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Vorlage - VI-DS-06056  

 
 
Betreff: Koordination der Berufs- und Studienorientierung und "SCHAU REIN!" 2019/2020
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Wirtschaft und Arbeit
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 1. Lesung
14.08.2018    FA Wirtschaft und Arbeit      
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 1. Lesung
30.08.2018    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung
03.09.2018 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen   
Ratsversammlung Beschlussfassung
19.09.2018 
Ratsversammlung vertagt     
27.09.2018 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 19.09.2018 ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, entsprechend der SMK-ESF-Richtlinie 2014 - 2020 (Förderbaustein vom 25.05.2018) den Antrag auf Förderung von Maßnahmen zur Koordination der Akteure und Angebote der Berufsorientierung ab dem 01.01.2019 bis zum 31.12.2020 zu stellen.
  2. Die Ratsversammlung beschließt die Kofinanzierung der Koordinierungsstelle für Berufs- und Studienorientierung in den Jahr 2019 und 2020 in Höhe von 30 % (max. 71.230,10 € im Jahr 2019 und max. 76.106,78 € im Jahr 2020 zuzüglich des Anteils für die jeweilige Erhöhung des Anteils von Personalkosten auf Grund von Tarifverhandlungen). Diese Aufwendungen stehen unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung und Genehmigung der jeweiligen Haushaltssatzungen.
  3. Für die Stelle Leiter/-in der Koordinierungsstelle und die Stelle Mitarbeiter/-in Schwerpunkt Schule wird die Förderung für jeweils 35 Wochenarbeitsstunden beantragt, um den Aufgabenbereich zu erweitern.
  4. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich für die Jahre 2019/2020 an „SCHAU REIN! Die Woche der offenen Unternehmen“ zu beteiligen. Dazu wird das Referat für Beschäftigungspolitik vorbehaltlich des Ratsbeschlusses für 2019 einen Vertrag mit dem Freistaat Sachsen schließen und für das Jahr 2020 einen Antrag über die Förderrichtlinie zur Beruflichen Orientierung stellen.
  5. Die Erträge und Aufwendungen in Höhe von jährlich 10.000 € für die Durchführung von „SCHAU REIN! Die Woche der offenen Unternehmen“ sind im Budget des Referats für Beschäftigungspolitik in den Jahren 2019 und 2020 geplant und stehen unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung und Genehmigung der jeweiligen Haushaltssatzungen.

 

Zusammenfassung:

Das Referat für Beschäftigungspolitik beabsichtigt mit dieser Vorlage entsprechend der SMK-ESF Richtlinie den Antrag auf „Förderung von Maßnahmen zur Koordination der Akteure und Angebote der Berufsorientierung“ für die Jahre 2019/2020 zu stellen sowie die Umsetzung der sachsenweiten Berufsorientierungsinitiative „SCHAU REIN! Die „Woche der offenen Unternehmen“ in Leipzig in den Jahren 2019/2020 fortzuführen.

 

 

Abwägungsprozess:

Mitzeichnungsverfahren wurde ohne Konflikte durchgeführt.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

1.Ausgangslage

Die Stadt Leipzig muss sich auch zukünftig den Herausforderungen im Zuge des wachsenden Fachkräftebedarfs stellen. Regionale Unternehmen suchen händeringend Fach- und Nachwuchskräfte und erwarten eine weiterhin steigende Arbeitskräfte-Nachfrage in den kommenden Jahren. In fast jedem dritten Ausbildungsbetrieb bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, viele Kleinunternehmen erhalten keine Bewerbungen mehr. Beispielsweise fehlten laut Bundesagentur für Arbeit in Sachsen zum Stand Mai 2018 ca. 1.700 Bewerber, um alle freien Ausbildungsplätze überhaupt „zahlenmäßig“ besetzten zu können. Hohe Abbruchquoten in der Berufsausbildung und im Studium verstärken die Fachkräftebedarfe.

Gleichzeitig haben viele jungen Menschen große Probleme einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Passung zwischen Angebot und Nachfrage bleibt eine große Herausforderung. Im Dezember 2017 hatten von ca. 1.200 arbeitslosen Jugendlichen (bis 25 Jahre) ca. 1.100 keine abgeschlossene Berufsausbildung. Dazu kommt, dass Leipzig mit den meisten Schulabsolventen ohne Abschluss (ca. 11%) den „traurigen“ Rekord in Sachsen hält.

Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, bedarf es der langfristigen Absicherung einer systematischen, frühzeitigen und vor allem praxisnahen Berufs- und Studienorientierung.

Die Stadt Leipzig bekennt sich deshalb ausdrücklich zur Koordination der Berufs- und Studienorientierung in Leipzig sowie zur Unterstützung und Umsetzung von Projekten zur beruflichen Orientierung. Ziel ist es, bestmögliche Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg und -verbleib der Leipziger Schülerinnen und Schüler zu schaffen sowie langfristig zu sichern und somit gleichzeitig die Fachkräftesicherung für regionale Unternehmen zu unterstützen.

2.Koordinierungsstelle Berufs- und Studienorientierung

2.1Arbeitsschwerpunkte und Ergebnisse

Im Frühjahr 2013 wurde im Referat für Beschäftigungspolitik die Koordinierungsstelle Berufs- und Studienorientierung eingerichtet. Im Fokus der Arbeit stehen insbesondere:

  • die Stärkung der Zusammenarbeit von Leipziger Ober- und Förderschulen mit der regionalen Wirtschaft,
  • die Sicherung der Kommunikation und Festigung der Verbindlichkeiten in der Kooperation der lokalen Akteure sowie
  • die Initiierung, Abstimmung und Koordination von Maßnahmen zur beruflichen Orientierung.

Im Ergebnis der bisherigen Arbeit wurden in Kooperation mit den regionalen Partnern nachhaltige Strukturen für eine systematische und aufeinander abgestimmte Berufsorientierung aufgebaut sowie Angebote zur Stärkung einer engen Zusammenarbeit zwischen Leipziger Ober-/ Förderschulen und regionalen Unternehmen etabliert:

  • Leipziger Koordinierungskreis Berufs- und Studienorientierung: entscheidendes Gremium für die strategische und systematische Ausrichtung der Berufsorientierung in Leipzig sowie Koordination der regionalen Maßnahmen zur Berufsorientierung
  • Jährliche individuelle Schulgespräche an den Leipziger Ober- und Förderschulen mit dem Ziel, den aktuellen Stand der Berufsorientierungsarbeit an der jeweiligen Schule und die konkreten Unterstützungsbedarfe zu erheben, gemeinsam auszuwerten und konkrete Maßnahmen abzustimmen.
  • Veranstaltungsreihe „SCHULE und UNTERNEHMEN werden PARTNER“: Auf den jährlichen Stadtteilveranstaltungen im September werden, wie bei einem echten Speed-Dating, Leipziger Lehrkräfte und regionale Unternehmen zusammengebracht. Gemeinsam vereinbaren sie konkrete Aktivitäten für eine praxisnahe Berufsorientierung für das jeweils aktuelle Schuljahr.
  • Unternehmensdatenbank „Partner Unternehmen Leipzig“: Online-Datenbank mit vielfältigen Angeboten zur Berufsorientierung von regionalen Unternehmen; kontinuierliche Nutzung von Schulen zur Kontaktaufnahme zu Praxispartnern, um Berufsorientierung authentisch zu gestalten (derzeit über 90 Unternehmen mit verschiedensten Angeboten, Ausbau der Datenbank erfolgt kontinuierlich, siehe: www.leipzig.de/berufsorientierung)
  • Im Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Leipzig engagieren sich Lehrkräfte und Unternehmen für den erfolgreichen Einstieg junger Menschen ins Berufsleben, z. B. Angebot von Schnupperpraktika in den Ferien, siehe www.leipzig.de/berufsorientierung sowie Koordination und Organisation von Veranstaltungen.
  • Veranstaltungsreihe „Unternehmenseinblicke Leipzig“: Quartalsweise begeben sich Lehrkräfte und Unternehmen gemeinsam auf den Weg, Leipziger Arbeitswelten zu erkunden und regionale Unternehmen kennen zu lernen.
  • Unternehmensnachmittage an Förderschulen: Hauptaugenmerk der sehr individuell ausgerichteten Unternehmensnachmittage liegt auf dem persönlichen Kennenlernen von Unternehmen und Lernförderschulen und dem gemeinsamen Ausloten passgenauer Angebote zur beruflichen Orientierung mit Blick auf die besonderen Herausforderungen, Bedürfnisse und Stärken der dort lernenden Schüler/-innen.
  • BO-Dialog“: Jährlich organisieren die Leipziger Partner gemeinsam mit den Landkreisen eine zentrale Berufsorientierungs-Veranstaltung für Lehrkräfte der Region Leipzig. Unternehmen stellen Praxisangebote mit Lehrplanbezug vor, so dass Praxiseinblicke im Unterricht vermittelt werden können. Schwerpunkt des BO-Dialogs 2018: „Berufe im Wandel“
  • Veranstaltung „Berufsschule AKTIV erleben“ findet erstmalig am 08.12.18 im BSZ 7 statt und soll künftig jährlich in Leipziger Berufsschulzentren durchgeführt werden, um die Attraktivität der dualen Ausbildung und Leistungsfähigkeit von Berufsschulzentren aufzuzeigen.
  • Individuelle Kontaktherstellung zwischen Schulen und Betrieben: Je nach Bedarf z. B. Teilnahme an Berufsorientierungsmessen an Schulen, Durchführung von Unternehmensbesichtigungen, Bereitstellung von Praktikumsplätzen, Betreuung von Facharbeiten, Fachvortrag im Unterricht, Patenschaft und vieles mehr.
  • kontinuierliche Erfassung aller Veranstaltungen und Termine zur Berufs- und Studienorientierung in Leipzig und Kommunikation an Schüler/-innen, Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen, z. B.:
    • jährlicher Schuljahreskalender Berufs- und Studienorientierung
    • monatliche Terminübersichten Berufs- und Studienorientierung
    • online Veranstaltungskalender Berufs- und Studienorientierung
    • Elternwegweiser etc.

Diese Angebote orientieren sich am Schuljahresplan der Leipziger Schulen und sind zielführend aufeinander abgestimmt, wie anhand der nachfolgenden Abbildung aufgezeigt wird:

 

Abb.: aufeinander abgestimmte Aktivitäten im Schuljahresverlauf 2017/18

 

2.2Erweiterung der Zielgruppe und inhaltliche Schwerpunkte ab 01.01.2019

 

Mit Ratsbeschlusses A 0153/17/18 „Verstetigung der Berufs- und Studienorientierung“ vom 01.02.2017 bekennt sich die Stadt Leipzig zur dauerhaften Koordination der Berufs- und Studienorientierung in Leipzig.

Entsprechend der SMK-ESF-Richtlinie 2014 - 2020 (Förderbaustein vom 25.05.18)[1] können von den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten auch in den Jahren 2019/20 finanzielle Mittel für „Maßnahmen zur Koordination der Akteure und Angebote der Berufsorientierung sowie zum Aufbau, zur Entwicklung und zur Stärkung von Netzwerken der Berufsorientierung“ beantragt werden[2]. Ab 01.01.2019 bis 31.12.2020 fördert der Freistaat dafür bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben (Personal- und Sachkosten). Bei Zuwendung der finanziellen Mittel durch den Freistaat, verpflichtet sich die Stadt Leipzig zur Erbringung eines Eigenanteils in Höhe von 30 Prozent.

Das Referat für Beschäftigungspolitik beabsichtigt die Beantragung der finanziellen Mittel sowie die Fortführung der erfolgreich etablierten Angebote für die Leipziger Ober- und Förderschulen sowie regionalen Unternehmen. Zusätzlich wird ein großer Handlungsbedarf darin gesehen, das Arbeitsgebiet der Koordinierungsstelle durch die Einbeziehung der Leipziger Gymnasien zu erweitern.

An Gymnasien spielt Berufsorientierung bislang eine meist untergeordnete Rolle. Dabei besteht ein hoher Bedarf, die Zusammenarbeit von Gymnasien mit der regionalen Wirtschaft zu stärken. Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben eine noch größere Vielfalt an „Berufswahl-Optionen“ und müssen bestmöglich unterstützt werden bei ihren Entscheidungsprozessen für eine Berufsausbildung oder Studium. Die kontinuierlich hohe Zahl der Studienabbrecher[3] verdeutlicht die Dringlichkeit, Berufsorientierung auch an den Gymnasien frühzeitig, systematisch und praxisorientiert umzusetzen.

Die vom Freistaat bereitgestellten Mittel sind an die Zusammenarbeit mit ausschließlich Ober- und Förderschulen gebunden. Die Gymnasien sind von allen bisherigen Aktivitäten und Angeboten der Koordinierungsstelle ausgeschlossen.

Aus diesem Grund wird beabsichtigt, bei 2 Mitarbeiter/-innen der Koordinierungsstelle (Leiter/-in der Koordinierungsstelle und Mitarbeiter/-in Schwerpunkt Schule) für einen Anteil von jeweils 5 Wochenarbeitsstunden keine Förderung durch den Freistaat Sachsen zu beantragen.

Diese 5 Wochenarbeitsstunden sollen eingesetzt werden, um nachhaltige Strukturen für eine systematische und praxisnahe Berufsorientierung an Gymnasien aufzubauen sowie für die Umsetzung weiterer - durch den Freistaat nicht förderbarer - Tätigkeiten und Aufgaben im Bereich der Koordinierung von Berufs- und Studienorientierung in Leipzig.

2.3Finanzielle Darstellung

Der Freistaat fördert die Personal- und Sachkosten in den Jahren 2019/20 zu 70 % und die Kommune erbringt einen Eigenanteil von 30 %.

Bei der Nichtbeantragung von Fördermitteln für jeweils 5 Wochenarbeitsstunden für zwei Mitarbeiter/-innen in den Jahren 2019/2020 reduzieren sich die Erträge durch den Freistaat Sachsen insgesamt um 12.698,30 € im Jahr 2019 und 13.902,85 € im Jahr 2020 gegenüber den bisherigen Planungsansätzen. Diese Mindererträge werden durch die Stadt Leipzig gedeckt.

In der Haushaltsplanung für die Jahre 2019 und 2020 wurde der Kofinanzierungsanteil für die Sachkosten in Höhe von 30 % im Budget des Referates für Beschäftigungspolitik berücksichtigt. Die Personalkosten werden im Budget des Personalamtes geplant.

 

 

Gesamtkosten

Erträge

Förderung ESF 70 %

Aufwendungen

Eigenmittel 30 %

2019

237.433,67 €

166.203,57 €

71.230,10 €

davon Personalkosten

227.333,67 €

159.133,57 €

68.200,10 €

davon Sachkosten

10.100,00 €

7.070,00 €

3.030,00 €

 

 

 

 

2020

253.689,27 €

177.582,49 €

76.106,78€

davon Personalkosten

243.589,27 €

170.512,49€

73076,78€

davon Sachkosten

10.100,00 €

7.070,00 €

3.030,00 €

 

3.SCHAU REIN! Woche der offenen Unternehmen in Sachsen 2018

3.1Ausgangslage

„SCHAU REIN!“ ist Sachsens größte Initiative zur Berufsorientierung und bietet einmal im Jahr die Möglichkeit, die Berufswelt zu entdecken, Betriebe kennen zu lernen und sich in den jeweiligen Berufsfeldern auszuprobieren. Vom 12. bis 17. März 2018 öffneten Leipziger Unternehmen für Schüler/-innen aller Schulformen ab Klasse 7 ihre Türen und informierten praxisnah über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowie über berufliche Anforderungen.

Die Berufsorientierungsinitiative SCHAU REIN! fördert in enger Kooperation mit den regionalen Partnern insbesondere die Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen mit Schulen, schafft Praxisangebote für Schüler/-innen und ermöglicht reale Einblicke in die Arbeitswelt.

Seit 2016 wird das Projekt in Leipzig durch das Referat für Beschäftigungspolitik der Stadt Leipzig koordiniert und umgesetzt. Die enge Unternehmensanbindung wird durch die Einbindung der Agentur für Arbeit, der Koordinierungsstelle Berufs- und Studienorientierung sowie der Wirtschaftsförderung sichergestellt. Die Ansprache der Schüler/-innen erfolgte in enger Abstimmung dem Landesamt für Schule und Bildung (LASUB), dem Stadtelternrat sowie Stadtschülerrat.

3.2Unternehmen

Fokus bei der Unternehmensakquise für das Jahr 2018 lag auf den Branchen Handwerk und Hotel- und Gaststättenwesen, sodass eine enge Abstimmung mit der Handwerkskammer zu Leipzig, der Kreishandwerkerschaft und der DEHOGA erfolgte. Die Angebote in beiden Branchen konnten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Insgesamt haben 78 Unternehmen 236 Angebote mit 2.494 Plätzen zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis ist eine signifikante Steigerung gegenüber 2017.

Als Bestes Leipziger SCHAU REIN! Unternehmen 2018 wurde die Dreherei Günter Jakob GmbH & Co. KG ausgezeichnet, welche den Beruf Zerspaner/-in / Facharbeiter/-in für CNC Zerspanungstechnik in zwei Veranstaltungen vorstellte.

3.3Schulen und Schülerbeteiligung

Aus 60 Leipziger Schulen haben 1.200 Schüler/-innen bei SCHAU REIN! 2018 teilgenommen. Im Hinblick auf das Vorjahr konnte die Anzahl der teilnehmenden Schulen um 10 erhöht werden. Erfreulicherweise hat sich die Schülerbeteiligung gegenüber 2017 von 815 auf 1.200 erhöht. Diese gute Entwicklung bedeutet, dass 385 Schüler/-innen mehr als im Vorjahr die Angebote von „SCHAU REIN!“ nutzten.

Das Projektteam zeichnete auch in diesem Jahr die beste Schule aus. Für die „Beste Leipziger Schule“ wurde durch die Stadt Leipzig ein Preisgeld von 1.000 EUR ausgeschrieben[4]. Unter allen teilnehmenden Schulen wurde die Schule Mölkau – Oberschule der Stadt Leipzig als Beste Leipziger SCHAU REIN! Schule 2018 geehrt.

3.4Zusammenfassung der Ergebnisse

Projektzeitraum

Unternehmen

Angebote

bereitgestellte Plätze

teilnehmende Schüler/-innen

2015 – 2016

42

87

850

113

2016 – 2017

74

176

1.600

815

2017 – 2018

78

236

2.494

1.200

3.5Ausblick und Schlussfolgerungen für die Stadt Leipzig

Der Freistaat Sachsen hat in seiner Steuerkreissitzung am 29.05.2018 signalisiert, dass eine Weiterführung von SCHAU REIN! stattfindet und den regionalen Dienstleistern hierfür 10.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Termin für SCHAU REIN! 2019 ist vom 11. bis 16. März 2019 geplant. Zur Umsetzung des Projektes in Sachsen für das Jahr 2019 ist wie bereits in den vergangenen Jahren vorgesehen, im August 2018 einen Vertrag mit den regionalen Dienstleistern zu schließen. Für das Jahr 2020 soll SCHAU REIN! über die Förderrichtlinie zur Beruflichen Orientierung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus vom 06.06.2018 gefördert werden. Hierzu ist es notwendig, dass bis 15.09.2018 ein Antrag zur Förderung von „SCHAU REIN! Die Woche der offenen Unternehmen“ gestellt wird.

Die Stadt Leipzig, Referat für Beschäftigungspolitik, möchte sich bei der Projektumsetzung von SCHAU REIN! auch in den kommenden Jahren beteiligen und beabsichtigt sowohl den Vertrag für 2019 zu schließen als auch einen Antrag für das Jahr 2020 einzureichen.

Die Möglichkeit einer fokussierten und stark praxisorientierten beruflichen Orientierung durch SCHAU REIN! Die Woche der offenen Unternehmen trägt dazu bei, die regionalen Ziele der Berufs- und Studienorientierung, hier u. a. möglichst viele Jugendliche in der Regelzeit zum Schulabschluss zu führen, die Suchzeiten nach einem Ausbildungsplatz und vorzeitige Abbrüche zu minimieren und das Übergangssystem zu optimieren, zu unterstützen.

 


[1]SMK-ESF-Richtlinie 2014 – 2020 vom 16. November 2015 ((SächsABl. S. 1605), die durch die Richtlinie vom
9. April 2018 (SächsABl. S. 611) geändert worden ist, zuletzt enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 11. Dezember 2017 (SächsABl.SDr. S. S 409)

[2] Für den Zeitraum 01.01.2017 - 31.12.2018 wurde ebenfalls ein Antrag entsprechend der oben benannten Förderrichtlinie gestellt. Bis 31.12.2018 erfolgt daraufhin eine Förderung durch den Freistaat in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben (Personal- und Sachkosten). Die Vorhaben können jeweils für max. 2 Jahre beantragt werden bei einer abschmelzenden Finanzierung von jeweils 10 Prozent aller 2 Jahre.

 

[3] Durchschnittlich 30 % aller Studierenden bundesweit brechen ihr Studium ab. Die überwiegende Mehrheit der Studienabbrecher wechselt danach erfolgreich in eine Berufsausbildung (43%) oder nimmt eine Erwerbstätigkeit auf (31%). In Leipzig beginnen jährlich rund 7.000 Studierende ein Studium.

 

[4] Aus dem vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten Budget von 10.000 Euro.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

X

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

X

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

01.01.19

01.01.20

31.12.19

31.12.20

176.203,57

187.582,49

1.100.57.1.0.02.01

1.100.57.1.0.02.01

 

Aufwendungen

01.01.19

 

01.01.20

31.12.19

 

31.12.20

237.433,67

10.000,00

253.689,27

10.000,00

108100000009

4318 0000

108100000009

4318 0000

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

X

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

X

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

X

nein

 

ja,

 

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Anlage:

Abschlussbericht SCHAU REIN! 2018

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Abschlussbericht SCHAU REIN! 2018 Leipzig (740 KB)