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Vorlage - VI-A-03928-VSP-01  

 
 
Betreff: Leipzig fördert Jubiläumsjahr 2019 zum 200. Geburtstag Clara Schumanns
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VI-A-03928
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Kultur Vorberatung
09.06.2017    Fachausschuss Kultur      
BA Kulturstätten Vorberatung
01.06.2017    Betriebsausschuss Kulturstätten      
15.06.2017    Betriebsausschuss Kulturstätten      
Ratsversammlung Beschlussfassung
21.06.2017 
Ratsversammlung ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

 

 

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

 

Rechtswidrig und/oder

 

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

 

Zustimmung

 

Ablehnung

x

Zustimmung mit Ergänzung

 

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

 

Alternativvorschlag

 

Sachstandsbericht

 

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, für das Jahr 2019 als Stadt aktiv das Jubiläum des 200. Geburtstags von Clara Schumann mitzugestalten und zu fördern. Dafür sollen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Mit der Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes wird deshalb in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des Gesamthaushaltes geprüft, die Mittel für das Jubiläumsjahr 2019 aufzustocken.

 

 

 

 

 

 

 

Sachverhalt:

 

Jubiläen im Jahr 2019

 

Auf Beschluss des Stadtrates begann die Stadt im Jahr 2009 mit dem 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy eine Kette herausragender Jubiläen und Jahrestage aus ihrer Geschichte, insbesondere ihrer Musikgeschichte, zu begehen. Die dafür jährlich zur Verfügung stehende Summe beträgt derzeit 450.000 Euro.

 

Im Jahr 2019 stehen folgende überregional bedeutsame Jubliläen an:

30 Jahre Friedliche Revolution

500 Jahre Leipziger Disputation

100 Jahre Bauhaus

200. Geburtstag von Clara Schumann

Im Zentrum stehen der Jahrestag "30 Jahre Friedliche Revolution" und der 500. Jahrestag der "Leipziger Disputation", ein entscheidendes Ereignis der Reformationsgeschichte.

Doch auch die Jubiläen „100 Jahre Bauhaus“ und der „200. Geburtstag von Clara Schumann“ sind herausragende Jubiläen, für die ein weit über Leipzig hinausgehendes Interesse besteht.

Die Stadt hat mit den Jubiläen viel überregionale Aufmerksamkeit erzeugt und die Jubiläen haben sich wesentlich auf die Tourismuszahlen ausgewirkt.

 

200. Geburtstag Clara Schumann

Clara Schumann hat sich mit ihrem Können in die Musikgeschichte eingeschrieben. Gleichzeitig ist ihre Biografie von großer Bedeutung für die Geschichte der Gleichberechtigung der Geschlechter. Im Jahr 2019 wird auch die in Leipzig tätige Frauenrechtlerin Luise Otto-Peters ihren 200. Geburtstag haben.

Clara Schumann, geborene Wieck (Leipzig 13.09.1819 – Frankfurt/Main 20.05.1896), gilt als die herausragende Künstlerin des 19. Jahrhunderts. Sie startete ihre ungewöhnliche Karriere als pianistisches „Wunderkind“ und stand sechs Jahrzehnte lang auf den Konzertpodien ganz Europas. Zu ihren Auftrittsorten zählen Paris, Wien, St. Petersburg, Moskau, Prag, Amsterdam, Zürich und alle bedeutenden Städte Deutschlands sowie viele weitere Städte in Europa, u. a. Leipzigs heutige Partnerstädte Lyon, Birmingham und Brünn. Neben der signifikanten Verbreitung der Werke ihres Mannes Robert Schumann galt sie als die Beethoven-Interpretin ihrer Zeit. Nach fast 60 Jahren intensiver Konzerttätigkeit gab Clara Schumann am 07.03.1889 ihr letztes Konzert – im Leipziger Gewandhaus.

 

Doch Clara Wieck-Schumann erfüllte weit mehr Rollen: Sie war ihre eigene Konzertmanagerin, Komponistin, Ehefrau des Komponisten Robert Schumann, brachte acht Kinder zur Welt, von denen sieben erwachsen wurden. Sie war Freundin, Ratgeberin und geschätzte Kollegin berühmter anderer Musikerinnen und Musiker, Klavierpädagogin und Herausgeberin der Werke ihres verstorbenen Mannes. Clara Schumann war auf Grund der Entwicklung ihres Berufslebens eine singuläre Erscheinung des 19. Jahrhunderts und hat eine bis dahin nicht gekannte Emanzipation vorgelebt - trotz der Hemmnisse ihrer Zeit.

 

Clara und Robert Schumann gelten noch heute als eines der bedeutendsten Künstlerpaare überhaupt. Ihre Ehe kann auf Grund der damals vorherrschenden Ansichten als großes Experiment einer emanzipatorischen Schaffensgemeinschaft angesehen werden. Als herausragende Interpretin am Klavier brauchte Robert Schumann seine Frau, um seine Werke der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Darüber hinaus trug Clara Schumann nicht unwesentlich zum Unterhalt der gesamten Familie bei, was in der damaligen Zeit äußerst ungewöhnlich war. Auch als Komponist und Komponistin gingen sie gemeinsame Wege. Bestes Beispiel ist der Liedzyklus „Liebesfrühling“ op. 37, den beide 1841 in der Inselstraße schrieben und bei Breitkopf & Härtel herausbrachten.

 

Clara Schumann ist auch als eigenständige Komponistin bekannt, ihre Werke sind weitgehend ediert und auf Tonträgern aufgenommen. Sie ist die einzige Musikerin, zu der es inzwischen eine ernstzunehmende Forschung gibt.

 

Um auf die wichtige Rolle der Musikerin Clara Schumann aufmerksam zu machen, hat sich in Leipzig ein Unterstützernetzwerk aus freien und öffentlichen Trägern gebildet, die Aktivitäten für das Jubiläumsjahr vorbereiten.

 

 

Aktivitäten des Schumann-Vereins Leipzig e. V.

 

Die führende Rolle in Bezug auf das Künstlerehepaar Clara und Robert Schumann nimmt seit über zwanzig Jahren der Schumann-Verein Leipzig e. V. ein. Der Verein wurde 1995 gegründet, und dank seines Engagements konnte im Jahr 2001 das Schumann-Haus in der Inselstraße 18 eröffnet werden. Damit wurde ein herausragendes Denkmal der Musikgeschichte geschaffen, das seitdem international auf das künstlerische Schaffen der Schumanns aufmerksam macht. Seit 2001 wird der Verein vom Kulturamt gefördert, seit 2014 jährlich in Höhe von 86.000 Euro.

 

In der Inselstraße hatten Clara und Robert Schumann ihre erste gemeinsame Wohnung. Schnell entwickelte sie sich zu einem der künstlerischen Zentren Leipzigs und war Anziehungspunkt der bedeutendsten Künstler, Verleger und Publizisten dieser Zeit. Das gemeinsame Ehetagebuch dokumentiert diese vier Jahre vortrefflich und macht es zu einem der aussagefähigsten Zeitdokumente der Kultur- und Musikstadt Leipzig von 1840 bis 1844. Konzerte von Clara Schumann gemeinsam mit Künstlern wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Ferdinand David, Niels W. Gade und vielen anderen im Schumannschen Haus oder im Gewandhaus gehörten zu den absoluten Höhepunkten des damaligen musikalischen Lebens der Stadt Leipzig.

 

So konnten in den letzten beiden Jahren neben anderen Vorhaben, wie zahlreiche Konzerte und die Schumann-Festwoche, auch drei besonders hervorzuhebende Projekte realisiert werden: der Bau des Klangraumes im Museum und des einzigartigen Spielhörplatzes auf dem Hof des Schumann-Hauses sowie die Produktion eines Audioguides für Kinder. Bis zum Jubiläumsjahr 2019 sind weitere besondere Aktivitäten des Vereins geplant, um schon frühzeitig auf dieses Ereignis in zwei Jahren aufmerksam zu machen.

 

Neben der Schumann-Festwoche, die 2019 ganz im Zeichen dieses Jubiläums steht und den Arbeitstitel „Schaffensgemeinschaft“ trägt, sind auch Konzerte für Clara Schumann mit Leipziger Künstlern, ein Projekt mit Litauen (die baltischen Staaten bereiste Clara Schumann während ihrer Konzertreise nach St. Petersburg), pädagogische Projekte und eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Clara Schumann“ in diesem Jubiläumsjahr geplant. Den Höhepunkt wird ein großes Fest mit zahlreichen Partnern bilden. Der Notenspur-Förderverein e. V. und viele weitere Leipziger Vereine werden dieses Fest ebenso mitgestalten wie die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, das Gewandhaus zu Leipzig, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH sowie beteiligte Institutionen des Schumann-Netzwerkes.

 

Besonderes Augenmerk gilt der Neugestaltung des Museums im Jahr 2019, um der Schaffensgemeinschaft von Robert und Clara Schumann als gleichberechtigte Darstellung dieser beiden Persönlichkeiten noch besser gerecht werden zu können.

 

 

Fazit

 

Mit der Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des Gesamthaushaltes geprüft, die Mittel für das Jubiläumsjahr 2019 aufzustocken, um auch das Clara-Schumann-Jubiläum angemessen unterstützen zu können. Darüber hinaus hat das Dezernat Kultur den Kontakt mit dem Schumann-Netzwerk aufgenommen, um Bundesmittel für das Jubiläumsjahr zu akquirieren.

 

 

Außerdem wird bei der Ausschreibung der Kulturfördermittel für das Jahr 2019 auf den 200. Geburtstag von Clara Schumann im Ausschreibungsstext besonders hingewiesen, um die Antragsteller/-innen auf das Jubiläum aufmerksam zu machen. Geeignete Anträge erfahren im Rahmen des Förderverfahrens besondere Berücksichtigung.

 

Neben einer Förderung innerhalb des städtischen Kulturhaushaltes auf dem Wege einer Projektförderung und institutionellen Förderung prüft das Kulturamt den Einsatz von investiven Verstärkungsmitteln und/oder Zuwendungen von Strukturmaßnahmen nach sächsischem Kulturraumgesetz des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, um mit Landes- und städtischen Mitteln die Neugestaltung und Erweiterung des Museums im Schumann-Haus unterstützen zu können.

 

Das Referat für Internationale Zusammenarbeit prüft zudem die Möglichkeit, die angedachte Konzeption des Schumann-Vereins im Jubiläumsjahr mit einer Reihe von kammermusikalischen Konzerten in (Partner) Städten und bei deutschen Auslandsvertretungen zu unterstützen bzw. hier die Federführung bzw. Organisation dieser Reihe zu übernehmen.

 


 

 

 


 

 

Sachverhalt:

 

Jubiläen im Jahr 2019

Auf Beschluss des Stadtrates begann die Stadt im Jahr 2009 mit dem 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy eine Kette herausragender Jubiläen und Jahrestage aus ihrer Geschichte, insbesondere ihrer Musikgeschichte, zu begehen. Die dafür jährlich zur Verfügung stehende Summe beträgt derzeit 450.000 Euro.

Im Jahr 2019 stehen folgende überregional bedeutsame Jubliläen an:

  • 30 Jahre Friedliche Revolution
  • 500 Jahre Leipziger Disputation
  • 100 Jahre Bauhaus
  • 200. Geburtstag von Clara Schumann

Im Zentrum stehen der Jahrestag "30 Jahre Friedliche Revolution" und der 500. Jahrestag der "Leipziger Disputation", ein entscheidendes Ereignis der Reformationsgeschichte.

Doch auch die Jubiläen „100 Jahre Bauhaus“ und der „200. Geburtstag von Clara Schumann“ sind herausragende Jubiläen, für die ein weit über Leipzig hinausgehendes Interesse besteht.

Die Stadt hat mit den Jubiläen viel überregionale Aufmerksamkeit erzeugt und die Jubiläen haben sich wesentlich auf die Tourismuszahlen ausgewirkt.

 

200. Geburtstag Clara Schumann

Clara Schumann hat sich mit ihrem Können in die Musikgeschichte eingeschrieben. Gleichzeitig ist ihre Biografie von großer Bedeutung für die Geschichte der Gleichberechtigung der Geschlechter. Im Jahr 2019 wird auch die in Leipzig tätige Frauenrechtlerin Luise Otto-Peters ihren 200. Geburtstag haben.

Clara Schumann, geborene Wieck (Leipzig 13.09.1819 – Frankfurt/Main 20.05.1896), gilt als die herausragende Künstlerin des 19. Jahrhunderts. Sie startete ihre ungewöhnliche Karriere als pianistisches „Wunderkind“ und stand sechs Jahrzehnte lang auf den Konzertpodien ganz Europas. Zu ihren Auftrittsorten zählen Paris, Wien, St. Petersburg, Moskau, Prag, Amsterdam, Zürich und alle bedeutenden Städte Deutschlands sowie viele weitere Städte in Europa, u. a. Leipzigs heutige Partnerstädte Lyon, Birmingham und Brünn. Neben der signifikanten Verbreitung der Werke ihres Mannes Robert Schumann galt sie als die Beethoven-Interpretin ihrer Zeit. Nach fast 60 Jahren intensiver Konzerttätigkeit gab Clara Schumann am 07.03.1889 ihr letztes Konzert – im Leipziger Gewandhaus.

Doch Clara Wieck-Schumann erfüllte weit mehr Rollen: Sie war ihre eigene Konzertmanagerin, Komponistin, Ehefrau des Komponisten Robert Schumann, brachte acht Kinder zur Welt, von denen sieben erwachsen wurden. Sie war Freundin, Ratgeberin und geschätzte Kollegin berühmter anderer Musikerinnen und Musiker, Klavierpädagogin und Herausgeberin der Werke ihres verstorbenen Mannes. Clara Schumann war auf Grund der Entwicklung ihres Berufslebens eine singuläre Erscheinung des 19. Jahrhunderts und hat eine bis dahin nicht gekannte Emanzipation vorgelebt - trotz der Hemmnisse ihrer Zeit.

Clara und Robert Schumann gelten noch heute als eines der bedeutendsten Künstlerpaare überhaupt. Ihre Ehe kann auf Grund der damals vorherrschenden Ansichten als großes Experiment einer emanzipatorischen Schaffensgemeinschaft angesehen werden. Als herausragende Interpretin am Klavier brauchte Robert Schumann seine Frau, um seine Werke der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Darüber hinaus trug Clara Schumann nicht unwesentlich zum Unterhalt der gesamten Familie bei, was in der damaligen Zeit äußerst ungewöhnlich war. Auch als Komponist und Komponistin gingen sie gemeinsame Wege. Bestes Beispiel ist der Liedzyklus „Liebesfrühling“ op. 37, den beide 1841 in der Inselstraße schrieben und bei Breitkopf & Härtel herausbrachten.

Clara Schumann ist auch als eigenständige Komponistin bekannt, ihre Werke sind weitgehend ediert und auf Tonträgern aufgenommen. Sie ist die einzige Musikerin, zu der es inzwischen eine ernstzunehmende Forschung gibt.

Um auf die wichtige Rolle der Musikerin Clara Schumann aufmerksam zu machen, hat sich in Leipzig ein Unterstützernetzwerk aus freien und öffentlichen Trägern gebildet, die Aktivitäten für das Jubiläumsjahr vorbereiten.

 

Aktivitäten des Schumann-Vereins Leipzig e. V.

Die führende Rolle in Bezug auf das Künstlerehepaar Clara und Robert Schumann nimmt seit über zwanzig Jahren der Schumann-Verein Leipzig e. V. ein. Der Verein wurde 1995 gegründet, und dank seines Engagements konnte im Jahr 2001 das Schumann-Haus in der Inselstraße 18 eröffnet werden. Damit wurde ein herausragendes Denkmal der Musikgeschichte geschaffen, das seitdem international auf das künstlerische Schaffen der Schumanns aufmerksam macht. Seit 2001 wird der Verein vom Kulturamt gefördert, seit 2014 jährlich in Höhe von 86.000 Euro.

