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Auszug - Höhere Fachstandards im Kinder- und Jugendbereich  

 
 
SBB Nordwest
TOP: Ö 6.1
Gremium: SBB Nordwest Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 03.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Stadtteilzentrum "ANKER"
Ort: Renftstraße 1, 04159 Leipzig
 
Wortprotokoll

Für die Informationen zu den „höheren Fachstandards in der offenen Jugendarbeit“, welche durch den Jugendhilfeausschuss im Zeitraum 10/2017 bis 02/2018 beschlossen wurden, sind stellvertretend für den Amtsleiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung Herr J. Sommer, Sachgebietsleiter Kinder- und Jugendförderung und Frau S. Haensch (Koordinatorin Jugend und Bildung) anwesend.

 

Herr Sommer erläutert zunächst die Abläufe bei der Förderung der Jugendarbeit, welche für die Stadt pflichtig ist. Hierbei entscheidet der Stadtrat über die bereitzustellenden Mittel und stellt diese in den Doppelhaushalt ein. Auf dieser Basis entscheidet der Jugendhilfeausschuss über die zu fördernden Projekte. Es wird die Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses aus 7 Stadträten und 6 freien Trägern sowie beratenden Mitgliedern vorgestellt.

 

Für diese Projekte sind schon bei der Beantragung die jeweils geltenden Fachstandards bindend. Nach einer Bewertungsmatrix, welche sich nach dem sozialen Indikator des Stadtteiles, der Qualität des Antrages, den Erfahrungen des antragstellenden Trägers und dessen jeweiligen Sachberichten richtet, wird ein Prozentwert zur Beurteilung der Förderfähigkeit ermittelt. Entsprechend der Förderfähigkeit wird eine Liste erstellt und dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt. Auf Grund steigender Mieten, Sachkosten und Fachstandards weist die Liste 2018/2019 um 2.5 Mio. Euro höhere Kosten aus.

 

Zu den neuen Fachstandards teilt Herr Sommer mit, dass diese trotz Warnungen vor den Mehrkosten durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen wurden. In der Folge des Beschlusses hat der Stadtrat zu entscheiden, ob Mittel für alle oder nur für bestimmte Förderfelder der offenen Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Entsprechend unterbreitet das Amt dem Jugendhilfeausschuss Vorschläge, was gefördert wird.

 

 

Die Fachstandards wurden in den vergangenen 2 ½ Jahren durch die freien Träger der Jugendarbeit erarbeitet, wobei die Forderung auf einen höheren Fachstandard in der offenen Jugendarbeit durch die Träger gestellt wurde. Eigentlich sind solche hohen Fachstandards (Hochschulabschluss) nicht zwingend erforderlich, jedoch infolge des Beschlusses durch den Jugendhilfeausschuss bindend umzusetzen. Diverse Änderungsanträge von Fraktionen zum Haushalt 2019/2020 zur Einstellung des Mehrbedarfes wurden gestellt, über die durch den Stadtrat im Zuge der Haushaltsdebatte in 01 bis 02/2019 zu entscheiden ist.

 

Es folgen Infos und Diskussionen zu den Fristen bei der Umsetzung der Standards, den Folgen der Nichterfüllung von Kriterien des Zuwendungsbescheides, sowie der Umsetzbarkeit der Standards. Es ist fraglich, wie viele, gerade kleinere Träger und Treffs in der Stadt diese Fachstandards halten können, finanziell und fachkräftebezogen. Herr Hühne weist am Beispiel „Geyserhaus“ und „Anker“ darauf hin, wie schwierig es ist, qualifiziertes Personal (Sozialarbeiter) für die offene Jugendarbeit zu gewinnen.

 

 

Sitzungsende: 19 Uhr