Ratsinformationssystem

Auszug - Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung  

 
 
Beirat für Gleichstellung
TOP: Ö 3
Gremium: Beirat für Gleichstellung Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 06.02.2017 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Zi. 259
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
 
Wortprotokoll

Frau Dr. Weirauch erwähnt die Werkstättenverordnung (gibt es seit 1980) und die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (seit 2001), die u. a. die Wahl und Aufgaben des Werkstattrats regelt. Der Werkstattrat hat ähnliche Aufgaben wie ein Personalrat. Es gibt eine LAG der Werkstatträte.

 

Frau Dr. Weirauch berichtet über die Bundesstudie „Gewalt an Frauen mit Behinderung“. Frauen mit Hörbehinderung haben die höchste Rate an Gewalterfahrungen. Frauen erleben Gewalt in Heimen und auf Arbeit bzw. in den Werkstätten. Frauen mit Behinderung sind nicht dazu erzogen, Widerstand zu leisten. Der Dachverband der deutschen Vereine für Frauen mit Behinderung „Weibernetz“ hat 2008 – 2011ein Modellprojekt durchgeführt: 16 Tandems (Frauenbeauftragte und Unterstützerin) wurden gebildet, zwei davon in Sachsen (in Leipzig und Dresden). Die Frauenbeauftragten wurden ausgebildet und vernetzt.

 

Ab 2017 soll in jeder Einrichtung eine Frauenbeauftragte gewählt werden. Grundlage dafür ist die Änderung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung mit Wirkung v. 23.12.2016. Es wurde ein Abschnitt neu aufgenommen, der die Aufgaben, Rechtsstellung und Wahlen von Frauenbeauftragten festlegt (§ 39 ). Wichtig ist, dass die Frauenbeauftragten eine Ausbildung, Unterstützerinnen und ein Budget erhalten.