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Vorlage - VI-DS-04542  

 
 
Betreff: Anpassung der Vergütung des Ersten Betriebsleiters (Intendanten) des Eigenbetriebes Theater der Jungen Welt
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Allgemeine Verwaltung
2. Dezernat Kultur
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
BA Kulturstätten Information zur Kenntnis
10.08.2017    Betriebsausschuss Kulturstätten      
24.08.2017    Betriebsausschuss Kulturstätten      
14.09.2017    BA Kulturstätten      
Verwaltungsausschuss Vorberatung
06.09.2017 
Verwaltungsausschuss      
Ratsversammlung Beschlussfassung
20.09.2017 
Ratsversammlung ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die außertarifliche Vergütung des Ersten Betriebsleiters (Intendanten) des Eigenbetriebes Theater der Jungen Welt wird mit Wirkung vom 1. Oktober 2017 entsprechend den in der Begründung genannten Eckpunkten angepasst.

 

  1. Der Oberbürgermeister wird zum Abschluss des entsprechenden Vertrages ermächtigt.

 


 

Finanzielle Auswirkungen

 

X

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

X

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

Beteiligung Personalrat

X

nein

 

ja,

 


Sachverhalt:


Das Theater der Jungen Welt hat sich unter der Intendanz von Jürgen Zielinski zu einem der erfolgreichsten und anerkanntesten Jugendtheater deutschlandweit entwickelt. Die überregionale Anerkennung basiert zuvörderst auf dem anhaltenden künstlerischen Erfolg. Die bereits durch das Actori-Gutachten formulierte Bestätigung der ökonomischen Effizienz (Actori spracht von einem der „effizientesten Theater“ das von dieser Firma jemals geprüft wurde) verdient höchsten Respekt. Die Jahresergebnisse des Eigenbetriebes lagen in den zurückliegenden Jahren der Intendanz von Jürgen Zielinski stets über dem Planergebnis. Die überzeugte Leidenschaft des Intendanten ermöglichte zahlreiche Engagements namhafter und renommierter Künstler/-innen. Hervorzuheben ist das kontinuierlich aufgebaute Bemühen um Drittmittel und Sponsorengelder von Stiftungen, Botschaften und Unternehmen. Aktuell kooperiert Herr Zielinski mit der DFB-Kulturstiftung und der renommierten Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ im Rahmen seiner Inszenierung „Juller“ über den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch. Diese Arbeit wird in zehn Bundesligastädten präsentiert und wurde nachträglich von der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien gefördert. Die Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit mit Blick auf die deutsche Vergangenheit war und ist Jürgen Zielinski in seiner Tätigkeit als Intendant eines Kinder- und Jugendtheaters stets ein zentrales Anliegen. Davon zeugt u. a. sein kontinuierliches  Engagement mit Partnern/Partnerinnen aus Israel, das sich in Gastspiel-Einladungen sowie geförderten Austausch- und Kooperationsprojekten niederschlägt, die stets von verschiedensten Fördermittelgebern wohlwollend begleitet wurden (Goetheinstitut, Deutsch-Israelisches Zukunftsforum, Flickstiftung, u. a.).

 

Zum künstlerischen wie auch ökonomischen Erfolg des Eigenbetriebes hat die Akquise von bundesweiten Gastspielauftritten des Theaters wesentlich beigetragen. Die Erfolgsbilanz lässt sich darüber hinaus auch an zahlreichen Preisen und Auszeichnungen ablesen, die das Theater in den letzten Jahren erhielt (bspw. Theaterpreis des Bundes, Sächsischer Theaterpreis, Sächsischer kommunaler Demokratiepreis, Nominierung für den Sächsischen Initiativpreis für Kunst und Kultur der Kulturstiftung des Freistaates u. a.). Jürgen Zielinski persönlich erhielt den bundesweiten Assitej-Preis und er wird vom Goetheinstitut als einer der zehn wichtigsten Regisseure im Genre Jugendtheater weltweit präsentiert. Eine seiner zahlreichen Inszenierungen wurde für den Faust-Preis nominiert.

 

Neben verschiedenen Preisen wurde das Theater unter der Intendanz von Herrn Zielinski vielfach zu Festivals eingeladen. Hervorzuheben sind die wiederholten Einladungen zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen, zu den Mühlheimer Theatertagen, zu „Augenblickmal“ Berlin, zum Heidelberger Stückemarkt aber auch die Beteiligung im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2016 in Breslau.

 

Neben seiner Tätigkeit als Intendant und Regisseur ist Jürgen Zielinski in zahlreichen Gremien aktiv, in die er nicht zuletzt aufgrund seines Renommees berufen bzw. gewählt wurde. Exemplarisch seien hier die Berufung in die Akademie der darstellenden Künste und in den Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins, in das ITI (Internationales Theaterinstitut), in die Nominierungskommission des Faust-Preises für den Bereich Kinder- und Jugendtheater und in die Jury „Kulturkoffer“ des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst genannt. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wirken immer auch positiv auf das Ansehen der Stadt Leipzig, die der Intendant im Rahmen dieser Gremienarbeit repräsentiert.

 

Die überaus erfolgreiche Bilanz der zurückliegenden Jahre rechtfertigt die Anpassung des Vertrages mit Herrn Jürgen Zielinski, der zwar im Jahr 2014 verlängert wurde, letztlich in seinen Eckpfeilern aber bereits aus dem Jahr 2002 stammt. Die Rahmenbedingungen für eine Intendantenvergütung haben sich seitdem erkennbar verändert, so dass es geboten ist, auch im Vertragsverhältnis mit dem Intendanten des Theaters der Jungen Welt Anpassungen vorzunehmen.

 

Es wird daher folgende Vertragsanpassung vorgeschlagen:

  • Erhöhung der jährlichen Brutto-Grundvergütung von 85.000,00 € auf 120.000,00 €.
  • Erhöhung der Regiegage für die beiden Pflichtinszenierungen der Spielzeit von 10.000,00 € auf 15.000,00 € pro Inszenierung. Ab der dritten Inszenierung beträgt die Regiegage 10.000,00 €.
  • Die Höhe der Zielprämie (10 % der Brutto-Jahresvergütung) bleibt unverändert. Im letzten Vertragsjahr besteht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Juli 2020 unter der Voraussetzung der Zielerfüllung ein Anspruch auf die volle Zielprämie.
  • Die Anpassung wird zum 1. Oktober 2017 wirksam.

 

Die Mitglieder des Stadtrates haben die Möglichkeit, den ausgehandelten Vertragsentwurf im Büro für Ratsangelegenheiten einzusehen.
 

Stammbaum:
VI-DS-04542   Anpassung der Vergütung des Ersten Betriebsleiters (Intendanten) des Eigenbetriebes Theater der Jungen Welt   11 Personalamt   Beschlussvorlage
VI-DS-04542-ÄA-01   Anpassung der Vergütung des Ersten Betriebsleiters (Intendanten) des Eigenbetriebes Theater der Jungen Welt   Geschäftsstelle der AfD-Fraktion   Änderungsantrag