Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-DS-06918  

 
 
Betreff: Ausführungsbeschluss - Stadtweite Einführung des Dokumentenmanagementsystem (DMS) enaio für die Umsetzung der elektronischen Akte
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Allgemeine Verwaltung
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Finanzen 1. Lesung
03.06.2019    Sondersitzung FA Finanzen      
FA Allgemeine Verwaltung 1. Lesung
11.06.2019    FA Allgemeine Verwaltung      
FA Finanzen 2. Lesung
17.06.2019    FA Finanzen      
FA Allgemeine Verwaltung 2. Lesung
25.06.2019    FA Allgemeine Verwaltung, Stadtarchiv, Blaues Kabinett, Alte Messe, Halle 12      
Ratsversammlung Beschlussfassung
26.06.2019 
Ratsversammlung vertagt     
27.06.2019 
Ratsversammlung (Fortsetzung vom 26.06.2019) ungeändert beschlossen     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Dem Ausführungsbeschluss zur Erweiterung des Lizenzpaketes auf 4.500 enaio-Lizenzen (DMS) für alle Mitarbeiter/innen mit PC-Arbeitsplätzen mit der Option des Zukaufes weiterer Lizenzen und zum Aufbau der erforderlichen Infrastruktur als Grundlage für die stadtweite Einführung der elektronischen Akte in den Ämtern wird zugestimmt. Die Mittel für 2019 i.H.v. 769.100 und 2020 i.H.v. 1.735.500  sind im Budget der ITK  (10_111_ZW) im PSP 1.100.11.1.6.06 / Innenauftrag 101011160002 geplant.

 

  1. Die Folgeaufwendungen werden ab dem Haushaltsjahr 2021 einschließlich der bisher im Fachamt verankerten Softwarepflegekosten innerhalb des Budgets 10_111_ZW finanziert und sind entsprechend bei der Haushaltsplanung zu berücksichtigen.

 

  1. Die Schulungskosten im Regelbetrieb sind ab 2021 im zentralen Fortbildungsbudget des Personalamtes (11_111_ZW) zu berücksichtigen.

 

 


Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

Ausgehend von den strategischen Zielen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2030 sowie dem Konzept „Moderne Verwaltung für die wachsende Stadt Leipzig“ und „Digitalisierung der Verwaltung“ ist im Handlungsfeld 3 Organisation und E-Government die Einführung der elektronischen Akte und digitalen Vorgangsbearbeitung als eine priorisierte Maßnahme festgelegt. Dies umfasst folgende Projektteilziele:

      Die Stadtverwaltung Leipzig setzt die elektronische Akte als führende Akte um.

      Die Stadtverwaltung Leipzig einigt sich auf eine Zielarchitektur und setzt diese um.

Zur Erreichung dieser Ziele ist es erforderlich, die vorhandenen enaio-Client-Lizenzen für eine stadtweite einheitliche Nutzung auf ein Lizenzpaket für 4.500 Mitarbeiter/innen mit PC-Arbeitsplätzen zu erweitern, die erforderliche Infrastruktur aufzubauen und die Einführung in den Ämtern vorzubereiten.

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses

 

Um einen stadtweiten Ausbau des DMS zu realisieren, besteht ein Gesamtbedarf von 4.500 Lizenzen. Für die Beschaffung der Lizenzen erfolgte bisher der Kauf von Einzellizenzen.

 

Als Alternative besteht die Möglichkeit der Beschaffung des gesamten Lizenzpaketes (entspricht 4.500 Client-Lizenzen) mit Bezahlung gleichmäßig verteilt über 5 Jahre. Hierbei werden die Lizenzen für das DMS enaio durch die Lecos beschafft und für die dauerhafte Nutzung in der Stadt Leipzig bereitgestellt.

