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Vorlage - VI-HP-03693  

 
 
Betreff: "Kultursensible Pflege" und Angebote der Seniorenhilfe ausbauen ( A 0104/ 17)
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Änderung zum HH-Planentwurf
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Seniorenbeirat 1. Lesung
09.03.2017 
Seniorenbeirat (offen)   
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 2. Lesung
31.08.2017    Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Seniorenbeirat 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung
20.09.2017 
Ratsversammlung vertagt   
18.10.2017 
Ratsversammlung geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag

 

Beschlussvorschlag:

 

Für die Erarbeitung einer Konzeption zur Stärkung der „Kultursensiblen Pflege“ werden in den Doppelhaushalt 2017/18 Mittel in Höhe von 50 T € eingestellt.

 

Begründung:

 

Menschen, in der besonderen Situation der Hilfebedürftigkeit durch ambulante oder stationäre Pflege, sind auf geschulte Fachkräfte direkt angewiesen. In dieser Lebenszeit sollte immer die Würde der pflegebedürftigen Menschen im Mittelpunkt stehen. Dies ist möglich durch eine den jeweiligen kulturellen Bedürfnisse angepasste Arbeitsweise und besondere Einrichtungen (kultursensible Pflege).

 

Bereits im 3. Altenhilfeplan der Stadt Leipzig von 2012 ist verankert für den steigenden Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund, kultursensible Angebote der Seniorenhilfe weiter zu befördern.

 

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht diesen Bedarf ebenso für die Pflege von älteren Menschen mit Behinderung und mit nicht heterosexueller Lebensweise. Wir halten deshalb den weiteren Ausbau von besonderen, interkulturellen und auch mehrsprachigen Unterstützungsangeboten für Pflegefachkräfte für erforderlich.

 

Des Weiteren sehen wir auch einen großen Bedarf, die „kultursensible Pflege“ sowohl bei den ambulanten als auch stationären Gesundheits- und Pflegediensten in Leipzig durch zielführende Maßnahmen auszubauen. „Kultursensible Pflege“ ist planvoll zu gestalten. Ein grundlegendes Konzept zur Stärkung der „kultursensiblen Pflege“ kann deshalb die Arbeit erleichtern.

 

Insbesondere auch in Zusammenarbeit mit freien, privaten und kirchlichen Trägern - nicht nur der Altenhilfe - wäre es unseres Erachtens sinnvoll, wenn durch das Sozialamt ein städtisches Konzept zur weiteren Qualifizierung der „Kultursensiblen Pflege“ erarbeitet wird. Zu prüfen wäre auch eine wissenschaftliche Begleitung eines solchen Projektes. Auch positive Beispiele aus anderen Städten sollen eruiert werden.

 

Stammbaum:
VI-HP-03693   "Kultursensible Pflege" und Angebote der Seniorenhilfe ausbauen ( A 0104/ 17)   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Änderung zum HH-Planentwurf
VI-HP-03693-VSP-01   "Kultursensible Pflege" und Angebote der Seniorenhilfe ausbauen (A 0104/17)   50 Sozialamt   Verwaltungsstandpunkt