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Vorlage - VI-F-05441-AW-01  

 
 
Betreff: Entwicklung der Kitalandespauschale vor dem Hintergrund des geänderten Betreuungsschlüssels
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und SchuleBezüglich:
VI-F-05441
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Antwort:

 

  1. Wie viele ErzieherInnen wurden zwischen 2015 und 2017 zusätzlich zur Abdeckung des neuen Personalschlüssels eingestellt? (bitte pro Jahr angeben) Wie viele „Hilfskräfte“ befinden sich darunter? Wie vielen ErzieherInnen wurde zwischen 2015 und 2017 ihre Arbeitszeit aufgestockt, um den Personalschlüssel abzudecken?

 

In der Stellenplanung für die Kitas in kommunaler Trägerschaft wurden für die gesetzliche Änderung der Absenkung des Personalschlüssels 2015 Einstellungen und Arbeitszeiter-höhungen im Umfang von 13 VzÄ, 2016 Einstellungen und Arbeitszeiterhöhungen im Umfang von 15 VzÄ und 2017 Einstellungen und Arbeitszeiterhöhungen im Umfang von 22,73 VzÄ vorgenommen.

 

Eine Angabe, wie viele ErzieherInnen wegen der Absenkung des Personalschlüssels konkret neu eingestellt wurden, und bei wie vielen nur die Arbeitszeit erhöht wurde, kann nicht erfolgen, da dies durch das Personalamt nicht erfasst wird. 

 

  1. Wie hoch sind die Mehrkosten durch die Absenkung des Personalschlüssels? (bitte einzeln aufschlüsseln in die Jahresscheiben 2015 bis 2017)

 

 

 

 

  1. Wie hoch sind die Mehreinnahmen durch die Anhebung der Kita-Pauschale des Landes? (bitte einzeln aufschlüsseln in die Jahresschreiben 2015 bis 2017)

 

  1. Entstehen der Stadt Mehrkosten durch die Absenkung des Personalschlüssels trotz Anhebung der Kita-Landespauschale? Wenn ja, wie hoch ist dieser Betrag? (bitte einzeln aufschlüsseln in die Jahresscheiben 2015 bis 2017)

 

 

Es ergibt sich eine Differenz zwischen Mehrerträgen durch den Landeszuschuss und den tatsächlich angefallenen Aufwendungen, die durch die Anpassung des Personalschlüssels hervorgerufen wurden. Dafür gibt es folgende Gründe:

 

Laut § 18 SächsKitaG bemisst sich die Höhe des Landeszuschuss an der Anzahl der betreu-ten Kinder zum Stichtag 01.04. des Vorjahres. In Leipzig stiegen die Betreuungszahlen im Zeitraum von 2014 bis 2016 jährlich im Schnitt um 2.100 Kinder bei einer Berechnungsbasis von neun Stunden. Dieser Trend wird auch für die kommenden Jahre erwartet.

Dementsprechend fehlen Mehrerträge. Dies ist auch für die Finanzierung ohne eine Betreuungsschlüsseländerung ein Nachteil für Kommunen, die ihre Betreuungskapazitäten in größerem Umfang erweitern müssen.

 

Die unterjährige Anpassung des Krippenschlüssels in 2017 und 2018 ruft ebenfalls einen für die Stadt Leipzig nachteiligen Effekt hervor. Die durchschnittlichen Belegungszahlen in der Krippe für die Monate September bis Dezember sind in der Regel erheblich höher als der Jahresdurchschnitt. Dies liegt daran, dass zum Schuljahresbeginn neue Kinder für die frei gewordenen Plätze von Schulanfängern aufgenommen werden.

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 

Stammbaum:
VI-F-05441   Entwicklung der Kitalandespauschale vor dem Hintergrund des geänderten Betreuungsschlüssels   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Anfrage
VI-F-05441-AW-01   Entwicklung der Kitalandespauschale vor dem Hintergrund des geänderten Betreuungsschlüssels   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   schriftliche Antwort zur Anfrage