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Vorlage - VII-F-01040-AW-01  

 
 
Betreff: Verstetigung und Ausweitung des Pilotprojektes FLEXA
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VII-F-01040
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Die Fragen werden auf der Grundlage einer Zuarbeit der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) beantwortet.

 

1. Welche Pläne zur Verstetigung des Angebotes FLEXA im Leipziger Norden liegen seitens Stadtverwaltung und LVB vor?

Der Pilotbetrieb in den Stadtteilen Wiederitzsch, Lindenthal und Breitenfeld wurde von den LVB bis zum 12.10.2020 verlängert, womit sich eine Gesamtlaufzeit von einem Jahr ergibt. Über die Verstetigung des Angebotes im Leipziger Norden wird nach einer detaillierten Auswertung entschieden.

Die Stadt unterstützt die LVB grundsätzlich in ihrem Bemühen, durch on-demand Verkehre das ÖPNV-Angebot zu ergänzen. Bislang sind diese Angebote aber kein Bestandteil der Betrauung der LVB.

2. Ist eine Ausweitung auf andere Stadtgebiete vorgesehen?

Ja, zum einen sieht die Fortführung des Pilotbetriebs im Leipziger Norden auch die Erweiterung des Bediengebietes auf den Sachsenpark und die Ortschaft Seehausen vor. Der genaue Startzeitpunkt ist aufgrund der aktuellen Entwicklung („Coronavirus“) in Prüfung, er wird jedoch für das 2. Quartal 2020 angestrebt.

Zum anderen ist in den Ortsteilen Holzhausen und Meusdorf ebenfalls ein einjähriger Pilotbetrieb mit Start im II. Halbjahr 2020 geplant.

3. Wenn Ja:
a. Wie wird dies finanziert?

 

Die Finanzierung der Pilotphase ist sowohl aus geplanten Eigenmitteln, als auch Drittmitteln vorgesehen. Dazu werden Landesmittel nach § 1 Abs. 1c ÖPNVFinVO, sowie Bundesmittel im Rahmen des „Klimaschutzprogramm 2030“, in welchem die Förderung von insgesamt 10 Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV enthalten ist, beantragt.

b. Welche Kriterien und Prioritäten werden bei der Auswahl weiterer Stadtgebiete angelegt?

 

Die Hauptkriterien bei der Gebietsauswahl sind:

· Qualität des aktuellen Linienangebotes: Priorisiert werden die laut Nahverkehrsplan als „gering erschlossen“ eingestuften Gebiete.

· Eignung der Bebauung für On-Demand-Verkehr: Die Erschließung verschiedener Gebiete mit einem Linienbus ist bedingt durch ihre Bebauungsstruktur wirtschaftlich und/oder operativ ungünstig. Hier wird im On-Demand-Verkehr eine Chance zur besseren Bedienung gesehen, wobei es eine Schnittmenge mit den gering erschlossenen Gebieten gibt.

· Potenzial der Neukundengewinnung und Reduktion der PKW-Nutzung: Flexa wird als ein Produkt konzipiert, das auch bisherige Nicht-Nutzer des ÖPNVs überzeugen soll. Kriterium bei der Gebietsauswahl ist daher ebenso das Potenzial zur Gewinnung von Neukunden, sowie in der langen Frist das Potenzial zur dauerhaften Reduktion der PKW-Nutzung, und damit der Reduktion der Verkehrslast in der Innenstadt.

· Betriebskosten

· Gute Bedingungen zum Test und zur Weiterentwicklung der On-Demand-Software: Um die in ihrer Form neu- und einzigartigen Elemente der Flexa-Software (insb. Parallelverkehrsvermeidung und Verknüpfung zum Linienverkehr) zu testen und weiterzuentwickeln, wird ebenso Augenmerk daraufgelegt, dass es gute Verknüpfungspunkte zum Linienverkehr am Rande des Gebietes gibt und dass parallel zu Flexa Buslinien verkehren.

 


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Stammbaum:
VII-F-01040   Verstetigung und Ausweitung des Pilotprojektes FLEXA   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Anfrage
VII-F-01040-AW-01   Verstetigung und Ausweitung des Pilotprojektes FLEXA   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   schriftliche Antwort zur Anfrage