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Auszug - Bebauungsplan Nr. 236 "Radefelder Allee Südost" Stadtbezirk Nordwest Ortsteil Lützschena-Stahmeln Freigabe zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung  

 
 
Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln
TOP: Ö 5
Gremium: OR Lützschena-Stahmeln Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 16.02.2015 Status: öffentlich
Zeit: 18:30 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: ehemalige Grundschule Lützschena, Zi. 3
Ort: Am Bildersaal 4, 04159 Leipzig
VI-DS-00847 Bebauungsplan Nr. 236 "Radefelder Allee Südost"
Stadtbezirk Nordwest
Ortsteil Lützschena-Stahmeln
Freigabe zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung
     
 
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und Bau
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Krug vom Stadtplanungsamt stellte den Inhalt der Vorlage vor. Die Einzelheiten wurden bereits am 05.02.2015 bei der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung im TÜV erörtert.

Vom 03.02. - 20.02.2015 liegen die Planungsunterlagen im Rathaus Leipzig aus. Das Gelände ist 53 ha groß. Es gibt derzeit noch kein konkretes Bauvorhaben von Porsche. Es soll ein Industriegebiet entwickelt werden. Die vorhandenen Fuß- und Radwege sollen erhalten bleiben. Die Entwässerung erfolgt dosiert von einem Regenrückhaltebecken in den Heidegraben. Die Lieferung und Abtransport der Fertigung erfolgen über einen Gleisanschluss. Da westlich der S8 auch noch ein Gewerbegebiet entsteht, wird das gesamte Verkehrsaufkommen gemeinsam betrachtet. Es wird zurzeit geprüft, wem das südliche Gelände mit dem Wirtschaftsweg gehört.

 

Der Ortschaftsrat berät einen Änderungsantrag für die Planung.

 

Beschluss 18/01/15: Der Ortschaftsrat Lützschena- Stahmeln beschließt folgenden Änderungsantrag zum Bebauungsplan Nr. 236 Radefelder Allee Südost:

 

Folgende Änderungen sind einzuarbeiten:

 

1.              Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 236 Radefelder Allee Südost ist in südlicher Richtung bis an die Neue Hallesche Straße (B6) auszuweiten und der vorhandene Wirtschaftsweg ist mit einzubeziehen. Der Wirtschaftsweg ist als Wirtschaftsweg, Rad- und Fußweg planerisch darzustellen und festzuschreiben. Der Rad- u. Fußweg im östlichen Grenzbereich ist ebenfalls planerisch darzustellen und festzuschreiben.

Begründung: Sicherstellung der Rad- und Fußwegeverbindungen und Ausschluss anderer Nutzungsarten.

 

2.              Grünordnerische Festsetzungen:

Es ist eine Erweiterung des Waldstreifens im südlichen Bereich (B6) von 80m Breite (einheimische Laubbaumarten) auf 100m Breite vorzusehen. Der erweiterte Streifen von 20m in nördliche Richtung ist als Nadelwaldfläche darzustellen und als Planziel festzuschreiben. Zur Bepflanzung sollen ausschließlich Nadelbäume der Arten Stechfichte insbesondere Sorten Picea engelmannii oder Moerheim in einem weiträumigen Pflanzabstand, mindestens 1,5m Reihenabstand und 2m im Verband mit Versatz in den Reihen kommen.

Begründung: Ziel der Erweiterung der Bepflanzung ist, den geplanten Waldstreifen von derzeit 80m Breite noch besser zur Abschirmung zum geplanten Industriegebiet, insbesondere  gegen Nachtlichteinwirkung sowie Lärm zu nutzen. Der Waldstreifen soll für Brutvögel u. Säugetierarten auf natürliche Art nutzbarer und annehmbarer gestaltet werden.  Diese Aufwertung bringt die natürliche Nutzbarkeit für heimische Tierarten zu allen Jahreszeiten durch eine immergrüne Bepflanzung.

 

3.              Verkehrsflächen:

Hier ist die planerische Darstellung und Festsetzung von Verkehrs-/Stellflächen für den ruhenden LKW Verkehr zur Sicherstellung der Lenk- und Ruhezeiten sowie zur Überbrückung von Wartezeiten bei der Abfertigung bzw. Einfahrt innerhalb des Betriebsgeländes vorzusehen und sanitären Einrichtungen sowie die Möglichkeit der Restmüllentsorgung vorzuhalten.

Begründung: Die derzeitigen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im Umfeld sind von einer Überlastung mit parkenden LKWs und deren Folgen gekennzeichnet. Hohes LKW-Parkaufkommen und sehr intensive Vermüllung der Grünanlagen verursacht jährlich hohen Kosten im Haushalt der Stadt Leipzig für die Beräumung und Entsorgung.

 

4.              Der Umgriff für die Umweltverträglichkeitsbetrachtung Lärm ist so anzupassen, dass auch der B-Plan "Gewerbepark Stahmeln" in die Betrachtung einbezogen wird.


 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig

 

Ja - Stimmen: 5             

Nein - Stimmen: 0             

Enthaltungen: 0