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Vorlage - VI-DS-02210-DS-02  

 
 
Betreff: 1. Änderung zum Baubeschluss "Schulstandort Opferweg 1-3, Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle aufgrund von Mehrkosten i.V.m. einer überplanmäßigen Auszahlung nach § 79 (1) SächsGemO
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
2. Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Bezüglich:
VI-DS-02210
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Beschlussfassung
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule Information zur Kenntnis
16.08.2018    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
FA Finanzen Information zur Kenntnis
20.08.2018    FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau Information zur Kenntnis
28.08.2018    FA Stadtentwicklung und Bau      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Beschluss des Oberbürgermeisters vom 31.07.2018:

 

1.           Die 1. Änderung zum Baubeschluss „Schulstandort Opferweg, Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle VI-DS-02210 in Verbindung mit Bestätigung einer überplanmäßigen Auszahlung gem. § 79 (1) SächsGemO wird auf Grundlage der Vorlage DS-04958-NF-02 bestätigt.

 

2.           Die Gesamtkosten der Maßnahme im PSP-Element „Reaktivierung Opferweg“ (7.0001078.700) erhöhen sich von 9.270.000um 1.200.000 € auf 10.470.000  €. Der städtische Anteil an der Kostenerhöhung beträgt 918.600 €.

 

3.           Der Mehrbedarf wird aus Fördermittelumverteilung innerhalb der VwV Investkraft – Budget Sachsen – in 2018 i.H.v. 281.400 € und städtischen Eigenmitteln in 2018 i.H.v. 918.600 € gedeckt.

 

Gemäß aktuellem bestätigten Investitionsplan VwV Investkraft, Budget Sachsen, wurden für die Maßnahme 9.665.000 € als Gesamtbetrag und 6.886.300 € als Gesamtfördermittel angemeldet.

In der nächsten Anmeldung werden die aktuellen Gesamtkosten angemeldet, eine Erhöhung des Fördermittelanteils ist nicht mehr möglich.

 

4.           Die überplanmäßige Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO für das Haushaltsjahr 2018 i.H.v. 918.600 € im PSP-Element „Reaktivierung Opferweg“ (7.0001078.700)  werden  bestätigt. Die Deckung erfolgt  aus dem PSP-Element „Neubau FW-Gerätehaus FF Nordost“ (7.0001695.700).

 

5.           Die zur Deckung in 2018 bereit gestellten Mittel werden dem Amt 37 im Haushaltsjahr 2019  auf dem PSP-Element „Neubau FW-Gerätehaus FF Nordost“ (7.0001695.700) wieder zugeführt. 

 

6.           Bis zur Vorlage des Änderungsbescheides für die Fördermittelerhöhung werden temporär in 2018 unterjährig überplanmäßige Auszahlungen nach §79 (1) SächsGemO aus der formalen Kostenstelle 1098750000 „Unterj. Finanzierung formale Deckung FH Schulhausbau“ i.H. der zusätzlichen Fördermittel von 281.400 € im Sinne einer Vorfinanzierung auf dem PSP-Element „Reaktivierung Opferweg“ (7.0001078.700) bereitgestellt. Im Gegenzug werden dann die Fördermittel in Höhe des in Anspruch genommenen vorfinanzierten Teils über die Kostenstelle entsprechend gesperrt.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

X

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

2018

281.400

7.0001078.705

 

Auszahlungen

 

2018

1.200.000

7.0001078.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

X

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

X

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

X

nein

 

ja,

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Sachverhalt:
Objektbeschreibung

Reaktivierung des Schulstandortes Opferwegs durch Modernisierung des denkmal-geschützten Schulgebäudes (Baujahr 1894), Abbruch der vorhandenen nicht mehr für schulische Nutzung geeigneten Gebäudeteile (Schulgebäude, Lehrerwohnhaus, Baracke), Neubau eines 3-geschossigen Erweiterungsanbaus und Neubau einer Einfeldsporthalle für Schul- und Vereinssport.

 

Ausbaustand

Die umfassenden archäologischen Ausgrabungsarbeiten, der Abbruch der Bestandsgebäude und die Abbrucharbeiten im Altbau sind abgeschlossen. Die Rohbau- und Zimmermannsarbeiten im Altbau sind zu 90% abgeschlossen und die Ausbaugewerke haben im Altbau begonnen. Die aufwendigen Fassadensanierungsarbeiten sind zu 50% abgeschlossen. Die Hälfte des Daches ist neu eingedeckt. Der Rohbau des Erweiterungsbaues und der Sporthalle ist insgesamt zu 50% errichtet. Der Bodenaustausch ist aufgrund der archäologischen Ausgrabung und mit Hinblick auf die beengten Platzverhältnisse zum Großteil abgeschlossen.

 

Fördermittel

Im Protokoll zur Beratung der SAB zum Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ vom 30.05.2018 wird der Zugang der Bewilligung bis Ende Juni 2018 in Aussicht gestellt.

 

Begründung Mehrbedarf

Für die großflächigen archäologische Ausgrabungsarbeiten (ca. 2.000 m² Fläche über eine Zeit von 5 Monaten) mussten Leistungen zur Baufeldfreimachung und Bodenaustausch vorgezogen und aus den Hauptlosen Rohbauarbeiten Erweiterung und Freianlagenbau herausgelöst werden. Infolge erzielten diese kleinen Lose aufgrund der Auflagen der Archäologen (lagenweise Lösen des Bodens) und der Kleinteiligkeit der Leistungen höhere Ausschreibungsergebnisse als zum Zeitpunkt der Kostenberechnung angenommen.

Die Kosten für Abbruchleistungen und die Entkernung des Bestandes stellten sich deutlich höher dar, als in der KB angesetzt (Differenz zu Kostenberechnung ca. 164 T€). Ursächlich sind neben stark erhöhten Entsorgungskosten umfangreiche Arbeiten im Bereich der Bestandsdecken.

Insgesamt liegt der Zeitpunkt der Kostenberechnung 2 bis 3 Jahre vor dem Zeitpunkt der Ausschreibung der einzelnen Lose. Bei der Ermittlung der Mehrkosten wurden für die noch auszuschreibenden Lose die aktuell üblichen Marktpreise angesetzt und in der Prognose eingeschätzt (Einschätzung ca. 65 T€). Diese Annahme wurde bei bereits vergebenen Losen bestätigt. Das mit den aktuellen Marktpreisen verpreiste Leistungsverzeichnis Los Rohbau Erweiterung des Planers lag bereits 26 % (ca. 285 T€) über der Kostenberechnung. Diese Einschätzung wurde mit dem Angebot des Bestbieters bestätigt (Abweichung zum Kostenanschlag ca. 50 T€). Eine ähnliche Anpassung an den aktuellen Markt musst für das Los Außenanlagen getroffen werden (Abweichung Kostenanschlag zu Kostenberechnung ca. 73 T€).

 

Aufgrund der allgemein hohen Auslastung der Firmen im Baugewerbe werden derzeit sehr hohe Ausschreibungsergebnisse erzielt, die sich auch bei Wiederholung von Ausschreibungen erneut einstellen.

Dies traf unter anderem für das Los Rohbau Bestand zu. Der Bestbieter lag 52 % (ca. 130 T€) über der Kostenberechnung und 30 % über dem verpreisten LV des Planers. Weiterhin wurden im Verlauf der Ausführung durch weitere Bauteilöffnungen Schäden in der Bauwerkskonstruktion sichtbar, die zusätzlich saniert werden mussten. Neben neuen Türstürzen und allgemeinen Ergänzungen im Mauerwek, mussten zum Teil Wandbereiche ausgetauscht und statische Notsicherungen vorgenommen werden. Die dadurch entstanden Mehrkosten belaufen sich voraussichtlich auf 100 T€.

 

Im Zuge der weiteren Planung trat die die neue EnEV16 in Kraft. Um die Höheren Anforderungen erfüllen zu können, muss die geplante Wärmeerzeugeranlage durch ein Mini-BHKW unterstützt werden. Die Mehrkosten gegenüber der Kostenberechnung belaufen sich auf ca. 95T€.

 

Sofern keine Entscheidung bzw. Bestätigung des Mehrbedarfs erfolgt, ist eine Fertigstellung des Bauvorhabens gefährdet. Die zusätzlichen Mittel werden zur Beauftragung notwendiger Leistungen und Firmen sowie zur Abdeckung von Beschleunigungsmaßnahmen im Haushaltsjahr 2018/19 benötigt.

Zusätzlich wird ein Änderungsantrag an die FöMi-Bewilligungsstelle erarbeitet.
 

Stammbaum:
VI-DS-02210   Baubeschluss Schulstandort Opferweg Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle Opferweg 1-3, 04159 Leipzig-Wahren   65 Amt für Gebäudemanagement   Beschlussvorlage
VI-DS-02210-DS-01   Baubeschluss Schulstandort Opferweg Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle Opferweg 1-3, 04159 Leipzig-Wahren   65 Amt für Gebäudemanagement   Beschlussvorlage
VI-DS-02210-DS-02   1. Änderung zum Baubeschluss "Schulstandort Opferweg 1-3, Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle aufgrund von Mehrkosten i.V.m. einer überplanmäßigen Auszahlung nach § 79 (1) SächsGemO   65 Amt für Gebäudemanagement   Beschlussvorlage
VI-DS-02210-DS-03   2. Änderung zum Baubeschluss: Schulstandort Opferweg, Modernisierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau und Sporthalle Opferweg 1-3   65 Amt für Gebäudemanagement   Beschlussvorlage