 

Obwohl nicht alle 4.500 Lizenzen sofort benötigt werden, ist die Beschaffung des Lizenzpaketes die wirtschaftlichste. Der Break-even-Point entsteht bereits in diesem Jahr beim Kauf von zusätzlich 202 Lizenzen. Im Betrachtungszeitraum bis 2025 ergibt sich eine Einsparung gegenüber der Fortführung der Beschaffung von Einzellizenzen von ca. 1.730.205 €.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Übereinstimmung mit strategischen Zielen:

1. Sachverhalt:

1.1 Anlass des Vorhabens

1.2 Strategische Ziele

1.3 Begründung der Notwendigkeit

1.4 Darstellung der Wirtschaftlichkeit

2. Finanzierung

3. Folgen bei Nichtbeschluss

 

1.               Sachverhalt:

1.1            Anlass des Vorhabens

 

Um die Stadtverwaltung Leipzig erfolgreich zu digitalisieren und die avisierten Ziele zu erreichen, ist eine verbindliche Basisinfrastruktur zu definieren. Eine der erforderlichen Basisinfrastrukturkomponenten ist das DMS. Damit wird der orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Akten in elektronischer Form ermöglicht. Aktenrelevante Informationen und Dokumente werden vollständig an einem zentralen Speicherort abgelegt.

 

Das bisher in einzelnen Fachbereichen der Stadtverwaltung eingesetzte DMS (enaio von Optimal Systems) wird gesamtstädtisch zum Einsatz kommen. Das DMS soll als zentrale Dokumentenablage für die Ablage gemäß Aktenplan dienen. Dabei kann das DMS sowohl im Sinne einer Fachanwendung für dokumentenbasierte Prozesse genutzt werden, als auch im Hintergrund als Dokumentenablageort für vorhandene Fachanwendungen dienen.

 

Als Voraussetzung für die stadtweite Einführung der E-Akte ist die vorhandene Infrastruktur auszubauen. Es ist erforderlich, die vorhandenen enaio-Client-Lizenzen für eine stadtweite einheitliche Nutzung auf ein Lizenzpaket für alle 4.500 PC-Arbeitsplätzen zu erweitern.

 

Die Einrichtung und Standardisierung der Software erfolgt im Projekt BD EVA (Basisdienst Elektronische Vorgangsbearbeitung und Aktenführung). Das Ausrollen in den Fachämtern erfolgt im Rahmen eines Folgeprojektes bzw. im Rahmen der Produktverantwortung BD EVA, das aus dem Projekt BD EVA heraus etabliert wird.

 

1.2            Strategische Ziele

 

Ausgehend von den strategischen Zielen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2030 sowie dem Konzept „Moderne Verwaltung für die wachsende Stadt Leipzig“ (VI-DS-05136-DS-01) und „Digitalisierung der Verwaltung“ (VI-DS-04814) ist im Handlungsfeld 3 Organisation und E-Government die Einführung der elektronischen Akte und digitalen Vorgangsbearbeitung festgelegt. Mit den hier fixierten Zielen wird das Augenmerk auf die Prozessanalyse und die Schaffung der technischen Voraussetzungen für rechtssichere und medienbruchfreie Abläufe unter Beachtung der Grundsätze der Informationssicherheit gerichtet.

 

Eine priorisierte Maßnahme des Handlungsfeldes 3 ist die Einführung der elektronischen Akte und digitalen Vorgangsbearbeitung als Regelverfahren mit folgenden Projektteilzielen:

         Die Stadtverwaltung Leipzig setzt die elektronische Akte als führende Akte um.

         Die Stadtverwaltung Leipzig einigt sich auf eine Zielarchitektur und setzt diese um.

Die Wirtschaftlichkeit wurde in der Vorlage „Digitalisierung der Verwaltung“ (VI-DS-04814) dargestellt.

