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Vorlage - P-00566/14-VSP-001  

 
 
Betreff: Aussichtsturm auf dem Fockeberg
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Petition
Einreicher:Dezernat Umwelt, Ordnung, SportBezüglich:
P-00566/14
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
Petitionsausschuss Bestätigung
13.03.2015    Petitionsausschuss      
Ratsversammlung Bestätigung
15.04.2015 
Ratsversammlung      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Petition_Fockeberg2014

 

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

 

Rechtswidrig und/oder

x

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

 

Zustimmung

x

Ablehnung

 

Zustimmung mit Ergänzung

 

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

 

Alternativvorschlag

 

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Petition kann nicht abgeholfen

 


 

Sachverhalt:


Die Anfrage der Petenten, auf dem Fockeberg einen Aussichtsturm vorzusehen,

wurde im Zusammenhang mit der indirekten Sportförderung gestellt.

 

Inhaltlich wäre dies eine gute Ergänzung der vorhandenen Möglichkeiten für einen Panoramablick im Stadtgebiet von Leipzig, wie sie etwa der Turm auf der Bistumshöhe, der Aussichtsturm im hinteren Rosental sowie das Völkerschlachtdenkmal, der Rathausturm, die Thomaskirche oder das City-Hochhaus bieten.

 

Der Fockeberg mit seiner Höhe von 155 m ist aber auch bereits jetzt ein Aussichtspunkt. Vergleichsweise liegt der Kernbereich des Stadtwaldes in einer Höhenlage von 95 bis 110 m.

 

Aufgrund der damit verbundenen Kosten ist die Errichtung und Unterhaltung eines Aussichtsturmes an diesem Standort heute und perspektivisch nicht realisierbar, zumal der Standort erhebliche besondere Anforderungen an Planung und Bauwerk mit sich bringen würde.

 

Der Fockeberg ist Bestandteil des LSG „Leipziger Auwald“, des gleichnamigen Vogelschutzgebietes und als Bodenschutzwald gemäß SächsWaldG ausgewiesen. Gleichzeitig ist der Fockeberg im Sächsischen Altlastenkataster als „Deponie Fockestraße“ registriert.

 

Am Standort wurde überwiegend in Leipzig angefallener Trümmer- bzw. Bauschutt infolge der Kriegsschäden des 2. Weltkrieges abgelagert. Bis 1983 wurde außerdem Hausmüll eingebaut. Für den Deponiekörper insgesamt ist, trotz teilweiser Konsolidierung aufgrund der jahrzehntelangen Standzeit, von einer lockeren Lagerung des Materials auszugehen.

 

Die technische, technologische Machbarkeit zur Errichtung eines Aussichtsturmes auf der ehemaligen inhomogenen Siedlungsmülldeponie ist ohne ortskonkrete Baugrunduntersuchungen nicht einzuschätzen. Mit Mehraufwendungen aufgrund der Baugrundeigenschaften des Standortes müsste gerechnet werden.

 

Für Planungsleistungen, die Anschaffung und Errichtung sowie die laufende Unterhaltung eines Aussichtsturmes sind keine Haushaltsmittel veranschlagt. Aufgrund der Beanspruchung des städtischen Haushaltes durch prioritäre Investitionen in anderen Aufgabenbereichen ist dies leider auch nicht realistisch.

 

 


 

Stammbaum:
P-00566/14   Aussichtsturm auf dem Fockeberg   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Petition
P-00566/14-VSP-001   Aussichtsturm auf dem Fockeberg   67 Amt für Stadtgrün und Gewässer   Petition