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Vorlage - VI-DS-06630  

 
 
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 für den städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe Leipzig
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Finanzen
Ziele:4. Hinweis: Finanzielle Auswirkungen
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
FA Finanzen 1. Lesung
07.01.2019    FA Finanzen      
FA Finanzen 2. Lesung
BA Jugend, Soziales, Gesundheit Vorberatung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

1.      Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 wird gemäß Anlage zu Beschlusspunkt 1. festgestellt.

 

2.      Der Jahresüberschuss in Höhe von 80.230,43 Euro wird in Höhe von 51.581,03 Euro zur vollständigen Tilgung des vorgetragenene Verlustes verwendet und in Höhe von 28.649,40 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

3.      Der Betriebsleitung wird für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 Entlastung erteilt.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Gemäß Sächsischer Eigenbetriebsverordnung stellt der Stadtrat den Jahresabschluss fest und beschließt dabei über die Verwendung des Jahresgewinnes oder die Behandlung des Jahresverlustes des Eigenbetriebes und über die Entlastung der Betriebsleitung.

 

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Sachverhalt:

 

Entsprechend § 34 Absatz 1 der Sächsischen Eigenbetriebsverordnung (SächsEigBVO) in der Fassung vom 16.12.2013 stellt der Stadtrat den Jahresabschluss fest und beschließt dabei über die Verwendung des Jahresgewinnes oder die Behandlung des Jahresverlustes des Eigenbetriebes und über die Entlastung der Betriebsleitung. Grundlage für die Feststellung des Jahresabschlusses bilden die Prüfungsergebnisse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Bericht der örtlichen Prüfung.

 

Der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe hat den Status eines Eigenbetriebes seit dem Jahr 1999.

 

Gegenstand des Eigenbetriebes

 

(1)   Zweck des Eigenbetriebs ist die Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und/oder sozialen Benachteiligungen. Aufgabe des Eigenbetriebes ist dabei insbesondere die Bereitstellung von:

 

1.      Angeboten an stationären, teilstationären und ambulanten Betreuungsangeboten für

behinderte und psychisch erkrankte Menschen und deren Angehörige,

2.      Angeboten im Rahmen der Integration/Inklusion von Behinderten und Nichtbehinderten,

3.      präventiven Angeboten zur Vermeidung von Erkrankungen/Behinderungen bzw.  

Reduzierung deren Folgen,

4.      Leistungen zur Eingliederung von behinderten sowie sozial benachteiligten Menschen

in die Gesellschaft.

 

 Aufgabe des Eigenbetriebs ist auch die Unterstützung der Stadt Leipzig bei der Erfüllung

 anderer sozialer Zwecke.

 

(2)   Zur Leistungserbringung verfügt der Eigenbetrieb insbesondere über:

 

1.      Einrichtungen bzw. Wohnheime für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche mit

-     geistigen und/oder (Schwer-)Mehrfachbehinderungen und/oder chronisch

    psychischen Erkrankungen

-          geistigen und/oder Sehbehinderungen bzw. Blindheit sowie Mehrfach- und

Sprachbehinderungen,

2.      eine Kontakt- und Beratungsstelle,

3.      Kindertagesstätten bzw. heilpädagogische Kindertagesstätten sowie Einrichtungen zur

heilpädagogischer Ganztagsbetreuung, eine Interdisziplinäre Frühförder- und

Frühberatungsstelle einschließlich logopädischer Praxis sowie

4.      einen ambulanten Pflegedienst gemäß SGB V zur behandlungspflegerischen

Versorgung von Betreuten gemäß Absatz 1.

 

 

Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

 

Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

 

Wir haben uns von der Ordnungsmäßigkeit des Buchführungsverfahrens insgesamt und dessen praktischer Handhabung überzeugt. Die Belege sind ordnungsmäßig und zeitnah erfasst, ausreichend erläutert und übersichtlich abgelegt. Buchführung und Belegwesen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sind beachtet. Vermögens- und Schuldposten sind ordnungsgemäß nachgewiesen.

 

Auch die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bei Einsatz von Informationstechnologie sind nach unseren Prüfungsfeststellungen beachtet. Verständliche Verfahrensdokumentationen liegen grundsätzlich vor. Datenverarbeitungsanlagen und Anwendungsprogramme arbeiten nach unseren Feststellungen zuverlässig.*

 

Jahresabschluss

 

Der Jahresabschluss schließt an den Vorjahresabschluss an. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde von uns geprüft und am 13. Mai 2016 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen, der unter der aufschiebenden Bedingung stand, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 in der Fassung festgestellt wird, welche dem Jahresabschluss 2015 zu Grunde gelegt worden ist. Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 ist in der Ratsversammlung am 14. Dezember 2016 erfolgt.

