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Vorlage - VI-A-06751  

 
 
Betreff: Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:SPD-Fraktion
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
12.12.2018 
Ratsversammlung (offen)   
FA Kultur 1. Lesung
11.01.2019    FA Kultur      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
15.01.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 1. Lesung
15.01.2019    FA Wirtschaft und Arbeit      
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 2. Lesung
07.05.2019    FA Wirtschaft und Arbeit      
FA Kultur 2. Lesung
10.05.2019    FA Kultur      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
07.05.2019    FA Stadtentwicklung und Bau, Fortsetzung ab ca. 18:00 Uhr nach gemeinsamer Beratung mit Fachausschüsen      
Ratsversammlung Beschlussfassung
15.05.2019 
Ratsversammlung      
22.05.2019    Ratsversammlung (Fortsetzung vom 15.05.2019)      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen, um die Sicherung und Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung zu schaffen und voranzutreiben. Dabei soll zunächst beispielhaft die Musikclubszene behandelt werden und darauf aufbauend auch die weiteren Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft.

  1. Die Stadtverwaltung führt eine Erfassung der derzeit genutzten Standorte und die Entwicklungsperspektiven der Clubszene (Clubkataster) in Leipzig durch. Dies soll möglichst in Zusammenarbeit mit der IHK Leipzig und der IG Livekommbinat Leipzig (Interessengemeinschaft Leipziger Live-Musik-Spielstätten) geschehen.
  2. Die Stadtverwaltung entwickelt und stellt Handlungsempfehlungen und Instrumente  dar, wie die Bedarfe der Kultur- und Kreativwirtschaft im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung in städtebaulichen Planungen unter folgenden Maßgaben und Zielsetzungen berücksichtigt werden können. Dies soll möglichst in Zusammenarbeit mit der IHK Leipzig, der IG Livekommbinat Leipzig und der LTM erarbeitet werden.

 

a)      Sicherung von kreativen Räumen der Musik- und Clubkultur in urbanen Quartieren, sowie Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten und Instrumenten bei Nutzungskonflikten im Bestand, z.B. Einbeziehung in ein Quartiersmanagement.

 

b)     Entwicklung und Etablierung von kreativen Räumen, insbesondere der Musik- und Clubkultur, bei der städtebaulichen Planung neuer Stadtquartiere sowie Sicherung von bereits vorhandenen Musikclubs bzw. anderweitigen Kreativnutzungen.

 

 

c)      Identifizierung potenzieller „Eroberungs- und Erprobungsräume“ für kreative Szenen in altindustriellen und in Umwandlung befindlichen Stadtlagen.

 

d)     Auswertung der Erfahrungen und der Handlungspraxis andere Großstädte, wie z.B. Hamburg, Berlin und Köln, zu Fragen des Lärmschutzes (Lärmschutzbord, Lärmschutzfonds) sowie Kulturraumschutzmaßnahmen (Freiraumkataster).

 

e)      Mobilisierung von Knowhow und Verstetigung des Austauschs mit der Kreativszene durch Aufbau eines Netzwerks, z.B. in Form eines Beirats.

 

f)       Analyse und Darstellung von Förderprogrammen des Freistaates Sachsen, des Bundes und der EU zur Unterstützung dieser Zielsetzungen

  1. Für die Umsetzung dieses Antrags soll auch externe fachliche Beratung genutzt werden. Hierfür sind entsprechende Mittel einzustellen.

 

 

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Sachverhalt:
Leipzig hat eine lebendige Kreativ- und Kulturszene. Aber Leipzig wächst und damit nimmt auch der Nutzungsdruck auf die nur begrenzt verfügbaren Flächen vor allem in urban geprägten Lagen mit Entwicklungspotenzial zu.

Kreativen Szenen droht schleichende Verdrängung. Dies wird aktuell am Beispiel der Musikclubszene deutlich, betrifft aber auch die übrigen Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Leipzig übt eine große Anziehungskraft auf Kulturschaffende und Kreative aus. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist längst ein relevanter Wirtschaftsfaktor für Leipzig, dessen Bedeutung zunimmt. Das gilt auch für die Musikszene.

Aufgabe einer integrierten Stadtentwicklung ist es kreative Räume, z.B. für die Musik- und Clubkultur, nicht nur zu sichern sondern neue Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Untersuchungs- und Handlungsempfehlungen dienen den städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen und den in Arbeit befindlichen Stadtentwicklungskonzepten.
 

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Anlagen:
 

 

Stammbaum:
VI-A-06751   Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Antrag
VI-A-06751-VSP-01   Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!   02.4 Dezernat Kultur   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-06751-VSP-01-ÄA-01   Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag
VI-A-06751-ÄA-02   Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag
VI-A-06751-ÄA-03   Kreativräume und kulturelle Raumbedarfe in die Stadtplanung integrieren!   Geschäftsstelle der Fraktion Freibeuter   Änderungsantrag