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Vorlage - VI-DS-03626-Ifo-01  

 
 
Betreff: Zwischenbericht Projekt Log-In-LE (Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte)
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und SchuleBezüglich:
VI-DS-03626
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
28.05.2018    Dienstberatung des Oberbürgermeisters      
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
21.06.2018    FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Ratsversammlung Information zur Kenntnis
22.08.2018 
Ratsversammlung zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

1 Anlass der Vorlage

 

Gemäß VI-DS-03626 werden beim Fördermittelgeber einzureichende Berichte dem Stadtrat und seinen Gremien als Informationsvorlagen zur Verfügung gestellt. Die vom Fördermittel-geber vorgegebene Berichtsform wurde für diese Vorlage ebenso beibehalten wie der gefor-derte Umfang. Dokumentiert ist der Projektzeitraum vom 01.02.2017 bis 31.12.2017.

 

 

2 Aufzählung der wichtigsten wissenschaftlich-technischen Ergebnisse und anderer wesentlicher Ereignisse

 

Die Projektmitarbeiter/-innen nutzten die ersten Monate der Projektlaufzeit in erster Linie zur verwaltungsinternen und -externen Vernetzung mit Akteuren der Bildungsarbeit für Neuzuge-wanderte. Über die Teilnahme an verschiedenen Gremiensitzungen konnten relevante Ak-teure identifiziert, Entscheidungen für aktive Mitarbeit in Gremien getroffen und das Projekt mit seinen Zielen auf operativer und strategischer Ebene bekannt gemacht werden. Dem Steuerungskreis und der Lenkungsgruppe "Lernen vor Ort" als Gremien des Leipziger Bil-dungsmanagements wurde regelmäßig Bericht erstattet. Besondere Aufmerksamkeit für "Bil-dungsangebote für Neuzugewanderte" konnte mit der Bildungspolitischen Stunde des Leipzi-ger Stadtrates zum Thema "Bildung - Migration - Integration" erreicht werden, in deren inhalt-liche Ausgestaltung die Projektmitarbeiter/-innen einbezogen waren.

 

Um das Projektziel der Herstellung von Transparenz über vorhandene Bildungsangebote, zu erreichen, beteiligten sich die Projektmitarbeiter/-innen aktiv an der Erarbeitung eines "Weg-weisers für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe" und an der Implementierung der Internet-plattform afeefa in Leipzig. Unter Federführung der Stiftung Bürger für Leipzig begannen Anfang 2017 Ehren- und Hauptamtliche die wichtigsten Informationen und Anlaufstellen zum Thema Geflüchtete und Integration für den o. g. Wegweiser zusammenzutragen. Die Projekt-mitarbeiter/-innen wurden in den laufenden Prozess eingebunden und unterstützten diesen inhaltlich und strukturell. Schwerpunkte waren dabei die Recherche relevanter Akteure sowie die inhaltliche und redaktionelle Arbeit an verschiedenen Kapiteln. Der Wegweiser soll bis Mitte 2018 in gedruckter Form vorliegen und verfügt über 14 Kapitel zu verschiedenen The-men. Die Inhalte des Wegweisers werden digital auf der Plattform afeefa-leipzig.de zu finden sein. Afeefa.de bietet seit Mitte 2015 eine Informationsplattform über integrative Angebote und Veranstaltungen für Neuzugewanderte in Dresden an. Ziel war die gemeinsame Auswei-tung auf Leipzig. Im Sommer 2017 wurde ein lokales Strukturteam gebildet und ein Anforde-rungsworkshop mit etwa 40 zivilgesellschaftlichen Akteuren, Mitarbeiter/-innen von Initiati-ven, Stiftungen und Vereinen durchgeführt. Programmierung und Schulungen wurden in der Folge durch das bestehende Dresdner afeefa-Team übernommen. Den Leipziger Akteuren obliegen der inhaltliche Betrieb, die redaktionelle Aufbereitung sowie die Öffentlichkeitsar-beit. Für die inhaltliche Arbeit wurde ein Redaktionsteam gegründet, welches sich monatlich trifft. Mit Interaction e. V. fand sich ein Projektträger, der über die Sächsische Aufbaubank zwei Jahre gefördert wird. Die Freischaltung des Portals ist im ersten Halbjahr 2018 geplant. Die Projektmitarbeiter/-innen von Log-In-LE arbeiten sowohl im Struktur- als auch im Redak-tionsteam.

 

In den Projektschwerpunktgebieten widmeten sich die Log-In-LE-Koordinatoren vielfältigen Aufgaben. Im Bereich Bildungsabschlüsse und Monitoring wurde eine Übersicht über Sprachkurse zur Nutzung durch das Sozialamt erarbeitet. Darüber hinaus gab es eine Betei-ligung an der Entwicklung einer Vorlage mit der Beschreibung von Maßnahmen zur Bil-dungs- und Arbeitsmarktintegration Neuzugewanderter im Alter von 16 bis 27 Jahren. Im Bereich Sport und Ehrenamt wurde eine Analyse der Situa-tion der Neuzugewanderten in Bezug auf sportliche Teilhabe vorgenommen. In der Folge stand der Austausch mit lokalen Verbänden und Vereinen um Handlungsnot-wendigkeiten herauszufiltern. Im Ergebnis wer-den die Problemfelder "Kenntnisse über das deutsche Sportvereinssystem" und "Schwim-men lernen in Deutschland" bearbeitet. Im Bereich Kulturelle Bildung standen Vernetzung und Kontaktaufnahme sowie die Vorbereitung eines Fachtages in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt zum Thema "inklusiv. divers. diskriminierungskritisch - Wie gelingen offene Zugän-ge in der Kulturellen Bildung?" auf der Agenda. Im Bereich der Bibliotheksarbeit wurde die Ausgangslage der interkulturellen Bildung in zwei Stadtteilbibliotheken analysiert.

 

3 Vergleich des Stands des Vorhabens mit der ursprünglichen Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplanung

 

Beginn der Projektlaufzeit von Log-In-LE war der 01.02.2017, die Stellenbesetzung verzöger-te sich jedoch. Die Projektmitarbeiter/-innen nahmen zum 15.03.2017, 01.04.2017 und 18.05.2017 die Arbeit auf. Das zuletzt geschlossene Arbeitsverhältnis wurde durch die Mit-arbeiterin in der Probezeit beendet, eine Nachbesetzung der Stelle für das Arbeitsfeld Bil-dungsabschlüsse und Monitoring ist bis Ende 2017 nicht erfolgt und die geplanten Arbeits-pakete daher nur ansatzweise umgesetzt. Auch übergeordnete Arbeitspakete, die auf eine Ressource von drei Personalstellen ausgerichtet waren, konnten nicht im vorgesehenen Zeit-rahmen umgesetzt werden.

 

Aufgrund des späteren Projektstarts und der nicht durchgängig besetzten Personalstellen sowie einer anderen Eingruppierung der Personalstellen als im Antrag angenommen, konnten nicht sämtliche im Finanzierungsplan geplanten Mittel ausgegeben werden. Von den für 2017 geplanten Personalkosten (0812) in Höhe von 168.800 € wurden 100.984,04 € ausgegeben. Von den geplanten Reisekosten (9.500 € | 0846) wurden 718,20 € verausgabt.

 

Der im Antrag angedachte "Runde Tisch Integration" hat sich in der bisherigen Arbeit als nicht notwendig herausgestellt. Mit Antragstellung war geplant, die relevanten Bildungsan-bieter in regelmäßigen Abständen zusammenzubringen und Austauschmöglichkeiten herzu-stellen. Da in Leipzig jedoch verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen regional und lokal vernetzt am Thema zusammenarbeiten, hat sich die Einrichtung einer neuen, zusätzlichen Struktur als nicht zielführend erwiesen. Bestehende Strukturen werden aktiv genutzt und durch die Projektmitarbeiter/-innen untereinander vernetzt, sofern noch nicht geschehen.

 

4  Änderung der Aussichten für die Erreichung der Ziele des Vorhabens innerhalb des angegebenen Ausgabenzeitraums gegenüber dem ursprünglichen Antrag

 

Die Aussichten auf die Erreichung der Vorhabenziele haben sich gegenüber dem Projektan-trag insofern geändert, als aufgrund der spät besetzten bzw. teilweise unbesetzten Personal-stellen eine vollumfängliche Bearbeitung aller Arbeitspakete möglicherweise nicht erreicht werden kann.

 

5 Ergebnisse Dritter, die für die Durchführung des Vorhabens relevant sind/

Darstellung der aktuellen Informationsrecherchen nach Nr. 2.1 BNBest-BMBF 98

 

Nicht relevant.

 

6 Erforderliche Änderungen in der Zielsetzung

 

Die im Antrag formulierten Zielsetzungen bedürfen keiner Abänderung. Der Antrag ist aus der Verwaltung heraus dezernats- und ämterübergreifend in einer Verantwortungsgemein-schaft entstanden und wird nach wie vor von allen Beteiligten gemeinsam getragen und verantwortet.

 

7 Fortschreibung des Verwertungsplans

 

a) Erfindungen, Schutzrechtsanmeldungen und erteilte Schutzrechte, die vom Zuwendungs-empfänger oder von am Vorhaben Beteiligten gemacht oder in Anspruch genommen wurden


sowie deren standortbezogene Verwertung (Lizenzen u. a.) und erkennbare Verwertungs-möglichkeiten.

 

Für das Projekt nicht relevant.

 

b) Wirtschaftliche Erfolgsaussichten nach Projektende (mit Zeithorizont) - z. B. auch funktio-nale/wirtschaftliche Vorteile gegenüber Konkurrenzlösungen, Nutzen für verschiedene An-wendergruppen/-industrien am Standort Deutschland, Umsetzungs- und Transferstrategien (Angabe sowie die Art des Vorhabens dies zulässt).

 

Mit der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte wird die Bildungsbeteiligung von Neuzugewanderten in verschiedenen Bereichen des lebensbeglei-tenden Lernens gefördert. Damit soll gleichzeitig die Aufgabe der gesamt-gesellschaftlichen Integration vorangetrieben werden. Gelingt dies, wird die berufliche und soziale Integration bzw. gesellschaftliche Teilhabe insgesamt gestärkt. Die Zahl der Erwerbslosen und der Leistungsempfänger/-innen sinkt und die Kosten in den Folgebereichen (vor allem SGB II) verringern sich.

 

c) Wissenschaftliche und/oder technische Erfolgsaussichten nach Projektende (mit Zeit-horizont) - u. a. wie die geplanten Ergebnisse in anderer Weise (z. B. für öffentliche Aufga-ben, Datenbanken, Netzwerke, Transferstellen etc.) genutzt werden können. Dabei ist auch eine etwaige Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Firmen, Netzwerken, Forschungs-stellen u. ä. einzubeziehen.

 

Ziel ist es, das in der Stadt Leipzig aufgebaute integrativ ausgerichtete Bildungsmanagement um die Aspekte der Bildungssituation der Neuzugewanderten zu erweitern. Die dabei im Berichtszeitraum gewonnenen Erfahrungen und erreichten Ergebnisse wurden und werden kontinuierlich dokumentiert und zur Nachnutzung aufbereitet. Auf Programmebene wurden und werden Erkenntnisse in verschiedenen Arbeitsgremien (z. B. die Fortbildungsveranstal-tungen der Transferagentur Mitteldeutsch-land TransMIT oder dem sächsischen Netzwerk der Bildungskoordinatoren) präsentiert und diskutiert.

 

d) Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit für eine mögliche notwendige nächste Phase bzw. die nächsten innovatorischen Schritte zur erfolgreichen Umsetzung der Ergebnisse.

 

Die Nachhaltigkeit der Aktivitäten kann über breite Bündnisse inner- und außerhalb der Stadtverwaltung sichergestellt werden. Intern geschieht dies über die Anbindung der Koordi-natoren an Tandemämter, so wird die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse gesichert. Die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse werden aufbereitet und an die zuständigen Tan-demämter übergeben. Extern spielen die Kooperationspartner eine wichtige Rolle. Für die Projekte zur Verbesserung der Transparenz der Bildungsangebote für Neuzugewanderte gab es bereits Partner (Stiftung Bürger für Leipzig für den Wegweiser der Flüchtlingshilfe) oder es konnten neue Partner gewonnen werden (interaction e. V. für die online Plattform afeefa.de), die diese Prozesse auch nach dem Auslaufen der Projektlaufzeit weiter verant-worten und betreuen werden. Für die Online Plattform Afeefa, die aus Dresden importiert wurde, ist weiterhin ein Transfer in die Region Leipzig (Landkreise Leipzig und Nordsachsen) geplant.
 

Stammbaum:
VI-DS-03626   Projekt Log-In-LE (Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte): Verortung der Stellen und Organisation   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Informationsvorlage
VI-DS-03626-Ifo-01   Zwischenbericht Projekt Log-In-LE (Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte)   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Informationsvorlage