 

Der Vorjahresabschluss wurde noch nicht festgestellt. Die ortsübliche Bekanntgabe konnte folglich auch noch nicht erfolgen.

 

Der Jahresabschluss des Städtischen Eigenbetriebs Behindertenhilfe wurde entsprechend

§ 31 Abs. 1 SächsEigBVO zutreffend unter sinngemäßer Anwendung der §§ 242 bis 287 und 289 HGB sowie unter Beachtung der Vorschriften der Sächsischen Gemeindeordnung (SächsGemO) sowie der Kommunalprüfungsverordnung (KomPrüfVO) und der Jahresabschlussverfügung der Stadt Leipzig aufgestellt.

 

Die Bilanz zum 31. Dezember 2016 wurde gemäß § 26 Abs. 1 S. 1 SächsEigBVO entsprechend der §§ 266 bis 274 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 28 Abs. 1 S. 1 SächsEigBVO entsprechend der §§ 275, 277 und 278 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

 

Der Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgten nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

 

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 29 SächsEigBVO. Er enthält alle erforderlichen Angaben, Darstellungen, Aufgliederungen, Erläuterungen und Begründungen hinsichtlich des Ausweises, der Bilanzierung und der Bewertung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die notwendigen sonstigen Angaben. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen laut Anhang und dem Ergebnis unserer Prüfung nicht vor.*

 

Lagebericht

 

Der Lagebericht der Betriebsleitung des Eigenbetriebs enthält nach unseren Feststellungen die nach § 30 SächsEigBVO in Verbindung mit § 289 HGB erforderlichen Angaben.

 

Er entspricht dem Gesetz und der Satzung, ist inhaltlich plausibel (vgl. Stellungnahme zur Lagebeurteilung) und steht mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang. Der Lagebericht vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Eigenbetriebs. Auch die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind nach unseren Prüfungsfeststellungen im Lagebericht zutreffend dargestellt.*

 

 

Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

 

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung vermittelt der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs.*

 

 

* Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG über die Prüfung

   des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 und des Lageberichtes für das Wirtschaftsjahr 2016,

   Seite 12-14

 

 

 Feststellungen zur Prüfung gemäß § 53 HGrG

 

Bei unserer Prüfung haben wir auftragsgemäß die Vorschriften des § 53 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 HGrG und den IDW-Prüfungsstandard 720 „Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG“ beachtet.

 

Dementsprechend haben wir auch geprüft, ob die Geschäfte ordnungsgemäß, d. h. mit der erforderlichen Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften, den Bestimmungen der Eigenbetriebssatzung und der Geschäftsordnung für die Betriebsleitung geführt worden sind.

 

Unsere Prüfung hat keine Besonderheiten ergeben, die nach unserer Auffassung Anlass zu Zweifeln an der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung geben könnten.**

 

 

  ** Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG über die

     Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 und des Lageberichtes für das Wirtschaftsjahr

     2016, Seite 26

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Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

2016

2016

1.961.996,72

1.100.11.1.02.25

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,

 

 

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Abweichend vom Gewinnverwendungsvorschlag der Betriebsleitung soll unter Berücksichtigung der Empfehlung des Rechnungsprüfungsamtes im Bericht über die örtliche Prüfung des Wirtschaftsjahres 2016 die Verwendung des Jahresgewinnes 2016 zunächst zur vollständigen Tilgung des vorgetragenen Verlustes beschlossen werden.

 

Die Betriebsleitung soll aufgrund der Bestätigung deren Ordnungsmäßigkeit für das Geschäftsjahr 2016 entlastet werden.

 

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Anlagen:

1.       Bilanz für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 

2.       Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016

3.       Anhang für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016

4.       Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016

5.       Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers  

6.       Bericht der örtlichen Prüfung zum Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 01.01. bis 31.12.2016 incl. Stellungnahme des Dezernates Finanzen zum Entwurf des

      Prüfungsberichtes (nichtöffentlich)

7.       Vollständiger Prüfungsbericht zum Jahresabschluss zum 31.12.2016 und zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 (nichtöffentlich)

(Der vollständige Prüfungsbericht ist im elektronischen Ratsinformationssystem

eingestellt, gedruckte Exemplare werden den Stadträten auf Anforderung zur

Verfügung gestellt.)


 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage zu Beschlusspunkt 1 (239 KB)    
Anlage 2 2 Bilanz für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 (269 KB)    
Anlage 3 3 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 (254 KB)    
Anlage 4 4 Anhang für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 (4248 KB)    
Anlage 5 5 Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 (6443 KB)    
Anlage 6 6 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (831 KB)