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Vorlage - VI-A-06635-VSP-01  

 
 
Betreff: Wassersäcke für die Leipziger Bäume
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat Umwelt, Ordnung, SportBezüglich:
VI-A-06635
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung
11.01.2019    DB OBM - Vorabstimmung      
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
Jugendparlament Vorberatung
21.02.2019 
Jugendparlament zur Kenntnis genommen     
Jugendbeirat Vorberatung
28.02.2019 
Jugendbeirat zur Kenntnis genommen     
FA Umwelt und Ordnung Vorberatung
05.02.2019    FA Umwelt und Ordnung      
05.03.2019    FA Umwelt und Ordnung      
Ratsversammlung Beschlussfassung
13.03.2019 
Ratsversammlung zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung wird mit der Erprobung der Wassersäcke fortfahren.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Prüfung der Verwendung von Baumbewässerungssäcken zur verbesserten Baumbewässerung

 

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Sachverhalt:
 

Die Baumbewässerung wird in Leipzig i. d. R. für Jungbäume im 1. und 2. Standjahr, entsprechend DIN 18916, durchgeführt. Nach diesem Zeitraum besteht aus fachlicher Sicht Gewissheit über den Anwuchserfolg des Baumes. Im Anschluss daran finden i. d. R. keine Gießgänge mehr an den Bäumen statt. Aus gärtnerischer Sicht anzustreben ist es, in Ausnahmesituationen, beispielsweise bei extremer Trockenheit, die Bewässerung auf Bäume mit einer Standzeit von bis zu 10 Jahren auszudehnen. Dann geht man vom funktionsfähigen Zustand der Pflanzungen aus, was bedeutet, dass die Wurzeln den Baum ohne zusätzliche Wässerung versorgen können. Der erforderliche Umfang der Wässerung ist dabei abhängig von der Gehölzart und den örtlichen Standortverhältnissen.

 

Das Extremtrockenereignis 2018 wurde von der Stadtverwaltung und dem Eigenbetrieb Stadtreinigung zum Anlass genommen, bereits erste Tests mit den nun vorgeschlagenen Wassersäcken durchzuführen. Nach Ende dieser Maßnahme blieb jedoch noch Klärungsbedarf, so dass noch keine abschließende Aussage getroffen werden kann.

 

Bevor Bewässerungssäcke künftig in Leipzig großflächig eingesetzt werden, sind z. B. noch folgende Fragen zu klären:

 

        Sind die Wassersäcke tatsächlich wirtschaftlicher als das herkömmliche Verfahren mit Gießfahrzeug (effizienter, effektiver, kostengünstiger)?

        Welche Bewertung ergibt sich in Bezug auf Nachhaltigkeit, Kunststoffeinsatz, Stadtbild, Vandalismus, Diebstahl, Pilze, Nager etc.?

        Besteht Überhitzungsgefahr im Stammfußbereich durch nichtabfließende Warmluft?

        Führt die punktuelle Wässerung zum unerwünschten "Blumentopfeffekt", der die Bäume abhält, sich im gesamten, verfügbaren Wurzelraum auszudehnen?

 

Die Erkenntnisse aus dieser Gießperiode deuten aber darauf hin, dass ein Wassersack im Falle einer fachgerechten Baumpflanzung im optimalen Umfeld keine zusätzlichen Verbesserungen bringt.

 

Sind die Baumscheiben mit Gießring ausgestattet und besteht das Pflanzsubstrat aus einer wasseraufnahmefähigen Regelmischung, ergibt sich aus den bisherigen Erfahrungen kein Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Gießverfahren.

 

Im Falle beengter Verhältnisse und verdichteter Substrate kann ein Wassersack durchaus eine spürbare Erleichterung bei der Pflege der Bäume darstellen. Auch im Bereich von Böschungen und ungebundenen Wegedecken ergeben sich deutliche Vorteile durch die Säcke.

 

Die zusätzliche Bewässerung in der Unterhaltungspflege älterer Bäume ist über Bewässerungssäcke nicht sinnvoll. Aufgrund des vergrößerten Wurzelradius der älteren Bäume ist eine Punktbewässerung mittels Bewässerungssack unmittelbar am Stamm wenig zielführend, da hier die Wurzeln im wesentlichen Haltefunktionen übernommen haben. Die wasseraufnehmenden Faserwurzeln älterer Bäume werden durch eine Bewässerung mittels Bewässerungssäcken nicht mehr erreicht.

 

Darüber hinaus wird sich das Amt für Stadtgrün und Gewässer als Mitglied des Arbeitskreises Stadtbäume bei der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e.V.) zu den Erfahrungen mit anderen Städten auf Bundesebene austauschen.

 

 

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Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

 

nein

 

ja,

 

 

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Stammbaum:
VI-A-06635   Wassersäcke für die Leipziger Bäume   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Antrag
VI-A-06635-A-01   Wassersäcke für die Leipziger Bäume   67 Amt für Stadtgrün und Gewässer   Antrag
VI-A-06635-VSP-01   Wassersäcke für die Leipziger Bäume   67 Amt für Stadtgrün und Gewässer   Verwaltungsstandpunkt