Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-A-03853  

 
 
Betreff: Leipziger Förderprogramm für Kreativschaffende
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
08.03.2017 
Ratsversammlung (offen)   
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 1. Lesung
14.03.2017    Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
14.03.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
FA Kultur 1. Lesung
17.03.2017    FA Kultur      
FA Kultur 2. Lesung
19.05.2017    Sondersitzung FA Kultur      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
20.06.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
15.08.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 2. Lesung
21.08.2017    Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit      
Ratsversammlung Beschlussfassung
21.06.2017 
Ratsversammlung vertagt   
23.08.2017 
Ratsversammlung geändert beschlossen   
FA Kultur 2. Lesung
09.06.2017    Fachausschuss Kultur      
18.08.2017    Fachausschuss Kultur      
Jugendparlament
24.08.2017 
Jugendparlament vertagt     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

 

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

 

Rechtswidrig und/oder

 

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

 

Zustimmung

 

Ablehnung

 

Zustimmung mit Ergänzung

 

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

 

Alternativvorschlag

 

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

 

 

1. Die Stadtverwaltung Leipzig wird beauftragt, bis zum IV. Quartal 2017 zum Cluster Medien- und Kreativwirtschaft ein Förderprogramm zu erarbeiten, das folgenden Zielsetzungen dient:

       die Arbeitsbedingungen für Kreativschaffende in Leipzig sind zu verbessern, damit deren Leistungskraft weiter gestärkt wird;

       für auswärtige Künstler ist ein Anreiz auszuüben, sich in Leipzig niederzulassen und zu arbeiten;

       das Arbeitsumfeld für Kreativschaffende ist zu verbessern;

       städtische Betriebe, Einrichtungen und Liegenschaften, die räumliches Potenzial für Kreativschaffende besitzen, sind noch stärker einzubinden.

 

2. Konkrete erste Maßnahmen darin sollen sein:

       Aufbau eines kommunalen Flächenpools (Vergabe von Ateliers und Atelierräumen, temporär oder langfristig)

       Aufbau einer Atelierbörse, in der private oder städtische Eigentümer freie Räume anbieten können ("Leerstandsmelder").

 

3. Das Förderprogramm ist als kultur- wirtschafts-  und stadtentwicklungspolitischer Maßnahmekatalog gemeinsam mit Kreativschaffenden, Akteuren aus Verwaltung und Politik sowie Bestandshalter und Entwickler von Immobilien und Liegenschaften, Experten aus Stadtentwicklung, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu entwickeln und umzusetzen.


Sachverhalt:
 

Leipzig wächst. Bis zum Jahr 2030 wird ein Wachstum von 720.000 Einwohnern prognostiziert. Zum dynamischen Wachstum und der Attraktivität unserer Stadt trägt auch maßgeblich die lebendige Kreativwirtschaft Leipzigs bei.

Selbst ehemalige triste Wohngegenden konnten und können sich lebendig, sozial und kreativ entwickeln, insofern Kreativschaffende nicht aus ihnen verdrängt werden. Denn die wachsende Stadt trägt bereits zu einer Veränderung des hiesigen Flächen- und Wohnungsmarktes bei.

Der Leipziger Wohnungsmarkt befindet sich in einem Investitions- und Sanierungsboom. Dazu gehören vor allem Mietsteigerungen bei sanierten Gründerzeithäusern oder Industriebauten, die Bebauung ehemaliger ungenutzter Brachflächen und Umnutzung von Industriebauten.

Die sogenannten Leerstandspuffer werden in der Folge schnell aufgebraucht.

 

Aktuell zeigt sich diese Entwicklung z.B. im Westen der Stadt, in Plagwitz einem ehemaligen Industrieviertel. Das Westwerk als privat getragener und wichtiger Bestandteil der Kreativwirtschaft Leipzigs wurde soziokultureller Anker und beliebter Freiraum für das Quartier. Dies ist nun durch beträchtliche Mieterhöhungen bedroht, Kündigungen wurden ausgesprochen.

Um diesen Auswirkungen im Sinne der angestrebten Stadtentwicklung zu begegnen, ist eine bessere Förderung der Kreativwirtschaft zukünftig notwendig. Die bereits existierenden Instrumente des Clusters Medien- und Kreativwirtschaft, angesiedelt im Amt für Wirtschaftsförderung und Kreatives Leipzig e.V., reichen allein nicht aus, um diese Entwicklung zu stoppen.

 

Die Möglichkeiten, kreative Frei-Räume neu zu schaffen, sind vielfältig, unterstützende Maßnahmen können und sollten dies auch sein. Leipzig benötigt dazu eine zukunftsweisende Strategie und wirksame Instrumente, um Kreativschaffenden weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können.  
 

Stammbaum:
VI-A-03853   Leipziger Förderprogramm für Kreativschaffende   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VI-A-03853-VSP-01   Leipziger Förderprogramm für Kreativschaffende   80 Amt für Wirtschaftsförderung   Verwaltungsstandpunkt