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Vorlage - VI-EF-04517  

 
 
Betreff: Parksituation in Leutzsch und Lindenau
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Einwohneranfrage
Einreicher:Alexander Hein
Beratungsfolge:
Ratsversammlung mündliche Beantwortung
23.08.2017 
Ratsversammlung (offen)   

Sachverhalt
Anlage/n

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die Parksituation in Leutzsch und in Lindenau ist in einem äußerst problematischen Zustand. In beiden Stadtteilen findet man tagsüber schwierig Parkplätze und nachts fast gar nicht. Dies wird zur Strapaze für Anwohner, die auf Parkplätze im Wohnumfeld angewiesen sind. Besonders Familien mit Kindern und ältere Menschen sind auf ein Fahrzeug angewiesen. Hinzukommen derzeit Baustellen, welche die Parkraumknappheit noch vergrößern.

 

Der Parksuchverkehr ist zudem eine Belastung der Umwelt. Oft sucht man lange, bis man mit viel Glück überhaupt einen Platz fernab des eigenen Wohnstandortes findet. Das ständige Anfahren und sprichwörtliche Kreisen im Wohngebiet führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch und damit zu einem erhöhten Ausstoß von CO2, Feinstaub und weiteren Abgasprodukten. Hinzu kommt die Lärmemission der Fahrzeuge. Dies kann nicht im Sinne einer umweltfreundlichen Stadt sein. Zudem steht es im Widerspruch zu den Zielen, die man mit der (aus meiner Sicht wenig wirkungsvollen) grünen Umweltplakette für Leipzig bewirken will.

 

Leutzsch und Lindenau sind außerdem Stadtteile, die erfreulicherweise wachsen. Viele Gebäude werden saniert. Dadurch ist mit weiteren Zuzügen zu rechnen und damit auch mit weiteren Fahrzeugen, wodurch das Grundproblem der Parkplatzknappheit weiterhin verstärkt wird. Damit wird der „ruhende Verkehr“ zu einer Angelegenheit, mit der sich die Stadtverwaltung und der Stadtrat dringend befassen sollten.

 

Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um in den benannten Stadtgebieten zusätzlichen Parkraum für Anwohner zu schaffen und damit gleichzeitig den Parksuchverkehr zu reduzieren?
  2. In welcher Weise ließe sich Anwohnerparken in den betroffenen Gebieten realisieren?
  3. In welcher Weise gibt die Stadt Leipzig Bauträgern mit Wohnungsbauvorhaben in den benannten Stadtteilen positive Anreize bzw. einen satzungstechnischen Rahmen, um im Zuge der Umsetzung ihrer jeweiligen Bau- und Sanierungsvorhaben zusätzlich Parkraum in Form von Tiefgaragen oder auf Innenhöfen zu schaffen?