 

1.3            Begründung der Notwendigkeit

 

a)      Aufbau einer einheitlichen Zielarchitektur

 

Zurzeit erfolgt die Aktenhaltung in den Ämtern und Referaten sehr unterschiedlich. So existieren neben den Papierakten bereits elektronische Akten über die Stadtverwaltung Leipzig verteilt, welche als Leuchtturmprojekte umgesetzt wurden. Dies bedeutet u. a., dass in verschiedensten Fachämtern bereits unterschiedliche Dokumentenmanagementsysteme (enaio, VISkompakt und DocuWare) im Einsatz sind. Zum jetzigen Zeitpunkt arbeiten die Systeme autark.

 

Mit der Zielsetzung einer einheitlichen Zielarchitektur wurden die vorhandenen DMS bereits im Vorfeld geprüft. Bereits 2005 im Ergebnis einer Produktevaluierung (Marktanalyse und Auswertung BARC Studie) wurde die Entscheidung für enaio (ehemals OS ECM) getroffen. Vor Umsetzung der ersten DMS-Projekte in der Stadt Leipzig wurden im Jahr 2011 nochmals die Produkte OS ECM und VISkompakt hinsichtlich ihrer Eignung mit externer Unterstützung untersucht bzw. verglichen. Im Ergebnis dieser Untersuchung wurde enaio als DMS empfohlen.

 

VISkompakt kommt in mehreren Bereichen der Stadt Leipzig als Landesverfahren zum Einsatz. Diese Anwendungen werden nicht Bestandteil des DMS der Stadt Leipzig. Sie werden vom Land gehostet, d.h. selbst bei einer Entscheidung für VISkompakt müssen sie weiterhin getrennt betrieben werden.

 

Das DMS DocuWare wird ausschließlich für die Ablage bzw. den stadtweiten Zugriff auf die Belege des Finanzwesens genutzt. DocuWare selbst ist bezüglich der E-Akte und Vorgangsbearbeitung auf dem Markt nicht etabliert und verfügt nicht über repräsentative Referenzkunden. Zudem ist avisiert, das System des Dezernates II durch das stadtweite DMS enaio abzulösen. Die Kosten für die Anbindung von SAP und WMD und grundsätzlich auch für die Migration sind im geplanten Aufwand berücksichtigt. Hierzu wird ein gesondertes Projekt mit dem Dezernat Finanzen erarbeitet.

 

Die im BLV festgeschriebene Nutzung der DMS wird durch die Migration von Docuware auf die Systeme enaio und VISkompakt reduziert. Die Entscheidung zum Einsatz eines DMS liegt im Hauptamt, Abteilung ITK.

 

Das System enaio ist für Workflow- und Archiv-Anwendungen ideal verwendbar. Enaio besitzt umfangreiche Schnittstellen zu Fachanwendungen, insbesondere die Schnittstelle zu SAP macht einen Einsatz für die Stadt Leipzig sinnvoll. Außerdem verfügt Lecos über das notwendige Wissen und langjährige Erfahrungen beim Betrieb und der Entwicklung dieses Systems. Eigene Anpassungen sind dadurch schnell und wirtschaftlich umsetzbar.

 

b)      Stadtweiter Einsatz des DMS enaio

 

Seit mehreren Jahren wird das DMS enaio im Rechtsamtes und Fachbereichen des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege, des Amtes für Umweltschutz sowie für die Anwendung IT-Auftragsmanagement und als Datenablage für das Ämterframework genutzt. Das Rechtsamt hat zum 01.01.2019 seine Arbeit vollständig auf die E-Akte umgestellt. Parallel dazu wurde die erforderliche Infrastruktur aufgebaut. Für einen stadtweiten Etablierung der E-Akte wurde und wird das DMS weiterentwickelt.

 

Hierfür sind die vorhandenen Lizenzen und die Infrastruktur entsprechend Auslastung (Anzahl der Nutzer) zu erweitern. Die Beschaffung muss im Rahmen des Projektes erfolgen, um damit die lizenzrechtlichen Voraussetzungen für das im Anschluss geplante Ausrollen in die Fachämter zu ermöglichen.

 

Bei der Ablage der aktenrelevanten Dokumente können verschiedene Szenarien ausgeprägt werden. Im enaio erfolgt die Ablage der Dokumente in der E-Akte. Weiterführende Workflows und Fachverfahren können ggf. im enaio abgebildet werden. Die Umsetzung ist im Rahmen des einzelnen Umsetzungsprojektes zu klären.

 

Im ersten Schritt erfolgt die Einführung der E-Akte mittels enaio in den Pilotämtern Standesamt, Volkshochschule, Amt für Umweltschutz, Rechtsamt (siehe Vorlage VI-DS-04814 Digitalisierung der Verwaltung) sowie Stadtkasse. Mit der Digitalisierung des Bauantragsverfahrens werden weitere Ämter angebunden. Im Anschluss erfolgt das systematische Ausrollen der E-Akte in der gesamten Stadtverwaltung. Hierfür ist durch das Projekt BD EVA eine Umsetzungsplanung zu erstellen.

 

Mit der Optimierung/Digitalisierung der Prozesse im Zuge der Einführung der E-Akte werden deutliche quantitative Effekte in der Verwaltung bis 2030 erwartet. Es wird angenommen, dass die Einführung der E-Akte bis 2030 einen konstanten Nutzwert von 3% pro Prozess ab dem Jahr 2025 erzeugt. Insgesamt könnte somit durch den Einsatz von IT-Maßnahmen (z.B. Einsatz mobiler Geräte, Antragsmanagement, DMS, Bezahlkomponenten) ein konstanter Nutzwert von 10% ab dem Jahr 2025 erzeugt werden. Nach einer ersten groben Schätzung liegt innerhalb der Kernverwaltung ohne Berücksichtigung der Investitionskosten somit ein mögliches Gesamteffizienzpotenzial von ca. 205 Mio. Euro im Gesamtzeitraum bis 2030 vor. Im Ergebnis wird deutlich, dass der voraussichtlich erforderliche Stellenaufwuchs bedingt durch die steigende Bevölkerungszahl bis 2030 durch den effizienten Einsatz von IT, hier durch die Einführung der E-Akte, abgeschwächt werden kann. (siehe Vorlage VI-DS-04814 Digitalisierung der Verwaltung).

 

Zudem entfallen zukünftig mit Ablösung von DocuWare jährliche Betreuungskosten in Höhe 92.000 €/Jahr zzgl. der erforderlichen Kosten für den erforderlichen Speicherplatzbedarf.

 


1.4            Darstellung der Wirtschaftlichkeit

 

a)      Beschaffung und Wartung DMS enaio (Software)

 

Um einen stadtweiten Ausbau zu realisieren, besteht ein Gesamtbedarf von 4.500 Lizenzen. Für die Beschaffung der Lizenzen bestehen folgende Optionen:

 

  1. Fortführung bestehende Beschaffung mit Kauf von Einzellizenzen nach angenommenen jährlichen Bedarf mit einem Zielbestand von 4.500 Lizenzen (aktueller Bestand 281 Lizenzen)

 

 

Ab 2025 fallen keine Lizenzkosten an, es erfolgt dann ausschließlich die Bezahlung der Software (SW)-Wartung in Höhe von 323.618 € jährlich.

 

oder

  1. Beschaffung des gesamten Lizenzpaketes (entspricht 4.500 Client-Lizenzen) ab 2019 mit Bezahlung gleichmäßig verteilt über 5 Jahre

 

 

Im Lizenzpaket sind neben dem Standard-Client diverse Zusatzmodule enthalten. Ebenfalls ab 2025 fallen nur noch Software-Wartungskosten in Höhe von 85.000 € jährlich an.

