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Vorlage - VI-A-06683-VSP-01  

 
 
Betreff: Umstellung des Kurierdienstes der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen auf Lastenräder
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat Allgemeine VerwaltungBezüglich:
VI-A-06683
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Umwelt und Ordnung Vorberatung
05.02.2019    FA Umwelt und Ordnung      
DB OBM - Vorabstimmung
11.01.2019    DB OBM - Vorabstimmung      
FA Allgemeine Verwaltung Vorberatung
05.02.2019    FA Allgemeine Verwaltung      
19.02.2019    FA Allgemeine Verwaltung      
Ratsversammlung Beschlussfassung
13.02.2019 
Ratsversammlung vertagt   
13.03.2019 
Ratsversammlung zur Kenntnis genommen   
Ratsversammlung 2. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen

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Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Kurierleistungen der Stadt Leipzig werden 2019 in zwei Losen ausgeschrieben.

 

  1. Los: Die Absicherung der Kurierleistung im innenstadtnahen Bereich erfolgt mit  Lastenfahrrädern.

 

  1. Los: Der Einsatz von E-Fahrzeugen erfolgt auf den Touren außerhalb des innenstadtnahen Bereiches.   

 

 

  1. Der Sachstand zum Einsatz von Lastenfahrrädern in den städtischen Beteiligungsunternehmen wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 

 

 

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Begründung/Sachstandsbericht:

 

Zu 1. Sachstand Kurierleistungen der Stadt Leipzig

 

Ein Umstieg auf Lastenfahrräder ist grundsätzlich sinnvoll, da wo es logistisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Bei einer täglichen Bewegung von ca. 1.184 kg bzw. ca. 14.800 Stück an Schriftgut, aktenrelevanten Dokumenten, Akten, Archivgut, Frachtpost, Büromaterial, Plakate, Flyer, Druckaufträge und anderen Materialien wird der komplette Transport mit Lastenfahrrädern jedoch kritisch.

 

Der Kurierdienst der Stadt Leipzig versorgt täglich alle Dienststellen (auch Schulen und Kita’s) der Stadtverwaltung sowie Gerichte, Staatsanwaltschaft, Behörden und weitere Einrichtungen (ca. 140 Objekte/dv. 6 Objekte mehrmals täglich). Der Einsatz erfolgt auf 4 Touren mit ca. 320 km Wegstrecke. Die weiteste Tour führt bis zum Landratsamt Leipziger Land nach Borna. Im innenstadtnahen Bereich von Leipzig liegen ca. 12 % der anzufahrenden Stellen. Eine komplette Umstellung der Touren auf Lastenfahrrädern führt zu einem deutlichen finanziellen und materiellen Mehraufwand in der Verwaltung. Für eine komplette Umstellung müssten mindestens 40 Lastenfahrräder im Einsatz sein. Daher ist ein kompletter Umstieg auf Lastenfahrräder nicht sinnvoll und wirtschaftlich. Die Stadt Leipzig wird 2019 die Kurierleistungen in 2 Losen ausschreiben.

  1. Die Absicherung der Kurierleistung im innenstadtnahen Bereich erfolgt mit einem Lastenfahrrad. 17 Objekte der Verwaltung und weiteren Behörden werden mit Lastenfahrrad erreicht. Im Hin- und Herservice sind täglich Lasten bis ca. 95 kg zu befördern. Mit der Umstellung auf Lastenfahrräder soll u.a. die Wetterfähigkeit und der Lastentransport getestet werden.
  2. Kurierleistungen außerhalb des innenstadtnahen Bereiches erfolgen zukünftig  mit E-Fahrzeugen. Es erfolgt nur der Zuschlag an einen Bieter, der die eMobilität sukzessiv einführt. Der Dokumentenaustausch wird für Ämter und Gerichte weiterhin taggleich und zeitnah in papierener und digitaler Form gesichert.

 

Zu 2. Sachstand Kurierleistungen der städtischen Beteiligungsunternehmen

 

In Zusammenarbeit mit den städtischen Beteiligungsunternehmen wurde der Sachstand erhoben, dass die städtischen Unternehmen bereits Fahrradkuriere, sofern relevant und wirtschaftlich sinnvoll, einsetzen. Ein großer Teil der Unternehmen arbeitet bereits heute mit Fahrradkurieren zusammen, die auch Lastenfahrräder einsetzen. Zum Teil werden eigene Lastenfahrräder eingesetzt.

 

Für einen weiteren großen Teil der Unternehmen sind Kurierfahrten nur selten bis gar nicht notwendig. Es werden – sofern benötigt – bereits Fahrradkuriere beauftragt. Für zukünftige Beauftragungen wurde Bereitschaft signalisiert, dass diese Fahrradkuriere beauftragen, die bei entsprechendem Versandbedarf Lastenfahrräder einsetzen. Für einen weiteren Teil der Unternehmen ist der Einsatz von Fahrradkurieren prinzipiell nicht relevant, da sie keine Kurierfahrten nachfragen oder die nachgefragten Kurierfahrten überregional und somit nicht über Fahrradkuriere darstellbar sind.

 

In einigen Fällen berichten Unternehmen, dass zusätzlich zum bedarfsgerechten Einsatz von Fahrradkurieren die regelmäßige Postzustellung (z.B. an Außenstellen) durch externe Dienstleister oder im Rahmen von betrieblich ohnehin notwendigen Fahrten erfolgt. Die Übermittlung erfolgt hierbei teilweise nachts mit Kraftfahrzeugen, so dass das Straßennetz im täglichen Berufsverkehr nicht belastet wird. Andere Unternehmen setzen hierfür E-Fahrzeuge ein. Ein hierfür alternativer Transport mittels Fahrradkurier wurde logistisch und wirtschaftlich geprüft und stellte sich unisono als nicht sinnvoll heraus. In weiteren Fällen sind Unternehmen in den Kurierdienst der Stadt Leipzig einbezogen.

 

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Stammbaum:
VI-A-06683   Umstellung des Kurierdienstes der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen auf Lastenräder   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VI-A-06683-VSP-01   Umstellung des Kurierdienstes der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen auf Lastenräder   10 Hauptamt   Verwaltungsstandpunkt