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Vorlage - VI-A-03555  

 
 
Betreff: Fußverkehrskonzept für Leipzig
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:SPD-Fraktion
Beratungsfolge:
Seniorenbeirat 1. Lesung
12.01.2017 
Seniorenbeirat zur Kenntnis genommen   
Jugendbeirat Anhörung
02.03.2017 
Jugendbeirat zur Kenntnis genommen   
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
14.12.2016 
Ratsversammlung (offen)   
Jugendparlament Anhörung
05.01.2017 
Jugendparlament (offen)   
28.02.2017 
Jugendparlament geändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
03.01.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
28.02.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, für die Stadt Leipzig ein neues Fußverkehrskonzept zu erarbeiten und es dem Rat Ende des IV. Quartals 2017 vorzulegen.


Sachverhalt:

Der Fußverkehr ist nachhaltig und ermöglicht den Menschen eine selbstständige Teilnahme an der Mobilität und am städtischen Leben. Er verbindet die Verkehrsmittel untereinander, insbesondere der öffentliche Verkehr ist auf gute Rahmenbedingungen für seine Passagiere angewiesen.

 

Folgende strategische Ziele sollen im Rahmen des Fußverkehrskonzeptes verfolgt werden:

Der Fußverkehr soll als wichtige Mobilitätsform im städtischen Gesamtverkehr gefördert werden.

Der Anteil des Fußverkehrs soll gemessen am städtischen Gesamtverkehr deutlich gesteigert werden.

Die Fußgängerverbindungen sind durchgehend, sicher und attraktiv zu gestalten.

 

Die  Erarbeitung  des  Fußverkehrskonzeptes  umfasst in Anlehnung  an die  Planungsprozesse  bei  anderen  Verkehrsarten (bspw. ÖPNV oder  Radverkehr) die  Festlegung  von  Grundsätzen,  Leitlinien  und  Qualitätsstandards, die die Grundlage für die Entwicklung eines attraktiven, sicheren und lückenlosen Netzes bilden. Hinzu kommt eine problemorientierte Bestandsanalyse sowie ein Maßnahmen- und Handlungskonzept, das von einer entsprechenden Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet werden muss. Das Ziel eines Fußverkehrskonzepts muss es sein, ein möglichst engmaschiges, sozial sicheres Wegenetz zu schaffen, das neben größtmöglicher Bewegungsfreiheit auch entsprechende Wahlmöglichkeiten und ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität bietet.

 

Es gibt zahlreiche Argumente, den Fußverkehr in Städten zu fördern. Einer der wichtigsten Gründe ist hierbei sicher der Gesundheitsaspekt, denn  das Zufußgehen verbessert das Wohlbefinden, erhält die Gesundheit und sichert zudem Mobilität bis ins hohe Alter. Fußverkehr verursacht darüber hinaus keinen Lärm, keine Schadstoffe und verbraucht wenig Ressourcen. Attraktive Fußwege sind zudem eine Voraussetzung dafür, dass für kurze Strecken das Auto stehen gelassen und der ÖPNV besser angenommen wird. Fußgänger beleben den öffentlichen Raum, was die Attraktivität von Städten und auch deren soziale Sicherheit erhöht. Für Handel, Gastronomie und Tourismus bietet ein starker Fußverkehr zahlreiche Vorteile, weil dadurch größerer Anteil an Laufkundschaft generiert werden kann.

 

Gute Lebensbedingungen und attraktive öffentliche Räume machen eine Stadt interessant für ihre Bewohner, für Besucher und für Investoren. Aus unserer Sicht hat es für die Stadt Leipzig sowohl wirtschaftlich als auch im Bereich der Stadtentwicklung deutliche Vorteile, den Fußverkehr zu fördern und ein entsprechendes Fußverkehrskonzept zu erstellen.


 

Stammbaum:
VI-A-03555   Fußverkehrskonzept für Leipzig   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Antrag
VI-A-03555-VSP-01   Fußverkehrskonzept für Leipzig   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Verwaltungsstandpunkt
03555-VSP-01-VSP-01   x   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-03555-NF-02   Fußverkehrskonzept für Leipzig   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Neufassung