönefeld).

 

Im Zuge der Löbauer Straße – West wurde an der nördlichen Seite eine Andienungsfläche eingeordnet, die für die Andienung der Gebäude in der Gorkistraße (Einbahnstraßenabschnitt) unmittelbar nördlich der Löbauer Straße genutzt werden kann.

 

Knotenpunkt Gorkistraße/Ossietzkystraße

 

Nördlich des Einbahnstraßenabschnittes ist im Bereich des Kreuzung Gorki­straße/Ossietzkystraße die Verbesserung der Gleiskurve Gorkistraße/Ossietzkystraße vorgesehen. Es erfolgen nur geringfügige Verschiebungen der Straßenborde. Dabei ist ein geringfügiger Eingriff in das südwestliche Eckgrundstück Gorkistraße/Ossietzkystraße erforderlich. Eine Verschiebung der LSA-Maste wird notwendig.

Unmittelbar in Höhe der Einfahrt in den Einbahnstraßenabschnitt der Gorkistraße ist bei Variante 2 zur Steuerung der Einfahrt der Straßenbahn die Einordnung einer Ampel geplant, durch die auf Anforderung der Straßenbahn das Anhalten von MIV und Radverkehr signaltechnisch geregelt wird.

 

 

 

Volksgartenstraße – Abschnitt Gorkistraße bis Löbauer Straße

 

Im Zuge der Volksgartenstraße sind neben den mindestens 2,50 m breiten Gehwegen beidseitig Schutzstreifen für den Radverkehr und auf der Westseite einseitig die Einordnung von Parkstellflächen und Bäumen geplant.

In der Zufahrt zur Gorkistraße wird zur Verbesserung der Querungsbedingungen für Fuß­gänger eine Querungshilfe eingeordnet. Die dort heute vorhandene LSA zur Bevor­rechtigung der Straßenbahn (Schaltung nur bei Anforderung einer landwärtigen Straßenbahn) wird neu eingeordnet.

Bei Variante 1 ist die Einordnung des Schutzstreifens in Richtung Stadt bis zur Löbauer Straße möglich. Bei Variante 2 muss aus Leistungsfähig­keits­gründen (Führung des Verkehrs in Richtung Stadt) eine Änderung der Markierung in der Knotenzufahrt zur Löbauer Straße (Markierung separate Rechtsabbiegespur, Mischspur Geradeaus/Rechts) erfolgen. Der Schutz­streifen muss hierbei hinsichtlich des Sicherheitsaspekts (Konflikt abbiegende Kfz/ Radver­kehr) vor Beginn der Knotenzufahrtsspuren auslaufen.

 

Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße

 

Am Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße wird zusätzlich das heute nicht erlaubte Linksabbiegen von der Löbauer Straße aus Richtung Ost in die Volksgartenstraße (Süd) in Richtung Stadt zugelassen.

Entsprechend der Busnetzreform 2010 ist an diesem Knoten die Einordnung von neuen, behindertengerechten Bushalte­stellen für die Buslinien 70, 77, 90 zur Verbes­serung der Erschließung durch den ÖPNV vorgesehen. Hinsichtlich der Gewährleistung der Leistungsfähigkeit und der Umstiegsbeziehungen wurden die Haltestellen als Busbuchten jeweils nach dem Knoten in der Knotenabfahrt eingeordnet.

 

Löbauer Straße – Abschnitt Gorkistraße bis Volksgartenstraße

 

Im Zuge der Straße ist die Einordnung von Radfahrstreifen und eines kombinierten Baum- und Parkstreifens an der Südseite geplant. Dabei ist im Bereich des Schulgeländes südlich der Löbauer Straße ein Eingriff in relativ geringer Größenordnung erforderlich.

Bei Variante 1 ist für die Führung des Radverkehrs in Richtung Nord im Zuge der Löbauer Straße die Einordnung eines Radfahrstreifens für den linksabbiegenden Radverkehr in Richtung Volksgartenstraße (Nord) vorgesehen, da eine Führung im Zuge der engen Gorkistraße hinsichtlich des Sicherheitsaspekts ausgeschlossen werden muss.

Bei Variante 2 wird im Unterschied zur Variante 1 die Einordnung eines Radfahrstreifens für den geradeausfahrenden Radverkehr geplant.

Des Weiteren ist im Bereich der stadtwärts eingeordneten Busbucht wegen der Funktion des Gehwegs auch als Wartefläche die Aufweitung des Gehwegs auf eine Breite von 3,00 m vorgesehen.

 

2.3.5   Planung - Sonstiges

 

Planung von Fahrleitung und Beleuchtung

 

Die Fahrleitung muss im gesamten Gleisbaubereich erneuert werden. Im Streckenabschnitt wird bestandsnah als Fahrleitungssystem die Hochkettenfahrleitung geplant. Die Fahrdrahtanlage wird an die geänderte Gleislage angepasst.

Als Stützpunkte sollen, soweit dies der Zustand und die Stützpunktabstände erlauben, die im Bestand bereits vorhandenen Wandbefestigungen beibehalten oder neue Wandanker an der Straßenrandbebauung ergänzt werden. Dort wo dies nicht möglich ist, kommen im Seitenraum neue Fahrleitungsmasten als Stützpunkte zur Anwendung.

Ob weitere Gebäude für eine Wandabspannung genutzt werden können, ist im Rahmen der weiteren Planung zu prüfen (Prüfung der Statik der Gebäude).

 

Im Zuge der Vorplanung wurde ebenfalls ein Konzept für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im gesamten Planungsbereich erstellt und in die Vorplanung eingearbeitet. Dabei wurden die für eine ausreichende Ausleuchtung notwendige Einordnung von Straßenbeleuchtungsmasten vorgenommen.

 

Bei der Planung wurde der Grundsatz berücksichtigt, soweit wie möglich eine Kombination von Fahrdraht- und Beleuchtungsmasten und Ampelmasten vorzusehen.

 

Baumbilanz

 

Im Planungsbereich gibt es im Bestand ca. 19 Straßenbäume. Davon müssten bei einer Umsetzung der Planung 3 Bäume (Bereich Ostseite Gorkistraße nördlich Kohlweg) gefällt werden.

Entsprechend der Planung wurden bisher im Planungsbereich 43 (Variante 1) bzw. 37 (Variante 2) neue Straßenbäume eingeordnet. Das ergibt ein Plus von 40 bzw. 34 Straßenbäumen. Das Plus bei Variante 1 gegenüber Variante 2 ist durch die zusätzliche Einordnung von 6 Straßenbäumen im engen Abschnitt der Gorkistraße zwischen Volks­garten­straße und Löbauer Straße bedingt (Leitungsumverlegungen erforderlich). 

Außerhalb des Straßenraumes müssen im Zuge der Grünanlage Gorkistraße/Ecke Kohlweg aufgrund des Eingriffs bedingt durch die Straßenaufweitung 5 Bäume gefällt werden. Laut gegenwärtigem Stand der Planung sind dafür 3 neue Bäume in der angepassten Grünanlage eingeordnet worden. Im Rahmen der weiteren Planung soll durch eine noch zu beauftragende Gestaltungsplanung die Einordnung der Bäume optimiert werden.

Ein weiterer Eingriff in den Gehölzbestand im Seitenbereich muss im Bereich der Vorflächen der Schule an der Löbauer Straße erfolgen. Die Erstellung einer Baumbilanz für diesen Bereich ist erst im Rahmen einer noch zu beauftragenden Vermessung der Baumstandorte auf diesem Grundstück im Rahmen der weiteren Planung erfolgen.

 

Stellflächenbilanz

 

Im Bestand sind im Planungsbereich ca. 106 Stellflächen vorhanden.

Nach Umsetzung der vorliegenden Planung können nur noch 77 Stellflächen für PKW ausgewiesen werden.

Die negative Bilanz von ca. 29 ist durch die Reduzierung der Stellflächen in der Schmidt-Rühl-Straße, im Kohlweg und in der Löbauer Straße – West (Ersatz Stellflächen in Schräg­­­auf­stellung durch Längsaufstellung wegen Gewährleistung der notwendigen Fahrstreifen­breiten bei Signalisierung der jeweiligen Knotenpunkte im Zuge der Gorkistraße) und am Bauanfang der Gorkistraße (Einordnung Radfahrstreifen) bedingt.

Im engen Bereich der Gorkistraße zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße sind Andienungsflächen in stadtwärtiger Richtung geplant. Bei Variante 1 wurden 2 Andienungs­flächen im Straßenraum vorgesehen (Durchgangsbreite zwischen Gebäude und Stellflächen für Fußgänger hier nur noch ca. 1,90 m). Bei Variante 2 ist die Einordnung einer Andie­nungs­­fläche unmittelbar südlich der Einmündung Schreiberstraße geplant. Hierbei ist eine Zurücksetzung der Bauflucht erforderlich (geringfügiger Grundstückseingriff).

 

 

2.3.6   Verworfene Varianten und Untervarianten

 

Gorkistraße - Haltestelle Löbauer Straße - alternative Haltestellenvarianten

 

Im Rahmen der Vorplanung wurden auch alternative Haltestellentypen (z. B. Kap­haltestellen mit angehobener Radfahrbahn, Haltestellen mit angehobener Kfz-Fahrbahn) zu der gewählten Haltestelle mit Haltestelleninsel untersucht. Diese Lösungen konnten insbesondere aufgrund der bei dieser Umstiegshaltestelle von Seiten der LVB GmbH geforderten, nicht realisierbaren guten Umstiegsbedingungen und Anschlusswahrung Straßenbahn/Bus, aber auch hinsichtlich der Funktionsfähigkeit der Verkehrsanlage und Sicherheit als infrage kommende Lösungen nicht weiterverfolgt werden.

 

Gorkistraße – enger Abschnitt zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße

 

Im Bereich des engen Abschnittes wurden zu den unter 2.3.1 beschriebenen Variantenuntersuchung weitere Varianten bzw. Untervarianten untersucht.

Bei Variante 1 wurde eine Lösung mit Einordnung einer separaten stadtwärtigen Radverkehrs­anlage (Radfahrstreifen, Schutzstreifen) untersucht. Diese Variante wurde aufgrund der Aspekte fehlende Andienungsmöglichkeiten, schmaler Gehweg, Sicherheitsaspekt (beim Schutzstreifen bei haltenden Kfz Wechsel Radfahrer in den Gleisbereich erforderlich) verworfen.

Bei Variante 2 (Sperrung für Durchgangsverkehr) wurde eine Untervariante mit Ausbildung einer Mischverkehrsfläche untersucht. Diese wurden einerseits aufgrund der Ablehnung durch die LVB GmbH (erforderlichen Schrittgeschwindigkeit, Sicherheitsaspekte – haltende Fahrzeuge neben den Gleisen – wegen ungenügender Platzverhältnisse Ausweichen der Fußgänger und Radfahrer in den Gleisbereich etc.,) und andererseits wegen der fehlenden Voraussetzungen für eine straßenverkehrsbehördliche Anordnung eines Fußgängerbereichs) nicht weiterverfolgt. 

 

Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße

 

Im Rahmen der Planung wurden bzgl. der Einordnung von Bushaltestellen am Knotenpunkt alternativ zur Vorzugslösung Ausbau von Busbuchten eine Ausbildung der Bushaltestellen als Kaphaltestellen untersucht. Von Seiten der LVB GmbH wurden dies hinsichtlich der Aspekte Umstiegsbedingungen, Leistungsfähigkeit, zu geringe Breite der Wartefläche in der Volksgartenstraße an der Ostseite abgelehnt. Aus Sicht der Stadt wäre insbesondere die Kaphaltestelle in der Löbauer Straße (landwärtige Richtung) wegen der engen Knotenpunktsabstände und der 3 Buslinien hinsichtlich der Leistungsfähigkeit problematisch.                                                                                                        

 

 

Bewertung Kreisverkehrslösung

 

Im Rahmen der Vorplanung wurde auch die Möglichkeit der Einordnung eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße bewertet.

Eine überschlägige Berechnung hat ergeben, dass die Leistungsfähigkeit gegeben wäre. Gegenüber der Knotenpunktslösung wäre ein größerer Eingriff in das Schulgrundstück an der Löbauer Straße erforderlich.

In der Praxis wurde festgestellt, dass bei Kreisverkehren, bei denen die Fahrbahn durch viele Schulkinder gequert werden muss, Sicherheitsdefizite zu verzeichnen sind. Da dies aufgrund der Schulwege zu den 2 Schulstandorten an der Löbauer Straße der Fall wäre, wurde die Lösung Kreisverkehr als weiter zu verfolgende Lösung verworfen. 

 

2.3.7  Vorzugsvariante – Variante 2

Die großen Vorteile für den Fußgänger- und Radverkehr sowie die Entlastungswirkung für den engen Abschnitt der Gorkistr. zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße führen zur Favorisierung der Variante 2 als Grundlage für die weitere Planung.

 

Diese Vorteile sind im Einzelnen:

 

-           Herausnahme des Durchgangsverkehrs im o. g. Abschnitt, Entlastung des engen Abschnittes (Lärm, Luft)

 

-           im engen Abschnitt der Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volksgartenstraße: landwärtige Gehbahn - Breite von 2,50 m, stadtwärtige Gehbahn in Richtung Süd - Breite von 3,50 m

-           Öffnung des engen Abschnittes der Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volks­garten­straße für den Radverkehr in Richtung Nord

 

2.4    Tangierende Planungen

2.4.1 Straßenbahntrasse zum Industriegebiet Nordost

Im Zusammenhang mit der Realisierung des Einkaufsmarktes an der Südostecke Gorkistraße/Löbauer Straße wurde die im STEP VöR enthaltene Freihaltung der Straßenbahnverlängerung zum Industriegebiet Nordost entsprechend berücksichtigt.

Um die für einen Ausbau der Haltestelle Löbauer Straße in der Gorkistraße zu einer Umstiegshaltestelle Straßenbahn/Bus benötigten Flächen zu erhalten, wurde mit dem Einkaufsmarkt ein Flächentausch vereinbart. Die südlich der Löbauer Straße bisher für eine Straßenbahntrasse frei gehaltene Fläche ist nun Bestandteil des Parkplatzes für den Einkaufsmarkt.

Die Führung einer Straßenbahn zum Industriegebiet Nordost könnte zwischen Gorkistraße und Volksgartenstraße im Straßenraum im Zuge der Fahrstreifen erfolgen und östlich des Knotenpunktes Löbauer Straße/Volksgartenstraße in die Seitenlage überführt werden.

 

 

  1.    Realisierungs-/Zeithorizont weiteres Verfahren

 

Die Weiterführung der Planungen im Rahmen der Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung erfolgt auf der Grundlage der Vorplanung zur Vorbereitung und Realisierung des komplexen Bauvorhabens durch Stadt Leipzig, LVB GmbH und Versorgungsunternehmen:

 

-           Weiterführung der vorgestellten Vorzugsvariante in der Entwurfsplanung für den Straßen- und Gleisbau (Stadt Leipzig/LVB GmbH) nach Bestätigung der Vorplanung in der Ratsversammlung

-           Planung der Folge- und sonstigen Maßnahmen an den Versorgungsanlagen durch die Versorgungsunternehmen

-           ab Mitte 2020 Baurechtsverfahren für die Straßenbahnbetriebsanlagen nach § 28 Personenbeförderungsgesetz einschließlich der bedingten Folgenmaßnahmen

-           Vorlage zum Bau- und Finanzierungsbeschluss für die Ratsversammlung

-           Fördermittelantragsverfahren Stadt Leipzig/LVB GmbH

-           ab Mitte 2021 Erarbeitung der Ausführungsplanung und Erstellung der Ausschreibungsunterlagen

-           rechtzeitige Information der Öffentlichkeit, vor allem der Anlieger und Gewerbetreibenden zu Bauablauf, Bauzeiten, Umleitungsführungen

-           angestrebter Baubeginn ab 2022 entsprechend der noch durch den Stadtrat zu bestätigenden Fortschreibung des „Mittelfristigen Investitionsprogramms im Straßen- und Brückenbau 2020 - 2024“ als gemeinsame Verkehrsbaumaßnahme Stadt Leipzig/LVB GmbH/Versorgungsunternehmen

-           geplante Fertigstellung in Abhängigkeit noch festzulegender Bauabschnitte

 

 

  1. Finanzielle Auswirkungen

 

Nach Stand der Vorplanung ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkosten der geplanten Komplexbaumaßnahme für Stadt Leipzig und LVB GmbH auf Basis der Vorzugs­variante (Variante 2) auf ca.  13,3 Mio. € (brutto, ohne Kosten für Versorgungsunternehmen) belaufen werden.

 

Die Gesamtkosten für die ebenfalls untersuchte Variante 1 würden sich nach gegenwärtigem Stand auf 13,5 Mio € belaufen (brutto, ohne Kosten für Versorgungsunternehmen).

 

Es sind Kosten für die Herstellung Baufeldfreimachung, der Straßenbau und Straßenbahnbetriebsanlagen, Parkflächen und der angrenzenden Gehwege einschl. technischer Ausstattung, straßenbegleitende Baumpflanzungen bzw. Grünflächen enthalten.

Kosten für Grunderwerb unter Annahme der Bodenrichtwerte (nur bei Variante 2 – Erwerb Grundstücksteilflächen für Andienungsfläche Gorkistraße/Ecke Schreiberstraße) sowie Pauschalen für Leitungsbau und Umleitung wurden berücksichtigt. Annahmen für evtl. erforderliche Schallschutzmaßnahmen sind bisher nicht enthalten. Die vorgenannten Kostenschätzungen basieren auf Durchschnittspreisen.

 

 

Grobkostenschätzung Gesamtsumme Bau– und Planungskosten

 

 

 

Variante 1

Variante 2 - Vorzugsvariante

Stadt Leipzig

ca.   7,9 Mio €

ca.  7,7 Mio €

LVB

 

ca.   5,6 Mio €

ca.  5,6 Mio €

 

 

 

 

Gesamt

 

ca. 13,5 Mio €

ca. 13,3 Mio €

 

Die etwas höheren Kosten bei Variante 1 gegenüber Variante 2 basieren vorrangig auf höheren Kosten für die erforderlichen Umverlegungen von Leitungen bei der zusätzlichen Ein­ordnung von 6 Straßenbäumen im engen Straßenabschnitt Gorkistraße zwischen Volksgar­tenstraße und Löbauer Straße.

 

Die exakte Kostenteilung zwischen Stadt Leipzig und LVB GmbH obliegt der weiteren Planung. Leitungsbaumaßnahmen wurden im Rahmen der Notwendigkeit für die Herstellung der geplanten Anlagen berücksichtigt.

Darüber hinaus gehende eigene Maßnahmen der Versorgungsunternehmen (speziell der Leipziger Wasserwerke) sind kostenseitig nicht berücksichtigt. Eine Koordinierung beabsichtigter Maßnahmen ist vorgesehen, bestehende Konzessionsverträge sind zu berücksichtigen.

 

Es besteht eine grundsätzliche Förderfähigkeit für die geplanten Maßnahmen.

 

Der voraussichtlich ab Haushaltsjahr 2021/22ff. vorhandene Finanzbedarf ist im Rahmen der weiteren Haushaltsplanung in Abhängigkeit von der Einordnung der Komplexbaumaßnahme in das von der Ratsversammlung noch zu beschließende „Mittelfristige Investitionsprogramm im Straßen- und Brückenbau 2020 – 2024“ zu berücksichtigen. Zu gegebener Zeit wird dann auf der Grundlage der fortgeschriebenen Planung für die bauliche Umsetzung ein ent­sprechen­­der Bau- und Finanzierungsbeschluss erarbeitet und der Ratsversammlung zur Beschlussfassung eingereicht.

 

 

  1.   Auswirkungen auf den Stellenplan

 

keine

 

  1.   Bürgerbeteiligung

 

Aufgrund der Wichtigkeit des Vorhabens für den Stadtteil Schönefeld wurde im Rahmen der Vorbereitung des Vorhabens hinsichtlich der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit in den Abstimmungen der Stadtverwaltung mit den Vertretern vor Ort (AG Pro Schönefeld) festgelegt, dass für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit ein 2-stufiges Verfahren durchgeführt werden soll.