In der Inselstraße hatten Clara und Robert Schumann ihre erste gemeinsame Wohnung. Schnell entwickelte sie sich zu einem der künstlerischen Zentren Leipzigs und war Anziehungspunkt der bedeutendsten Künstler, Verleger und Publizisten dieser Zeit. Das gemeinsame Ehetagebuch dokumentiert diese vier Jahre vortrefflich und macht es zu einem der aussagefähigsten Zeitdokumente der Kultur- und Musikstadt Leipzig von 1840 bis 1844. Konzerte von Clara Schumann gemeinsam mit Künstlern wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Ferdinand David, Niels W. Gade und vielen anderen im Schumannschen Haus oder im Gewandhaus gehörten zu den absoluten Höhepunkten des damaligen musikalischen Lebens der Stadt Leipzig.

So konnten in den letzten beiden Jahren neben anderen Vorhaben, wie zahlreiche Konzerte und die Schumann-Festwoche, auch drei besonders hervorzuhebende Projekte realisiert werden: der Bau des Klangraumes im Museum und des einzigartigen Spielhörplatzes auf dem Hof des Schumann-Hauses sowie die Produktion eines Audioguides für Kinder. Bis zum Jubiläumsjahr 2019 sind weitere besondere Aktivitäten des Vereins geplant, um schon frühzeitig auf dieses Ereignis in zwei Jahren aufmerksam zu machen.

Neben der Schumann-Festwoche, die 2019 ganz im Zeichen dieses Jubiläums steht und den Arbeitstitel „Schaffensgemeinschaft“ trägt, sind auch Konzerte für Clara Schumann mit Leipziger Künstlern, ein Projekt mit Litauen (die baltischen Staaten bereiste Clara Schumann während ihrer Konzertreise nach St. Petersburg), pädagogische Projekte und eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Clara Schumann“ in diesem Jubiläumsjahr geplant. Den Höhepunkt wird ein großes Fest mit zahlreichen Partnern bilden. Der Notenspur-Förderverein e. V. und viele weitere Leipziger Vereine werden dieses Fest ebenso mitgestalten wie die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, das Gewandhaus zu Leipzig, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH sowie beteiligte Institutionen des Schumann-Netzwerkes.

Besonderes Augenmerk gilt der Neugestaltung des Museums im Jahr 2019, um der Schaffensgemeinschaft von Robert und Clara Schumann als gleichberechtigte Darstellung dieser beiden Persönlichkeiten noch besser gerecht werden zu können.

 

Fazit

Mit der Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des Gesamthaushaltes geprüft, die Mittel für das Jubiläumsjahr 2019 aufzustocken, um auch das Clara-Schumann-Jubiläum angemessen unterstützen zu können. Darüber hinaus hat das Dezernat Kultur den Kontakt mit dem Schumann-Netzwerk aufgenommen, um Bundesmittel für das Jubiläumsjahr zu akquirieren.

Außerdem wird bei der Ausschreibung der Kulturfördermittel für das Jahr 2019 auf den 200. Geburtstag von Clara Schumann im Ausschreibungstext besonders hingewiesen, um die Antragsteller/-innen auf das Jubiläum aufmerksam zu machen. Geeignete Anträge erfahren im Rahmen des Förderverfahrens besondere Berücksichtigung.

 

Neben einer Förderung innerhalb des städtischen Kulturhaushaltes auf dem Wege einer Projektförderung und institutionellen Förderung prüft das Kulturamt den Einsatz von investiven Verstärkungsmitteln und/oder Zuwendungen von Strukturmaßnahmen nach sächsischem Kulturraumgesetz des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, um mit Landes- und städtischen Mitteln die Neugestaltung und Erweiterung des Museums im Schumann-Haus unterstützen zu können.

 

Das Referat für Internationale Zusammenarbeit prüft zudem die Möglichkeit, die angedachte Konzeption des Schumann Vereins Jahr mit einer Reihe von kammermusikalischen Konzerten in (Partner) Städten und bei deutschen Auslandsvertretungen zu unterstützen bzw. hier die Federführung bzw. Organisation dieser Reihe zu übernehmen.

 


 

 

 

Stammbaum:
VI-A-03928   Leipzig fördert Jubiläumsjahr 2019 zum 200. Geburtstag Clara Schumanns   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VI-A-03928-VSP-01   Leipzig fördert Jubiläumsjahr 2019 zum 200. Geburtstag Clara Schumanns   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt