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Auszug - Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig - Fortschreibung 2016  

 
 
Ortschaftsrat Engelsdorf
TOP: Ö 4
Gremium: OR Engelsdorf Beschlussart: abgelehnt
Datum: Mo, 04.04.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:15 Anlass: Sitzung
Raum: Versammlungsraum des Ortschaftsrates Engelsdorf
Ort: Engelsdorfer Str. 345, 04319 Leipzig
DS-00157/14-DS-01 Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig - Fortschreibung 2016
   
 
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
 
Wortprotokoll

Frau Starke erläutert den SEP mit Powerpoint-Präsentation und stellt sich danach der Diskussion, die Folgendes ergibt:

OV Opitz  leitet in die Schulproblematik der Grundschule ein und macht darauf aufmerksam, dass das Grundstück der Grundschule keine weiteren Erweiterungen zulässt. Der Anbau, der 2011 fertig wurde, sollte nur im Ausnahmefall für den Unterricht benutzt werden, da man diesen vorwiegend zur Hortbetreuung benötigte. Der tägliche Wechsel zwischen der Nutzung  Unterricht / Hort im gleichen Raum gehe zu Lasten der Hortbetreuung und der Mitarbeiter.

Herr Korb macht deutlich, dass die für 3-Zügigkeit ausgelegte Schule derzeit von 399 Schülern in 17 Klassen besucht werde. Mit der geplanten Mehrzweck/Sporthalle könnte endlich ein ordnungsgemäßer Sportunterricht  erreicht werden, aber keinesfalls eine Erhöhung der Schülerzahl zur 5-Zügigkeit. Die gesamte Infrastruktur sei hierfür nicht geeignet und die Arbeitsbedingungen für das Kollegium würden unzumutbar.

Einem gemeinsamen Schulbezirk mit Holzhausen stimme man nur zu, wenn dies garantiert zu einer maximalen 4-Zügigkeit der Christoph-Arnold-Schule führe.

Frau Wolf (Leiterin GS Holzhausen) berichtet von 60 Neuanmeldungen für das Schuljahr 2016/17, d.h. es werden 3 Klassen eingeschult, obwohl die Schule nur für zwei Züge ausgelegt sei.

Die Aufnahme einer weiteren Klasse aus den Engelsdorfer Bereich sei nicht akzeptabel.

Frau Starke betont, dass die Schulleiter nach noch zu erarbeitenden Kriterien entscheiden sollen, wie viele/welche Schüler sie aufnehmen. Der gemeinsame Schulbezirk bedeute nicht automatisch eine größere Verlagerung nach Holzhausen. Gedacht gewesen sei diese Regelung hauptsächlich für die Baalsdorfer Schüler.

SR Jens Lehmann fordert eine weitere Grundschule für Engelsdorf, um den aktuellen und zukünftigen Schülerzahlen gerecht zu werden. Es würden seit Jahren zu niedrige Schülerzahlen prognostiziert und in der Planung zu Grunde gelegt. Die Zusammenlegung von Schulbezirken habe bisher keine positiven Ergebnisse gebracht und für Engelsdorf sei dies strukturell auch keinesfalls zu erwarten. Dies wird von Frau Maciejewski (Stadtelternrat) unterstrichen.

Laut Frau Starke kommen die Zahlen vom Amt f. Statistik und Wahlen.

 

OSR R. Seidel macht den Vorschlag, den  geplanten Schulbezirk Engelsdorf-Holzhausen abzulehnen, weil die erforderlichen sicheren Schulwegverbindungen  nach Holzhausen fehlen.

OV Opitz fasst zusammen, dass der SEP abzulehnen sei, da

- die Christoph-Arnold-Grundschule  nur für eine max. 4- Zügigkeit  zu belegen sei.

Sie kündigt den Antrag des OSR an, wonach ein zweiter Grundschulstandort in Engelsdorf benötigt werde,

- die Schulwegsicherheit durch diesen SEP nicht gewährleistet sei

- der Antrag zum Bau einer Oberschule in Engelsdorf, der immer noch im Verfahren ist, bestehen bliebe, (wenn die OS Mölkau nicht sehr kurzfristig erweitert würde).

Der OSR lehnt den vorliegenden SEP einstimmig ab; diese Ablehnung wird mit einer schriftlichen Stellungnahme untersetzt.                                                         Votum:              9 – 0 - 0 

 

 

04. April  2016

Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan 2016

 

Beschlussvorlage Nr. DS-00157/14-DS-01

Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig - Fortschreibung 2016

Votum   0 - 9  - 0

 

Der ablehnende Entscheid des Ortschaftsrates Engelsdorf zum Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig resultiert unter anderem aus der auf Seite 61 des Entwurfs (  unten ) angeführten Sichtweise seitens des Amtes , die  mit den real existierenden Gegebenheiten an der GS „Christoph Arnold" nicht in Einklang zu bringen sind.

Der im Jahr 2011 fertiggestellte Anbau sollte vom Grundkonzept her dem Schulhort der Umsetzung seiner innovativen Bildungs-und Erziehungstätigkeit dienlich sein.

Allerdings mussten einige dieser Räume noch im laufenden Schuljahr auf Grund gestiegener Schülerzahlen zur Dauernutzung für den Unterrichtsbereich umfunktioniert werden. Dies bedeutete zum Einen ein hohes Maß an Engagement des gesamten agierenden Personals (Lehrer, Erzieher, Hausmeister, Reinigungsfirma) und ging selbstredend auch zu Lasten der Kinder.

 

Die Grundschule in Engelsdorf wurde ursprünglich als dreizügige Einrichtung gebaut und nun spricht man bereits von einer über ca.13 Jahre andauernden Fünfzügigkeit.

Kinder brauchen neben einem Stuhl und einem Arbeitsplatz auch ausreichende Erholungsflächen, Angebote zur Freizeitgestaltung sowie sanitäre Anlagen. Unterrichtsmaterialien erfordern Lagerkapazität. Lehrer und Erzieher haben auch ein Recht auf ein angemessenes Arbeitsumfeld, was im Falle einer fünfzügigen Grundschule in Engelsdorf unter jetzigen Bedingungen trotz aller Bemühungen einfach nicht realisierbar ist.

 

Durch den Investor, Herrn Stabernack, könnte vorerst eine Entlastung bezüglich des Sportunterrichtes an der GS erfolgen. Aber auch in diesem Punkt verstreicht wertvolle Zeit, die wir nicht haben. Das liegt jedoch nicht am Investor!! 

 

 

Wir fordern für die Grundschule „Christoph Arnold" die Sicherung einer maximal vierzügigen Auslastung!

 

Wir fordern einen zweiten Grundschulstandort in Engelsdorf!

 

Aus Gründen der Schulwegsicherheit lehnen wir einen gemeinsamen Schulbezirk mit Holzhausen ab!

 

Wir halten an unserem Antrag zur Errichtung einer Oberschule in Engelsdorf fest und widersprechen den Ausführungen im Entwurf des Schulentwicklungsplans Seite 149 (u), zumal der Baubeginn zur Erweiterung der OS Mölkau noch nicht absehbar ist.

 

 

Die Mitglieder des Ortschaftsrates Engelsdorf