Diese 2-stufige Bürgerbeteiligung wurde vereinbart, um die Bürger im Rahmen einer Beteiligung von ausgewählten Vertretern vor Ort zusätzlich noch vor der eigentlichen Bürgerinformationsveranstaltung frühzeitiger in die Planung einbinden zu können (Stufe 1). Hierdurch soll gewährleistet werden, dass bereits zu einem frühen Zeitpunkt Hinweise der Bürger geprüft und in die Planung eingearbeitet werden können.

Die frühzeitige Vorstellung des aktuellen Planungsstandes im Rahmen der AG Pro Schönefeld (Stufe 1) erfolgte am 26.04.2018 unter Teilnahme von Vertretern der Stadtverwaltung und der LVB GmbH. Die AG Pro Schönefeld ist eine Interessensgemeinschaft für Schönefeld bestehend aus Vertretern vor Ort (Stadträte, Stadtteilmanagement, Verein Wir für Schönefeld, Vertreter von Schulen, Stadtteilbibliothek, Kirchen etc.).

Die Vorstellung des aktuellen Planungsstandes erfolgte mit dem Hinweis, dass die vorliegenden Varianten hinsichtlich der Andienung im Bereich der Einbahnstraße Gorkistraße problematisch sind und noch überarbeitet werden müssen und ein Bau frühestens ab 2021 möglich ist. Die Gründe dafür wurden angesprochen und erläutert (Erweiterung Planungsbereich, Planverfahren, 2-stufige Öffentlichkeitsbeteiligung, komplizierte Planung im engen Abschnitt der Gorkistr., finanzielle Einordnung etc.).

 

Im Rahmen der Information wurden von den Vertretern der AG Pro Schönefeld folgende Hinweise genannt:

 

Hinweise/Forderungen

Bewertung/Berücksichtigung

Radverkehr vor Straßenbahn und im Gleisbereich im Einbahnstraßenabschnitt Gorkistraße problematisch

 

Der Konflikt wird durch eine signaltechnisch geregelte, getrennte Einfahrt von Straßenbahn und Radverkehr von Nord als auch von Süd in den engen Bereich der Gorkistraße weitestgehend ausgeschlossen.

historische Handschwengelpumpe Ecke Gorkistr./Volksgartenstr. erhalten

wird erhalten und im Rahmen der Baumaßnahme im Platzbereich Gorkistraße/Volksgartenstraße eingeordnet

Stellplätze bei Umsetzung erhalten

 

Diese Zielstellung wird angestrebt, ist aber nicht überall möglich, an einigen Stellen müssen Stellplätze entfallen, an anderen werden neue geschaffen

                        Ampel am Knoten Gorkistraße/Kohlweg/Schmidt-Rühl-Straße wird befürwortet

             

Ist aus Gründen der Sicherheit insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, der Straßenbahnbeschleunigung und der Sicherung der Ausfahrt der Straßenbahn aus dem Haltestellenbereich und Wechsel in den Fahrstreifen erforderlich

Schmidt-Rühl-Str. beidseitig Längsparken wegen Bus anordnen

 

Diese Lösung ist zumindest in der Zu- und Abfahrt zum bzw. vom Knoten erforderlich.

                        Öffnung Löbauer Str. West – Ablehnung, da Vermutung – Auftreten von Schleichverkehr 

                         

Meinung wird von Seiten der Stadtverwaltung nicht geteilt (Tempo 30, Regelung Rechts vor Links in der Löbauer Straße, enge Straße – ungünstige Bedingungen für Durchgangsverkehr)

Bereich Gymnasium: Geschwindigkeit 30 km/h und sichere Querungsmöglichkeiten prüfen

 

 

Im Zuge der Planung wird in der Zufahrt Volksgartenstraße zur Gorkistraße eine Querungshilfe eingeordnet. Die Möglichkeit der Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung wird hinsichtlich straßenverkehrsbehördlicher Aspekte geprüft.

 

Im Rahmen der weiteren Bearbeitung der Vorplanung wurden die o. g. Hinweise soweit möglich eingearbeitet bzw. berücksichtigt.

 

Abstimmung AG Rad

 

Am 06.11.2018 wurde der aktuelle Stand der Vorplanung (Varianten 1 und 2) vorgestellt. Von Seiten der AG Rad wurde wegen der Möglichkeit der direkten Führung des Radverkehrs entgegen der Einbahnstraße Gorkistraße in Richtung Nord Variante 2 der Vorplanung favorisiert.

 

FA SB – Vorstellung Vorplanung

 

Im FA SB am 12.03.2019 wurde der aktuelle Stand der Vorplanung im Rahmen einer Präsentation mit der Zielstellung vorgestellt, die Freigabe für die Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung zu erhalten.

Im FA SB am 26.03.2019 wurde kurz über die nachfolgend aufgeführten Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltung informiert.

 

Bürgerinformationsveranstaltung

 

Am 25.03.2019 fand im Goethe-Gymnasium Schönefeld die Bürgerinformationsveranstaltung (Stufe 2 der frühzeitigen Bürgerbeteiligung) zur Vorplanung incl. der beiden Varianten unter Teilnahme der Vertreter der Bauherren Stadt Leipzig, LVB GmbH und Leipziger Wasserwerke. Im Saal waren ca. 190 Bürger/-innen versammelt. Nach Vorstellung der Planungen der 3 Vertreter der Bauherren wurde die Planung mit den Bürgern diskutiert.

 

Im Rahmen der Diskussion wurden nachfolgend genannte Fragen der Bürger aufgenommen und soweit möglich in der Veranstaltung bzw. im Nachgang (Fragen und Antworten – Internetseite www.leipzig.de\gorkistrasse) beantwortet.

 

Öffnung Einbahnstraße Löbauer Straße – West soll nicht erfolgen (man hat sich daran gewöhnt, Vermutung Schleichverkehr)

 

Aus Sicherheitsgründen und wegen der Busführung/Busbeschleunigung der Linien 70 und 90 aus Richtung Löbauer Straße (Ost) musste bisher der Verkehr aus der west­lichen Löbauer Straße unterbunden werden. Bei einem Knoten ohne Ampel­steuerung wäre der Bus aus der östlichen Löbauer Straße als Linksabbieger warte­pflichtig gegenüber dem Verkehr in der Gorkistraße und dem dann geradeaus fahrenden MIV aus Richtung Löbauer Straße-West. Diese Unterbindung erfolgte bisher mit der Einrichtung einer Einbahnstraße (EBS).

Entsprechend der Planung ist aufgrund der Einordnung der langen Haltestelleninseln die Einordnung einer Linksabbiegespur von der Gorkistraße aus Richtung Stadt in Richtung Löbauer Straße-West/fehlende Aufstelllänge) nicht mehr möglich.

 

Mit der geplanten Signalisierung des Knotens und Installation einer Ampel ergeben sich folgende Vorteile bei einer Öffnung der Löbauer Straße-West für beide Richtungen:

 

- anliegender Lieferdienst kann ohne weitere Belastung des Wohngebietes direkt am Knoten Gorkistraße ausfahren                                                            

- bisher nicht vorhandene, direkte Führung des Radverkehrs im Zuge der Löbauer Straße von West nach Ost kann ermöglicht werden (heute nur über Umweg Fußgängerampel und nochmaliger Halt) – Forderung Radverkehrs­verbände (u. a. zur Umsetzung der Route des Notenrades in Schönefeld)

 

Nachteilig ist der Wegfall von Parkstellflächen (Längsaufstellung an Stelle Schrägauf­stel­lung).

 

 

 

 

 

 

Bei einer Beibehaltung der Einbahnstraßenlösung würden sich folgende Nachteile ergeben:

 

- durch die neu gebaute Haltestelle und den dadurch bedingten Wegfall der Linksabbiegespur von der Gorkistraße aus Richtung Stadt in die Löbauer Straße West wäre bei einer Beibehaltung der Einbahnstraße eine Zufahrt aus Richtung Stadt nur noch aus Richtung Osten möglich – damit wären für die Anwohner als auch für die Müll­fahrzeug bzw. Fahrzeuge der Post ein großer Umweg erforderlich

 

Knotenpunkt Löbauer Straße/Volksgartenstraße – Vorschlag Einordnung Kreisverkehr – vorteilhaft für den Verkehrsablauf, Variante prüfen             

 

Eine Variante Kreisverkehr wurde aufgrund des Vorschlags im Nachgang zur Bürgerinformationsveranstaltung grundsätzlich geprüft und vor allem aufgrund des Aspektes Schulwegsicherheit nicht weiterverfolgt und demzufolge auch keine detaillierte Planung erarbeitet (siehe auch unter 2.3.6 verworfene Varianten und Untervarianten).

 

Ist die Einfahrt von Kunden der Sparkasse und der Stern-Apotheke trotz Sperrung der Gorkistraße zwischen Volksgartenstraße und Löbauer Straße weiterhin möglich?

 

Ja, diese sind Anlieger und die Einfahrt für Anlieger ist aus Richtung Nord frei.

 

Verlagerung Durchgangsverkehr aus der engen Einbahnstraße Gorkistr. – Akzeptanz wird bezweifelt – wie erfolgt die Kontrolle?

 

Die dauerhafte Kontrolle ist sicherlich schwierig, da die Anlieger einfahren können (Anlieger Schreiberstraße, Kunden Sparkasse Apotheke etc.).

Eine Maßnahme ist die Reduzierung der Grünzeiten am Knoten Gorkistraße/Löbauer Straße auf das unbedingt notwendige Maß (Radverkehr, Straßenbahn auf Anforderung).

 

Ampel am Knoten Gorkistraße/Schmidt-Rühl-Straße wird nicht für notwendig erachtet

 

Die Einfahrt der Straßenbahn von der Haltestelle in den Fahrstreifen Richtung Stadt muss signaltechnisch mittels Ampel gesichert werden.

Argumente für die Vollsignalisierung, d. h. Ampel für gesamte Kreuzung:

-          Straßenbahnbeschleunigung durch Freilenken der Gleise – wartende Linksabbieger vor der Straßenbahn von der Gorkistraße in die Schmidt-Rühl-Straße räumen lassen

-          Sicherheitsaspekte: sichere Führung von Fußgänger- und Radverkehr an der aufgeweiteten Kreuzung erforderlich

-          gesicherte Ausfahrt Bus Linie 77 aus der Schmidt-Rühl-Straße 

 

Warum zusätzlich Bushaltestellen am Knoten Löbauer Straße/Volksgartenstraße?

 

Entsprechend der Busnetzreform der LVB von 2010 soll an diesem Knoten die Lücke bei der Buser­schließung geschlossen werden. Entsprechend Nahverkehrsplan soll ein Einzugsbereich von R = 300 m angestrebt werden. Durch die Einordnung der zusätzlichen Haltestellen liegt damit z. B. das Goethe-Gymnasium nun innerhalb dieses   Einzugsbereichs. Somit verbessert sich die Erreichbarkeit der Schulen in Schönefeld mit dem Bus sowohl an der Löbauer Straße als auch der an der Gorkistraße.

 

Enger Abschnitt der Gorkistraße zwischen Löbauer Straße und Volksgarten­straße: Muss die Straßenbahn den Radfahrern mit geringer Geschwindigkeiten hinterherfahren? 

 

Die Straßenbahn und der Radverkehr werden an der Kreuzung Gorkistraße/Löbauer Straße ab dem Haltestellenbereich signaltechnisch mittels Ampel separat eingesteuert bzw. zeitlich getrennt. Die Straßenbahn fährt dann vor dem Radfahrer in den engen Bereich. Durch eine Veränderung der Gleislage kann der Radfahrer dann zwischen Schiene und Bord (Abstand künftig ca. 1,30 m) in Richtung Norden fahren.

Auch von Norden aus werden Straßenbahn und Radverkehr in Richtung Stadt bzw. Süden mittels einer Ampel, die nur bei Einfahrt der Straßenbahn geschaltet wird, zeitlich getrennt in den engen Abschnitt eingeleitet.

Somit kommt es zu keiner Behinderung der Straßenbahn. Nur bei dem Fall einer Einfahrt eines Radfahrers von der Schreiberstraße in die Gorkistraße wäre bei einer unmittelbar darauffolgenden Straßenbahn auf kurzem Abschnitt eine Reduzierung der Geschwindigkeit der Straßenbahn theoretisch möglich. 

 

Wie wurden bei der bisherigen Planung die Astrid-Lindgren-Grundschule/Hort bzgl. Lärm/Sicherheit/Schüleraufkommen berücksichtigt?

 

Bei der laut Planung vorgesehenen Führung des Verkehrs in beiden Richtungen über die Löbauer Straße und die Volksgartenstraße wird entsprechend der Verkehrsprognose für das Jahr 2030 eine Mehrbelastung von ca. 2.300 Kfz/24h (über den ganzen Tag verteilt) gegenüber der Variante mit Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung prog­nos­­tiziert. Diese Größenordnung würde aufgrund von Erfahrungswerten nur zu einer geringfügigen Erhöhung der Lärmbe­lastung führen.

Im Rahmen der weiteren Planung wird ein Schallgutachten beauftragt, bei dem die künftige Lärmbelastung berechnet und der Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen geprüft wird.

Durch die Beibehaltung der Ampel an der Kreuzung Löbauer Straße/Volksgartenstraße ist eine sichere Führung der Kinder über die Straßen weiterhin gewährleistet.

Die Erreichbarkeit der Schulen mit dem Bus kann aufgrund der Einordnung der zusätz­lichen Bushal­te­stellen am Knoten Löbauer Straße/Volksgartenstraße verbessert werden.

Die Planung des Doppelstandortes für die Schulen beginnt gegenwärtig. Wenn die künftige Größenordnung und die Schüleranzahl feststehen, wird u. a. von Seiten der LVB GmbH geprüft, ob zu bestimmten Zeiten mehr Busse eingesetzt werden müssen.

 

Bei der Variante 2 muss der MIV unnötigerweise 2 x die Straßenbahntrasse queren – die heutige Verkehrsführung (Variante 1) sollte beibehalten werden. Der schmale Fußweg im engen Einbahnstraßenabschnitt der Gorkistraße ist ausreichend. Durch die Verlagerung des Verkehrs in die Volksgartenstraße kommt es zur Beeinträchtigung der Schulen. 

 

Die Entscheidung der Stadtverwaltung, die Variante 2 zu favorisieren, wurde aufgrund der Vorteile dieser Variante hinsichtlich der Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr und vor allem wegen der Entlastungswirkung im engen Straßenkorridor der Gorkistraße getroffen. Die Erhöhung der Lärmbelastung in der Volksgartenstraße ist relativ gering und demzufolge vertretbar.

Letztendlich wird in der Ratsversammlung entschieden, welche Variante weiterverfolgt werden soll.

 

Ist der jetzt angegebene Bautermin 2022 wirklich verlässlich?

