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Vorlage - VI-EF-04016  

 
 
Betreff: Einwohneranfrage zum kommunistischen Terrorstück DIE MASSNAHME von Brecht am Leipziger Schauspielhaus
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Einwohneranfrage
Einreicher:Dieter Krause
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung
12.04.2017 
Ratsversammlung (offen)   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Hiermit stelle ich nach der Sächsischen Gemeindeordnung sowie der Satzung des Leipziger Stadtrates folgende Einwohneranfrage für die Stadtratssitzung im April oder Mai 2017 zur Spielplangestaltung sowie zum Intendanten des Leipziger Schauspielhauses:

 

  1. Gibt es für die Stadtverwaltung sowie den Leipziger Stadtrat Möglichkeiten (z.B. durch Kürzung von Mitteln) zukünftig die Aufführung von solchen kommunistischen Propaganda- und Terrorstücken wie DIE MASSNAHME von Brecht (Premiere im Schauspielhaus am 30. März 2017) zu verhindern? Wie steht insbesondere die Kulturbürgermeisterin (bekanntlich eine promovierte Theaterwissenschaftlerin) angesichts der endemischen linken und rechten Gewalt in Leipzig (zuletzt wieder am letzten Wochenende) dazu?
  2. Sieht die Stadtverwaltung Möglichkeiten für die Schaffung eines externen Beratergremiums zur Spielplangestaltung am Schauspielhaus oder verbietet das die künstlerische Eigenverantwortung des Intendanten? Falls nein – welche Möglichkeiten der Einwirkung auf das Schauspielhaus bestehen für die Stadt, um zukünftig dort die Inszenierung solcher kommunistischer Propagandastücke wie DIE MASSNAHME von Brecht zu verhindern, die ausdrücklich terroristische Gewalt rechtfertigen?
  3. Wann ist eine fristlose Entlassung des Intendanten des Schauspielhauses durch die Stadt möglich? Nur nach einer rechtskräftigen Verurteilung nach einer Straftat oder auch wegen linker Terrorpropaganda (als außerordentlicher Kündigungsgrund)?