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Vorlage - VI-A-02456  

 
 
Betreff: Aufstockung des Pflegekinderdiensts
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:SPD-Fraktion
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
23.03.2016 
Ratsversammlung (offen)   
FA Allgemeine Verwaltung 1. Lesung
05.04.2016    Fachausschuss Allgemeine Verwaltung      
23.08.2016    Fachausschuss Allgemeine Verwaltung      
FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 1. Lesung
07.04.2016    Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
11.08.2016    Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
22.09.2016    Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung
18.04.2016      (offen)   
22.08.2016 
Jugendhilfeausschuss (offen)   
05.09.2016 
Jugendhilfeausschuss vertagt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Pflegekinderdienst wird zum II. Quartal 2016 um ein VzÄ aufgestockt.
  2. Die Stadtverwaltung prüft bis Ende des dritten Quartals 2016, ob die Personalausstattung des Pflegekinderdiensts der Stadt Leipzig ausreichend ist.
  3. Auf Grundlage der Prüfung findet ggf. eine weitere Personalaufstockung ab dem 1.1.2017 statt.

Sachverhalt:

In Leipzig steigen die Zahlen der stationär untergebrachten Kinder und Jugendlichen. Dies hat vielfältige Gründe, u.a. eine stärkere Sensibilisierung der Gesellschaft beim Kinderschutz oder aber auch die Zunahme von unbegleiteten Minderjährigen Ausländern.

 

In der Altersgruppe der 0-3-Jährigen besteht für aktuell 49 Kinder Unterbringungsbedarf in Pflegefamilien, diese Kinder werden derzeit in für sie langfristig ungeeigneten Hilfeformen, wie zeitlich befristet in der Übergangspflege oder in Wohngemeinschaften, betreut. In der Altersgruppe der 4-6-Jährigen werden für 40 Kinder Pflegefamilien gesucht, bis zur Vermittlung in diese Familien leben die Kinder vorrangig in Wohngemeinschaften, zum Teil auch außerhalb Leipzigs. Darüber hinaus leben zahlreiche ältere Kinder und Jugendliche, darunter auch unbegleitete Minderjährige Ausländer, in Wohngemeinschaften, die jedoch in Pflegefamilien untergebracht werden könnten.

Die Unterbringung der Kinder und Jugendlichen in geeigneten Pflegefamilien kann von Vorteil sein, da die Pflegefamilien ihnen Halt geben und auf ihre Bedürfnisse besser eingehen können. Die Unterbringung in Pflegefamilien kann daher ein gelungener Ansatz sein, um Kinder in für sie ungeeigneten Hilfen oder Kinder, die nach Deutschland geflohen sind, besser gesellschaftlich zu integrieren. Dadurch können Folgekosten verringert werden.

Darüber hinaus ist die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien pro Jahr etwa 40.000 Euro günstiger als in stationären Einrichtungen.

 

Die Veranstaltungen auf denen das Amt für Jugend, Familie und Bildung über die Möglichkeiten von Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche informiert hat, haben gezeigt, dass viele Leipzigerinnen und Leipziger bereit sind, Pflegekinder und -jugendliche in ihren Familien aufzunehmen. Ein stärkere Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und spätere Begleitung der Familien scheint aufgrund der Personalsituation jedoch nicht möglich.

Stammbaum:
VI-A-02456   Aufstockung des Pflegekinderdiensts   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Antrag
VI-VSP-02469   Aufstockung des Pflegekinderdienstes   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Verwaltungsstandpunkt
VI-A-02456-VSP-01   Aufstockung des Pflegekinderdiensts   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Verwaltungsstandpunkt