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Auszug - Vorstellung der Planung zur Gleiserneuerung/Achsaufweitung in der Waldstraße zwischen Jahnallee und Primavesistraße (VTA und LVB)  

 
 
SBB Mitte
TOP: Ö 6
Gremium: SBB Mitte Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.08.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:50 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Zi. 495
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
 
Wortprotokoll

Frau Dorn vom Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) und Herr Muske von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) stellen die Planung vor. Herr Muske betreut die Gestaltung von Haltestellen und ähnlichen Anlagen für die LVB. Bei den Bauvorhaben wird angestrebt, mit anderen Medienträgern gemeinsam zu bauen, um möglichst effizient zu arbeiten.

 

In diesem besonderen Fall handelt es sich um die Aufweitung des Gleismittenabstands in einem recht langen Baubereich vom Waldplatz bis zur Parthebrücke an der Primavesistraße, derzeit liegen hier noch Gleise mit dem alten Gleisachsenabstand. Diese Vorbereitungen dienen den neuen (breiteren) Straßenbahnwagen, welche ab 2024 eingesetzt werden sollen. Diese müssen auf den Gleisen aneinander vorbeipassen. Auch der Verschleiß in den Gleisanlagen macht dies notwendig. In einigen Gleisen gibt es bereits eine Rillenbildung, was auf den schlechten Zustand der Gleise durch Abschliff hinweist. Die Großplatten lassen mögliche korrodierte Gleisabstände nicht erkennen, dies kann zu Unfallgefahr werden.

 

Die Waldstraßenbrücke muss für die Maßnahme ein Jahr voll gesperrt werden. Die Gleisschleife am Stadion soll im existierenden Straßenbestand geleistet werden, da andere Flächen für die Planung nicht zur Verfügung stehen.

 

Eine geplante Haltestelle muss verschoben werden, da Grundstückszufahrten vorhanden sind, die berücksichtigt werden müssen. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme im Rahmen der Wendeschleife im Westen des Viertels. Am Mückenschlösschen gibt es südlich der Goyastraße ebenso Probleme. Hier ist eine Verlegung in Richtung Süden geplant - der Haltestellenabstand wird hierdurch verkürzt. Die LVB verlegt hierfür eine Erschließungsstraße.

 

Für die Wendeschleife muss ein Teil der Grünfläche verwendet werden, um auch einen Unterstand für die Haltestelle zu errichten. Herr Demmig fragt, wie genau die Wendeschleife gestaltet werden soll. Frau Dorn sagt, dass die geplante Schleife zum Parkplatz nicht kommen wird und man aus diesem Grund eine Schleife über die Max-Planck-Straße plant, wo auch die Haltestelle eingerichtet werden soll. Herr Muske sagt, dass die benachbarten Straßen (Fregestraße, Feuerbachstraße), im Rahmen der Baumaßnahme ebenso angefasst werden sollen, Fördermittel liegen hierfür vor. Herr Warnecke sagt, dass die Fußball-Europameisterschaft in Zukunft eine gute Möglichkeit bieten würde, einen Gesamtplan für das Gelände zu entwickeln.

 

Herr Muske sagt, dass die Wendeschleife in Zukunft möglicherweise als Endpunkt einer Linie in Frage kommt. Die Haltestelle Fregestraße wird so gestaltet, dass die Feuerwehr trotzdem die anliegenden Häuser andienen kann. Im Auwaldgebiet wird Rasen gegen befestigte Fläche ausgetauscht, um die Breite von Fuß- und Radwegen zu erhalten, ohne den Raum für den Mobilen Individualverkehr (MIV) einzuschränken.

 

Herr Pörner fragt zum Bereich Primavesistraße, ob die dortige Brücke angefasst wird, dies wird jedoch durch Herrn Muske verneint. Er fragt ebenso, ob es Pläne gibt, das Parken im Marienweg in Zukunft einzuschränken und eine Haltestelle zu errichten. Herr Muske antwortet, dass nach den vorhandenen Plänen die Zufahrt zu diesem Weg weiter erhalten bleibt, eine neue Haltestelle ist hier nicht geplant. Ebenso fragt Herr Pörner zur „Feuerbachschleife“ bezüglich des Durcheinanders bei Fußballspielen und ob es andere geplante Varianten gibt. Herr Muske sagt, dass eine Anbindung der Festwiese etc. angedacht wurde, derzeit hält man den geplanten Eingriff für die einzige realistische Variante.

 

Herr Demmig fragt, welche Auswirkungen die Maßnahme auf die Anwohner und Gewerbetreibenden haben wird. Herr Muske sagt, dass es in der Vergangenheit immer gelungen ist, die Geschäfte zu erreichen. Herr Biederstedt fragt zum Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Auwald und möchte wissen, ob das Umweltamt und die Umweltverbände hierzu informiert sind. Herr Muske sagt, dass die Baumaßnahmen erst nach der Zugvogelsaison beginnen und der Auwald selbst nicht angefasst wird. Er fragt ebenso zum aktuellen Gleiszustand und ob Fahrgäste derzeit gefährdet sind. Herr Muske sagt, dass die Gefährdungslage nicht gegeben ist, es gibt regelmäßige technische Überwachung der Anlagen. Er fragt nach der Zukunft des Anlieferverkehrs nach der Maßnahme. Herr Muske sagt, dass besonders die Ausfahrten in der Feuerbachstraße so gestaltet sind, dass es nicht zu Parkvorgängen auf den Gleisen im Kurvenbereich kommt.