Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-DS-05913  

 
 
Betreff: Übergabe der Trägerschaft von Integrativen Kindertageseinrichtungen (ITE)
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 1. Lesung
16.08.2018    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung
20.08.2018 
Jugendhilfeausschuss (offen)   
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 2. Lesung
30.08.2018    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Jugendhilfeausschuss 2. Lesung
03.09.2018 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen   
Ratsversammlung Beschlussfassung
19.09.2018 
Ratsversammlung vertagt     
27.09.2018 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 19.09.2018 ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlagen:
Anlage
Prüfkatalog

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die ITE Richterstraße wird in die Trägerschaft des FAIRbund e.V. übergeben.

 

  1. Die ITE Virchowstraße wird in die Trägerschaft des SOS Kinderdorf Zwickau e.V. übergeben.

 

  1. Die ITE Holzhäuser Straße wird in die Trägerschaft des DRK KV Leipzig-Stadt e.V. übergeben.

 

  1. Die ITE Delitzscher Straße wird in die Trägerschaft der IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste übergeben.

 

  1. Die ITE Brockhausstraße I wird in die Trägerschaft des Volkssolidarität Standverband e.V. übergeben.

 

  1. Die ITE Brockhausstraße II wird in die Trägerschaft der Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH übergeben.

 

  1. Die ITE Gärtnerstraße 179 wird in die Trägerschaft des Herbie e.V. übergeben.

 

  1. Die ITE Seehausener Allee wird in die Trägerschaft des Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e.V. übergeben.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Sachverhalt:
 

1. Einleitung

 

Der Stadtratsbeschluss RB IV - 1022 vom 17.10.2007 regelt die Vergabe der Trägerschaft von Kita-Neubauten.

Am 23.12.2017 erschien im Leipziger Amtsblatt die Ankündigung eines Findungsverfahrens für  acht integrative Kindertageseinrichtungen. Diese richtete sich an erfahrene Träger der Jugendhilfe. Bewerbungsschluss war der 12.01.2018

 

Zur Besetzung stehen folgende Kindertageseinrichtungen:

Einrichtungen

 

Kapazität

Stadtbezirk

Investor/

Mietvertrags-partner

voraussichtlicher Leistungsbeginn

Richterstr.

120, davon 30 Kinderkrippenplätze,

mind. 3 Integrationsplätze

Nord

Gohlis

Stadt Leipzig

April 2019

Virchowstr.

140, davon 40 Kinderkrippenplätze,

mind. 3 Integrationsplätze

 

Nord

Gohlis

Stadt Leipzig

Juni  2019

Holzhäuserstr.

165 davon 45 Kinderkrippenplätze,

3 Integrationsplätze

 

SO

Stötteritz

Stadt Leipzig

September 2019

 

Delitzscher Str.

 

120, davon 30 Kinderkrippenplätze, mind. 3 Integrationsplätze

 

Nord

Eutritzsch

Stadt Leipzig

Dezember 2019

Bockstr. I

120, davon 30 Kinderkrippenplätze, mind. 3 Integrationsplätze

SO

Probstheida

Stadt Leipzig

Januar 2020

Bockstr. II

120, davon 30 Kinderkrippenplätze, mind. 3 Integrationsplätze

SO

Probstheida

Stadt Leipzig

Januar 2020

rtnerstr. 179

165, davon 45 Kinderkrippenplätze, mind. 3 Integrationsplätze

Grünau

Ost

Stadt Leipzig

Dezember 2019

Seehausener Allee

165 davon 30 Kinderkrippen-, 85 Kindergarten- und 50 Hortplätze

Nord

Seehausen

Stadt Leipzig

Dezember 2019

 

Die zukünftigen Träger werden gemäß § 17 SächsKitaG eine Vereinbarung über den Betrieb und die Finanzierung der Kindertagesstätte mit der Stadt Leipzig abschließen. Bei bereits bestehender Vereinbarung mit der Stadt Leipzig wird diese Vereinbarung entsprechend der zu übernehmenden Kapazitäten und Kostenstrukturen angepasst. Die freien Träger werden während der Bauphase im Rahmen der Möglichkeiten einbezogen.

 

Diese acht Kindertageseinrichtungen werden mit ihrer Eröffnung Bestandteil der Kitabedarfsplanung. Sie werden als integrative Kindertageseinrichtungen geplant.

Insgesamt bewarben sich 22 freie Träger (s. Anlage) fristgemäß für die Betreibung der Kitas. Nach Bewertung der Bewerbungen ergeht folgender Beschlussvorschlag für den Stadtrat:

 

Einrichtung

Träger

Richterstr.

FAIRbund e. V.

Virchowstr.

SOS Kinderdorf Zwickau e. V.

Holzhäuser Str.

DRK KV Leipzig-Stadt e. V.

Delitzscher Str.

IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste

Bockstr. I

Volkssolidarität Stadtverband e. V.

Bockstr. II

Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH

rtner Str. 179

Herbie e. V.

Seehausener Allee

Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e. V.

 

2. Findungsprozess

 

Die Findungskommission tagte am 09.04.2018 im Amt für Jugend, Familie und Bildung (AfJFB). Das Gremium setzte sich zusammen aus Verantwortlichen des Fachamtes sowie zwei Vertretern des Jugendhilfeausschusses. Der Vertreter des Vorstandes des Gesamt-elternrates konnte kurzfristig nicht teilnehmen.

Aufgabe war es, die Bewerbungen der Träger gem. § 74 SGB VIII auf ihre Eignung zur Übernahme dieser Jugendhilfeleistung zu prüfen und dem Stadtrat  geeignete und wirtschaftlich leistungsfähige Träger zur Entscheidung der Übergabe der Jugendhilfeleistung vorzuschlagen. Im § 74 Abs. 1 und 4 SGB VIII als Grundlage für die Bewertung heißt es dazu:

 

  • Die Träger verfügen über die fachlichen Voraussetzungen, die geplante Maßnahme zu erfüllen und beachten die Grundsätze der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung.
  • Die Träger gewährleisten eine zweckentsprechende und wirtschaftliche Verwendung der Mittel.
  • Bei sonst gleich geeigneten Maßnahmen soll solchen der Vorzug gegeben werden, die stärker an den Interessen der Betroffenen orientiert sind und ihre Einflussnahme auf die Ausgestaltung der Maßnahme gewährleisten.

 

Als konzeptionelle Schwerpunkte sowie Anforderungen an die Trägerkonzepte waren vorgegeben:

 

  • die Umsetzung gesetzlicher Grundlagen, speziell die Umsetzung
    • des Sächsischen Bildungsplanes,
    • des Sächsischen Kindertagesstättengesetzes
    • der Sächsischen Integrationsverordnung und

 

  • die Berücksichtigung aktueller Ergebnisse der Entwicklungspsychologie, der Heilpädagogik sowie der Bildungs- und Familienforschung sowie
  • die Beachtung der Planungsprämissen der Kindertagesstättenplanung der Stadt Leipzig.

 

 

Die Trägerkonzepte wurden geprüft in Bezug auf:

 

  • die Motivation des Bewerbers für die Erbringung der Jugendhilfeleistung für die Stadt sowie Aussagen zu folgenden fachlichen Schwerpunkten:
  • Erziehungspartnerschaft und deren geplante methodische Umsetzung
  • Förderung von Kindern mit Eingliederungshilfe
  • angewandte Qualitätsmanagement-Verfahren
  • angewandte Dokumentationsverfahren
  • Teambildungs- und Teamentwicklungsmaßnahmen speziell während der Startphase unter Einbeziehung der Familien
  • Stärken der Trägerschaft/Synergien für Innovationen
  • mögliche Kooperationspartner im Sozialraum der Kita
  • Eigenmittelanteile laut § 17 SächsKitaG
  • geplante Öffnungs- beziehungsweise Schließzeiten       

 

In die Bewertung  können ebenso die Erfahrungen des öffentlichen Trägers zu den bishe-rigen Leistungen des freien Trägers und die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem freien Träger einfließen.

Da vom Träger der Einrichtung eine jährliche Eigenbeteiligung erwartet wird, sollten Vor-schläge zur Realisierung dieser Vorgabe unterbreitet werden.

Elternbeiträge zusätzlich zur Elternbeitragssatzung der Stadt Leipzig zur Erbringung der Eigenbeteiligung oder der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes werden ausgeschlossen.

Zusammenfassend wurden die Besonderheiten/Stärken des Konzeptes bzw. des Trägers zur Weiterentwicklung der Leipziger Kita-Landschaft bewertet.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Richterstr.

 

Für die ITE Richterstr.  lagen insgesamt 13 Bewerbungen vor.

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrene Träger FAIRbund e.V. vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: FAIRbund sieht sich in der Verantwortung, die Stadt Leipzig beim weiteren Auf- und Ausbau der frühkindlichen Bildung zu unterstützen. Der aufzubauende Betrieb einer neuen Kita profitiert vom weitreichenden Erfahrungshintergrund des Trägers. Die damit verbundenen organisatorischen, strukturellen, personellen und finanziellen Herausforderun-gen sind dem Träger bewusst. Er arbeitet seit fast 25 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe und hat sehr viele unterschiedliche Leistungsbereiche aufgebaut. Die kurzen Wege zwischen Geschäftsstelle und Kita erleichtern eine schnelle Koordination und Unterstützung.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Um die Eingewöhnung der Kinder in der Startphase der Einrichtung effektiv und dennoch behutsam und sensibel zu gestalten, erhalten Kinder und Eltern die Möglichkeit, sich bereits vor Eröffnung der Einrichtung im Soziokulturellen Zentrum Budde-Haus zu treffen, sich gegenseitig kennen zu lernen, die Erzieher/-innen kennen zu lernen und erste gemeinsame Rituale zu schaffen. In der Endphase des Baues können Eltern, an Standort- und Objektbesichtigungen teilnehmen. Mitarbeiter/-innen aus bestehenden Einrichtungen und Projekten sollen in das neue Arbeitsfeld übergeleitet werden sowie neue Mitarbeiter/-innen eingestellt werden. Sie sollen und dürfen ausdrücklich ihre Arbeitsplätze eigenverantwortlich managen und mitbestimmen. Die Leitung soll frühzeitig ausgewählt und eingearbeitet werden. Eine Qualifizierung von in Frage kommenden Mitarbeiter/-innen mit Leitungserfahrung erfolgt bereits. Der Arbeitsstart  der Leitung ist drei Monate vor Eröffnung der Kita für die Aufgaben: Konzept Erstellung, Ausgestaltung der Einrichtung, Begleitung der Teambildungsprozesse, Vertragsgespräche, Erstgespräche mit Familien. Aktuell erfolgt die Beschäftigung von zwei pädagogischen Fachkräften in berufsbegleitender Ausbildung mit Übernahme nach Abschluss der Ausbildung. Ein Stammteam von fünf bis sieben  Erzieher/-innen nimmt zwei Monate vor Eröffnung die Arbeit in Teilzeit auf, um das Haus einzurichten und Arbeitsprozesse zu planen. Ein halbes Jahr vor der Eröffnung findet eine  monatliche "Entwicklungswerkstatt" mit zukünftigen Mitarbeiter/-innen statt. Teambildende Weiterbil-dungen werden vor der Eröffnung der Kita stattfinden.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Der FAIRbund e. V. ist ein  erfahrener Träger der Jugendhilfe. Er betreibt fünf Kitas in Leipzig und koordiniert zehn Kindertagespflegestandorte mit gesamt 53 Plätzen.  Der Träger arbeitet in zahlreichen unterschiedlichen Leistungsbereichen wie Hilfen zur Erziehung,  Kita und Kindertagespflege, Führung von Vormundschaften und  Familienbildung.  FAIRbund e. V. verfügt über effiziente Träger- und Leitungsstrukturen zur Zusammenarbeit im Team, zur Personalführung und            -entwicklung. Er verfügt über ein vielseitiges Netzwerk, welches für den Neubau einer Kita von Nutzen ist. Der Träger pflegt gute Kontakte zu Kitas im gesamten Stadtgebiet, zu Grundschulen, Beratungsstellen und Kultureinrichtungen.

Sehr gute Zusammenarbeit gibt es mit dem AfJFB in Modellprojekten wie z. B. Familien-bildung in Kooperation mit Kitas; Kinder- und Familienzentren (KiFaZ); im Bundesprogramm Sprach-Kitas; im ESF Programm: Kinder stärken u.a. Professionell verknüpft der Träger Familienbildung und die Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Er ist engagierter Träger für alle Familien der Stadt und Kooperationspartner für die Umsetzung des FuN-Teamer Projektes (Familie und Nachbarschaft). Der Fairbund e. V. verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Baubegleitung und Eröffnung der Kitas Goyastraße und Erich-Zeigner-Allee.

 

Der FAIRbund e. V. ist in der Lokalpolitik bekannt als engagierter Träger, der sich einbringt und zur konstruktiven Lösungsfindung beiträgt. Die Kitas des Trägers öffnen sich in den  Sozialraum, auch für Familien ohne Kitavertrag. Sie sind ein Ort für Familien im Stadtteil. Ziel ist das Zusammenwirken von Eltern, Institutionen und Politik sowie die Einbindung des sozialen Umfeldes insgesamt.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Virchowstr.

 

Für die ITE Virchowstr.  lagen insgesamt 10 Bewerbungen vor.

 

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger SOS Kinderdorf Zwickau e. V. vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Der Träger möchte sich in Leipzig engagieren, um auf den steigenden Bedarf an   Kitaplätzen zu reagieren und die Stadt zu unterstützen. Der SOS-Kinderdorf e. V. hält ein Engagement in Leipzig aufgrund der vielen jungen Familien bei gleichzeitig hoher Armutsquote für äußerst sinnvoll. In organisatorischer Anbindung an das SOS-Kinderdorf in Zwickau möchte der Träger ab 2018 in Leipzig einen neuen Standort eröffnen. Geplant sind neben einem Verwaltungssitz drei bis vier familienanaloge Wohngruppen mit ca. 30 stationären Plätzen, bei Bedarf ambulante Hilfen zur Erziehung, Angebote der Kindertagesbetreuung sowie der Betrieb eines Familienzentrums mit offenem Treff für niederschwellige, präventive Angebote zur Familienbildung und Stärkung der sozialen Gemeinschaft. Dabei ist die Verzahnung der Kitas und der familienbildenden Angebote besonders wichtig. Der Träger betreibt 38 Einrichtungen in Deutschland; davon halten 28 Einrichtungen Angebote der Tagesbetreuung in Form von Krippen, Kindergärten oder Horten vor.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Vor Beginn des pädagogischen Betriebs erhalten die Fachkräfte ausreichend Gelegenheit, ihre Teamkollegen, den Träger und die Räumlichkeiten kennenzulernen. Sie wirken aktiv an der Strukturierung und Gestaltung der Räumlichkeiten mit, erarbeiten gemeinsam Handlungsleitlinien für die pädagogische Praxis und entwickeln das Einrichtungskonzept weiter. Unterstützung erhalten sie durch die trägereigene Abteilung zur Angebots- und Qualitätsentwicklung, den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen SOS-Einrichtungen, regelmäßige Supervision und Fortbildungen. Festgelegt sind wöchentliche Teamsitzungen. Team-Tage und gemeinsame Qualitätszirkel bieten Gelegenheit zur Kommunikation und Reflexion und fördern das Miteinander. Im Rahmen einer "Neueingestelltentagung" der trägereigenen Personalentwicklungsabteilung erhalten neue Fachkräfte zusätzlich einen Überblick über den Träger und seine Strukturen. Um einen gut funktionierenden Alltagsablauf zu erreichen, ist vor allem die Einbindung der Eltern und Kinder nötig. Zu Beginn steht das gegenseitige Kennenlernen der Erwartungen und Bedarfe im Vordergrund. Gemeinsame Rituale und Kommunikationswege werden entwickelt und strukturelle Maßnahmen wie die Gründung eines Elternrates und die Durchführung von Elternabenden umgesetzt.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Die neue Kita erhält ihre Zugehörigkeit zu einem größeren Hilfeverbund in Leipzig. In der Windscheidstraße ist ein Neubau für Hilfen zur Erziehung und eine Kita in Vorbereitung. Die Investitionen dafür bringt der Träger aus Eigenmitteln ein. Mit einer zweiten Kita ergeben sich wechselseitige Synergieeffekte. Das Leitbild des Trägers beinhaltet auch, dass das Engagement jungen Menschen und ihren Familien in schwierigen Lebenslagen gilt. Verschiedenheit der Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen wird als Herausforderung und Bereicherung gesehen. Der  Träger ist national und international aktiv. Durch die Zugehörigkeit zu einem Hilfeverbund mit unterschiedlichen Angebotsbereichen stehen dieser Kita anteilig die infrastrukturellen und personellen Ressourcen der Gesamteinrichtung zur Verfügung.

 

Bei Bedarf können erforderliche Hilfen für einzelne Kinder und deren Familien aus einer Hand angeboten und erbracht werden. Die pädagogischen Fachkräfte nutzen die Kompetenzen der Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen. Sie nutzen die Ressourcen der Gesamteinrichtung. Vielfalt im Alltag leben bedeutet, die unterschiedlichen familiären Hintergründe und Gewohnheiten wie z.B. religiöse Rituale und Feiern, unterschiedliche Sprachen, Freizeit- und Essgewohnheiten, die Berufe der Eltern, Familienkonstellationen usw. in die alltäglichen Abläufe und Aktivitäten der Kita zu integrieren. In der Gestaltung der Räume bildet sich diese Vielfalt ab. SOS-Kitas verstehen sich als Akteure des Gemeinwesens und entwickeln enge Beziehungen und Arbeitsbezüge zum sozialräumlichen Umfeld. Qualitätskriterien sind entwickelt. Die pädagogischen Fachkräfte beobachten kontinuierlich Entwicklungen in der sozialen Infrastruktur des Gemeinwesens. Sie nutzen die im Umfeld vorhandenen Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Alltags. Sie gestalten die Kita als Begegnungsstätte für die Bewohner des Umfelds und erkunden, welche Angebote es für Kinder und Ihre Familien im Sozialraum gibt.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Holzhäuser Straße

 

Für die ITE Holzhäuser Straße  lagen insgesamt 6 Bewerbungen vor.

 

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger DRK KV Leipzig-Stadt e. V. vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Das breite Aufgabenspektrum des Vereins ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und die Möglichkeit der Kooperation und Synergienbildung.  Dazu gehören z. B. Kitas, Kinder- und Familienzentren, ein Ausbildungszentrum, Betreutes Wohnen, eine Schwangerschafts- und Familienberatungsstelle, Migrationsberatung und Flüchtlingssozialarbeit. Die Lage der Einrichtung Holzhäuser Str. und die damit verbundenen Möglichkeiten der Kooperation mit den verschiedensten Institutionen im Stadtteil stellt für den Träger einen besonderen Anreiz dar.  Eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Lebenswelt von Kindern und ihren Familien liegt ihnen sehr am Herzen, weshalb der Träger dies auch in der alltäglichen Arbeit mit den betreuten Kindern und deren Familien stark in den Focus rückt. Auf dieser Grundlage ermöglicht der Träger den Kindern optimale Bedingungen, um zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranzuwachsen und unterstützt die Familien dabei, sich im gesellschaftlichen Gefüge gut eingebunden zu fühlen.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Die Leitung der Einrichtung wird einige Zeit vor der Eröffnung eingestellt werden, um organisieren und strukturieren zu können. Dazu gehört die Teilnahme an der weiteren Personalauswahl, die Gestaltung der Räume, eine Ideensammlung für die weitere Konzeption etc. Damit ein optimaler Start für eine neue Einrichtung gewährleistet werden kann,   werden Leitungskräfte als auch Erzieher/-innen aus bestehenden Einrichtungen die Arbeit vor Ort zu Beginn unterstützen. Hierbei können auch im Vorfeld die Eltern mit einbezogen werden. Es finden zeitaufwändigere Gespräche zwischen Eltern und Leitung/Erzieher statt. Die Eltern können und müssen bei Abläufen in der Organisation der Einrichtung mit einbezogen werden.  Es finden regelmäßige Treffen in Form eines Erzieherstammtisches in verschiedenen Einrichtungen des Trägers statt, wobei unterschiedliche pädagogische Themen besprochen werden. Es geht darum, dass sich die Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen kennenlernen und gemeinsam neue Ideen entwickeln können. Diese Treffen fördern weiterhin  den Zusammenhalt innerhalb des Trägers.

In der Startphase der Einrichtung werden Mitarbeitergespräche wesentlich öfter und in kürzeren Abständen stattfinden, um dem Team einen guten Start zu ermöglichen und um gegebenenfalls einer Fluktuation entgegenzuwirken.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Durch das breite Aufgabenspektrum, welches im DRK KV Leipzig Stadt e. V. vorhanden ist, wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen gepflegt und die Möglichkeiten der Kooperationen und Synergienbildung genutzt. Die neue Kita profitiert vom Netzwerk der vorhandenen neun Kitas. Auch für die bestehenden Kitas sind Synergien ableitbar. Um das Angebot im Stadtteil Stötteritz zu erweitern, wird der Träger in der Einrichtung niederschwellige, kostenlose Angebote im familiären Bereich vorhalten, z. B. Familientreffen, Elterncafe, Mutter-Kind-Kurse. Bereits zwei Einrichtungen des Trägers sind Kinder- und Familienzentren. Hier lassen sich Erfahrungen nutzen. Aufgrund der Lage der Einrichtung und der vorhandenen Möglichkeiten in der Umgebung durch die verschiedenen Einrichtungen der Forschung und wissenschaftlicher Bereiche ist eine pädagogische Arbeit im MINT-Bereich vorgesehen.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Delitzscher Straße

 

Für die ITE Delitzscher Straße  lagen insgesamt  10 Bewerbungen vor.

Als Betreiber wird die im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Die frühkindliche Bildung ist im Portfolio des IB besonders verankert und stellt mit dem Geschäftsfeld der Kinderförderung und -bildung ein Kerngeschäft des Trägers dar.

Mit dem SR Beschluss vom 25.02.2015 erfolgte die Übertragung der Trägerschaft für die Kita Curiestraße auf den Träger Internationaler Bund. Diese Entscheidung konnte nicht umgesetzt werden. Als Äquivalent beantragte der Träger die Betreibung dieser Kita. In Leipzig betreut der Träger aktuell Kinder in sieben integrativen Kitas, davon hat eine Kita das Gütesiegel  "Leipziger Kinder- und Familienzentrum" erworben. Der Träger arbeitet ebenso erfolgreich in Kooperation mit Kindertagespflegepersonen.

Er hat Erfahrung in der Neueröffnung von Kitas.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Die individuellen Stärken der Team-Mitarbeiter werden ressourcenorientiert eingesetzt. Zwei Probezeitgespräche und Mitarbeiter-Gespräche dienen der zielorientierten Führung. Der IB fördert Teambildungsmaßnahmen. Unterstützt werden diese durch Fachberatung, Supervision und Coachingangebote. Es gibt eine Prozessbeschreibung "Personalentwicklung", welche Themen wie Weiterbildung und Assessment-Center für Nachwuchsführungskräfte beinhaltet. Die IB-Gruppe bietet Teamentwicklungsmodule an. Während der Eröffnungsphase wird das Team der neuen Kita durch Fachberatung intensiv begleitet. In diesen Prozess werden die Familien aktiv einbezogen mit dem Ziel, in gelebter Erziehungspartnerschaft den konzeptionellen Ansatz der Kita zu festigen und weiterzuentwickeln. Zwei Monate vor der Eröffnung erfolgt die Einstellung der Kita-Leitung zur Erfüllung der vorbereitenden Aufgaben. Im Vorfeld der Eröffnung sind u.a. folgende pädagogische Prozesse geplant: Teamfindungsprozess, Dienstberatungen zur Gestaltung von Sicherheit und Ordnung; Konzeptentwicklung; Schaffung räumlicher und ernährungstechnischer Voraussetzungen; Öffentlichkeitsarbeit; Dienstplangestaltung; erhöhte Zeit für Elterngespräche und Reflexionsgespräche im Team und mit dem Träger.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren, unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht und Alter. Der Träger engagiert sich bundesweit und regional öffentlich für die jugendpolitischen Belange. Der  IB hat als sozialer Verband die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Die Rechte der Kinder auf Schutz, Entwicklung, Nichtdiskriminierung und Beteiligung sind in jeder Kita verankert.

 

Die Stärken des Trägers liegen weiterhin in der Vielfalt des Leistungsangebotes. Die Leitlinien und das Weltbild des IB sind geprägt von demokratischem Denken und Handeln. Als Mitglied der National Coalition, sind Integration und Inklusion für den IB Programm. Durch die Vielfalt der Angebote des IB in der Kinder- und Jugendhilfe, regional und überregional, von Kindertagespflege über Beratungsangebote bis Migrationsdienst, besteht ein Netzwerk von Träger eigenen Hilfesystemen, die bei Bedarf zeitnah und ressourcenorientiert eingesetzt bzw. aktiviert werden können.

Alle Kitas des Trägers sind konzeptionell integrativ ausgerichtet. Der IB verfügt über ein professionell geregeltes Vertretungssystem bei ungeplantem Ausfall der Tagespflegepersonen. Er betreibt zwei Materialpools für alle Kindertagespflegepersonen in Leipzig.

Beim IB gehört es zum Standard, dass sich die Kita als Bestandteil des Gemeinwesens versteht und sich aktiv an der Gestaltung des Wohngebietes beteiligt.

Der Internationale Bund widmet sich in besonderem Maße der Bildung und Erziehung junger Menschen zur Demokratie und Akzeptanz. Die 2012 gegründete Stiftung "Schwarz-Rot-Bunt" unterstützt dieses Anliegen. Interkulturelle Arbeit ist eine Querschnittsaufgabe in allen Geschäftsfeldern des IB. So werden in einer seiner Kitas Kinder der jüdischen Gemeinde mittels Kooperationsvereinbarung integrativ betreut.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Bockstraße I

 

Für die ITE Bockstraße I lagen insgesamt  7 Bewerbungen vor.

 

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e. V.  vor.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Der Träger ist seit Mitte der 1990er Jahre kompetenter Partner, einerseits für die Stadt Leipzig als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und andererseits für die jungen Familien. Er möchte, dass Leipzig eine familienfreundliche Stadt ist und bleibt. Der Verein  übernimmt Verantwortung für die Stadt. Er hat auch eigene Bauprojekte im Leipziger Westen realisiert und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Aufbau und der Betreibung von Kindertageseinrichtungen. Der Träger möchte seine Expertise einbringen und seinen Beitrag leisten im Sinne des Entwurfs des Teilhabeplans "Auf dem Weg zur Inklusion" der Stadt Leipzig 2017 bis 2024, auch in den neu entstehenden Kitas.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Bei der Planung des Personaleinsatzes strebt der Träger eine Mischung aus neuen und erfahrenen Fachkräften des Unternehmens an. Die neue Einrichtungsleitung wird in den Auswahlprozess des Personals einbezogen. Geplante Maßnahmen sind: die  Konzeptionsentwicklung mit Unterstützung von Träger und Fachberatung; eine Ideenwerkstatt; die Einbeziehung der Leitung und des Teams in die Gestaltung der räumlichen und materiellen Bedingungen im Vorfeld der Eröffnung; die individuelle Begleitung und Beratung der Leitungskraft durch den Träger; ein Erfahrungsaustausch der Leitung mit anderen Leitungskräften des Trägers; die Organisation von Feedbackgesprächen zwischen Leitung und Teammitgliedern, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter anhand des Qualitätsmanagements des Trägers, die Organisation von Feedbackrunden in Kleinteams, die Implementierung einer offenen Fehlerkultur als Basis für Innovation und Veränderung. Der Träger verfügt über ein schriftliches Konzept der Personalgewinnung und -auswahl. Seit 2015 hat der Träger in seinen  Einrichtungen ausgewählte Fachkräfte im Hinblick auf Management, Personalführung und Organisation intensiv geschult und als Teamleiter eingesetzt. Fachkräfte verfügen über eine trägerinterne Qualifizierung und sichern durch die Durchführung von Fallbesprechungen, Beratungsbesuchen und Reflexionsgesprächen die pädagogische Qualität.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Als freier Träger der Jugendhilfe und Betreiber von 14 Kitas (davon neun integrative Kitas) hat der Träger sich in diesem Leistungsbereich einen hohen Sachverstand erarbeitet. Zu den Leistungen gehören neben Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege auch das TABALUGA Kinderheim, ambulante, teilstationäre und stationäre Pflege, Pflege- und Sozialberatung, Wohnanlagen für Senioren, offene Seniorenarbeit sowie die generationenübergreifende Arbeit. Der Verein arbeitet aktiv in Netzwerken mit Schulen, Sportvereinen, Beratungsstellen und Therapeuten zusammen und setzt einen Schwerpunkt auf Sozialraumorientierung. Perspektivisch strebt der Träger an, Kitas zu Kinder- und Familienzentren weiterzuentwickeln. Der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e.V. ist an einer stetigen Weiterentwicklung der Qualität in seinen Einrichtungen interessiert und unterstützt dies durch vielfältige Maßnahmen. Vor allen steht die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, der UN-Behindertenrechtskonvention sowie des SGB VIII § 8b in allen Einrichtungen im Mittelpunkt.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Bockstraße II

 

Für die ITE Bockstraße II lagen insgesamt  5 Bewerbungen vor.

 

Als Betreiber wird die im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Der Träger möchte sein Angebot durch die Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Bockstraße II erweitern und stellt sich eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Kita Bockstraße I vor. Die Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH  erhofft sich, mit der neuen Einrichtung einen wichtigen Beitrag leisten zu können, Kinder und Familien mit Kunst und Ästhetik in all ihrer Vielfältigkeit intensiv vertraut zu machen und Kindern für ihre Gestaltungsfreude und den 100 Sprachen des kindlichen Ausdrucks einen Raum geben zu können.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: In der Startphase sind die Teammitglieder mit vielen Anforderungen gleichzeitig konfrontiert. Maßnahmen zur Teamentwicklung sind: Besuch der Mitarbeiter/-innen in anderen FRÖBEL-Einrichtungen, Teilnahme an der Einstiegsfortbildung "Willkommen bei FRÖBEL", ein gemeinsamer Ausflug im neuen Team, ein Teambildungs-Workshop unter Moderation eines externen Dozenten, interaktive Eltern-Erzieher/-innen-Abende,  Begleitung durch Fachberatung. Nach der Startphase ist eine langfristige Unterstützung mit einem umfassenden Personalentwicklungskonzept geplant. Dazu gehören: Fortbildungsangebote, Teamsitzungen, Klausurtagungen der Einrichtung, Team-Workshops zu ausgewählten Themen, Coaching der Leitung zur Teamentwicklung, Klausurtagungen der Leitungen, Coaching von Teammitgliedern und Supervision.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Der Träger beweist regelmäßig seinen hohen theoretischen und fachlichen Anspruch an seine Arbeit. Die geplante Kindertagesstätte mit Forschungsprofil der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig wird Teil der Infrastruktur des Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung.

Gemeinsam mit dem AfJFB konnten Programme und Initiativen umgesetzt werden, die für die Kitas und Familien einen besonderen Mehrwert darstellen. Beispiele sind die Beteiligung  am  bundesweiten Sprachprogramm "Frühe Chancen" und an der Qualitätsoffensive RL Bildungschancen. Der Träger ist ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen, baut auf wirtschaftliche Stabilität, fachliche Qualität und qualifizierende Personalentwicklung. Seine Stärken sind die langjährige Erfahrung,  sein Selbstverständnis als lernende Organisation, eine  Unternehmensstruktur mit Fachleuten im pädagogischen, kaufmännischen, juristischen und multimedialen Bereich sowie maßgeschneiderte Fortbildungen für alle FRÖBEL Mitarbeiter/-innen. Partnerschaften zu zahlreichen Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Kommunen, dem  Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, WIFF&FRÖBEL: www.kita-fachtexte.de, GEW, der pädQUIS gGmbH, der Kooperation mit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", der Stiftung Lesen u. a.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE Gärtnerstraße 179

 

Für die ITE Gärtnerstr. 179 lagen insgesamt 8 Bewerbungen vor.

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger Herbie e. V. vorgeschlagen.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Der Träger sieht sich als starken und verlässlichen Partner und gewährleistet in allen Bereichen fachliches, wirtschaftliches und leistungsgerechtes Handeln. Seit 17 Jahren betreibt er zwei Kitas im Zentrum der Stadt. Seit April 2015 betreibt er eine 3. Kindertagesstätte im Stadtteil Schönefeld. Die Kindertagesstätten konnten attraktiv und beständig, sowohl kon-zeptionell/inhaltlich als auch quantitativ, stetig ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Er hat umfangreiche Erfahrungen resultierend aus der Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen inklusive Neueröffnung, aus den Kooperationen mit Leipziger Kindertagespflegepersonen sowie aus der langjährigen Arbeit in den ambulanten und stationären Hilfen zur Erziehung. Eine vierte Kita stärkt das Portfolio des Trägers. Die Kompetenzen die der Träger einbringt werden zu Synergien in Grünau beitragen.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Die Vorbereitungsphase beginnt mit einer entsprechenden Stellenausschreibung. Bei der Teamzusammensetzung achtet der Träger darauf, dass die Teammitglieder sich möglichst in ihrer Unterschiedlichkeit in der Persönlichkeit und ihren Erfahrungen (langjährige Berufserfahrung, Berufseinsteiger, Quereinsteiger) ergänzen. Mindestens sechs bis acht Wochen vor der Eröffnung findet die erste Kontaktaufnahme mit zukünftigen Eltern und Kindern der ersten Gruppen in den Räumen der anderen Kitas statt in Form von Elterncafe, "Krabbel- und Spielgruppen" in Absprache mit den Einrichtungsleiterinnen. Die Personalauswahl findet auf der Basis der Stellenbeschreibung mit Kompetenzprofil statt. Bestenfalls ist die zukünftige Ein-richtungsleitung am Bewerbungs- und Auswahlverfahren beteiligt.

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Kindertagesstätten sind der beste Ort für niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote für Familien mit der Zielstellung der Familienunterstützung und Familienbildung. Alle Entwicklungsaufgaben und -prozesse, die sich innerhalb des Familienzyklus ergeben, werden dabei angesprochen. Familienunterstützung - als Stärke des Trägers - betrachtet er gleichzeitig als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die verschiedene Lebenslagen, Familienformen und demografische Aspekte einbezieht.

Folgende familienunterstützende Angebote können in der Kindertagesstätte für Eltern durch den Träger angeboten werden: eine ELTERN-AG, niederschwellige Beratungsangebote wie Alltagsberatung/Erziehungsberatung. Darüber hinaus sind folgende Eltern-Kind-Angebote neben dem Kita-Alltag möglich: Familientreff/Elterncafe, Bewegungsangebote für Mütter mit ihren Kindern. Der Träger öffnet seine Kitas in den Sozialraum, indem er den Kindern Einblicke in verschiedene Berufsfelder und Arbeitsplätze (u.a. Bäckerei, Friseur, Pfarramt, Klinikum St. Georg etc.) verschafft. Dazu strebt er eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern diesbezüglich an.

 

Entscheidungsvorschlag für die ITE/Hort Seehausener Allee

 

Für die ITE/Hort Seehausener Allee  lagen insgesamt 4 Bewerbungen vor.

Als Betreiber wird der im Leistungsbereich Kindertagesstätten erfahrenen Träger Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e. V. vorgeschlagen. Der Hort in der gegenüberliegenden Grundschule wird bereits jetzt durch den Träger VS-Land betrieben. Dieser Hort wird in die neue Kita in der Seehausener Allee umziehen. Hort und Kita können dadurch aus einer Hand betrieben werden.

Im Nachfolgenden werden insbesondere die Stärken der Bewerbung dargestellt.

 

Vorschlagsbegründung:

 

Motivation: Der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e. V. bekundet Interesse für die Betreibung der Kita vor dem Hintergrund, dass Kita und Hort aus einer Hand betrieben werden sollen.  Für den Hort soll es eine gemeinsame Leitung geben. Durch vielfältige Erfahrungen beim Bau von Kitas und der daraus resultierenden Entwicklung von pädagogischen Konzepten, verfügt der Träger über umfassende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die notwendig sind, prozesshafte Vorgänge zu gestalten.

Im Juli 2012 eröffnete der Träger nach Neu- und Umbau eine Kita in Leipzig/Liebertwolkwitz.

Im Januar 2017 übernahm der Träger den Neubau einer Kita der Stadt Markkleeberg im Ortsteil Gaschwitz. Bei diesem Neubau wurde der Träger von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung des Gesamtgefüges intensiv von der Stadt Markkleeberg in alle, das Bauvorhaben betreffende Entscheidungen, einbezogen.

 

Teambildungsmaßnahmen während der Startphase und Einbindung von Familien in die Vorbereitungsphase: Zur Qualifizierung und Professionalisierung des pädagogischen Personals konzipiert, plant und organisiert der Fachbereich Bildung und Erziehung externe und interne Fortbildungsangebote. Die Vorbereitung und andauernde Fortbildung sowie Praxisbegleitung der pädagogischen Fachkräfte wird sichergestellt sein und möglichst schon bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Die VS Leipziger Land/Muldental e. V. unterstützt als Arbeitgeber die Teilnahme seiner pädagogischen Fachkräfte an Fort- und Weiterbildungen und berufsbegleitenden Studiengängen der sozialen Arbeit und wird auf das umfangreiche Netz an Kitas im Vorfeld der Eröffnung zurückgreifen.