 

Die Terminkette ist so erstellt, dass diese hinsichtlich der erforderlichen Planungsphasen und Verfahren eingehalten werden kann. Wenn die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung stehen, werden diese auch in die Haushaltspläne eingestellt.  

 

Wie wird die Erreichbarkeit der vom Bau betroffenen Liegenschaften (z. B. u. a.  Sparkasse, Apotheke) während der Bauphase sichergestellt?

 

I.d.R. wird sichergestellt, dass die Anlieger auch in der Bauphase ihre Grundstücke erreichen können. Auch muss dies für Feuerwehr und Rettungsdienste gewährleistet werden.

Die einzelnen Bauphasen und ihre Auswirkungen werden erst im Rahmen der weiteren Planung untersucht.

 

Ist gewährleistet, dass nach kurz nach dem Umbau Straße wegen Erneuerung von Leitungen wieder aufgerissen wird?

 

Es ist geplant, dass alle Versorgungsunternehmen mitbauen.

 

Wo wird es eine öffentliche Toilette im großen Umsteigebereich geben?

 

In der vorliegenden Planung gibt es noch keine Planung für eine Toilettenanlage.

Gegenwärtig wird eine Vorlage zu einem Konzept für die Einordnung von öffentlichen Toilettenanlagen erarbeitet. Auf Basis dieser Konzeption soll dann hinsichtlich der Prioritäten entschieden werden, wo eine Toilettenanlage eingeordnet werden soll.

Im Rahmen der weiteren Planung wäre dann die Einordnung einer Toilettenanlage möglich.

 

Müssen bei dieser Straßenbaumaßnahme Straßenausbaubeiträge gezahlt werden?

 

Am 23.01.2019 hat die Ratsversammlung die Satzung zur Aufhebung der Straßenaus­bau­­beitragssatzung beschlossen. Daher besteht keine satzungsrechtliche Grundlage zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen für Maßnahmen, deren sachliche Beitrags­pflichten nach dem 30.06.2018 entstanden sind bzw. entstehen.

 

Wie und wo wird künftig über das Vorhaben informiert?

 

Vor der Realisierung des Bauvorhabens wird es noch eine weitere große Bürger­infor­mationsveranstaltung geben. Dort wird über die einzelnen Bauabschnitte, Umlei­tungen und Bauphasen informiert.

Mit den Gewerbetreibenden bzw. den Geschäftsleuten werden vor dem Bau separate Abstimmungsrunden organisiert. 

 

Im Nachgang zur Bürgerinformationsveranstaltung wurden Planunterlagen, eine  Kurzerläuterung sowie ein FAQ (Fragen- und Antworten) im Internet unter www.leipzig.de\gorkistrasse eingestellt sowie die Pläne im Stadtteilmanagement in der Gorkistraße 80 ausgehangen, mit der Möglichkeit, Hinweise zur Planung an die Stadt (E-Mail-Adresse: leipzig@gorkistrasse.de) mitzuteilen.

Die Internetseite wird im Rahmen der weiteren Planung fortgeschrieben/aktualisiert.

 

Weitere Beteiligung der Öffentlichkeit

 

Für die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit ist begleitend zur Fortführung der Planung vorgesehen:

 

-           Informationen/Veranstaltungen zum Bauablauf (Bauzeiten, Bautechnologie, bauzeitliche Verkehrsführung)

 

 

Über die informelle Beteiligung hinaus erfolgt die formale Beteiligung mittels:

 

-           Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für die Straßenbahnbetriebsanlagen nach § 28 Personenbeförderungsgesetz (PBefG)

 

Im Rahmen der Fortschreibung der Planung wird auf der Grundlage der Entwurfsplanung ein Bau- und Finanzierungsbeschluss durch die Ratsversammlung erfolgen.

 

 

  1.   Besonderheiten

 

keine

 

 

 

 

 

 

  1.   Folgen bei Nichtbeschluss

 

Eine Weiterführung der Planung zur Vorbereitung des komplexen Bauvorhabens einschließlich der Maßnahmen der Versorgungsunternehmen könnte nicht vorgenommen werden. Die geplante Umsetzung wäre wie dargestellt nicht möglich.

Damit würden die heute unbefriedigenden Bedingungen für Menschen mit Behinderungen zur Nutzung des ÖPNV und für das Umsteigen von Bus auf Straßenbahn weiterhin bestehen bleiben.

Der Zustand der Straßenbahnbetriebsanlagen (Überschreitung der Nutzungsdauer) würde sich weiter verschlechtern, so dass im Extremfall eine Streckenstilllegung erfolgen müsste.

Die aufgeschobenen Sanierungen von Leitungen könnte im Extremfall zu Rohrbrüchen etc. führen.

 

 

Anlagen

 

 

 

 

Stammbaum:
VI-DS-07929   Vorplanung Komplexbaumaßnahme Gorkistraße von Ossietzkystraße bis Kohlweg, Volksgartenstraße, Löbauer Straße   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-07929-ÄA-01   Vorplanung Komplexbaumaßnahme Gorkistraße von Ossietzkystraße bis Kohlweg, Volksgartenstraße, Löbauer Straße   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag