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Vorlage - VI-A-03547  

 
 
Betreff: Prüfung einer innovativen Verkehrslösung für den Ringabschnitt vor dem Hauptbahnhof
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:CDU-Fraktion
Beratungsfolge:
SBB Mitte Anhörung
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
18.01.2017 
Ratsversammlung (offen)   
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
31.01.2017    Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau      
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Machbarkeit einer innovativen Verkehrslösung vor dem Hauptbahnhof mit nachfolgenden Eckpunkten zu prüfen:

-Tieferlegung zumindest der nördlichen Ringfahrbahn in einem Trog

-eine über den Trog auskragende Verbreiterung der LVB-Haltestelle

-ampelfreie Überquerung des Troges für den Fußgängerverkehr in Höhe Osthalle und Westhalle 

  Hbf.

 

Das Ergebnis der Machbarkeitsprüfung wird, zusammen mit einer ersten Kostenschätzung und einem Entscheidungsvorschlag zum weiteren Vorgehen, dem Stadtrat bis zum III.Quartal 2017 vorgelegt.

 


Begründung:

Die Zukunft des Innenstadtringes wird zunehmend zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Die Visionen reichen dabei von einem komplett autofreien Ring bis hin zur Führung des Kfz-Verkehrs in einem Ringtunnel unterhalb der jetzigen Fahrbahn. Um diesen Diskussionen eine sachliche Grundlage zu geben, soll mit diesem Antrag die Machbarkeit einer Lösung an einer von allen Verkehrsarten besonders beanspruchten Stelle vertieft betrachtet werden. Dies soll aber die in jedem Fall erforderliche generelle Überarbeitung der Verkehrsführung zur Entlastung des Rings nicht aufhalten.

 

Fest steht: der Ring ist nicht nur für den ÖPNV, sondern auch für den Kfz-Verkehr unverzichtbar. Dies gilt um so mehr, da die in den frühen 90er Jahren formulierte Strategie eines leistungsfähigen Tangenten-Ring-Systems nur unvollständig umgesetzt wurde.

In den Hauptverkehrszeiten ist der Ring regelmäßig überlastet, Staus und stockender Verkehr prägen die Verkehrssituation. Wachsende Bevölkerungszahlen und damit ein wachsender Kfz-Bestand lassen für die nächsten Jahre keine Entlastung, sondern eher eine Mehrbelastung erwarten.

 

Der problematischste Abschnitt ist dabei der vorm Hauptbahnhof. Hier überlagern sich auf relativ geringem Raum drei große Verkehrsströme: Straßenbahnen und Busse der LVB, der Fußgängerverkehr vom und zum Hauptbahnhof und der Kfz-Verkehr.

 

Die Zentralhaltestelle der LVB mit den Gleisen 1-4 ist das Nadelöhr für fast den gesamten Straßenbahnverkehr und einige Buslinien und der zentrale Umsteigepunkt Leipzigs. Bereits jetzt ist dieser Umsteigepunkt in der Hauptverkehrszeit und zu besonderen Höhepunkten (Konzerte, Fußballspiele, Weihnachtsmarktwochenenden...) bis an die Grenze belastet, was nicht nur Stress verursacht, sondern auch die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet. Zusätzliche Flächen für wartende und umsteigende Fahrgäste durch eine entsprechende Verbreiterung der Haltestelle sind angezeigt, aber unter den jetzigen räumlichen Bedingungen nicht machbar.

 

Insofern kann eine Troglösung zumindest für die nördliche Ringfahrbahn eine nachhaltige Lösung mit mehrfachem Nutzen sein. Sie ermöglicht eine ampelfreie Abwicklung des Kfz-Verkehrs, eine über den Trog auskragende Verbreiterung der Haltestelle und eine ampel- und barrierefreie Führung des Fußgängerverkehrs zwischen Hauptbahnhof und Haltestelle.

 

Entscheidend für die tatsächliche Machbarkeit dieser Lösung dürften sein: die vorhandene unterirdische Infrastruktur unterhalb der Fahrbahnen und die technischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten für die Trogzu- und -abfahrten.


Anlagen:
 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 A-03547-Visualisierung (Angefordertes Dokument nicht im Bestand)