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Vorlage - VI-DS-04918  

 
 
Betreff: Bau- und Finanzierungsbeschluss: Sanierung/Teilneubau Riebeckstraße 63, Haus 2 zur integrativen Kindertagesstätte "Kleine Handwerksmeister"
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Finanzen 1. Lesung
04.12.2017    Fachausschuss Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
21.11.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung
27.11.2017 
Jugendhilfeausschuss (offen)   
FA Finanzen 2. Lesung
11.12.2017    Sondersitzung FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
05.12.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
SBB Südost Anhörung
05.12.2017 
Stadtbezirksbeirat Südost ungeändert beschlossen   
BA Jugend, Soziales, Gesundheit Vorberatung
06.12.2017    Sondersitzung BA Jugend, Soziales, Gesundheit      
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule Vorberatung
07.12.2017    Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Jugendhilfeausschuss 2. Lesung
11.12.2017 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen   
Ratsversammlung Beschlussfassung
13.12.2017 
Ratsversammlung ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Lageplan/Maßstab
Grundrisse
Flächenaufstellung
Kosten- und Finanzierungsplan

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Baubeschluss zur Sanierung/Teilneubau Riebeckstraße 63, Haus 2 zu einer integrativen Kita für 174 Kinder mit einem Kostenrahmen von 2.705 T€ wird bestätigt.

 

  1. Die Maßnahme ist durch den Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) über Fremdfinanzierung zu realisieren. Diese ist vom SEB in den Wirtschaftsplan 2018 aufzunehmen.

 

  1. Die monatlichen Belastungen im Ergebnis der Investition werden dem Träger als Sachkosten im Rahmen der monatlichen Abschlagszahlung finanziert. Den Sachkosten für die Kita Riebeckstr. 63 wird entsprechend der Anlage 4 zugestimmt. Die Zinszahlung erfolgt auf jährlichen Nachweis entsprechend dem in der Anlage 1, Seite 4 genannten Zahlungsplan. Über eine zusätzliche Bereitstellung ist im Rahmen der Haushaltsplanung 2019/2020 zu entscheiden. Die Mittel sind durch das Fachamt entsprechend anzumelden.

 

  1. Die Beschlussfassung erfolgt vorbehaltlich der korrespondierenden Berücksichtigung des Bauvorhabens in der Wirtschaftsplanung 2018 des SEB sowie der Genehmigung der Wirtschaftsplanung incl. Kreditermächtigung durch den Stadtrat und die Landesdirektion.

 


 

Finanzielle Auswirkungen

 

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

x

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

x

nein

 

ja,

 


 

 

HAUSHALTSVORLAGE

 

Bau- und Finanzierungsbeschluss

 

 

 

 

Bauvorhaben:Integrative Kindertagesstätte „Kleine Handwerksmeister“

Riebeckstraße 63, Haus 2

04318 Leipzig

 

 

 

 

Bauherr:Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe

Rosa-Luxemburg-Straße 30

04103 Leipzig

 

Stand:02.11.2017


Inhaltsverzeichnis

  1. Kurzerläuterung

 

 

3

1    Grundlagen

4

1.1 Ziel und Entwicklungskonzeption

4

1.2 Beschlüsse

4

2    Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

4

2.1 Beschreibung des Ist-Zustandes

4

2.2 Ableitung des Bedarfes

5

2.3 Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

5

2.4 Alternativlösungen

5

2.5 Folgen bei Nichtbeschlussfassung

6

3    Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

6

3.1 Städtebauliche Einordnung

6

3.2 Erläuterung der Planung

6

3.3 Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

7

3.4 Eigentumsverltnisse

7

3.5 Energiekonzept

7

3.6 Barrierefreies Bauen

10

 

 

4    Finanzieller Aufwand

11

5    Finanzierungsplan

11

 

 

6    Effektivität und Wirtschaftlichkeit

12

6.1 Folgekosten

12

6.2 Aufwandsvergleiche

12

6.3 Arbeitsmarktpolitische Auswirkung

12

7.    Fristenplan

12

8.    VOF-Betrachtung/Planungsbeteiligte

12

 

 

 

 

 

Anlagen

 

Anlage 1   Lageplan o. Maßstab

Anlage 2Grundrisse

Anlage 3Flächenaufstellung

   Anlage 4Kosten- und Finazierungsplan

 

 

 

 

 

 


0.  Kurzeruterung

 

Das Areal Riebeckstraße 63 als ehemaliges Behindertenwohnheim mit vier Gebäuden ist Bestandteil des Betriebsvermögens des Städtischen Eigenbetriebes Behindertenhilfe (SEB).

