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Auszug - Errichtung eines Erweiterungsbaus als Kapazitätserweiterung der 60. Schule  

 
 
Ratsversammlung
TOP: Ö 18.12
Gremium: Ratsversammlung Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mi, 08.03.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 19:24 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Sitzungssaal des Stadtrates
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
VI-DS-03634 Errichtung eines Erweiterungsbaus als Kapazitätserweiterung der 60. Schule
   
 
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 


Beschluss:

 

1.Der Planungsbeschluss zur Kapazitätserweiterung der 60. Schule durch einen Erweiterungsbau, wird gefasst.

 

2.Die Planungskosten bis zur Vorlage des Baubeschlusses (Leistungsphase 3 HOAI) betragen 300.000 €. Die Mittel sind im PSP-Element „60. Schule, Erweiterungsbau Schule" (7.0000720) im Haushaltsjahr 2016 mit 100.000 € und 2017 mit 200.000 € veranschlagt bzw. geplant.

 

 

 

3. Die Stadtverwaltung erwirbt im Stadtbezirk Südwest in den Ortsteilen Knautkleeberg-Knauthain oder Hartmannsdorf-Knautnaundorf eine Vorbehaltsfläche für soziale Infrastruktur, die auch für den Bau einer weiteren Grundschule in diesem Bereich geeignet ist und die notwendigen Voraussetzungen für die Schulwegsicherheit erfüllt. Zudem sollen hierbei auch die sich ergebenden Schulweglängen berücksichtigt werden.

 

4. Für den zweiten Bauabschnitt (Einfeld-Sporthalle) ist bis Ende 2017 eine verbindliche zeitliche und planerische Einordnung zu erarbeiten, um die Errichtung der Sporthalle in einen zeitlichen Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt einzuordnen. Die bisher genutzte Einfeldhalle in der Schönbergstraße ist auch für eine zukünftige Vereinssportnutzung zu sichern.

 

5. Für den Hort der 60. Grundschule in der Schönbergstraße 2 wird bis Ende 2017 eine Planung zur Komplexsanierung und ggf. Erweiterung erarbeitet. In dem Zusammenhang wird das derzeit verpachtete Teilstück des Flurstücks 64a (LA014285) der Gemarkung  Knauthain (ehemaliger Schulgarten) durch Kündigung des Pachtverhältnisses der Schule zur zukünftigen Nutzung als Freifläche zur Verfügung gestellt und dient als potenzielle Erweiterungsfläche für den Schulhort.

 

6. Zum Zweck der Schulwegsicherheit ist unverzüglich auf der Schönbergstraße in Höhe des Haupteinganges des Hortgebäudes ein Zebrastreifen einzurichten.

 

7. Der Erweiterungsneubau wird so geplant, dass in mindestens einer Etage ein barrierefreier Übergang ohne Fahrstuhlnutzung möglich ist.

 

8. Die Planungen schließen die Betrachtung einer Erweiterung des Anbaus durch Aufstockung eines 2. OG mit ein, um auf neue Erkenntnisse zum Bedarf im Laufe des Verfahrens reagieren zu können.

 

9. Die Verwaltung informiert im Bau- und im Sozialausschuss umgehend über die Flächenberechnungsgrundlage pro Kind für Schul- bzw. Hortgrundstücke allgemein und die Erweiterungspotenziale der 60. Schule konkret, um den Stadtrat in die Lage zu versetzen, das Verfahren sachlich zu begleiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

einstimmig angenommen


  Beschluss: 08.03.2017 Ratsversammlung geändert beschlossen
Mit Terminverzug am 29.11.2018 realisiert Termin: 16.10.2018 Status: 29.11.2018
Auftrag:

Bericht zum Stand der Umsetzung vom 16.11.18:

 

umgesetzt  X

 

Sachstand AfJFB:

 

Die Entwurfsplanung (LP 3 nach HOAI) zur Errichtung eines Erweiterungsbaus als Kapazitätserweiterung der 60. Schule ist abgeschlossen. Der Fördermittelantrag wurde fristgerecht über das Förderprogramm „Schulische Infrastruktur FöriSIF eingereicht. Der Bescheid liegt seit dem 03.08.2018 vor.

 

Ergänzend dazu werden folgende Information gegeben:

 

Im Zuge des Entwurfs zur Haushaltplanung 2019 ff ist als zweiter Bauabschnitt der Neubau einer Einfeld-Halle auf dem Grundstück der Schule mit geplanter Fertigstellung in 2022 und als dritter Bauabschnitt die Sanierung des Hortgebäudes in der Schönbergstraße 2a – 4 mit geplanter Fertigstellung in 2024 eingeordnet.

 

Der Baubeschluss 60. Grundschule Seumestraße 93, Erweiterungsbau mit Speiseversorgung (Vorlage - VI-DS-05360) wurde am 25.04.2018 durch die Ratsversammlung beschlossen. Der Baubeginn fand im Oktober 2018 statt und die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant.

Gemäß Vorlage - VI-DS-05360 wurde unter Beschlusspunkt 11 durch den Stadtrat festgelegt, dass die Verwaltung einen Maßnahmenkatalog und eine Zeitschiene für ggf. erforderliche Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude der 60. Schule vorlegt. Eine dementsprechende Untersuchung liegt nun mit folgenden Ergebnissen vor.

 

Während der Bauzeit ab Herbst 2018 bleibt das bestehende Gebäude als 2,5 zügige Grundschule in Betrieb. Im Rahmen des Erweiterungsbaus erfolgen geringfügige Maßnahmen im Kellerbereich sowie einige Umbauten im Erdgeschoss. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus werden die hofseitig angebauten Toiletten und der Speiseversorgungscontainer abgebrochen.

 

Das 1908 fertiggestellte Gebäude steht unter Denkmalschutz und wurde fortdauernd als Schulgebäude genutzt. Es ist als massives Mauerwerksgebäude errichtet. Die Decken bestehen über Kellergeschoss teilweise aus Kappendecken, teilweise aus Stahlsteindecken. Über EG, OG1 und OG2 ist jeweils die Decke über dem Mittelflur als Stahlsteindecke errichtet, die übrigen Decken sind als Holzbalkendecken auf Stahlträgern vorhanden. Im Jahr 2002 wurde eine Brandschutzsanierung durchgeführt. Das hofseitig vorhandene Haupttreppenhaus wurde mit einer Rauchschutzverglasung vom Mittelflur abgetrennt, auf der südlichen Hofseite wurde eine Fluchttreppe aus Stahl angebaut. Im Kellergeschoss wurden diverse Brandschutztüren eingebaut. Die Treppe wird nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus abgebrochen, da der zweite bauliche Fluchtweg dann über den südlich anschließenden Verbindungsbau führt.

 

Das für den Erweiterungsbau erstellte Brandschutzkonzept wurde nach den Erkenntnissen aus den Unterlagen im Bauaktenarchiv bezüglich der Holzbalkendecken auf Stahlträgern fortgeschrieben. Da die Stahlträger weiterhin verdeckt eingebaut bleiben, bestehen keine weiteren Anforderungen zur Ertüchtigung oder zum Umbau der vorhandenen Konstruktion.

 

Der Zustand des Gebäudes ist insgesamt befriedigend – größere baukonstruktive Schäden sind nicht vorhanden. Entsprechend der Nutzungsdauer sind jedoch Oberflächen von Bodenbelägen, Anstriche und Einbauten in einem altersspezifischen Zustand und sollten mittelfristig erneuert werden.

 

Die haustechnischen Anlagen entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik und sind ebenfalls mittelfristig zu erneuern. Durch die Baumaßnahmen der Haustechnik sind als Neben-und Folgemaßnahmen Putzflächen wiederherzustellen und Decken- und Wanddurchbrüche wieder zu verschließen.

 

Nur geringfügige Maßnahmen sind an der Dachkonstruktion und an der bereits erneuerten Dachdeckung perspektivisch notwendig.

Als Gesamtfazit kann festgehalten werden: Das Gebäude befindet sich in einem befriedigenden Gesamtzustand. Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen sind deshalb lediglich in einer mittelfristigen Zeitperspektive erforderlich.