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Vorlage - VI-EF-06856-AW-01  

 
 
Betreff: Öffentlicher Nahverkehr in Lindenthal
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VI-EF-06856
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

 

vielen Dank für Ihre Einwohneranfrage zum ÖPNV in Lindenthal.

 

Ihre Fragen möchten wir nachfolgend gern beantworten. Diese beruhen abschnittsweise auf einer Zuarbeit der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

 

1. Stimmt es, dass infolge der Öffnung der Landsberger Brücke und der damit erfolgten Einbindung der Endhaltestelle der Linie 4, die oben genannten Haltestellen nur noch einmal in der Stunde angefahren werden, um die zusätzliche Fahrzeit zur Endhaltestelle herauszufahren?

 

Ja, zur Kompensation des zusätzlichen Zeitbedarfs war es erforderlich, die Bedienung in der Damaschkesiedlung außerhalb der Schülerverkehrszeiten auf eine nur noch stündliche Bedienung zu reduzieren. Ansonsten wäre ein zusätzliches Fahrzeug im Umlauf benötigt worden, dass Kosten von von ca. 180 T€/a verursacht hätte. In Anbetracht der sehr geringen Aus- und Einsteigerzahlen war das für die LVB nicht wirtschaftlich darstellbar. Zu den Hauptzeiten des Schülerverkehrs morgens in beiden Richtungen und nachmittags in Richtung Lindenthal wird nach wie vor ein 30-Minuten-Takt gefahren. Aufgrund der geringen Nachfrage außerhalb der Hauptzeiten des Schülerverkehrs mit im Mittel nur 2,5 Ein- und Aussteiger pro Fahrt in Summe der drei betroffenen Haltestellen Buchfinkenweg, Zeisigweg und Äußerer Zeisigweg wurde diese Übergangslösung gewählt.

 

2. Wurden vor der Entscheidung Bushaltestellen in Lindenthal weniger oft zu frequentieren, alternative Varianten geprüft? Dies könnte eine Vorrangschaltung für den ÖPNV an den Kreuzungen sein.

 

Leider stehen keine alternativen Varianten als kurzfristige Lösung zur Verfügung. An den Kreuzungen Linkelstraße / Travniker Straße und Linkelstraße / Damaschkesiedlung gibt es bereits Vorrangschaltungen für den ÖPNV. Entlang des Fahrtwegs der Linien 87/88 befinden sich nur wenige weitere Lichtsignalanlagen, selbst wenn man dort überall Vorrangschaltungen für den Bus einrichten würde, könnte damit keine ausreichend große Beschleunigung erreicht werden, zumal bei der Einrichtung von Vorrangschaltungen die Belange anderer Verkehrsteilnehmer mitberücksichtigt werden müssen und eine absolute Vorrangschaltung an allen Lichtsignalanlagen nicht realistisch ist. So wäre es z. B. kontraproduktiv, in Wiederitzsch die Straßenbahn zu Gunsten des Busses auszubremsen.

 

3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung den ursprünglichen Zustand der zweimaligen Frequentierung der Bushaltestellen pro Stunde wiederherzustellen, da gerade Senioren/innen sowie die Schüler/innen auf das Angebot angewiesen sind?

 

Mit der aktuell laufenden Fortschreibung des Nahverkehrsplans streben wir mit dem neuen Zielstandard Z 2 wieder eine Erweiterung der Bedienung auf eine mindestens zweimal stündliche Haltestellenbedienung an. Im derzeitigen Nahverkehrsplan ist für die Damaschkesiedlung ein Mindeststandard von einer Fahrt pro Stunde und Richtung gültig. Für Schüler ist die jetzige übergangsweise Änderung weitrgehend unproblematisch, da zu Zeiten des Schülerverkehrs der 30-Minuten-Takt beibehalten ist.

 

4. Stimmt es, dass die LVB die Bürger/innen vor Ort nicht informiert hat, sondern nur die Fahrplaninformationen an den Haltestellenschildern geändert hat, so dass Nutzer dies erst an den Haltestellen ersehen konnten, als sie mit dem Bus fahren wollten?

 

Informationen über Fahrplanänderungen auf den Linien 87/88 erfolgten wie üblich im Internet auf der Homepage der Leipziger Verkehrsbetriebe. Zusätzlich fand eine Information im Ortschaftsrat Wiederitzsch zu den geplanten Änderungen statt. Richtig ist, dass es an den Haltestellen vor Ort keine Vorankündigung gab. Diese Verfahrensweise war bei dieser Änderung sicher nicht optimal.


 

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