 

Die Häuser 1, 2 und 4 werden auf der Grundlage eines bis 2023 laufenden Mietvertrages vom Sozialamt der Stadt Leipzig als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Haus 3 beherbergt im Erdgeschoss die Wäscherei für die Flüchtlingsunterkunft und die Hausmeisterei des SEB. Das Obergeschoss wird als Integrativeinrichtung für stationäre Betreuung nach SGB VIII genutzt.  

 

Das Areal mit den vier Gebäuden ist denkmalgeschützt.

 

 

Auf Grund des dringenden Bedarfes an Kita-Plätzen soll das dreigeschossige Haus 2 mit den entsprechenden Freiflächen zur Integrativkita für ca. 174 Kinder unter Beachtung des Denkmalschutzes umgebaut werden. Der eingeschossige Saalanbau wird neu gegründet und ebenfalls auf 3 Stockwerke hochgezogen.

 

Auf Grundlage des Beschlusses der Task Force Schule/Kita vom 22.09.2017 wurde die Planung  bis Leistungsphase 4 in Gang gesetzt.

 

Die Realisierung soll einschließlich aller erforderlichen Abnahmen bis Oktober 2018 erfolgen, so dass der Betrieb  im November 2018 aufgenommen wird. Träger der Einrichtung ist der SEB Leipzig.

 

Gegenstand dieser Vorlage ist die Beschlussfassung der weiterführenden Planung ab Leistungsphase 5 - Ausführungsplanung und die bauliche Umsetzung der Maßnahme.

 

 


1Grundlagen

 

 

1.1Ziel und Entwicklungskonzeption

 

 

Die geplante Maßnahme beinhaltet die Schaffung von ca. 174 Kita-Plätzen, darunter 54 Krippenplätze.

 

Im Sinne von Inklusion wird auch für diese neue Einrichtung eine Durchgängigkeit von Regel-/Integrativ-/ heilpädagogischer Betreuung über die nebenliegende SEB-Einrichtung „Schatzkiste“ mit 24 heilpädagogischen Plätzen sichergestellt, so dass unmittelbar auf bestehende Entwicklungs- und Betreuungsbedarfe reagiert werden kann.

 

Entsprechend der strategischen Ausrichtung von Kita-Angeboten im SEB wird die Gestaltung und Ausstattung der Einrichtung unter dem Titel „Kleine Handwerksmeister“ erfolgen. Zielstellung ist eine Partnerschaft mit der Handwerkskammer und  traditionellen Handwerksberufen/-betrieben, die Grundlage der Gestaltungsplanung wie auch später im Betrieb über Exkursionen und Thementage sein werden.

 

 

1.2Beschlüsse

 

 

Das Projekt wurde in der Task-Force-Beratung 22.09.2017 – TOP 5.2 grundsätzlich bestätigt.

 

 

2        Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

2.1     Beschreibung des Ist-Zustandes

 

 

Das in den 1890er Jahren errichtete, dreigeschossige  Haus 2 wurde im Zuge der dringend notwendigen Schaffung von zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge als Ergänzung zu den Häusern 1 und 4 teilsaniert und für den Zweck der Flüchtlingsunterkunft hergerichtet. Hierzu zählt insbesondere die Erneuerung der Fernwärmeerschließung der Gebäude, der gebäudebezogenen Warmwasserbereitung, der grundlegenden Erneuerung der Sanitärerschließung, der Ausrichtung auf gegebene brandschutzrechtliche Anforderungen einschließlich Fluchttreppe und der teilweisen Erneuerung der Elektroanlage.

 

Haus 2 wurde Anfang 2016 in Betrieb genommen.

 

Das Haus 2 ist derzeit teilgenutzt und wird gemäß der Planung der vorzuhaltenden Unterbringungskapazität für Flüchtlinge nicht zwingend benötigt.

 

Im Juli 2017 wurde für das Gebäude die Einrichtung von vorübergehenden Kita-Plätzen geprüft. Trotz der durch die Bauweise bedingten grundsätzlichen Eignung des Gebäudes musste dieser Handlungsansatz auf Grund der aus dem Baurecht und dem Betriebserlaubnisverfahren resultierenden Anforderungen als unwirtschaftlich eingestuft werden.

