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Vorlage - VI-DS-06723-ÄA-01  

 
 
Betreff: Neufestsetzung der Eintrittspreise für den städtischen Eigenbetrieb Oper Leipzig ab der Spielzeit 2019/2020 (privatrechtliche Entgeltordnung)
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Änderungsantrag
Einreicher:Fraktion DIE LINKEBezüglich:
VI-DS-06723
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Beschlussfassung
13.03.2019 
Ratsversammlung abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Der Punkt 1 wird wie folgt ergänzt:

 

Die Anzahl der Plätze in der billigsten Platzgruppe im Opernhaus (neu PG 6, alt PG 7) wird von 40 auf 60 Plätze erweitert.

 

Weiterhin wird ein zusätzlicher Punkt ergänzt:

 

3. Die Auslastung der einzelnen Platzgruppen wird fortlaufend evaluiert und findet bei einer Neufestsetzung der Entgelte in 2021/22 entsprechend Beachtung.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
Durch den Wegfall der jeweils billigsten Preisgruppe im Opernhaus und in der Muko kommt es in nahezu allen Preiskategorien zu einer Preiserhöhung (bis auf einzelne Ausnahmen, in Preiskategorie A). Die in der tabellarischen Darstellung der Eintrittspreise dargestellte Differenz (von bis zu minus 16 €) ist deshalb irreführend und falsch, da im Opernhaus z. B. die jetzige Platzgruppe 6 genau dieselben 40 Plätze umfasst wie die vormalige Platzgruppe 7 und nicht, wie man annehmen könnte, die Plätze der vormaligen Platzgruppe 6 und 7.

Die Auslastung der billigsten 40 Plätze im Opernhaus liegt im Vergleich mit anderen Platzgruppen mit 98,8 % am höchsten und zeugt somit von einer großen Nachfrage und einem hohen Bedarf an preiswerten Opernkarten. In der Neufassung der Entgelte und der Neustrukturierung der Platzgruppen wurde diesem Fakt seitens der Oper nicht Rechnung getragen, denn erweitert wurde die Anzahl der Plätze nur in den hochpreisigen Platzgruppen.

Laut dem Amt für Statistik und Wahlen lag das Nettoeinkommen der Leipziger*innen pro Person Ende 2017 bei gerade mal 1328 €. Es gibt demnach eine große Anzahl von Menschen in Leipzig, die wenig verdienen, aber nicht von den möglichen Ermäßigungen, z. B. für Empfänger*innen von Transferleistungen, Student*innen und Kinder profitieren können. Genau für diese Menschen sollte der Zugang zu den Angeboten der Oper auch zukünftig gesichert werden. Besonders weil sich die Oper das Ziel gesetzt hat, „ein Theater für alle Menschen dieser Stadt [zu sein], so dass die Bürgerinnen und Bürger die Oper Leipzig [.... ] als IHRE Oper betrachten können.“ (Ziel 3 der Eigentümerziele, Identifikation). Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn sich die Leipziger*innen die Tickets zu den Angeboten auch leisten können.

Wir schlagen deshalb auch vor, die Auslastung der Platzgruppen fortlaufend zu evaluieren und bei der nächsten Neufestsetzung der Entgelte die Platzzahl in stark ausgelasteten Platzgruppen zu erhöhen.


 

Stammbaum:
VI-DS-06723   Neufestsetzung der Eintrittspreise für den städtischen Eigenbetrieb Oper Leipzig ab der Spielzeit 2019/2020 (privatrechtliche Entgeltordnung)   02.4 Dezernat Kultur   Beschlussvorlage
VI-DS-06723-ÄA-01   Neufestsetzung der Eintrittspreise für den städtischen Eigenbetrieb Oper Leipzig ab der Spielzeit 2019/2020 (privatrechtliche Entgeltordnung)   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag