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Vorlage - VI-DS-01830-DS-01  

 
 
Betreff: Baubeschluss zur Fertigstellung des Objektes Philipp-Rosenthal-Straße 59 als Sportinternat (Bestätigung gem. § 79 (1) SächsGemO)
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Umwelt, Ordnung, SportBezüglich:
VI-DS-01830
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
FA Finanzen Vorberatung
02.09.2019    FA Finanzen (vom 26.08.19 verschoben)      
FA Sport Vorberatung
27.08.2019    FA Sport      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
10.09.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
24.09.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlagen:
Anlage Nutzungskosten

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

  1. Das als Flüchtlingsunterkunft geplante städtische Objekt in der Philipp-Rosenthal-Straße 59 wird als Sportinternat umgenutzt.

 

  1. Für den Umbau zum Sportinternat werden für das Haushaltsjahr 2019 außerplanmäßige Mehrkosten in Höhe von 1.734.000 EUR benötigt. Die überplanmäßige Auszahlung gemäß  § 79 (1) SächsGemO für das Haushaltsjahr 2019 in Höhe von 1.734.000 EUR im PSP-Element 7.0002041.700 „Umbau Sportinternat Philipp-Rosenthal-Str.“ wird bestätigt.

 

Die Deckung erfolgt aus den

PSP-Elementen:                      in Höhe von

7.0001365.700 Aktionsplan Funktionsgebäude    1.250.000,00 EUR

           7.0000162.705 Zuweisungen vom Land, Spezial-

        fahrzeuge Feuerwehr         434.000,00 EUR
  

sowie i. H. v. 50.000,00 EUR aus der Kostenstelle „unterjährige Finanzierung formale

Deckung im Finanzhaushalt“ (1098720000). Im Gegenzug werden die aus dem Ermächtigungsübertrag von 2018 nach 2019 übertragenen Mittel in 2019 wie folgt gesperrt:

 

7.0000728.700 SH Rabet (35.600,00 EUR)

7.0000798.700 SH Georg-Schumann-Straße (10.000,00 EUR)

7.0001304.700 Grundsanierung SH Brüderstraße (4.400,00 EUR)  

 

 

  1. Die im PSP-Element 7.0001550.700Asyl – GU Prager Dreieck (Systembauweise)“ verfügbaren, vertraglich gebundenen Mittel in Höhe von 1.488.611,35 EUR werden zur Fertigstellung als Sportinternat genutzt.

 

  1. Für die Nutzung bzw. Betreibung des Objektes als Sportinternat werden für das Haushaltsjahr 2020 überplanmäßige Aufwendungen i. H. v. 76.786,00 EUR benötigt. Dem gegenüber stehen außerplanmäßige Mehrerträge i. H. v. 66.000,00 EUR, veranschlagt im PSP-Element 1.100.42.4.1.01.04, Sachkonto: 34110000 „Mieten“.

 

Die überplanmäßige Aufwendung nach § 79 (1) SächsGemO i. H. v. 10.786,00 EUR im PSP-Element „Sportinternat Philipp-Rosenthal-Straße“ (1.100.42.4.1.01.04) wird bestätigt. Die Deckung erfolgt aus dem PSP-Element „Sportstätten und Sporteinrichtungen“ (1.100.42.4.1.01, SK 4211 4000).

 

  1. Für das PSP-Element 1.100.42.4.1.01.04 „Sportinternat Philipp-Rosenthal-Straße“ wird für die Haushaltsjahre 2019/2020 die Aufnahme eines nachträglichen Zweckbindungsvermerks nach § 19 (1) SächsKomHVO-Doppik bestätigt.

 

  1. Die Absicherung der pädagogischen Betreuung von unter 16jährigen Sportoberschülern / Sportoberschülerinnen im Sportinternat und einige Objektbetreuungsaufgaben werden durch den Verbund kommunaler Kinder- und Jugendhilfe übernommen. Der dafür notwendige überplanmäßige Aufwand im Haushaltsjahr 2020 in Höhe von 150.000,00 EUR (ab 08/2020) wird bestätigt und im PSP-Element 1.100.42.1.0.01 „Förderung des Sports“, SK: 43150000 innerhalb des geplanten Budgets 52_421_ZW bereitgestellt.

 

  1. Die Einordnung von noch relevanten Folgekosten i. H. v. 545.609,00 EUR für das Haushaltsjahr 2021ff. erfolgt im Rahmen der Anmeldung zur Haushaltsplanung 2021/2022 durch das Fachamt. Über eine Bereitstellung ist im Zuge der Haushaltsplanung 2021/2022 zu entscheiden.

 

  1. Die nicht verbrauchten investiven Haushaltsmittel werden im Rahmen des Jahresabschlusses 2019 als Ermächtigung aus Vorjahren nach 2020 übertragen. Der Ermächtigungsübertrag steht unter dem Vorbehalt der Regelungen der Haushaltssatzung 2019/2020

 

 

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

Die Sicherung der Unterbringung auswärtiger Schüler der kommunalen Sportoberschule soll im Objekt Philipp-Rosenthal-Straße 59 erfolgen. Mit dieser Vorlage sollen die Umnutzung der vormals geplanten Flüchtlingsunterkunft als Sportinternat und die notwendigen Umbau- und Nutzungskosten beschlossen werden.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 


 

Haushaltsvorlage

 

Baubeschluss

 

Bauvorhaben

Nutzung

Internat für Nachwuchsleistungssportler/innen

Name

Sportinternat

Anschrift

Philipp-Rosenthal-Straße 59, 04103 Leipzig

Maßnahme A

Untersetzung

Umbauten

Wählen oder ergänzen Sie eine Untersetzung.

Maßnahme B

Untersetzung

Wählen Sie eine Maßnahme.

Wählen oder ergänzen Sie eine Untersetzung.

Maßnahme C

Untersetzung

Wählen Sie eine Maßnahme.

Wählen oder ergänzen Sie eine Untersetzung.

 

Bauherrenamt

Dezernat

III Umwelt, Ordnung, Sport

Amt

Amt für Sport

Anschrift

Am Sportforum 3, 04105 Leipzig

 

Baufachamt

Dezernat

VI Stadtentwicklung und Bau

Amt

Amt für Gebäudemanagement

Anschrift

Prager Straße 118 – 136, 04317 Leipzig

 

 

Stand

06.08.2019

 


 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Kurzerläuterung

1.

Grundlagen

1.1

Ziel und Entwicklungskonzeption

1.2

Beschlüsse

2.

Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

2.1

Beschreibung des Ist-Zustandes

2.2

Ableitung des Bedarfes

2.3

Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

2.4

Alternativlösungen

2.5

Folgen bei Nichtbeschlussfassung

3.

Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

3.1

Städtebauliche Einordnung

3.2

Erläuterung der Planung

3.3

Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

3.4

Eigentumsverhältnisse

3.5

Energiekonzept

3.6

Barrierefreies Bauen

3.7

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

4.

Finanzieller Aufwand

4.1

Finanzhaushalt

4.2

Ergebnishaushalt

5.

Finanzierungsplan

6.

Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

7.

Fristenplan

8.

VOF-Betrachtung/Planungsbeteiligte

9.

Effektivität und Wirtschaftlichkeit

9.1

Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

9.2

Auswirkungen auf den Stellenplan

9.3

Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

 

Anlagen

Anlage 1

Tabelle Nutzungskosten

 

     

 

     

 


Kurzerläuterung

Der Internatsbetrieb der beiden Leipziger Eliteschulen des Sports – des Landesgymnasiums und der kommunalen Sportoberschule – wird derzeit im Verbundsystem in der Marschnerstraße 30 und der Kolonnadenstraße 26-28 sichergestellt. Für das Internat Marschnerstraße liegt die Verantwortung beim Freistaat Sachsen. Für die Betreuung im bisherigen Internat in der Kolonnadenstraße zeichnet die Stadt Leipzig verantwortlich. Die Internatsunterbringung auswärtiger Schüler/innen, die an der sportbetonten Oberschule in Leipzig ausgebildet werden, ist eine freiwillige kommunale Aufgabe.

 

Am Standort Kolonnadenstraße ist aus der Gebäudespezifik heraus und entsprechend der bis zum 31.08.2020 befristeten Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes vom 27.07.2015 die Unterbringung von minderjährigen Sportoberschülern (U16) nicht möglich. Deshalb wurde eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Freistaat Sachsen zur gesetzeskonformen Unterbringung von U16 und über 16-Jährigen an den beiden Leipziger Internatsstandorten geschlossen.

 

Der Nutzungsvertrag zum privaten Objekt Kolonnadenstraße wurde vom neuen Eigentümer zum 31.08.2020 gekündigt. Darüber hinaus können die vom Freistaat Sachsen geforderten gleichwertigen Unterbringungsbedingungen von Sportoberschülern (kommunale Schulträgerschaft) und Sportgymnasiasten (Landesträgerschaft) am Standort Kolonnadenstraße aufgrund des Bauzustandes, des Gebäudezuschnitts und der begrenzten baulichen Veränderungsmöglichkeiten nicht dauerhaft gewährleistet werden. Vor diesem Hintergrund hat der Freistaat Sachsen die Verwaltungsvereinbarung vom 01.08.2015 zum 31.07.2020 gekündigt.

 

 

1.           Grundlagen

1.1.     Ziel und Entwicklungskonzeption

Um dem Profil und Status einer Sportoberschule sowie einer anerkannten Eliteschule des Sports und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wie bisher zu entsprechen, ist es notwendig, Nachwuchstalenten aus dem Bundesgebiet eine Bildungs- und Entwicklungsperspektive zu geben und, damit verbunden, eine Unterbringungsmöglichkeit bereitzustellen.

 

Damit kann das funktionale und leistungsfähige Verbundsystem des (Nachwuchs-) Leistungssports in Leipzig stabil gehalten werden. Es besteht aus acht in der aktuellen Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bestätigten Bundesstützpunkten, der öffentlichen Sportförderung und der kommunalen Schwerpunktsportartenförderung sowie erheblichen finanziellen Investitionen von Bund, Land und Kommune, teilweise auch von Leistungssport tragenden Leipziger Vereinen, in Trainingsstätten des Hochleistungssports während der zurückliegenden 15 Jahre am Standort Leipzig.

 

Für eine Umnutzung als Sportinternat ist das Objekt Philipp-Rosenthal-Straße 59 geeignet und sichert zudem dauerhaft und nachhaltig die Investition der öffentlichen Hand. Die baufachliche Prüfung hat ergeben, dass mit technischem Umrüstungsaufwand der erforderliche Lärmschutz (zum Erlangen der Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt) hergestellt werden kann. Somit ist es möglich, dass die Kommune spätestens ab 06/2020 schul- und trainingsstättennah eine Internatslösung mit Betriebserlaubnis gemäß §45 SGB VIII realisieren kann.

 

 

 

 

1.2.     Beschlüsse

        DS-Nr. V/3899 Absicherung der pädagogischen Betreuung von Schülern der Sportoberschule im Internat Kolonnadenstraße ab 01.08.2014 durch den Verbund Kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ), RBV–2149/14 vom 16.07.2014

        VI-DS-01830/15 vom 16.12.2015 Absicherung der pädagogischen Betreuung von Schülern der Sportoberschule im Internat Kolonnadenstraße 26-28 ab 01.08.2014 durch den Verbund Kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ) – 1. Änderungsbeschluss zum Beschluss der Ratsversammlung Nr. RBV – 2149/14 vom 16.07.2014

        DS-02489 vom 23.03.2016 Außerplanmäßige Auszahlungen und Aufwendungen gemäß      § 79 (1) SächsGemO für die Errichtung von Gemeinschaftsunterkünften in Modulbauweise für Asylbewerber/-innen und Geduldete auf dem Prager Dreieck

        DS-05463 vom 16.04.2018 Anpassung von Kapazitäten für die Unterbringung von Geflüchteten 2018/2019

        DS-06672 vom 01.04.2019 Anpassung von Kapazitäten für die Unterbringung von Geflüchteten 2019 bis 2020

 

 

2.           Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

2.1.     Beschreibung des Ist-Zustandes

Das Gebäude am „Prager Dreieck“ in der Philipp-Rosenthal-Straße 59 ist ein viergeschossiger, nicht fertig gestellter Neubau (Erdgeschoss plus drei Obergeschosse). Das Objekt wurde in seiner Planung als Anlage für soziale Zwecke vorgesehen und sollte als Asylunterkunft dienen. Diese Zweckbindung wurde, u. a. aus Gründen des Rückgangs der Flüchtlingszahlen, einhergehend mit verringertem Wohnstättenbedarf, aufgehoben.


Das Bauvorhaben wurde nach einem mit dem Sozialamt abgestimmten Raum- und Funktionsprogramm der Stadt Leipzig geplant und umgesetzt. Das Gebäude sollte ursprünglich mit 86 Wohneinheiten Platz für 346 Flüchtlinge bieten (im weiteren Verfahren geändert auf 240 Flüchtlinge). Neben den Wohnungen waren Büro- und Verwaltungsräume, Gemeinschafts- und Kinderspielräume, Gebetsräume sowie zentrale Einrichtungen wie Lager, Wäscherei, Sozial- und Wachschutzstation vorgesehen.

 

Die gegenwärtig erreichte Ausbaustufe (Gebäudehülle weitestgehend fertiggestellt, Innenaus- und -umbau muss noch erfolgen) bildet die Grundlage für die Fertigstellung als Sportinternat.

2.2.     Ableitung des Bedarfes

Da die Unterbringung der Sportoberschüler im Objekt Kolonnadenstraße aufgrund der Eigentümerkündigung zum 31.08.2020 nicht mehr gewährleistet ist sowie die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig zur gemeinsamen Unterbringung der Sportschüler beider Eliteschulen mit Kündigung zum 31.08.2020 durch den Freistaat Sachsen hinfällig ist, werden spätestens ab dem Schuljahr 2020/2021 mindestens 60 Plätze für Schüler ab der Klassenstufe 5 benötigt.

2.3.     Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die Notwendigkeit der Vorhaltung eines Sportinternats ist unstrittig. Wie bereits dargestellt, steht das momentan genutzte Objekt in der Kolonnadenstraße nur bis Mitte 2020 zur Verfügung, so dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Ersatz geschaffen sein muss. Gegenwärtig befindet sich das Objekt in der Philipp-Rosenthal-Straße im nicht fertiggestellten Zustand. Eine Nutzung als Sportinternat ist nur durch Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel für die Baufertigstellung möglich.

 

2.4.     Alternativlösungen

Zum Objekt in der Philipp-Rosenthal-Straße 59 sowie zum bisher genutzten Objekt in der Kolonnadenstraße wurde eine vergleichende Plausibilitätsprüfung durch das Dezernat Stadtentwicklung und Bau durchgeführt. Im Ergebnis lässt sich das Objekt Philipp-Rosenthal-Straße 59 aufgrund seiner inneren Struktur und den zur Verfügung stehenden Freiflächen bestens als Sportinternat nutzen. Das Objekt Kolonnadenstraße besteht aus drei nebeneinander stehenden Gebäuden, welche nicht komplett barrierefrei erschlossen werden können. Aufgrund der baulichen Bestandssituation ist die Schaffung eines zentralen Zugangs zum Gebäude (zwingende Voraussetzung) nicht möglich. Zudem sind die notwendigen Außenanlagen für ein Sportinternat, z. B. Fahrradabstellplätze, nicht vorhanden und können aufgrund des nicht ausreichenden Flächenbestandes auch nicht geschaffen werden. Hinzu kommt, dass sich die Unterkunft in der Kolonnadenstraße in privater Hand befindet. Der Erwerb und der sich daran zwingend notwendige Umbau der Immobilie Kolonnadenstraße wurde auch aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.


Die in Betracht gezogene Nutzung eines Gebäudeteils des Eitingon-Hauses als Sportinternat ließ sich nicht mit den Nachnutzungsplänen des Klinikums St. Georg Leipzig in Einklang bringen.


Ebenso kam der Kauf verbunden mit anschließenden Umbaumaßnahmen eines leerstehenden Gebäudes (ehemals Autohaus) in der Lindenthaler Straße aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage.

2.5.     Folgen bei Nichtbeschlussfassung

Der Sportoberschule Leipzig wurde aufgrund vielfältig erfüllter Kriterien das Prädikat „Eliteschule des Sports“ und „Eliteschule des DFB“ verliehen. Zu den vom DOSB verbindlich vorgegebenen Maßgaben zählt u. a. das Qualitätskriterium „Regionale und überregionale Wirkungsmöglichkeiten“. Dies umfasst die Notwendigkeit der Unterbringung und die Gleichbehandlung auswärtiger Schüler, optimierte Entwicklungsbedingungen externer Talente durch Schul- und Internatsunterbringung sowie für auswärtige Kaderathletinnen und -athleten gleiche Aufnahme- und Förderbedingungen wie für Talente aus dem regionalen Einzugsgebiet. Ohne Internatsstandort verliert die kommunale Sportoberschule Leipzig ab 2020 den Status als Eliteschule des Sports und Eliteschule des Fußballs.

 

 

3.           Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

Aufgrund der bereits erfolgten Ausbaustufe für die ursprünglich geplante Nutzung als Asylunterkunft und der Spezifität eines Sportinternats sind Umbaumaßnahmen notwendig, Rückbauarbeiten müssen in mittlerem Umfang erfolgen.


Zur Gewährleistung einer persönlichkeitsfördernden Internatsbetreuung sind bestimmte Anforderungen an die Objekt- und Betreuungsstruktur nach §45 SGB VIII unabdingbar. Den Sportschülern soll ein Aufwachsen in einer sicheren und fördernden Umgebung ermöglicht werden, stets unter Beachtung der Anforderungen eines wachsenden Kinderschutzes, der Aufsichtspflicht sowie von Freiräumen zur Alltagsgestaltung. Hierzu zählen u. a. folgende Bedarfe:

-          geschlechterspezifisch getrennte Wohneinheiten

-          ausreichend Gemeinschaftsräume (Begegnungs-, Bewegungs-, Besuchs-, Hausaufgabenräume, Bibliotheksecke, Entspannungsraum etc.)

-          etagenweise Betreuerbüros (mit Beratungsraum), Mitarbeitertoilette, Duschmöglichkeit je Etage

-          zentrale Speisenversorgung für gemeinsames Essen (Übergabeküche)

-          barrierefreier Zugang, Fahrstuhl für gehandicapte Sportler und Besucher, Rampen, behindertengerechte Sanitärbereiche etc.

-          Waschmaschinen- und Trockenraum

-          Wohnmöglichkeit zum „Probe-/ Eingewöhnungswohnen“ für Quereinsteiger

-          Freigelände mit Sitz-/ Ruhemöglichkeiten, ggf. Tischtennisplatte, Grillecke etc.

-          verschließbare Abstellmöglichkeiten Fahrräder, Sportgeräte etc.

Die Anforderungen aus dem SGB VIII zu einer störungsfreien und zielgerichteten, sprich leistungs- und persönlichkeitsfördernden Internatsbetreuung könnten nach den nötigen Umbaumaßnahmen im Objekt Philipp-Rosenthal-Straße vollumfänglich umgesetzt werden.

3.1.     Städtebauliche Einordnung

Das Objekt Philipp-Rosenthal-Straße 59 befindet sich in Angrenzung an den Stadtteil Zentrum-Südost und unmittelbar am Standort der Alten Messe Leipzig. Der Standort ist durch die nahegelegenen Haltestellen in der Philipp-Rosenthal-Straße, der Prager Straße und der Semmelweisstraße gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

3.2.     Erläuterung der Planung

Die Realisierung des als Flüchtlingsunterkunft geplanten Objektes wurde im Laufe des letzten Jahres unterbrochen. Es erfolgten Prüfungen zur Umnutzung als Internat und Überlegungen zu dafür erforderlichen Grundrissanpassungen.

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

Die Herrichtung und Medienerschließung des Gebäudes erfolgte im Rahmen des Asylprojektes. Hierfür erfolgten bereits entsprechende Erschließungen für Wasser/Abwasser, Elektro und Fernwärme. Noch ausstehend ist die Erschließung durch die Telekom, die erst nach Bestätigung der Umnutzungsplanung erfolgen kann.

Weitere Erschließungsmaßnahmen für die Umnutzung als Sportinternat sind nicht erforderlich.

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

Teile der Leistungen, die originär zum Asylprojekt gehören, jedoch aufgrund der Umnutzung noch nicht zur Ausführung gekommen sind, werden nunmehr mit der Fertigstellung des Objektes zum Sportinternat ausgeführt.

 

Für die Anpassungen an die Nutzung als Sportinternat sind im Wesentlichen folgende Baumaßnahmen zu realisieren:

-          Wandabbrüche, Durchbrüche, Einbau von neuen Trennwänden zur Umsetzung des Raumprogrammes

-          teilweise Rückbaumaßnahmen Sanitär zur Anpassung an die neue Nutzung (z. B. neue Gruppenräume, Teeküchen auf den Etagen etc.)

-          Ausgabeküche mit Speiseraum im Erdgeschoss

-          Wand- und Bodenbeläge in Sanitärräumen

-          Bodenbeläge in Fluren, Treppenhäusern, Zimmern und Gruppenräumen

-          Einbau von Türen, Brandschutztüren, Brandschutzverglasungen (z. B. zusätzliche Glasflächen zur Tageslichtversorgung der Etagenflure)

-          Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik in Gruppenräumen und Fluren

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

Auch hier gibt es Leistungsteile, die originär zum Asylprojekt gehören und aufgrund der Umnutzung zum Sportinternat noch nicht zur Ausführung gekommen sind. Die Ausführung dieser Leistungen erfolgt nunmehr mit der Fertigstellung des Objektes zum Sportinternat.

 

Die Baumaßnahmen zur Anpassung an die Nutzung als Sportinternat beinhalten im Wesentlichen folgende Leistungen:

-          teilweiser Umbau der Elektroanlage zur Anpassung an die neue Nutzung

-          teilweiser Umbau der Brandmeldeanlage zur Anpassung an die neue Nutzung

-          Feininstallation Heizung und Sanitär

-          Feininstallation Elektro

-          Einbau Küchenausstattungen in Teeküchen und Ausgabeküche

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

Anzahl PKW-Stellplätze

Anzahl Fahrrad-Stellplätze

6 Stellplätze + 1 Behindertenparkplatz

72 Stellplätze + Box für 10 hochwertige Fahrräder


Für das Asylprojekt waren weniger PKWStellplätze und Stellplätze für Fahrräder vorgesehen. Mit der Umnutzung zum Sportinternat ergab sich ein höherer Bedarf. Die Außenanlagen werden unter dem Gesichtspunkt Sportinternat hergerichtet.

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

Diese Kostengruppe wurde in den Auftrag an den GÜ nicht aufgenommen. Für das Sportinternat wird die notwendige Ausstattung angeschafft.

 

3.3.     Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

Durch die Baumaßnahme werden die Nutzungsbedingungen für die Sportschüler wesentlich verbessert. Nun können auch Sportschüler paralympischer Sportarten ins Internat aufgenommen werden.

3.4.     Eigentumsverhältnisse

Gemarkung

Thonberg

 

Flurstücksnummer

318 (Teilfläche)

 

Flurstücksgröße in m²

Teilfläche von insg. 23.239 m²

 

Eigentum

Stadt Leipzig

 


Für das Internat wird nur eine Teilfläche des Grundstücks benötigt. Der größere Teil wird für den Schulhausbau verwendet. Eine Schlussvermessung der Flächen steht noch aus.

3.5.            Energiekonzept

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

 

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

Sportinternat

 

Neubau

Erweiterungsneubau

Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz

Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz

Teilmodernisierung Gebäudehülle

Teilmodernisierung einzelner Bauteile

 

Energieträger:

Folgende Energieträger wurden untersucht:

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

Wählen Sie aus.

Primärenergiefaktor = 0,42

Erdwärme

Wählen Sie aus.

     

Gas

Wählen Sie aus.

     

Holz-Pellets

Wählen Sie aus.

     

Sonstiges

Wählen Sie aus.

     

 

3.6.     Barrierefreies Bauen

Das Gebäude und die Freianlage werden barrierefrei ausgeführt (einschließlich Behinderten-WCs). Im Erdgeschoss werden vier Sportlerzimmer einschließlich Sanitärbereiche rollstuhlgerecht ausgeführt. Ein Aufzug wird in den bereits vorhandenen Aufzugsschacht eingebaut.

3.7.     Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Die Abstimmung zu Grundrissen und Gestaltung der Freiflächen erfolgte mit dem Verbund Kommunaler Kinder- und Jugendhilfe, der die Betreuung der Internatsschüler in der Kolonnadenstraße absichert. Praktische Erfahrungen aus der bisherigen Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Objekt Kolonnadenstraße fanden hierbei Berücksichtigung.

Das Farbkonzept im Innern ist angelehnt an das der Sportoberschule.

 

 

4.           Finanzieller Aufwand

4.1 Finanzhaushalt

Kostenangaben in EUR brutto, 19 % MwSt.

Kostengruppe

1. BA Asyl bis 12/2018

2. BA Internat
01/2019 bis 01/2020

Gesamt

100

Grundstück

 

 

 

200

Herrichten und Erschließung

84.000

 

84.000

300
400

Bauwerk - Baukonstruktionen
Bauwerk - Technische Anlagen

3.885.000

1.127.000

5.012.000

500

Außenanlagen

220.000

122.000

342.000

600

Ausstattung und Kunstwerke

 

160.000

160.000

700

Baunebenkosten

1.314.000

325.000

1.639.000

 

Summe

5.503.000

1.734.000

7.237.000

 

 

Gesamtsummen

finanziell abgerechnet

4.014.388,65 

gebundene Mittel

1.488.611,35

in 2019 noch bereitzustellen

1.734.000,00

Summe

7.237.000,00

 

Hinweis:

Von den ursprünglich für die Unterbringung von Geflüchteten im PSP-Element „GU Asyl Prager Dreieck“ (7.0001550) bereit gestellten Mitteln von 6.720.000 EUR wurden wegen der Reduzierung der Plätze 1.217.000 EUR gesperrt und nicht in das Folgejahr übertragen. Aus diesem Budget von 5.503.000 EUR sind bis zum 31.12.2018 kassenwirksam 4.014.388,65 EUR ausgezahlt worden und gebundene Mittel in das Haushaltsjahr 2019 i. H. v. 1.488.611,35 EUR übertragen worden.

 

Neben den in der KG 600 aufgeführten Kosten für loses Mobiliar in Höhe von 160.000 EUR sind in den KG 300+400 Kosten für Festeinbauten (Mobiliar, Teeküchen) in Höhe von 455.000 EUR berücksichtigt. Im Budget für das Asylprojekt waren keine Ausstattungskosten berücksichtigt.

4.2 Ergebnishaushalt

Pädagogische Betreuung bzw. Internatsbetreuung und -verwaltung

Die enge Verknüpfung von Schule, Training und Wohnen bewirkt eine deutliche Reduzierung der Gesamtbelastung für die (auswärtigen) Sportschüler. Zu bedenken ist jedoch, dass Belastungen aus der Trennung vom Elternhaus, der Verknüpfung aus den Bereichen des Sports und der Schule sowie der kinder- und jugendtypischen Entwicklungsaufgaben regelmäßig auftreten, bei deren Bewältigung die emotionale Unterstützung durch erfahrene Erzieher/innen und Internatspädagogen/innen im Sportinternat eine besonders wichtige Rolle spielt.

 

Die Betreuung der Internatsschüler am Standort Kolonnadenstraße wurde bislang durch den VKKJ gewährleistet. Dieser verfügt somit über einen breiten Erfahrungsschatz hinsichtlich der pädagogischen Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Nachwuchsleistungssport. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem VKKJ auch im Objekt Philipp-Rosenthal-Straße ist daher sinnvoll und bereits einvernehmlich besprochen.

 

Da die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig zur gemeinsamen Unterbringung der Sportschüler beider Eliteschulen mit Kündigung durch den Freistaat Sachsen hinfällig ist, werden am Standort Philipp-Rosenthal-Straße ab Inbetriebnahme – anders als bisher in der Kolonnadenstraße – Schüler ab der Klassenstufe 5 betreut.

 

Dadurch muss der bisherige Personalschlüssel entsprechend der Vorgaben des Landesjugendamtes erweitert werden: Für die pädagogische Betreuung werden beim VKKJ statt bisher 4,15 VzÄ ab 2020 8,50 VzÄ benötigt. Der Leitungs- bzw. Verwaltungsaufwand erhöht sich von bisher 0,47 VzÄ auf dann 0,96 VzÄ. Hinzu kommt 1,00 VzÄ Hausmeister zur Objektbetreuung. Die Gesamt-VzÄ des VKKJ erhöhen sich somit von 4,62 auf 10,46. Im Haushaltsansatz 2019/2020 sind je 325.000 EUR (für 4,62 VzÄ) vorgesehen. Für die Erhöhung des Personalschlüssels sind zusätzlich 150.000 EUR für 2020 notwendig. Die Personalkosten ab 2021 werden mit der Haushaltsplanung 2021/2022 angemeldet.

 

Dabei ist der Mehraufwand und der bisherige Zuschuss (PSP-Element 1.100.42.1.0.01 „Förderung des Sports“, SK: 43150000) ab 2021 neu im PSP-Element 1.100.42.4.1.01.04 „Sportinternat Philipp-Rosenthal-Straße“, SK 43150000 jährlich bereitzustellen.

 

Die Anpassung des Wirtschaftsplanes des VKKJ sowie der Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Leipzig und dem Eigenbetrieb VKKK ist notwendig und wird für das Jahr 2020 erfolgen.

 

Die kleinteilige Vertragsverwaltung zu den zu vermietenden Internatskapazitäten sowie die Koordinierung zwischen allen Partnern (sportbetonte Schule, Sportverbände/Trainer, VKKJ, Essensversorger, Erziehungsberechtigte) fallen als zusätzliche Aufgaben im Amt für Sport an.

 

Für diese Objektverwaltung im Amt für Sport werden ab 2020 zusätzlich Personalressourcen in Höhe von 0,5 VZÄ benötigt. Ab dem Jahr 2021 wird der Stellenmehrbedarf zusätzlich im Stellenplan des Amtes für Sport geplant.

 

Nutzungskosten (Betriebskosten und Instandsetzungskosten)

Die Kalkulation der Nutzungskosten (Vorkalkulation) erfolgte nach dem Muster des AGM bzw. des Amtes für Jugend, Familie und Bildung für Hochbaumaßnahmen (siehe Anlage).

 

Aufgrund der noch notwendigen Umbaumaßnahmen ist eine Inbetriebnahme des Internates ab 08/2020 geplant. Die Berechnung der anteiligen Nutzungskosten für das Jahr 2020 (ab 08/2020) ergaben Betriebskosten in Höhe von 42.061 EUR sowie Instandhaltungskosten in Höhe von 34.725 EUR. Die jährlichen Nutzungskosten ab 2021 für das Sportinternat betragen nach dem Berechnungsmodell 102.269 EUR für Betriebskosten sowie 83.340 EUR für Instandhaltungskosten und werden mit der Haushaltsplanung 2021/2022 angemeldet.

 

Die Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Betreibung der vormals als Flüchtlingsunterkunft geplanten Einrichtung am Standort Philipp-Rosenthal-Straße 59 wurden bis zum Jahr 2018 durch das Sozialamt im PSP-Element 1.100.31.3.0.01.54 geplant. Im Haushaltsplan 2019 des Sozialamtes sind keine Planansätze eingestellt.

 

Für das Planjahr 2020 sind in diesem PSP-Element sowohl Erträge als auch Aufwendungen geplant (Zuschuss " +/- 0"). Aufgrund der Nichtinbetriebnahme der Einrichtung als Flüchtlingsunterkunft fallen keine Aufwendungen an, andererseits können auch keine Erträge vereinnahmt werden. Eine Übertragung von Mitteln aus 2019 und dem Planjahr 2020 in das Budget des Amtes für Sport ist daher nicht möglich.

 

Essensversorgung

Zu einer leistungssportgerechten Lebensweise und einer optimalen gesundheitlichen Versorgung gehört im Kindes- und Jugendalter u. a. auch eine angepasste Ernährung. Für Leistungssportler – insbesondere Heranwachsende – ist eine bedarfsadäquate Ernährung sogar unerlässlich, um eine Einschränkung von Gesundheit und sportlicher Leistung zu vermeiden. Hierzu zählt auch die Mahlzeitenhäufigkeit. Insbesondere das Frühstück zum Start in den Trainings- und Schulalltag und als Grundlage für Leistungsfähigkeit ist als essenziell einzustufen. Zur sportgerechten Kantinenversorgung zählt ein ausgewogener Speiseplan, sodass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist.

 

Die Essensversorgung der Schüler der Sportoberschule sowie des Sportgymnasiums wird durch das Cateringunternehmen B&C Service GmbH Leipzig vorgenommen, das eine sportgerechte Ernährung wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll absichert. Zukünftig findet die Essensversorgung der Internatsschüler der Sportoberschule (morgens, abends) durch das Cateringunternehmen am Standort Philipp-Rosenthal-Straße (nicht mehr am Sportgymnasium) statt, sodass auch weiterhin der gleichwertigen Versorgung von Sportoberschülern und Sportgymnasiasten Rechnung getragen wird. Die Kosten für die Essensversorgung werden auch künftig von den Sportoberschülern / Sportoberschülerinnen getragen.

 

Kostenzusammenfassung

Art der Kosten

Kosten in 2020 in EUR

Kosten ab 2021 in EUR

Pädagogische bzw. Objektbetreuung

150.000

360.000

Nutzungskosten - Betriebskosten

42.061

102.269

Nutzungskosten - Instandhaltungskosten

34.725  

83.340

Essensversorgung

0

0

 

Außerplanmäßige Mehreinnahmen

Im Jahr 2020 (ab 08/2020) stehen den Kosten für den Internatsbetrieb Mieteinnahmen in Höhe von 66.000 EUR gegenüber, ab 2021 betragen die Mieteinnahmen jährlich 158.400 EUR        (60 Schüler à 220 EUR/Monat).

 

Art der Einnahmen

Einnahmen in 2020 in EUR

Einnahmen ab 2021 in EUR

Mieteinnahmen

66.000

158.400

 

 

5.           Finanzierungsplan

Die Gesamtkosten für die Fertigstellung des Sportinternates Philipp-Rosenthal-Straße betragen 7.237.000,00 EUR. Bis zum 31.12.2018 wurden rund 4.000.000 EUR verausgabt und anschließend rund 1.500.000 EUR Ermächtigungen ins Haushaltsjahr 2019 übertragen. In 2019 entsteht ein außerplanmäßiger Mehraufwand in Höhe von rund 1.700.000 EUR.

 

Die Maßnahme ist nicht förderfähig.

 

 

6.           Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

Die Maßnahme ist nicht Bestandteil der mittelfristigen Haushaltsplanung. D. h., die Mittel sind mittels überplanmäßiger Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO für das Haushaltsjahr 2019 in Höhe von 1.734.000 EUR (Investitionshaushalt) und für das Haushaltsjahr 2020 in Höhe von 160.786 EUR (Ergebnishaushalt) zur Verfügung zu stellen. Folgende Deckungen können angeboten werden:

 

6.1. Investitionshaushalt

 

Aktionsplan Funktionsgebäude (7.0001365.700) in Höhe von 1.250.000 EUR

 

Auf diesem PSP-Element sind Mittel für den Ersatzbau des Funktionsgebäudes im Stadion des Friedens sowie die Sanierung des Erich-Steinfurth-Stadions geplant. Zunächst ist hier die Fertigstellung der Baumaßnahme Stadion des Friedens vorgesehen, bevor die Sanierung des Erich-Steinfurth-Stadion fortgesetzt werden kann. Im Rahmen der Fortführung der Investition Stadion des Friedens kam es aus objektiven Gründen zu Bauverzögerungen, die eine gegenwärtige Mittelbereitstellung ermöglichen. Die Mittel sind zur Planung der Maßnahme „Sanierung Erich-Steinfurth-Stadion“ im Doppelhaushalt 2021/2022 neu anzumelden.

 

Zuweisungen vom Land, Spezialfahrzeuge Feuerwehr, Kostenart 6811 0000 (7.0000162.705) in Höhe von 434.000 EUR

 

Die Mittel werden aus überplanmäßigen Einzahlungen von Fördermitteln durch das Land Sachsen – Bereich Brandschutz - bereitgestellt.

 

Sporthalle Rabet (7.0000728.700) in Höhe von 35.600 EUR

 

Die geplante Nachinstallation von Absturzeinrichtungen (Sekuranten) zur Durchführung von Dachreparaturen kann nach dem Haushaltsjahr 2020/2021 verschoben werden. Im Haushaltsjahr 2020 wird im Amt für Sport / Dezernat III eine unterjährige Deckungsmöglichkeit gefunden.

 

Sporthalle Georg-Schumann-Straße (7.0000798.700) in Höhe von 10.000 EUR

 

Die zur Verfügung stehenden Mittel in 2019 reichen für die Umsetzung des Vorhabens Trinkwasserverordnung (Küchenzeile mit Wasserentnahmestelle) aus.

 

Grundsanierung Sporthalle Brüderstraße (7.0001304.700) in Höhe von 4.400 EUR

 

Die Maßnahme wurde abgeschlossen. Es wird angenommen, dass die noch zur Verfügung stehenden Mittel für die Vorhaltung möglicher Gewährleistungsansprüche (LPH 9) ausreichend sind.

 

6.2. Ergebnishaushalt

 

Zur Bereitstellung der Betriebs- und Instandhaltungskosten (HJ 2020) in Höhe von 76.786 EUR können 66.000 EUR aus außerplanmäßigen Mieterträgen durch die Nutzer gedeckt werden (Ansatz: 60 Plätze/220,00 EUR/5 Monate). Die verbleibende Differenz in Höhe von 10.786 EUR wird durch Verschiebungen von Instandhaltungsaufwendungen nach 2021 erbracht.

 

Die Mittelbereitstellung in Höhe von 150.000 EUR für die pädagogische Betreuung und Objektbetreuung 2020 erfolgt zu Lasten der Förderung des Sports. Möglich wird dies auf Grund der Fusion der Olympiastützpunkte Leipzig und Chemnitz/Dresden zum Olympiastützpunkt Sachsen e. V. und damit Wegfalls der Förderung.

 

 

7.           Fristenplan

Baubeginn

01.10.2019

Fertigstellung

01.06.2020

Fertigstellung

     

Fertigstellung

     

 

 

8.           VOFBetrachtung/Planungsbeteiligte

Die Vergabe der Planungsleistung erfolgte entsprechend DS-02489 vom 23.03.2016Außerplanmäßige Auszahlungen und Aufwendungen gem. § 79 (1) SächsGemO für die Errichtung von Gemeinschaftsunterkünften in Modulbauweise für Asylbewerber/-innen und Geduldete auf dem Prager Dreieck“.

 

GÜ: r³-project Gesellschaft für Generalplanung und Projektplanung mbH,
Architekt: Ralf Rossig, Hohe Wiese 2, 08499 Mylau

 

 

9.           Effektivität und Wirtschaftlichkeit

9.1.     Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

Die Maßnahme der Vorlage ist ein Neubau. Die Nutzungskosten sind in der Tabelle 1 (Anlage 1) ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2021

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

102.269

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

83.340

 

Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.08.2020 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

42.061

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

34.725

 

9.2.     Auswirkungen auf den Stellenplan

Diese Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den aktuellen Stellenplan.

9.3.     Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

Kennwerte des Vorhabens:

NUF

     

     

BGF

3.750

BRI

     

KG 300 + 400

5.012.000

EUR

     

     

     

 

BKI – Kennwertvergleich mit einem Neubau von

 

Mittelwert

 

Kennwerte des

Vorhabens

Bemerkungen/Begründung

KG 300 + 400/NF

      EUR/m²

>=<

      EUR/m²

Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert.

KG 300 + 400/BGF

1.300 EUR/m²

>=<

1.337 EUR/m²

Das Bauvorhaben stimmt mit dem Kennwert überein.

KG 300 + 400/BRI

      EUR/m³

>=<

      EUR/m³

Das Bauvorhaben überschreitet den Kennwert.

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

 

Nutzungskosten

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

x

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge                                                          

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

2019

2019

1.734.000,00

7.0001550.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

X

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

2020

 

2021

 

2020

 

Ff

 

   66.000,00

 

158.400,00

 

1.100.42.4.1.01.01.04

SK: 3411 0000

1.100.42.4.1.01.01.04

SK: 3411 0000

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

2020

 

2021

 

 

2020

 

 

2021

 

 

2020

 

ff

 

 

2020

 

 

Ff

 

 

   76.786,00

 

185.609,00

 

 

150.000,00

 

 

360.000,00

 

 

1.100.42.4.1.01.01.04

SK: 4241 1200

1.100.42.4.1.01. 01.04

SK: 4241 1200 

 

1.100.42.4.1.01.01.04

SK: 4315 0000 

 

1.100.42.4.1.01.01.04

SK: 4315 0000 

.    

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

 

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

 

nein

 

ja,

 

Stammbaum:
VI-DS-01830   Absicherung der pädagogischen Betreuung von Schülern der Sportoberschule im Internat Kolonnadenstraße 26-28 ab 01.08.2014 durch den Verbund Kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ) – 1. Änderungsbeschluss zum Beschluss der Ratsversammlung Nr. RBV – 2149/14 vom 16.07.2014   52 Amt für Sport   Beschlussvorlage
VI-DS-01830-DS-01   Baubeschluss zur Fertigstellung des Objektes Philipp-Rosenthal-Straße 59 als Sportinternat (Bestätigung gem. § 79 (1) SächsGemO)   52 Amt für Sport   Beschlussvorlage
VI-DS-01830-DS-01-DS-01   Sicherung Standort Philipp-Rosenthal-Straße 59 (vormals geplante Flüchtlingsunterkunft) für ein Sportinternat   52 Amt für Sport   Beschlussvorlage