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Auszug - Sicherung der Zufuhr von Wasser in die Teiche Hohenheida  

 
 
Sondersitzung OR Seehausen
TOP: Ö 2
Gremium: OR Seehausen Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 13.06.2019 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 21:00 Anlass: Sondersitzung
 
Wortprotokoll

Vorstellung der Stadt Leipzig, durch Herrn Dittmar, Amtsleiter Amt Stadtgrün und Gewässer in Abstimmung mit den Leipziger Wasserwerken (LWW)

Unsere Teiche waren früher gesunde Biotope, Mittelpunkte des Dorfes. Diese hatten ganzjährig Wasser, waren Lebensraum für Vögel und Frösche. Aber über die letzten Jahre hat sich dieser Zustand immer mehr verschlechtert.  Nun sind unsere Teiche (Kirchteich Hohenheida, Seehausen) kaum noch als solche zu erkennen, denn es wächst nunmehr Unkraut darin.

Die Wasserzufuhr aus den Gehöften und von der Straße ist nicht mehr gegeben, da frühere Leitungen verpresst, die Entgelte an die KWL-Gebühren angepasst und Gräben umgestaltet wurden.

Die Abwässer werden in der Pumpstation gesammelt und dem Klärwerk zugeführt.

Das Regenwasser aus den versiegelten Flächen des Wohngebietes Residenz und das überschüssige Wasser aus dem Kindergartenteich kommen auch nicht den anderen Teichen zu Gute, da sie über ein Kanalsystem vom Ort weggeführt werden.

Aus diesem Grund erfolgte der Antrag des OR auf kostenlose Einleitung von Regenwasser der Anlieger in die Teiche.

Herr Dittmar vom ASG stellte die Vorstellungen der Stadtverwaltung und KWL zur Sicherung der Wasserzufuhr der Teiche dar. Folgende Vorschläge wurden unterbreitet (Reihenfolge entsprechend der schnellstmöglichen Realisierbarkeit:

 

1. Die am Kirchteich vorbeiführende Regenwasserleitung soll in den Kirchteich eingebunden werden (Überlauf dann wieder weiter zum Vorfluter)

2. Statt das überflüssige Wasser aus dem Kindergartenteich ungenutzt abzupumpen, wird hier die Zuführung zum Rühler Teich geprüft und als zweite Maßnahme genannt

3. Nutzung der Wassermengen aus dem Wohngebiet der Residenz

 

Votum: 4 Stimmen dafür

 

Es gibt jedoch keine Option zur Ausbindung der Gräben, da diese im Bestand der LWW sind und diese werden nicht abgeben.

Laut Hr. Dittmar sind auch keine Direkteinleiter sichtbar.

Ziel ist es: „Wasser in die Teiche, das kriegen wir hin“ - betonte Hr. Dittmar

 

Folgende Bedenken wurden geäußert:

 

1. Hoher einmaliger und dauerhafter finanzieller Aufwand mit wenig Hoffnung auf Stabilisierung der Wasserstände

2. Frage, warum die verrohrten und offenen Gräben nicht wieder in Rechtsträgerschaft des ASG überführt werden können, (da die Kosten/ Gebühren für die Eigentümer der Grundstücke) über das 50fache niedriger wären.

3. Anfälligkeit von künstlichen wartungsintensiven Anlagen zu natürlicher Entwässerung

4. Es wird angezweifelt, dass die Maßnahmen nach erfolgter Realisierung ausreichend sind

5. Hält der Kirchteich nach so langer Trockenheit das Wasser noch?

6. Besteht nicht die Möglichkeit zur Prüfung der Einleitung von Regenwasser zu fairen Preisen (Gewässergebühren) oder direkter Einleitung?

 

Nach umfangreicher Diskussion wurden die von der Verwaltung gemachten Vorschläge angenommen, wobei Herr Dittmar dem OR noch nicht erklären konnte, wo die finanziellen Mittel für die Maßnahmen herkommen sollen und wann mit den ersten Realisierungen zu rechnen ist. Zur Finanzierung soll nach Aussage von Herrn Dittmar durch die Verwaltung dem Stadtrat ein Vorschlag unterbreitet werden.

Derzeit kann man noch keine Aussage über die Zeit und die Kosten machen. Votum: 4 Dafür Stimmen

 

Der OR akzeptiert die kleinen Lösungsvarianten lt. Gewässerstudie

Langer Teich Göbschelwitz: (Nordraumkonzept)

Hier ist der Überlauf zu und ein Neubau wäre ein zu großen Projekt. Auch eine Senke macht hier keinen Sinn.

Ist bereits ausgeschrieben - Fachfirmen erbitten Nachfrist, die am 17.06.19 endet.

Baubeginn: Ende Juli 2019

Bauzeit:       3 Monate