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Vorlage - VI-F-04041-AW-01  

 
 
Betreff: Schaffung von Arbeitsplätzen durch RB Leipzig
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat für Wirtschaft und ArbeitBezüglich:
VI-F-04041
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:
1. Wieviel Arbeitnehmer waren im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich bei der RasenBallsport GmbH beschäftigt? Wieviele davon waren dauerhafte (d.h. nicht saisonabhängige) Vollzeitstellen?

 

2. Falls die avisierten 2000 bis 8000 Stellen direkt bei der RasenBallsport GmbH entstehen sollen: bis wann ist mit einem Entstehen der Stellen zu rechnen? Wird es sich um Vollzeit-, Teilzeit- oder Saisonarbeitsstellen handeln?

3. Falls diese Stellen nicht direkt bei der RasenBallsport GmbH entstehen bzw. entstanden sind: wo genau sind diese Stellen entstanden bzw. werden entstehen? (bitte aufschlüsseln nach Branche und Anzahl sowie Art der Stelle) Falls diese noch nicht entstanden sind: bis wann ist damit zu rechnen?

4. Falls diese Stellen weder bei der RasenBallsport GmbH noch in anderen Branchen entstehen bzw. entstanden sind: worauf sind die bisher avisierten Zahlen zurückzuführen und warum werden diese in Leipzig nicht erreicht?

Antwort Verwaltung:

Zum einen liegen der Stadtverwaltung keine dezidierten Unternehmensdaten der RasenBallsport Leipzig GmbH vor und zum anderen wäre sie auch aus Datenschutzgründen nicht befugt entsprechende Daten zu veröffentlichen.

Nach Aussage des offiziellen Geschäftsberichtes 2015 (Bundesanzeiger) der RasenBallsport Leipzig GmbH wurden im Geschäftshalbjahr durchschnittlich 296 Arbeitnehmer beschäftigt. Weitere Zahlen liegen der Stadt Leipzig nicht vor.

Im Rahmen einer Studie der HHL in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurden der gesellschaftliche Wertbeitrag des Vereins untersucht. (Quelle: http://www.hhl.de/fileadmin/texte/publikationen/studien/LS_Business_Psychology/Meynhardt_Franz_Der_Public_Value_des_RB_Leipzig_2017.pdf)

Demnach leistet der Verein einen erheblichen Beitrag zum Gemeinwohl und stellt einen wirtschaftlichen Wachstumsfaktor dar.

Dies wird durch Untersuchungen von Herrn Prof. Timo Meynhardt und Prof. Henning Zülch bekräftigt (Quelle: http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/HHL-Experte-RB-wirbt-gratis-fuer-Leipzig). Es wird erwartet, dass ein Großteil der neuen Arbeitsplätze indirekt im Gast- und Hotellerie-Gewerbe, Sicherheitsgewerbe sowie im Einzelhandel entstehen werden.

Hinzu kommt, dass durch die stetige bundesweite Außendarstellung Leipzig als Wirtschaftsstandort an Bedeutung gewinnt. Diese indirekte positive Standortwerbung und somit indirekte Förderung der Leipziger Ansiedlungspolitik lässt sich nicht durch Statistiken direkt verifizieren.

Dem folgend liegen die von Herrn Oberbürgermeister Jung genannten Zahlen in einer Spanne zwischen 2.000 – 8.000 Arbeitsplätzen. Seine Aussagen stützt Herr Jung auf eine Studie aus dem Jahr 2015 der McKinseyCompany. Innerhalb dieser Studie werden detaillierte Aussagen zur ökonomischen Bedeutung des professionellen Fußballs getroffen.

Demnach sind im Zeitraum von 2008 bis 2014 die Vollzeitarbeitsplätze im deutschen Profifußball von 70.000 auf 110.000 gestiegen und die Wertschöpfung von 5,1 Mrd.€ auf 7,9 Mrd.€ (Quelle  https://www.mckinsey.de/files/mckinsey_wachstumsmotor_bundesliga.pdf ).

 


Anlagen: