Ratsinformationssystem

Auszug - Aufbau eines kommunalen Pflegenetzwerkes V.: Frau Koch, Pflegekoordinatorin Sozialamt  

 
 
Seniorenbeirat
TOP: Ö 3
Gremium: Seniorenbeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 09.02.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 9:30 - 12:30 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Zi. 259
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
 
Wortprotokoll

Frau Koch, Pflegekoordinatorin, stellte an Hand einer Präsentation die nächsten Arbeitsschritte für den Aufbau eines kommunalen Pflegenetzes vor und erläuterte diese. Dabei ging sie auf die im vergangenen Jahr stattgefundene Gesundheits-werkstatt ein. Sie berichtete über die geplanten Arbeitsgruppen und den Aufbau bzw. Strukturen dieser AG's. Frau Koch informierte in diesem Zusammenhang über das Projekt der HTWK „PAUSE“ und die zum Projekt gehörenden Pflege-kurse als ein Beispiel für konkrete Unterstützung von Betroffenen in der Häus-lichkeit. Die Aufgabe der Pflegekoordination soll der Aufbau eines kommunalen Pflegenetzwerkes sein, das die vielfältigen Angebote in der Stadt begleiten, unterstützen und koordinieren soll.

 

Folgende Fragen entstanden u.a.:

 

  1. Wie ist dem Defizit zu begegnen, wenn entsprechend des wachsenden Anteils der älteren Bevölkerung der Fachkräftebedarf in der Pflege um
    62 % steigen wird.
  2. Problematisch ist noch immer trotz bewährter Modelle – die Überleitung nach Krankenhausaufenthalten in die häusliche Umgebung. Dies gilt be-sonders für allein lebende Menschen, deren Angehörige nicht präsent sind. Hierzu muss es konkrete, standardisierte Abläufe für das Überlei-tungsmanagement geben. Diese sind bürgernah zu gestalten (vgl. auch u.a. Standards zum Überleitungsmanagement der Stadt Dresden).    
  3. Welche Ziele bzw. Zielvorgaben hat die Pflegekoordination, wo will sie hin? Was sind die komplexen Aufgaben und Kompetenzen des kommu-nalen Pflegenetzwerkes.
  4. Wie wird der gesetzliche Beratungsauftrag der Krankenkassen in den einzelnen Kassen umgesetzt? Welche Informationen sind dazu den jewei-ligen Mitgliedern der Krankenkassen bekannt? Hieraus ergab sich die Bitte, sich zu erkundigen und mit allen Kassen zu sprechen, um für den Endverbraucher wirkungsvoller zu sein. Diese Aufgabe könnte in die Ziel-stellungen des kommunalen Pflegenetzwerkes einfließen.
  5. Was sind die Ziele der vier neu zu bildenden Arbeitsgruppen, die sich aus der stattgefundenen Gesundheitswerk ergeben haben? 

 

Erwartungen des Seniorenbeirates:

 

Der Seniorenbeirat bittet darum, die Ziele für das Gesamtkonzept der Pflege-koordination zu formulieren und in Teilziele aufzugliedern. Dabei erscheint es zweckmäßig, eine Zeitschiene zu erarbeiten. Es kommt darauf an, im Rahmen der Pflegekoordination eine Übersicht über die konkreten Angebote der einzel-nen Akteure (Unterstützungs- und Hilfsangebote) zu erstellen, um Defizite fest-zustellen und diesen entgegenwirken zu können.

 

Der Seniorenbeirat hat sich mit Frau Koch verständigt, das Thema im 2. Halbjahr nochmals auf die Tagesordnung zu setzen.

 

 

Folgende Beiratsmitglieder werden in den genannten Arbeitsgruppen zum Aufbau eines kommunalen Pflegenetzwerkes vertreten sein:

 

AG 1 Bestandsanalyse:Frau Prof. Dr. Lieber, Frau Dr. Pönisch

AG 2 Überleitungsmanagement:Frau März, Frau Geßner

AG 3 Demenz:Frau Hoffmann

AG 4 Fachkräftesicherung: