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Auszug - Kiesabbau Schönau III - Projektvorstellung durch die Firma Papenburg  

 
 
Ortschaftsrat Rückmarsdorf
TOP: Ö 3
Gremium: OR Rückmarsdorf Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 27.09.2016 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Ortsteilzentrum Rückmarsdorf
Ort: Ehrenberger Straße 5, 04178 Leipzig
 
Wortprotokoll

Der Ortsvorsteher, Herr Freydank, eröffnete die Sitzung.

 

Da das Interesse der Bürger am Thema Kiesabbau in Schönau so groß war, konnte die Tagesordnung leider nicht eingehalten werden.

Die große Anzahl der Einwohner, die gekommen war, um sich über das Vorhaben der Fa. Papenburg zu informieren bzw. ihren Unmut zu demonstrieren, überschritt das Fassungsvermögen des Raumes im Ortsteilzentrum. Die Bürger standen noch im Gang und draußen vor den Fenstern.

Herr Freydank machte den Vorschlag, eine zweite Veranstaltung zu diesem Thema in der Turnhalle der Schule in Rückmarsdorf durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde nach einigem Hin und Her angenommen. Der Termin steht noch nicht fest.

 

 

Herr Frank, Betriebsleiter der Firma Papenburg, begann seinen Bericht mit der Historie. Der  Kiesabbau  in unserer Sandgrube begann 1902. Zu DDR-Zeiten wurde die Kiesförderung enteignet und war Teil des Baukombinates Leipzig. 1991 wurde der Standort von der Firma Papenburg übernommen. Bis zum heutigen Zeitpunkt wird auf diesen Flächen Sand abgebaut und die Renaturierung hat bereits begonnen. Nun wird eine neue Abbaufläche gesucht und wurde auf der Fläche zwischen Bahnhofsiedlung, Bahnstrecke und Miltitzer Straße gefunden.

Der Bericht des Herrn Frank wurde immer wieder unterbrochen von aufgebrachten Einwohnern und es gab Diskussionen, die klar machten, dass jeglicher Kiesabbau in dieser Gegend von den Bürgern nicht erwünscht ist.

Die Pläne der Fa. Papenburg sehen folgendermaßen aus: Das gesamte Abbaugelände soll mit einem Lärm- und Schmutzschutzwall von 8 m Höhe umgeben werden. Der Wall soll etwa 70 m Abstand von den Grundstücken haben. Nach dem Plan soll der Kiesabbau 15 Jahre lang erfolgen und dann kämen noch 2-3 Jahre Renaturierung, wobei die Bürger ein Mitspracherecht hätten. Die Tiefe des Abbaus soll 110 m betragen. Eine Brücke über die Bahnstrecke auf Kosten der Fa. Papenburg soll gewährleisten, dass der Abtransport des geförderten Materials nicht durch den Ort Rückmarsdorf erfolgt.

Frau Grießbach vom Wirtschaftsdezernat der Stadt Leipzig beantwortete die Frage nach der Rolle der Stadt in diesem Genehmigungsverfahren. Die Stadt verhandelt mit der Firma Papenburg und wenn es eine Genehmigung des Bergbauamtes gibt, wird die Stadt ihre Grundstücke verkaufen. In der näheren Zukunft wird es in Leipzig viele Bauvorhaben geben und der Kiesabbau in der Stadt wird benötigt.

Die darauf folgende, sehr emotionale Diskussion wurde dann abgebrochen und die

Bürger auf die 2. Veranstaltung verwiesen.