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Vorlage - VI-P-04688-DS-03  

 
 
Betreff: Petition zur Verkehrslage in Leipzig Reudnitz
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:PetitionsausschussBezüglich:
VI-P-04688
Ziele:1. nicht relevant
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Beschlussfassung
13.12.2017 
Ratsversammlung      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Petition kann nicht abgeholfen werden.

 


Sachverhalt:
 

Die Petenten führen an, dass bei der Überquerung der Dresdner Straße an der Ampelkreuzung Dresdner Straße/Kohlgartenstraße gefährliche Situationen durch abbiegende Kraftfahrzeuge aus der Kohlgartenstraße auftreten und bitten um Veränderung der Schaltzeiten an der Lichtsignalanlage (LSA).

 

Im Zusammenhang mit dem mittelfristig geplanten Ausbau der Haltestelle Koehlerstraße wird es in diesem Bereich bauliche und verkehrsorganisatorische Änderungen geben. Bei der Planung wird auch der Aspekt, die Bedingungen für die Fußgänger zu optimieren, untersucht werden.

 

Möglichkeiten zu Änderungen im Bestand wurden mit folgenden Ergebnissen untersucht.

 

Zunächst ist festzustellen, dass die Unfalllage keinen besonderen Handlungsbedarf begründet. Unfälle mit Fußgängern sind der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde nicht bekannt geworden. Ebenso liegen uns aus den städtischen Arbeitsgruppen Schulwegsicherheit und Lichtsignalanlagen keine sicherheitsrelevanten Hinweise vor.

 

Bei einer örtlichen Überprüfung konnten weder Regelverstöße der abbiegenden Fahrzeugführer noch gefährliche Situationen im Bereich der Fußgängerfurt in der Dresdner Straße festgestellt werden.

 

Die Prüfung der Signalsteuerung hinsichtlich der Länge der Freigabezeit der Fußgänger und Signalisierung der linksabbiegenden Kraftfahrzeuge aus der Kohlgartenstraße hat zu folgendem Ergebnis geführt:

 

Die Freigabezeit beträgt für die Fußgänger an der in Rede stehenden Furt 10 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit können in der Regel 12 Meter zurückgelegt werden. Die Fahrbahn an dieser Stelle ist ca. 16,5 Meter breit. Damit wird die Fahrbahnmitte und der Gleisbereich während der Freigabezeit von 10 Sekunden deutlich überschritten. Es muss nur noch ein kurzer Weg von ca. 4,5 Meter Länge zurückgelegt werden, um den gegenüberliegenden Gehweg zu erreichen.

 

Nach dem Umschalten des Fußgängersignals auf Rot beginnt eine Sicherheitszeit. Die Länge dieser Zeit ist so bemessen, dass ein Fußgänger, der selbst in der letzten Freigabesekunde die Fahrbahn betritt, den gesamten Querschnitt von 16,5 m sicher bewältigen kann, bevor ein startender konfliktierender Verkehrsstrom an dieser Furt ankommt.

 

Im vorliegenden Fall erhält der aus Richtung Kohlgartenstraße linksabbiegende Verkehrsstrom zeitlich parallel seine Freigabe wie der die Furt über die Dresdner Straße nutzende Fußgänger und muss gemäß StVO § 9 besondere Rücksicht auf diesen Fußgänger wahrnehmen. Sowohl während der Freigabe- als auch der Sicherheitszeit wird auf Grund der Länge der Fußgängerfurt dieser abbiegende Verkehr zusätzlich durch das gut erkennbare gelbe Blinklicht auf die mögliche Anwesenheit von Fußgängern auf der Furt aufmerksam gemacht.

 

Die beschriebene Lichtsignalschaltung entspricht den einschlägigen Regelwerken und findet an der Mehrzahl der Knotenpunkte in Leipzig Anwendung und Akzeptanz.

Eine Verlängerung der Freigabezeit für die Fußgänger würde lediglich dazu führen, dass derjenige, der die Furt in der ersten Sekunde der Grünzeit betritt, während des gesamten Querungsprozesses seine Freigabe sieht. Fußgänger können jedoch während der gesamten Grünzeit die Fahrbahn betreten und mit dem Überqueren beginnen.

Es lässt sich daher nie ausschließen, dass während des Querungsvorganges die Grünzeit endet und der restliche Weg in der Sicherheitszeit zurückgelegt werden muss.

 

Es wurde untersucht, den Konflikt zwischen linksabbiegenden Fahrzeugführern und querenden Fußgängern signaltechnisch auszuschließen. Das bedeutet aber einen gravierenden Eingriff in die Signalsteuerung, der mit massiven Leistungsfähigkeitseinbußen und starken Behinderungen des ÖPNV verbunden ist. Der Fußgänger über die Dresdner Straße hätte eine gesonderte Freigabe. Während dieser Freigabezeit und den notwendigen Sicherheitszeiten, die in der Summe zwischen 30 und  40 Sekunden betragen, könnte sich kein anderer Verkehrsteilnehmer auf dieser Kreuzung fortbewegen. Selbst wenn der Fußgänger nur dann seine Freigabe erhält, wenn er sie sich über einen Taster angefordert hat, ist damit zu rechnen, dass diese den anderen Verkehrsablauf unterbrechende Fußgängerfreigabe auf Grund des relativ starken Fußgängeraufkommens stets geschaltet werden würde.

 

Aus den genannten Gründen ergeben sich keine Erkenntnisse, die derzeit eine Änderung begründen würden. Eine mögliche Änderung in Form einer konfliktfreien Signalisierung des Fußgängers würde zu einer deutlichen Verschlechterung der Verkehrssituation und der Umweltbelastung führen und den ÖPNV massiv behindern.


 


 

Finanzielle Auswirkungen

 

 

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

 

nein

 

ja,

 


 

Anlage:

-          Petition