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Vorlage - VI-A-05453-VSP-01  

 
 
Betreff: Öffentliche Kennzeichnung der Symbolik des Granitbrunnens auf dem Nikolaikirchhof als Objekt der Erinnerung der friedlichen Revolution
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VI-A-05453
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Kultur Vorberatung
13.04.2018    FA Kultur      
Ratsversammlung Beschlussfassung
18.04.2018 
Ratsversammlung zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Antrag wird abgelehnt.

 

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Sachverhalt:
 

Der Granitbrunnen auf dem Nikolaikirchhof entstand nach einem Entwurf des Berliner Büros von David Chipperfield Architects im Jahr 2003.

 

Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität des innerstädtischen Platzes und zur Erinnerung an den sich einstig dort befindlichen Brunnen hatte die Kulturstiftung Leipzig gemeinsam mit der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Stadt Leipzig einen Wettbewerb für eine Brunnengestaltung auf dem Kirchplatz ausgelobt.

 

Der Brunnen soll, laut Ausschreibungstext, das Motiv der 1999 eingeweihten Nikolaisäule respektieren, aber weder inhaltlich mit ihr konkurrieren, noch die politischen Ereignisse von 1989 inszenieren.

 

Der Entwurf des Architekturbüros David Chipperfield (1. Platz des Wettbewerbes) überzeugt, weil er sich in das gestalterische Gesamtkonzept des Nikolaikirchhofes einreiht, aber ebenso ganz eigene Qualitäten aufweist. Die Brunnenform ist stilistisch sachlich gebildet. Das Brunnenwasser sammelt sich im Becken bis zum Rand und läuft stetig über diesen nach außen ab.

 

Diese (nicht einmalige) Gestaltung eines Brunnenbeckens ist von der Leipziger Bevölkerung positiv angenommen und interpretiert worden. Im Überlaufen des Wassers wird der nicht zu bändigende Drang des Menschen nach Freiheit gesehen. Auch der Protest, der 1989 mit immer mehr Demonstranten anwuchs, findet ein Bild im überbordenden Wasser aus dem Brunnenbecken heraus, adäquat dem Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

 

Der Brunnen erfüllt von Beginn seiner Aufstellung an das Ziel, den Nikolaikirchhof als Ort der Kommunikation und Ruhe erlebbar zu machen. An diesem historischen Platz trägt er zudem dazu bei, dass Leipzigerinnen und Leipziger sich über die Ereignisse des Herbstes 1989 und die Gefühle von damals austauschen und ihre Gedanken dazu mit Gästen der Stadt teilen. Dieser positive Effekt hat sich allein aus der Bevölkerung heraus entwickelt, trotz oder gerade weil keine Beschilderung durch das Büro David Chipperfield Architects oder die Kulturstiftung Leipzig am Brunnen vorgesehen war und angebracht wurde.

 

Die Geschichte des Nikolaikirchhofes ist vielfältig publiziert und öffentlich zugänglich, der Brunnen findet - auch in seiner Interpretation durch den Volksmund - stets eine Erwähnung, u.a. auch auf www.leipzig.de. Zudem ist anzumerken, dass grundsätzlich keine interpretierenden Beschilderungen von Kunstwerken und Gestaltungen im öffentlichen Raum vorgenommen werden.


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

 

nein

 

ja,

 

Stammbaum:
VI-A-05453   Öffentliche Kennzeichnung der Symbolik des Granitbrunnens auf dem Nikolaikirchhof als Objekt der Erinnerung der friedlichen Revolution   Geschäftsstelle der AfD-Fraktion   Antrag
VI-A-05453-VSP-02   Öffentliche Kennzeichnung der Symbolik des Granitbrunnens auf dem Nikolaikirchhof als Objekt der Erinnerung der friedlichen Revolution   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-05453-VSP-01   Öffentliche Kennzeichnung der Symbolik des Granitbrunnens auf dem Nikolaikirchhof als Objekt der Erinnerung der friedlichen Revolution   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt