Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-A-04099-NF-03  

 
 
Betreff: Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:MigrantenbeiratBezüglich:
VI-A-04099
Beratungsfolge:
Jugendparlament Vorberatung
FA Allgemeine Verwaltung Vorberatung
12.06.2018    FA Allgemeine Verwaltung      
Ratsversammlung Beschlussfassung
20.06.2018 
Ratsversammlung geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Beschlussvorschlag:

  1. Die Verwaltung strebt an, für möglichst alle MitarbeiterInnen von Behörden, die schwerpunktmäßig Integrationsaufgaben erfüllen und direkten Kontakt zu Migrantinnen und Migranten haben, Schulungsangebote zur Erlangung und Stärkung interkultureller Kompetenz anzubieten – erstmals im Jahr 2018 und dann wiederkehrend. Die Verwaltung wird beauftragt, einmalig im Jahr solche Schulungsmöglichkeiten in jeder Abteilung der oben genannten Behörden anzubieten und die Leitungen der Abteilungen anzuweisen, die Angestellten für die Wahrnehmung der Angebote zu sensibilisieren.
  2. Dabei wird auf bestehende Angebote aus dem Fortbildungsprogramm der Stadtverwaltung und verschiedenen freien Trägern zurückgegriffen.
  3. Die Eigenbetriebe und Beteiligungsunternehmen werden für die im vorliegenden Antrag zum Ausdruck gebrachte Intension und Zielstellung nochmals sensibilisiert und um eine Berichterstattung gebeten.
  4. Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung und zur Stärkung interkultureller Kompetenzen der städtischen Bediensteten fließen in die Erarbeitung des Personalentwicklungskonzeptes ein. Dem Stadtrat ist über die geplanten Maßnahmen und deren Umsetzung zu berichten.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

 

nein

 

ja,

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Sachverhalt: Der Anteil von Migrantinnen und Migranten in der Stadt Leipzig steigt und lag Ende 2016 bei 77.559 Personen (13,4%) und der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern bei 51.861 Personen (8,9%). Diese Veränderungen spiegeln sich noch nicht in den Mitarbeiter/innenstrukturen der Behörde wider, geschweige denn, dass sich Behördenmitarbeiter/innen in Hinblick auf Sprach- und interkulturelle Kompetenzen ausreichend auf die heterogene Gruppe der Migrant/innen eingestellt hätten.

 

Im Gesamtkonzept zur Integration der Migrantinnen und Migranten in Leipzig (beschlossen am 12.12.2012, vgl. RB V-1458/12) wird dazu ausgeführt: „Defizite in der interkulturellen Öffnung führen nicht nur dazu, dass Migrantinnen und Migranten das Angebot / die Leistung nicht finden oder annehmen, womit u.a. soziale Ungleichheit unterstützt wird, sondern kann auch zu Missverständnissen und Konflikten führen.“

 

Gleichzeitig wird konstatiert, dass „das Personalamt verschiedene Fortbildungsmaßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung Leipzig sowie der Verbesserung fremdsprachiger Kompetenzen für Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung organisiert“ hat, „jedoch festgestellt werden [muss], dass die interkulturellen Fortbildungen nur von einer relativ geringen Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besucht wurden und in den letzten Jahren infolge fehlender Nachfrage nicht mehr angeboten wurden.“

 

Aus zahlreichen Erfahrungsberichten lässt sich schließen, dass insbesondere bei Mitarbeiter/innen städtischer Behörden wie z.B. der Ausländerbehörde und dem Sozialamt große Defizite auf der individuellen Ebene des Umgangs mit Menschen mit Migrationshintergrund gibt.

 

Mit diesem Antrag soll vor allem die Erlangung interkultureller Kompetenzen der Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung und - wenn möglich - auch der Eigenbetriebe und Beteiligungsunternehmen der Stadt forciert werden.

 

Stammbaum:
VI-A-04099   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   18 Referat für Migration und Integration   Antrag
VI-A-04099-VSP-01   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   11 Personalamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-04099-VSP-02   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   11 Personalamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-04099-NF-03   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   18 Referat für Migration und Integration   Neufassung
VI-A-04099-NF-03-VSP-01   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   11 Personalamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-04099-NF-03-ÄA-02   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Änderungsantrag
VI-A-04099-NF-03-ÄA-02-VSP-01   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   11 Personalamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-04099-NF-03-ÄA-03   Interkulturelle Kompetenzen als verpflichtende Weiterbildung für städtische Bedienstete   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag