Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-F-03855-AW-01  

 
 
Betreff: Vertriebsbeschwerden zum Amtsblatt
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:OberbürgermeisterBezüglich:
VI-F-03855
Beratungsfolge:

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

1. Wie viele Vertriebsbeschwerden zum Amtsblatt sind 2016 bei der Stadtverwaltung Leipzig eingegangen?

 

Im Jahr 2016 sind insgesamt 1546 Reklamationen zur Zustellung des Leipziger Amtsblattes sowohl von der Stadt als auch von Verlag und Vertrieb registriert worden. In dieser Zahl enthalten sind Mehrfachbeschwerden, die die gleichen Adressaten betreffen. Insgesamt wurden im Jahr 2016 5.175.000 Exemplare des Amtsblatts ausgeliefert.

 

  1. Welche Stadtgebiete waren davon betroffen?

Die Reklamationen werden nach Ausgaben und Postleitzahlgebieten erfasst. Fast alle Postleitzahlgebiete sind in ganz unterschiedlicher Häufigkeit betroffen.


3. Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung unternommen, um die Verteilung sicherzustellen?

 

Den Vertrieb des Leipziger Amtsblattes besorgt die MPV Medien- und Prospektvertrieb GmbH im Auftrag der Leipziger Anzeigenblattverlags GmbH und & Co KG. Deshalb kommen die Hauptaufgaben im klassischen Beschwerdemanagement dem Verlag zu, der sie zusammen mit der MPV koordiniert. Alle Beschwerden (Kostenlose Hotline / Bürgertelefon / E-Mail-Account / Anrufe in der Redaktion)  werden dort zusammengeführt, erfasst, ausgewertet und reguliert.

Zudem veranlassen Verlag und Vertrieb regelmäßig stichprobenartige Kontrollen bei Mehrfachbeschwerden und werten die Zustellqualität mit dem jeweiligen Mitarbeiter aus. Die Zusteller  werden zudem regelmäßig geschult. Bei groben Verstößen gegen die Arbeitspflichten steht in der Konsequenz auch die Entlassung.

 

In unregelmäßigen Abständen gibt die Stadt über den Verlag die Kontrolle der Zustellquote in Auftrag, um die Qualität der Zustellung der MPV Medien- und Prospektvertrieb GmbH zu ermitteln. Die letzte Studie des Berliner Unternehmens Zielpunkt-Marketing-GmbH datiert aus dem Jahr 2016 und hat eine Zustellquote von 84,4 Prozent (im Branchendurchschnitt liegt die Verteilqualität bei 74,3 Prozent) ergeben.

 

 

Mehrfach hat die Redaktion (letzter Beitrag 2016) auch schon im Blatt über die Zustellung informiert und zu den Themen Werbeverweigerer und Klingelpartner aufgeklärt.

 

2015 ist zudem eine Befragung zur Zustellung über das Bürgertelefon der Stadt  erfolgt, die allerdings keinen repräsentativen Charakter trug. Hier war eine deutlich schlechtere Zustellquote von 35 % zu verzeichnen. Hier fielen allerdings auch nichterreichbare Haushalte (Werbeverweigerer, Innenbriefkästen bei verschlossenen Haustüren) unter die Befragung.

 

Die Redaktion des Amtsblattes steht im wöchentlichen Austausch mit dem Vertriebskoordinator des Verlages und den Mitarbeiterin der Vertriebsfirma, um Sonderfälle und Vertriebshemmnisse zu klären (Werbeverweigerer, verschlossene Haustüren, Zeitungsdiebstahl, unberechtigt entsorgte Zeitungspakete etc.)

 

Bereits 2011 hat die Redaktion einen gesonderten E-Mail-Account für Vertriebsbeschwerden eingerichtet, hier können sich Bürgerinnen und Bürger  mit Zustellproblemen direkt an die Stadt wenden, in Kooperation mit dem Verlag / Vertrieb klärt die Redaktion auf und liefert ggf. auch Amtsblätter nach.

 

Zudem finden die Bürger auch auf der Internetseite des Amtsblattes www.leipzig.de/amtsblatt Hinweise zur Zustellung und Hemmnisse (Werbeverweigerer, verschlossene Häuser mit Innenbriefkästen),  die zur Nichtzustellung führen können.

 

 


4. Wo konnte der Vertrieb zwischenzeitlich wieder problemlos sichergestellt werden?

Da Redaktion und Verlag nur in Einzelfällen Rückmeldungen erhalten, wenn die Zeitungen wieder korrekt zugestellt werden, ist eine Aussage dazu nicht möglich.

Überdies ermuntern wir jeden Beschwerdeführer sich wieder zu melden, wenn die Zustellung nicht funktioniert.

 


5. Welche Möglichkeiten bestehen, das Amtsblatt in den Ortschaften außerhalb der Bürgerämter analog zur Verfügung zu stellen?

Auch wenn für alle Zustellgebiete Zusteller im Einsatz sind, haben Verlag und Vertrieb nach wie vor großes Interesse daran, gerade in den Ortsteilen Zusteller zu finden, die ortskundig sind, weil sie im betreffenden Ort wohnen. Hier könnten die Ortschaftsräte der betreffenden Orte eventuell unterstützen. Ob ein zentraler Auslagepunkt für das Amtsblatt in schlecht belieferten Ortsteilen denkbar wäre, müssten Vertrieb und Verlag im Detail und vor Ort  ggf. ebenso mit den Ortschaftsräten prüfen.

 


Anlagen: