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Auszug - Vorstellung Fachförderrichtlinie der Stadt Leipzig zur Gewährung eines Zuschusses bei der Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. V.: Frau Hiersemann  

 
 
Behindertenbeirat
TOP: Ö 2
Gremium: Behindertenbeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 14.08.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:30 - 17:00 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Zi. 259
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
 
Wortprotokoll

Frau Hiersemann gab ausführliche Informationen zur Fachförderrichtlinie. Sie verwies darauf, dass das Wohnraumförderungsgestetz des Bundes von 2001 im § 3 geändert wurde. Die Aufgaben darin wurden an an jeweiligen Bundesländer übertragen. Das Land Sachsen hat nun eine eigene Richtlinie erarbeitet.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich dabei den Umbau ihrer Wohnung oder ihres Einfamilienhauses mit bis zu 8000 Euro fördern lassen. Rollstuhlfahrer erhalten für Umbauten zu 20.000 Euro. Bezuschusst werden 80 % der förderfähigen Umbaukosten. Der Eigenanteil beträgt 20 %. Der Eigenanteil kann erlassen werden, wenn in einer Bedarfsgemeinschaft Grundsicherung in Anspruch genommen oder Wohngeld bezogen wird. Die dafür notwendigen Antragsformulare sind im Internet auf der Webseite der Sächsischen Aufbaubank verfügbar. Mit dem Antrag muss dann die Beratungsstelle aufgesucht werden, die eine Zuschussfähigkeit der beantragten Maßnahmen prüft und bescheinigt. In Ausnahmefällen können Betroffene auch in ihren eigenen vier Wänden aufgesucht werden. Bewilligt werden die Anträge durch die Sächsische Aufbaubank. r Leipzig, Kreis Nordsachsen und Kreis Leipzig ist die Beratungsstelle beim Behindertenverband Leipzig e. V. zuständig.

Antragssteller müssen einen Schwerbehindertenausweis oder einen Bescheid über einen Pflegegrad vorweisen.  

Die Stadt Leipzig hat hierzu eine ergänzende Richtlinie erarbeitet und wird 2017/18 150.000,00 €r den Eigenanteil von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stellen, die diesen nicht von der SAB gefördert bekommen, aber bis zu 20 % über der Einkommensgrenze liegen.