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Vorlage - VI-F-05443-AW-01  

 
 
Betreff: Aktueller Arbeitsstand zu mittel- und längerfristigen Vorstellungen der Stadtverwaltung zur Nachnutzung von Leipziger Industriebrachen
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VI-F-05443
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Sachverhalt:

 

Zu 1. Welche konkreten Brachflächen konnten seit 2015 welcher Nutzung zugeführt werden?

Im Amt für Stadtgrün und Gewässer wird das städtische Brachflächenkataster IKOBRA geführt. Die Erfassung der Flächen erfolgt unabhängig von der Größe, dem Eigentum oder der Vornutzung der Brachfläche.

Zur Beantwortung der Anfrage VI-F-05443 wurden die Brachflächen des Katasters ausgewählt, die sich auf Flächen des Flächennutzungsplans mit der Darstellung „gewerbliche Bauflächen (§ 8 BauNVO)“ bzw. „gewerbliche Bauflächen/Industriegebiet möglich (§ 9 BauNVO)“ befinden. In der Summe wurden seit dem Jahr 2015 ca. 67,2 ha ehemalige Brachflächen einer Wiedernutzung, überwiegend im gewerblichen Bereich, zugeführt.

  • 2015: 43 Flurstücke (16,9 ha)
  • 2016: 65 Flurstücke (34,3 ha)
  • 2017: 53 Flurstücke (16,0 ha)

Das Spektrum der nachnutzenden Firmen umfasst dabei im Schwerpunkt sowohl Unternehmen der Baustoffindustrie, des Fahrzeugbaus als auch des Lager- und Speditionsgewerbes.

Zu 2. Welche Industriebrachen stehen derzeit schwerpunktmäßig im Fokus einer erforderlichen Nachnutzung?

 

Im Rahmen des INSEK-Prozesses (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) wurde eine Liste der wichtigsten Brachflächen erstellt. Die Flächen, für die derzeit aktiv Entwicklungskonzepte erstellt und Planungen vorangetrieben werden, sind demzufolge:

Freiladebahnhof West (Kurt-Schumacher-Straße)

  • Größe: ca. 10,24 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Gemischte Baufläche, Fläche für Gemeinbedarf, Grünfläche

 

Eutritzscher Freiladebahnhof (Delitzscher Straße)

  • Größe : ca. 25 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Potenzial auf Bahnflächen, z. B. Wohnen, Gemeinbedarf, Gewerbe

 

Freiladebahnhof Ost (Rosa Luxemburg-Straße)

  • Größe: ca. 16,87 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Gemischte Baufläche, Fläche für Gemeinbedarf, Gewerbliche Baufläche, Grünfläche

 

Bayerischer Bahnhof

  • Größe: ca. 20,00 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Wohnbaufläche, Gemischte Baufläche, Fläche für Gemeinbedarf, Gewerbliche Baufläche, Grünfläche

 

Wilhelm-Leuschner-Platz

  • Größe: ca. 4,98 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Gemischte Baufläche (Kerngebiet)

 

Travniker Straße (ehem. Kaserne Roter Stern)

  • Größe: ca. 4,67 ha
  • Nachnutzung (Darstellung FNP): Gewerbliche Baufläche

 

Die Stadt schreibt zeitgleich, als wichtige konzeptionelle Grundlage der Wirtschaftsflächenentwicklung, den Stadtentwicklungsplan (STEP) Gewerbliche Bauflächen fort. Ausgangspunkt des Konzeptes sind neben den noch unbebauten Reserveflächen die Brachflächen in den bestehenden Gewerbegebieten. Neben der Gegenüberstellung von Wirtschaftsflächenbedarfen und Potenzialen werden Handlungsempfehlungen, sowohl gesamtstädtisch als auch stadträumlich differenziert, formuliert werden. Eine große Herausforderung bei der aktiven Entwicklung von gewerblichen Bauflächen werden dabei die Eigentumsverhältnisse darstellen: Lediglich 15 % der Brachflächen befinden sich in kommunalem Eigentum, so dass der Zugriff auf die Flächen und eine Nachnutzung im Sinne der Stadtentwicklungsziele, erschwert wird.

 

Stammbaum:
VI-F-05443   Aktueller Arbeitsstand zu mittel- und längerfristigen Vorstellungen der Stadtverwaltung zur Nachnutzung von Leipziger Industriebrachen   Geschäftsstelle der AfD-Fraktion   Anfrage
VI-F-05443-AW-01   Aktueller Arbeitsstand zu mittel- und längerfristigen Vorstellungen der Stadtverwaltung zur Nachnutzung von Leipziger Industriebrachen   61 Stadtplanungsamt   schriftliche Antwort zur Anfrage