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Auszug - Fahrradstreifen auf dem Dittrichring  

 
 
SBB Mitte
TOP: Ö 4.2
Gremium: SBB Mitte Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 06.05.2021 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:00 Anlass: Sitzung
Raum: Videokonferenz
Ort:
 
Wortprotokoll

 

Herr Schulze, VTA

 

Herr Schulze erläutert das Zustandekommen der kürzlich eingerichteten Radverkehrsanlage auf dem westlichen Innenstadtring (Umsetzung des OVG-Urteils). Er merkt an, es handele sich um eine Interimslösung, da geplant sei, zukünftig eine Kfz-Spur zu reduzieren wodurch dann entsprechend mehr Platz für eine breiter angelegte Radverkehrsanlage entstünde.

 

Die Thematik wird anschließend angeregt diskutiert. SBB Mitglieder (Herr Nörlich, Herr Frommhold), sowie Gäste (Herr Strehler, ADFC und Herr Supplies, Ökolöwe) stellen mehrere Nachfragen und bringen ihre Unzufriedenheit mit der Gestaltung der Radverkehrsanlage zum Ausdruck. Diese rührt daher, dass die Anlage als zu schmal empfunden wird, die Markierung vor Ampeln ende und es sich lediglich um eine Markierung handele, jedoch kein Überfahrhindernis für Kfz (Poller o.Ä.) vorhanden sei. Dies wird angesichts des hohen Verkehrsaufkommens und des dort herrschenden Tempos als unsicher empfunden. Es wird die Befürchtung geäußert, dass es lediglich eine Frage der Zeit sei, bis es dort zu Unfällen käme.

 

Nachfrage

 

Beantwortung durch Herrn Schulze

 

Entspricht die Breite den Mindestvorgaben lt. StVO?

 

Ja (inkl. Markierung 1,50m).

 

Warum wurde nicht bereits jetzt eine Kfz-Spur reduziert bzw. wann wird dies umgesetzt werden?

 

Dies führe zu Rückstau auf vorgelagerte Knotenpunkte. Es seien erst weitere Ampelanlagen umzuschalten, um damit eine Verringerung des Kfz-Aufkommens auf dem Ring zu bewirken. Dies sei ungefähr ab 2022 geplant.

 

Weshalb wurden keine zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen (Poller o.Ä., die ein Überfahren des Streifens durch Kfz verhindern) angebracht?

 

Hat hierzu eine ämterübergreifende Abstimmung stattgefunden?

 

Es handele sich dabei nicht um verkehrsrechtliche Anordnungen, also nicht den Aufgabenbereich des VTA.

 

Eine Abstimmung habe nicht stattgefunden und sei auch nicht notwendig gewesen.

 

Warum wurde die Radspur nicht auf den Fußweg verlagert?

 

Dies entspräche nicht der Gerichtsentscheidung, die vorsähe, Radverkehr auf der Fahrbahn zuzulassen.

 

Warum endet die Markierung vor der Ampel?

 

Da sich dort auch die Fahrbahn verjünge.

 

Herr Schmidt bemerkt abschließend, dass die SBB-Sitzung wahrscheinlich nicht der geeignetste Rahmen sei, um die Thematik zielführend zu besprechen und schlägt ein anderes Format (runder Tisch o.Ä.) unter Einbeziehung relevanter Interessengruppen / Ämter vor.  

 

Das Thema wird nochmals unter ‚Sonstiges‘ am Ende der Sitzung angesprochen. Herr Nörlich wird einen Antrag vorbereiten.