 

Obwohl nicht alle 4.500 Lizenzen sofort benötigt werden, ist die Beschaffung des Lizenzpaketes (Option 2) die wirtschaftlichste, da der Preis für den Kauf von Einzellizenzen (Option 1) von 300 € bei der Beschaffung des gesamten Lizenzpaketes (Option 2) auf 111 € pro Lizenz sinkt. Zudem reduziert sich der Softwarewartungskostensatz von 24% pro Jahr vom Kaufpreis (Option 1) bei der Beschaffung des gesamten Lizenzpaketes (Option 2) auf 18% pro Jahr.

Darüber hinaus ist geplant, vertraglich eine Option zum Zukauf weiterer Lizenzen zu vereinbaren, soweit zukünftig entsprechende Bedarfe entstehen.

 

Der Break-even-Point entsteht bereits in diesem Jahr beim Kauf von zusätzlich 202 Lizenzen. Im Betrachtungszeitraum bis 2025 fallen bei der Beschaffung des Lizenzpakete Aufwände in Höhe von ca. 1.035.000 € an. Das ergibt eine Einsparung gegenüber der Fortführung der Beschaffung von Einzellizenzen (Option 1) von ca. 1.730.205 €.

 

 

Die Lizenzen für das DMS enaio werden durch die Lecos beschafft und für die dauerhafte Nutzung in der Stadt Leipzig bereitgestellt. Somit entsteht im Ergebnishaushalt ein Aufwand von insgesamt 470.000 € zzgl. Wartungskosten.

 

Unter Abwägung der wirtschaftlichen Aspekte erfolgt die Entscheidung für Option 2 für die Beschaffung des gesamten Lizenzpaketes.

 

b)     Betrieb DMS (Hardware)

 

Für den Ausbau des DMS sind sukzessive entsprechend des Rollouts und der Auslastung im Rahmen des Projektes BD EVA zusätzliche IT-Infrastruktur (Server, Speicher) und Betreuung aufzubauen. Dafür entstehen folgende Kosten:

 

 

* Die Aufwände ab 2021 sind bei dem Ausbau auf 4.500 Nutzer/-innen von verschiedenen zurzeit noch nicht bekannten Einflussgrößen abhängig.

 

Die Aufwendungen für die Infrastruktur betragen zurzeit 82.000 € pro Jahr und werden über den BLV (AL180212-01) bezahlt. Die Kosten für den Betrieb des DMS enaio steigen entsprechend des technischen Aufwuchses (entsprechend Auslastung), der an die Anzahl der Anbindung der Nutzer geknüpft ist. Der Infrastrukturplanung erfolgte auf der Grundlage der Annahme von Ausbaustufen auf vorerst 500 Nutzer in 2019, danach auf 1.000 Nutzer in 2020 bis hin zur vollständigen Umsetzung für 4.500 Nutzer in 2024.

 

c)      Aufwand Projekt BD EVA

 

Neben den Lizenz- und Infrastrukturkosten entstehen für die standardisierte Implementation im Rahmen des Projektes BD EVA folgende weitere Projektkosten:

 

 

Das Projekt Basisdienst Elektronische Vorgangsbearbeitung und Aktenführung (BD EVA) - Ausbaustufe 1 endet in 2019. Alle weiteren Kosten zur Umsetzung der E-Akte sind in den Einführungskosten der Fachämter geplant.

 

d)     Einführungskosten Fachämter

 

Im Anschluss an das Projekt erfolgt die Umsetzung in den Fachämtern. Die Einführungskosten setzen sich aus Umsetzungskosten wie Einführungsbegleitung, Anpassung, Anbindung Fachverfahren, Schulung. Zusätzlich entstehen aus der Umsetzung laufende Kosten wie Wartungskosten Schnittstellen und Zentrales Scannen Posteingang.

 

* Diese Aufwände wurden aus den bisherigen Erfahrungswerten ermittelt und entsprechend der Lizenzen bzw. Schnittstellenanbindung gleichverteilt. Hierbei handelt es sich um Annahmen, die nach ersten repräsentativen Umsetzungen in den Fachämtern konkretisiert werden können.

 

** Das Zentrale Scannen des Posteingangs ist Bestandteil der Einführung der Elektronischen Akte. Unter der Rahmenbedingung "Ersetzendes Scannen" beträgt der minimale marktübliche Preis 0,0293 € und der maximale marktübliche Preis 0,0499 € je Blatt. Zurzeit wird von einer jährlichen Posteingangsmenge (intern und extern) von 49.500.000 Blatt ausgegangen. Auf Basis der ermittelten Blattanzahl, des Mittelwertes aus Minimal- und Maximalpreis und unter Annahme einer gleichbleibenden Posteingangsmenge wurde ein Gesamtaufwand von ca. 1,96 Mio. € je Jahr ermittelt und auf die Nutzer der E-Akte umgerechnet. Somit ergibt sich bei Gleichverteilung auf die im enaio angebundenen Nutzer ein Aufwand von ca. 435 € je Jahr je produktivem Nutzer. Dieser Aufwand kann auf Grund fehlender Erfahrungswerte lediglich als Richtgröße angesehen werden. Es ist davon auszugehen, dass sich insbesondere die interne Papierposteingangsmenge mit der Einführung der E-Akte erheblich reduziert, aber nach heutigem Stand die Größenordnung noch nicht einschätzbar ist.

 

e)      Übersicht Gesamtkostenplanung

 

 

Für die Einführung der E-Akte mit zentralem Posteingangsscan in der gesamten Stadtverwaltung entstehen bis 2025 voraussichtlich Gesamtkosten in Höhe von 19.382.200 € incl. der bereits laufenden Hard- und Softwarebetreuungskosten für die bereits in Produktion befindlichen Fachämter.

 

2.               Finanzierung

Die Aufwände für 2019 in Höhe von 769.100 € und für 2020 in Höhe von 1.735.500 € sind in der Planung im Budget 10_111_zw berücksichtigt. Die Aufwände für Schulungskosten im Regelbetrieb werden ab 2021 im Budget des Personalamtes geplant. Die weiteren Aufwände ab 2021 sind im Zuge der Haushaltsplanung über das Budget 10_111_zw zu berücksichtigen.

 

In der Endausbaustufe (Anbindung aller 4.500 Anwender) ab 2025 wird für den Betrieb des DMS enaio einschließlich zentralem Posteingangsscan mit jährlichen Aufwänden in Höhe von 3.537.800 € gerechnet.

 

3.               Folgen bei Nichtbeschluss

Sollte die stadtweite Einführung des Dokumentenmanagementsystem (DMS) enaio nicht beschlossen werden, kann der Rollout für die elektronische Aktenführung in 2019 nicht gestartet werden. Damit fehlt die Grundlage für die Digitalisierung der Verwaltung.

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Ausgehend von den strategischen Zielen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2030 sowie dem Konzept „Moderne Verwaltung für die wachsende Stadt Leipzig“ (VI-DS-05136-DS-01) und „Digitalisierung der Verwaltung“ (VI-DS-04814) ist im Handlungsfeld 3 Organisation und E-Government die Einführung der elektronischen Akte und digitalen Vorgangsbearbeitung festgelegt.

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

x

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

2019

 

2020

 

2021

2021

2019

 

2020

 

2025

2025

769.100

 

1.735.500

 

16.692.600

185.000

101011160002 /

1.100.11.1.6.06

101011160002 / 1.100.11.1.6.06

1.100.11.1.6.06

1.100.11.1.2.02.50

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

X

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

X

nein

 

ja,

 

 

Stammbaum:
VI-DS-06918   Ausführungsbeschluss - Stadtweite Einführung des Dokumentenmanagementsystem (DMS) enaio für die Umsetzung der elektronischen Akte   10 Hauptamt   Beschlussvorlage
VI-DS-06918-DS-01   Das Dokumentenmanagementsystem (DMS) enaio als führendes System für die elektronische Akte der Stadtverwaltung   10 Hauptamt   Beschlussvorlage