 

Im Juli/August 2017 wurde der vollständige Umbau von Haus 2 unter Einbeziehung des Saalanbaus und dessen Aufbau auf drei Vollgeschosse geprüft. Die Denkmalschutzanforderungen wurden einbezogen.

Im Ergebnis wurde festgestellt,

-          dass das Objekt trotz des im Istzustand nicht schönen Erscheinungsbildes baulich grundsolide ist. Lediglich ist der Saalanbau nicht zum dreigeschossigen Aufbau geeignet und muss somit neu gegründet werden;

-          die Raumstrukturen und Statik im Gebäude bei der Schaffung von geeigneten Gruppenräumen viel Gestaltungsfreiheit ermöglichen und eine Kita für ca. 174 Kinder entstehen kann;

-          den Denkmalschutzaspekten gemäß Abstimmung mit dem ABD hinreichend Rechnung getragen werden kann;

-          die innere Lage des Objektes hinsichtlich Lärmemission hervorragende Bedingungen bietet;

-          die notwendige Spielfläche für die 174 Kinder gewährleistet ist und

-          auch die Zuwegung über die vorgesehene Verlagerung des Gala-Bauers BaFu Heyne (gepachtete Flächen von SAH gGmbH) über eine SAH-Erschließungsstraße gesichert wird (von SAH gGmbH zu pachten);

-          die Planung und Realisierung innerhalb von 13 Monaten bis November 2018 leistbar ist

-          und in einem Budget von 2.705 T€ umzusetzen ist.

 

 

2.2    Ableitung des Bedarfes

 

In der Stadt Leipzig ist ein kontinuierlicher Geburtenanstieg zu verzeichnen, zudem ist die Tendenz von Zuzügen insbesondere junger Familien steigend. Es besteht unverändert ein Versorgungsdefizit. In Verbindung mit dem Rechtsanspruch auf Kita-Versorgung und entsprechenden Urteilen gegen die Stadt Leipzig ist ein dringender und langfristiger Bedarf in Leipzig allgemein und auch im Quartier gegeben. Die Nähe zur Alten Messe und zum Technischen Rathaus wird eine anhaltend hohe Nachfrage im Quartier gewährleisten. 

 

 

2.3     Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

 

Die Notwendigkeit der Maßnahme resultiert aus den festgestellten Bedarfen an Betreuungsplätzen.

Diese Bedarfe können derzeit und mittelfristig nicht anderweitig kompensiert werden.

 

Die Dringlichkeit zur Beschlussfassung und Umsetzung der Baumaßnahme ergibt sich aus dem Rechtsanspruch auf Kita-Versorgung und den gegen die Stadt Leipzig ergangenen Urteilen sowie dem daraus resultierenden Druck auf schnellstmögliche Bereitstellung von Kita-Plätzen. 

 

Auf Grund der Ausgangsvoraussetzungen wird diese Kita schneller in Betrieb gehen können als alle anderen derzeit in Planung befindlichen Neubauprojekte:

 

Planung bis LPh 4:  15.11.2017

Baugenehmigung:    31.01.2018

Realisierung/Abnahme03-11/2018

Inbetriebnahme:11/2018

 

 

2.4     Alternativlösungen

 

Alternativmöglichkeiten sind nicht vorhanden.

 

2.5     Folgen bei Nichtbeschlussfassung

 

Bei Nichtbeschlussfassung kann die Umsetzung der geplanten Maßnahmen nicht/nicht fristgerecht sichergestellt werden. Die Regelbetreuungsplätze können nicht realisiert werden.

 

 

3        Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

 

3.1     Städtebauliche Einordnung

 

Der Standort liegt im Südosten der Stadt Leipzig im Ortsteil Thonberg. Das Umfeld ist von Wohn- und Gewerbebebauung sowie dem Technischen Rathaus als große Verwaltungsniederlassung der Stadt Leipzig geprägt. Das unmittelbare Umfeld weist eine Vielzahl von sozialen Angeboten auf (Altenpflegeeinrichtung, Kita, Flüchtlingsunterbringung, stationäres Angebot für Kinder/Jugendliche nach SGB VIII, Kirchgemeinde, Notfallzentrum) auf.

 

Die unmittelbare Nähe zur Flüchtlingseinrichtung Riebeckstraße 63 (Haus 1 und 4) sowie zur SGB VIII-Einrichtung sind für die künftige Kita kein Hinderungsgrund, weil deren verkehrstechnische Erschließung/ der Zugang über die Riebeckstraße erfolgt, während dessen die Kita über die Kregelstraße ihre Zufahrt/ihren Zugang erhalten wird. Lediglich die Fluchtwege tangieren die Nutzung der Flüchtlingsunterkunft.      

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann die Einrichtung mit der Straßenbahnlinie 2 und 15 sowie der Buslinie 79 erreicht werden.

 

 

3.2     Erläuterung der Planung

 

Das zu sanierende, vollunterkellerte, dreigeschossige Gebäude mit eingeschossigem Saalanbau mit Nebengelass verfügt über eine  Nettonutzfläche von ca. 1.100 m2.  Erschlossen wird das Gebäude über ein auf der nördlichen Seite gelegenes Treppenhaus. Für den Nutzungszweck als Flüchtlingsunterkunft wurde auf der westlichen Stirnseite eine Fluchttreppe angebaut.

 

Die Fernwärmezuführung für das Gebäude und die Warmwasserbereitung im Gebäude wurde erneuert. Die innere Erschließung des Gebäudes und die Brandschutzmaßnahmen wurden 2015 für den Zweck der Flüchtlingsunterbringung erneuert und die Räume als Schmalsanierung nutzungsfähig gemacht. 

 

Das Areal Riebeckstraße 63 und damit auch das bezeichnete Haus 2 stehen als Ensemble unter Denkmalschutz. Diesbezügliche Absprachen mit dem ABD zur künftigen Berücksichtigung von Denkmalschutzanforderungen beim Kita-Projekt wurden geführt und Einvernehmen hergestellt.

 

Nach der durchgeführten Statikprüfung des Saalanbaus wurde festgestellt, dass der geplante und auf den ersten Blick mögliche Aufbau des eingeschossigen Saalanbaus auf 3 Vollgeschosse statisch nicht möglich ist. Daher erfolgen der Abriss und die Neugründung dieses Bereiches. Das eingeschossige Nebengelass bleibt erhalten und wird künftig als Verteilerküche genutzt. 

 

Im künftigen Neubauteil werden der Aufzug und das zweite, künftige Haupttreppenhaus Platz finden. Der künftige Haupteingang befindet sich  auf der Südseite des Neubauteils.

 

Die derzeitige Fluchttreppe wird rückgebaut. Ehemals an der Stirnseite befindliche Fenster werden wieder hergestellt. In Abstimmung mit dem ABD wird die Fassade des Bestandsbaus als Putzfassade unter Hervorhebung von Einzelelementen ausgeführt. Für den abzureißenden Saalanbau gelten keine Denkmalschutzanforderungen.

 

Als Anlage 1 ist die Flurkarte zum Flurstück 246/2 mit Markierung der künftigen Kita-Flächen beigefügt.

 

Als Anlage 2 sind die Grundrisse gemäß dem aktuellen Planungsstand beigefügt.

 

Anlage 3 beinhaltet die Flächenaufstellung im Gebäude.    

 

Die Zufahrt zur Einrichtung erfolgt über die Kregelstraße, vorbei an der Kita Schatzkiste zur neuen Kita „Kleine Handwerksmeister“. Bis zur Inbetriebnahme ist zwingend eine Lösung für die geplante Umsiedlung von BaFu-Heyne zu realisieren. Diese Thematik befindet sich derzeit in Klärung.   

 

Die Außenspielflächen für die 174 Kinder stehen in dem Mindestmaß von 10 m2 je Kind zur Verfügung (gesamt 1.740 m2). Zur Sicherung der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten wird künftig eine gemeinsame Nutzung der Außenspielflächen der Schatzkiste und der Außenspielflächen der „Kleinen Handwerksmeister“ erfolgen.

 

 

3.3     Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

 

Die neue Zweckbestimmung für das Gebäude und die bauliche Umsetzung sichern eine langfristige Verwendung. Für das Ensemble bedeutet der Umbau von Haus 2 eine deutliche Aufwertung und stellt nach dem Umbau von Haus 3 zur stationären SGB-VIII-Einrichtung einen zweiten Schritt zum planmäßigen Umgestaltung des Gesamtareals dar.     

 

 

3.4     Eigentumsverltnisse

 

Gemarkung

Thonberg

Flurstücksnummer

246/2

Flurstücksgröße

18.899

Eigentum

Stadt Leipzig

 

Das Flurstück mit der aufstehenden Bebauung befindet sich im Eigentum der Stadt Leipzig und ist mit der Betriebsgründung zum 01.01.1999 in das Betriebsvermögen des Städtischen Eigenbetriebes Behindertenhilfe eingebracht worden.

 

 

3.5      Energiekonzept

 

 

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage "Erläuterung zum Energiekonzept" definiert.

 

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:     Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

 

•          Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Bestandsbau

Neubau (Saalseite)

Neubau

 

 

Erweiterungsneubau

 

X

Komplette Modernisierung, ohne Denkmalschutz

 

 

Komplette Modernisierung, mit Denkmalschutz

X

 

Modernisierung der äußeren lle

 

 

Modernisierung einzelner Bauteile

 

 

 

•          Energetischer Standard/Energiekonzept:

 

Passivhaus

 

 

EnEV 2016 mit Passivhauskomponenten

 

 

EnEV 2016

X

X

Einhaltung des U-Wertes entsprechend der Bauteilvorgaben der

EnEV 2016

 

 

 

 

•          Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

 

      Der Passivhausstandard wurde untersucht

 

Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht.

 

Kennwerte

Soll-Wert

Ist-Wert

Planung

Heizwärmebedarf                     kWh/(m²a)

max.15

 

Altbau          28,55

Neubau        22,51

Primärenergiebedarf                kWh/(m²a)

max.120

 

 

Luftdichtheit n50                       h1

0,60

 

 

 

Auf Grund des Denkmalschutzes ist eine zusätzliche Außendämmung nicht möglich. Eine entsprechende Umsetzung über Innendämmung würde die Raumgrößen und damit die Platzkapazitäten reduzieren. Auf Grund der sehr großen Anzahl vom Wärmebrücken wäre mit der Umsetzung in Passivhausstandard mit Mehrkosten in Höhe von mindestens 400 T€ verbunden. Wenn man einen Heizenergieaufwand nach Projektrealisierung von ca. 15 T€ nach EnEV 2016 unterstellt, würde eine max. mögliche Einsparung von 50% eine Refinanzierung des Aufwandes nach weit über 53 Jahren, noch unabhängig von zusätzlichen technischen Wartungskosten bedeuten. Damit ist eine Realisierung unwirtschaftlich.

 

•          Nachweis nach EnEV 2016:

 

Berechneter Energiebedarf für das Gebäude:

Anforderungswert:

  • Neubau          mod. Altbau

 

Soll-Wert

 

Ist-Wert*

 

Planung

Primärenergiebedarf                     kWh/(m²a)

Altbau        52,22

Neubau      38,52

                   70,50 

28,55

22,51

CO² Emission                             kg/(m²a)

  Altbau        14,43

  Neubau     19,69     

                   35,00

12,99

12,49

Mittlerer U-Wert opake Bauteile   W/m²K

  Altbau         0,49

  Neubau       0,28

                     0,48

0,33

0,17

Mittlerer U-Wert transparente       W/m²K Bauteile

  Altbau         2,66

  Neubau       1,50

                     3,20

1,30

1,30

 

 

          Nachweis der U-Werte (Angabe nur bei Modernisierung einzelner Bauteile):

 

Bauteil

Wärmedurchgangskoeffizient (U in W/m²·K)

 

Umax EnEV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

          Energieträger:

 

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

Geeignet, da bereits vorhanden

  X

Primärenergiefaktor = 0,42

Erdwärme

ungeeignet

 

hohe und weiterhin steigende Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpen

Gas

ungeeignet

 

höhere CO²-Emission als bei Fernwärme

Gas, BHKW

geeignet

 

hohe Investitionskosten, hoher Betriebs- und Wartungsaufwand

 

 

 

Fazit:

Die obigen Daten entsprechen dem Stand der Vorermittlung. Im Rahmen der Lph. 4 erfolgt eine Konkretisierung.

 

Die Fernwärmestation für die Riebeckstraße 63 einschließlich Verteilung auf die Gebäude wurde 2015 erneuert – basierend auf einer geplanten Gesamtabnahmemenge. Eine alternative Energieversorgung zur Fernwärme wäre daher nicht wirtschaftlich.

 

 

          Weitere erneuerbare Energien:

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Solarthermie

ungeeignet

 

Nur auf dem kleinen Dach des Neubaus realisierbar – daher unwirtschaftlich

Photovoltaik

ungeeignet

 

Nur auf dem kleinen Dach des Neubaus realisierbar – daher unwirtschaftlich

 

 

          Wärmeerzeugung und -verteilung:

 

Bestands- und Neubau werden über die zentrale Verteilerstation angebunden. Die Heizleitungen erhalten eine Wärmedämmung nach EnEV.

 

Das gesamte Gebäude wird mit Fußbodenheizung ausgestattet.

 

          Warmwassererzeugung

 

Projekträume und WC-Räume, ausgenommen behindertengerechtes WC, erhalten nur Kaltwasser. Alle anderen dezentralen Verbraucher werden mit Kleindurchlauferhitzern bzw. Warmwasser-Kleinspeichern aus­gestattet

 

          Lufttechnische Anlagen:

 

Die Fensterflächen gewährleisten eine entsprechende Frischluftzufuhr. Es gibt keine innenliegenden Räumlichkeiten.

 

          Wasser/

Abwasser:

 

Die Wasserversorgung  aus dem öffentlichen Trinkwassersystem der KWL ist über einen bestehenden Anschluss angebunden.

 

Abwasser und Regenwasser aus den Dächern sowie die Hofentwässerung werden über ein Trennsystem im öffentlichen Mischwasserkanal zusammengeführt.

 

In den Sanitäranlagen kommen Selbstschlussarmaturen für Waschtische und Duschen zum Einsatz.

 

          Stark- und Schwachstrom:

 

Im Hausanschlussraum des Gebäudes ist der Elektrohausanschluss der Liegenschaft vorhanden. Über diesen werden der Neubau und das Bestandsgebäude versorgt.

Folgende Anlagen werden installiert:

Niederspannungsanlage

Sicherheitsbeleuchtungsanlage

Blitzschutzanlagen

Telekommunikationsanlage

Hausalarmanlage

Einbruchmeldeanlage

 

3.6 Barrierefreies  Bauen

 

Das Gebäude wird barrierefrei ausgebildet und über einen Aufzug verfügen. Der Höhenunterschied zur Umgebung wird über eine Rampe im Haupteingangsbereich überwunden.

 

 

4         Finanzieller Aufwand

 

 

Kostenangaben in € brutto, 19 % MwSt.

Kostenermittlungsstufe: Kostenberechnung nach DIN 276 vom 26.09.2017

 

Kostengruppe

Brutto im €

100

Grundsck

 

200

Herrichten und Erschließung

25.000

300

Bauwerk Baukonstruktionen

1.475.000

400

Bauwerk Technische Anlagen

450.000

500

Außenanlagen

200.000

600

Ausstattung und Kunstwerke

305.000

700

Baunebenkosten *

555.000

Summe*

3.010.000

Summe KG 200-700, ohne 600

2.705.000

Summe KG 300-700, ohne 600

2.680.000

 

 

 

5         Finanzierungsplan/Liquidität

 

 

Der SEB bringt das Grundstück in einer Größe von ca. 3.000 m2 ein sowie das Bestandsgebäude im Istzustand als Eigenkapital ein.  

 

Die Baukosten in Höhe von 2.705 T€ werden über einen Kommunalkredit, der von der Landesdirektion zu genehmigen ist, fremdfinanziert. Die entsprechenden Verhandlungen mit Banken werden nach vorliegendem Ratsbeschluss aufgenommen. Haushaltsaufwendungen für die Stadt entstehen im Rahmen der Investition nicht. Die Refinanzierung erfolgt erst mit der Inbetriebnahme über die verhandelten Platzkosten.

 

Hierfür sind erforderlich:

-          Bau- und Finanzierungsbeschluss (RV Dezember 2017)

-          Bestätigter Wirtschaftsplan des SEB 2018 (RV Dezember 2017)

-          Nutzungsvereinbarung für die Kita mit dem AfJFB über 25 Jahre (Dezember 2017)

-          Genehmigung des Landesdirektion (erwartet: Februar 2018)

 

Die Ausstattung der Einrichtung (305 T€) wird zu 75 % gefördert und 25% bringt der SEB als Eigenmittel ein.

 

Tilgung und Finanzierungsaufwand sowie auch der Eigenanteil an der Ausstattung wird über Leistungs- und Entgeltvereinbarungen über den Kostenträger SGB VIII refinanziert (Bau: über 25 Jahre, Ausstattung 10 Jahre).  

 

Alle Aufwendungen bis zur Kreditausreichung (insbesondere Planungsleistungen) sind über die allgemeine Liquidität des SEB, auch unter Nutzung des Kassenkreditrahmens, sicherzustellen.

 

6        Effektivität und Wirtschaftlichkeit

 

6.1     Folgekosten

 

Die Folgekosten sind Bestandteil der Leistungsvereinbarung mit dem Kostenträger der Leistungsangebote.

 

Im Wirtschaftsplan 2018 des SEB wird auf Grund des Projektes Riebeckstraße, Haus 2, eine Stellenerweiterung ggü der mittelfristigen Planung um vorerst 20,1 VzÄ aufgenommen. Die Anforderungen ergeben sich aus den rechtlich bindenden Stellenschlüsseln.   Die konkrete Personalbemessung erfolgt zum Belegungszeitpunkt anhand der konkreten Betreuungsverträge.

 

Die Folgekosten wurden von Amt für Jugend, Familie und Bildung auf der Grundlage der vorliegenden Daten ermittelt (Ergebnisse siehe Anlage 4). Basis der Ermittlung bildet ein Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

 

 

6.2Aufwandsvergleiche

 

Die Planung der Maßnahme erfolgte kostenbewusst und unter Berücksichtigung des minimal notwendigen Aufwandes.

 

Die Kostenplanung legt Kosten für die Sanierung/die Neuschaffung von Nutzflächen in Höhe von 2.705 T€ (KG 200-700 ohne 600) zu Grunde. Darin sind die Mehrkosten in Folge Denkmalschutz in Höhe von  ca. 150 T€ enthalten).

 

Die Sanierungsaufwendungen entsprechen Platzkosten in Höhe von 15.545,98 €/Platz bei 174 Plätzen. Die bereinigten Baukosten unter Berücksichtigung der Integrationsplätze betragen 15.111,73 €/Platz.

 

 

6.3Arbeitsmarktpolitische Auswirkung

 

Keine

 

 

7Fristenplan

 

Veröffentlichung Teilnahmewettbewerb15.11.2017

Planung bis LPh 4:  15.11.2017

Auswertung TN-Wettbewerb/Aufforderung zum Angebot   15.12.2017

Ablauf Angebotsfrist15.01.2018

Baugenehmigung    31.01.2018

Auswertung Angebote/Verhandlung/Abschluss15.02.2018

Realisierung/Abnahme03-11/2018

Inbetriebnahme11/2018

 

 

8Vergabeverfahren/Planungsbeteiligte

 

 

Die Planung ab Leistungsphase 5 und die Realisierung des Projektes wird in Anlehnung an die Vergabe der „Leipzig-Kitas als GU vergeben. In Abweichung zu den „Leipzig-Kitas liegt hier bereits Lph. 4 vor. Das Verfahren erfolgt in Stufen:

-          Teilnahmewettbewerb

-          Aufforderung/Abgabe Angebote

-          Verhandlung  

-          Beauftragung

 

 

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

Gruenewald Architekten

Raguhner Straße 54

06800 Raguhn-Jeßnitz

Freianlagen nach § 38

Gruenewald Architekten

Raguhner Straße 54

06800 Raguhn-Jeßnitz

Tragwerksplanung nach § 49

HJW + PARTNER  BAUSACHVERSTÄNDIGE + INGENIEURE

Karl- Heine Str. 31

04229 Leipzig

 

Technische Ausrüstung nach § 53

 

Zuber Elektroplanung
Karl-Liebknecht-Str. 23
06773 Gräfenhainichen

 

Planungsbüro Jakobi

Haustechnikplanung

Alte Dorfstraße 15

04178 Leipzig

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Lageplan/Maßstab (199 KB)    
Anlage 2 2 Grundrisse (8277 KB)    
Anlage 3 3 Flächenaufstellung (1259 KB)    
Anlage 5 4 Kosten- und Finanzierungsplan (984 KB)