 

Besondere Stärken der Trägerschaft für Synergien und Innovation: Das Leistungsspektrum des Trägers umfasst die Betreibung von  Kitas, Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, Kinder- und Jugendheime, das Freie Gymnasium in Borsdorf, Sozialpädagogische Familienhilfe, Altenpflegeheime, Ambulante und teilstationäre Pflege, Wohn- und Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung, Betreutes Wohnen, Seniorenbegegnungsstätten u. a.

Die Zusammenarbeit mit den Städten, Kommunen und Gemeinden basiert auf einer vertrauensvollen und professionellen Ebene unter Einhaltung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Der Träger verfügt über ein großes Netzwerk mit vielen Einrichtungen in unterschiedlichen Leistungsbereichen und ein professioneller Anbieter von generationsübergreifenden Konzepten.

 

Zusammenfassung

 

Zusammenfassend wird eingeschätzt, dass die freien Träger:

 

  • FAIRbund e. V.
  • SOS Kinderdorf Zwickau e. V.
  • DRK KV Leipzig-Stadt e. V.
  • IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste
  • Volkssolidarität Stadtverband e. V.
  • Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH
  • Herbie e. V.
  • Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e. V.

 

mit ihrem Engagement in Leipzig und ihrem umfangreichen Fachwissen sowie den Erfahrungen aus ihrer Arbeit im Leistungsbereich Kita, anderen Leistungsbereichen und Modellprojekten perspektivisch ein fachlich herausragendes Angebot für Leipziger Familien gewährleisten und einen Mehrwert für die Leipziger Stadtgesellschaft leisten werden.

 

3. Finanzielle  Auswirkungen

 

Anhand der Leistungskennzahlen Eigenkapitalquote, Eigenkapital sowie liquide Mittel der vorgelegten Bilanz der jeweiligen Träger konnte deren Leistungsfähigkeit festgestellt werden. Die Leistungskennzahlen weisen aus, dass die acht freien Träger die kostenintensiven Startmonate der Inbetriebnahme der ausgewählten Kindertageseinrichtung bewältigen können und den nach § 14 Abs. 4 i. V. m. § 16 SächsKitaG zu erbringenden Eigenanteil an den Betriebskosten zu leisten im Stande sind.

 

Die Wirtschaftlichkeit ist insofern gegeben, dass der Betriebskostenrahmen der Stadt Leipzig eingehalten wird.

 

Einzeldarstellung:

  • FAIRbund e. V.: ist ein langjähriger und zuverlässiger Kitapartner. Die Bescheinigung vom Steuerbüro über ausreichende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit liegt vor. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit.
  • SOS Kinderdorf Zwickau e. V.: Die Eigenmittelzusage entspricht den Regelungen des SächsKitaG. Die vorliegenden Unterlagen zeigen, dass der Träger solvent ist, um die finanzielle Belastungen einer Kitaneueröffnung zu übernehmen. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit.
  • DRK KV Leipzig-Stadt e. V.: ist ein langjähriger und zuverlässiger Partner mit einer hohen Eigenkapitalquote sowie hohem Kassenbestand. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit.
  • IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste: ist langjähriger und zuverlässiger Kitapartner. Der Nachweis für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Trägers liegt vor. Es gibt keine wirtschaftlichen Bedenken.
  • Volkssolidarität Stadtverband e. V.: ist ein langjähriger und zuverlässiger Kitapartner. Die Bescheinigung vom Steuerbüro über ausreichende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit liegt vor. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit. Die Eigenmittel des Trägers entsprechen der Kita-Vereinbarung.
  • Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH: ist ein langjähriger und zuverlässiger Kitapartner. Die Bescheinigung vom Steuerbüro über ausreichende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit liegt vor. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit. Die Eigenmittel des Trägers entsprechen der Kita-Vereinbarung.
  • Herbie e. V.: ist ein langjähriger zuverlässiger Kitapartner. Die Eigenmittel, die der Träger einbringt, entsprechen der Kita-Vereinbarung. Zusätzlich bringt der Träger  30.000 Euro einmalig für die Ausstattung ein. Es bestehen keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit, obwohl der Träger vergleichsweise klein ist im Hinblick auf die Eigenkaptalquote, Anlagedeckungsgrad und Kassenbestand. Dem Träger ist die  finanzielle Belastung einer Neueröffnung bewusst und uneingeschränkt zuzutrauen.
  • Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e. V.: ist ein langjähriger und zuverlässiger Kitapartner. Die Eigenmittel des Trägers entsprechen der Kita-Vereinbarung. Es gibt keine Bedenken zur Wirtschaftlichkeit. Die Bescheinigung vom Steuerbüro über ausreichend wirtschaftliche Leistungsfähigkeit liegt vor.

 

4. Folgen bei der Ablehnung

 

Acht neue Kindertageseinrichtungen werden von je einem freien Träger im Rahmen der "Leipzig Kitas" betrieben. Während der Bauphase soll der zukünftige Betreiber angemessen einbezogen werden. Die Gestaltungsmöglichkeiten, die während der Bauphase durch einen Träger bestehen, können bei Ablehnung nicht genutzt werden. Neue Träger müssen gefunden werden. Das könnte sich negativ auf den Eröffnungstermin der Kitas auswirken.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

x

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

01.01.19

31.12.19

1.996.750

1.100.36.5.0.01.01.20

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

01.01.21 ff

31.12.21 ff

2.489.450

1.100.36.5.0.01.01.20

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

01.01. ff

31.12. ff

6.404.150

1.100.36.5.0.01.01.20

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,