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Auszug - Völkerschlachtpanorama auf der Alten Messe ermöglichen  

 
 
Ratsversammlung
TOP: Ö 14.1
Gremium: Ratsversammlung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 22.08.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 20:50 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Sitzungssaal des Stadtrates
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
VI-A-05134 Völkerschlachtpanorama auf der Alten Messe ermöglichen
   
 
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis


Beschluss:

 

1. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die LEVG GmbH & Co. KG (LEVG) per Gesellschafterweisung zu beauftragen, für die in den Anhängen des Ursprungsantrages ausgewiesene Fläche des „östlichen Ohrs" des sogenannten Stadtbalkons auf dem der Gesellschaft gehörenden Flurstück 159/104 in der Straße des 18. Oktober ein Interessenbekundungsverfahren durchzuführen.

2. Im Rahmen dieses Verfahrens soll geklärt werden, ob und zu welchen Bedingungen es Interessenten für die Errichtung und Betreibung einer ca. 30m hohen und durchmessenden Rotunde als „Kunst-Skulptur" auf o.g. Flurstück und außerhalb der Sichtachse Völkerschlachtdenkmal-Neues Rathaus zur Ausstellung des ehemals im Panometer gezeigten Völkerschlachtpanoramas von Yadegar Asisi gibt.

3. Ziel soll die Erarbeitung und der Abschluss eines zeitlich begrenzten, aber mindestens 10jährigen Nutzungsvertrages sein. Voraussetzungen für diesen Nutzungsvertrag sind:

a. Das Vorliegen aller rechtlichen Voraussetzungen.

b. Die materielle Zulieferung durch den Künstler Yadegar Asisi.

c. Die Übernahme aller für Planung, Errichtung, Betrieb notwendigen Kosten.

d. Die Herstellung des Bereiches der Rotunde für eine Nutzung entsprechend der Vorgaben durch den Grundstückseigentümer.

4. Desweiteren soll geprüft werden, einen symbolischen Denkmal-Beitrag (z.B. 0,50 € pro Besucher) für die spätere umfassende Sanierung des Gartendenkmals im Nutzungsvertrag festzuschreiben.

5. Das Ergebnis des Verfahrens, ggf. mit einem entsprechenden Vertragsentwurf und Vorschlag, wird dem Stadtrat zur Abgabe einer Empfehlung an den Gesellschaftervertreter und den Aufsichtsrat der LEVG GmbH vorgelegt.

6. Der Stadtrat nimmt zur Kenntnis, dass im Zeitraum bis voraussichtlich 2024 eine Realisierung einer solchen Rotunde auf Grund der von 2019 - 2024 geplanten Baumaßnahme der an die Fläche anschließenden Brücke über die Bahnanlagen noch nicht möglich ist. Dies eröffnet jedoch einen ausreichenden Zeitrahmen sowohl für das Verfahren, die Klärung aller noch offenen Fragen, als auch die notwendigen Vorbereitungen eines Vertragspartners für die Realisierung. Das Interessenbekundungsverfahren ist zeitlich so einzutakten, dass die Realisierung nach Fertigstellung der Brücke beginnen könnte.


Abstimmungsergebnis: mehrheitlich angenommen bei 6 Gegenstimmen und 3 Stimmenthaltungen


  Beschluss: 22.08.2018 Ratsversammlung ungeändert beschlossen
Termin 31.10.2019 überschritten und noch nicht realisiert Termin: 31.10.2019 Status: erledigt

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Bericht zum Stand der Umsetzung vom 05.03.2020:

 

x in Arbeit

 

 

 

Der Sachstand des „Standes der Umsetzung“ vom 28.10.2019 stellte heraus, dass im Rahmen der Umsetzung des Beschlusses der Ratsversammlung der Stadt Leipzig zu DS-VI-A-05134 zwei wesentliche Aufgaben anstünden:

 

  1. Die Unterzeichnung eines Letters of Intent (LOI) durch die LEVG, der durch die asisi Panorama International GmbH an die LEVG gesendet worden war.
  2. Die Erarbeitung einer Bauvoranfrage für das Vorhaben, um u.a. die Einordnung des geplanten Baukörpers in das städtebauliche Konzept zu betrachten.

 

Zu 1.:   Der LOI wurde im Dezember 2019 durch die Geschäftsführung der LEVG mbh & Co. KG unterzeichnet.

 

Zu 2.:   Im Februar 2020 wurde durch den Geschäftsbesorger der LEVG, der WEP, ein Antrag auf Bauvorbescheid für den „Neubau eines Ausstellungsgebäudes“ gestellt. Grundlage bilden die von der asisi F&E GmbH vorgelegten Unterlagen mit Aussagen zur Kubatur sowie Qualitäten zum Ausbaustandard. Informationen zu den Materialien der Außenhülle liegen nicht vor.

 

Die Rotunde ist ausschließlich für die Präsentation des Panoramabildes angelegt und verfügt im Zentrum über eine innenliegende Besucherplattform mit drei Ebenen, die über eine Treppenanlage sowie einen Aufzug erreichbar sind.

 

Über einen vorgelagerten baulichen Riegel (Eingangshalle) werden die Besucher in das Ausstellungsgebäude geführt. Dieser Eingangsbereich soll optisch einem industriellen Charakter entsprechen (Außenwand Sandwich Paneele, geschliffener Betonboden). In diesem Baukörper sind der Kassen- und Garderobenbereich, ein Vorführraum (Film), ein Museumsshop, die erforderlichen Büro- und Personalräume sowie sanitäre Anlagen untergebracht.

 

Der Standort lässt die vom Künstler vorgegebene bauliche Verbindung zwischen Halle und Ausstellungsgebäude räumlich nicht zu. Während die Rotunde mit den vorgegebenen Maßen auf dem westlichen Ohr angeordnet werden kann, ragt der vorgelagerte Riegel weit in die Achse der Straße des 18. Oktober hinein.

 

Es wird angestrebt, den Eingangsbereich mit den gewünschten Funktionen an den Straßenraum „Alte Messe“ auszurichten oder aber getrennt vom Ausstellungsraum auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtbalkons anzuordnen.

 

Städtebauliche Kennziffern:

 

Grundstücksfläche:                  ca. 6.000 m² (Teilbereich)

Gebäudegrundflächen:            Rotunde ca. 1.050 m² (d= 36 m)

                                                  Eingangshalle ca. 400 – 500 

Gebäudehöhe.                          32,5 m

 

Die Fragestellungen der Bauvoranfrage beziehen sich u.a. auf die grundsätzliche Bebaubarkeit des Stadtbalkons sowie die planungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens hinsichtlich Art und Maß der baulichen Nutzung (insbesondere Höhenentwicklung). Mit einem Ergebnis der Antragsprüfung ist im Frühjahr 2020 zu rechnen.      

 

 

 

Bericht zum Stand der Umsetzung vom 11.04.2019

 

noch nicht begonnen

umgesetzt

aufgehoben

in Arbeit x

geändert

 

 

Am 27. Februar 2019 erfolgte die Neuausfertigung des Beschlusses der Ratsversammlung vom 22.08.2019. Darin erfolgt die Korrektur, dass sich das Interessenbekundungsverfahren auf des „westliche Ohr“ bezieht.

 

 

 

Nach Neuausfertigung weist die Gesellschafterin mit Datum vom 29. März 2019 die Geschäftsführung der LEVG mbH & Co. KG an, in Umsetzung des o.a. Beschlusses der Ratsversammlung der Stadt Leipzig ein Interessenbekundungsverfahren für die im Ratsbeschluss benannten Flächen und entsprechend der Maßgaben dieses Ratsbeschlusses durchzuführen.

 

 

 

Darüber hinaus wird die Geschäftsführung angewiesen, dass die vorgenannten Beschlusspunkte unter Einhaltung der in diesem Zusammenhang maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen umgesetzt werden.

 

 

 

Damit ist die Grundlage gegeben, die Aufgaben aus den Beschlusspunkten 2. bis 6. zu realisieren:

 

  • Klärung, ob und zu welchen Bedingungen Errichtung und Betreibung der Rotunde als „Kunst-Skulptur“ erfolgen kann.
  • Erarbeitung und Abschluss eines Nutzungsvertrages
  • Prüfung symbolischer Denkmal-Beitrag
  • Darlegung des Verfahrensergebnisses vor dem Stadtrat
  • Realisierung der Umsetzung nach Bau der Brücke in Verlängerung der Straße des 18. Oktobers.