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Vorlage - VII-A-00726  

 
 
Betreff: Beitritt zu globalem innovativen Städtebündnis "Fab City Network"
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
22.01.2020 
Ratsversammlung (offen)   
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 1. Lesung
28.01.2020    FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales      
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 2. Lesung
10.03.2020    FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales      
Ratsversammlung Beschlussfassung
25.03.2020 
AUSFALL - Ratsversammlung vertagt     
20.05.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
28.05.2020 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 20.05.2020, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig geändert beschlossen     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtrat spricht sich für eine Mitgliedschaft der Stadt Leipzig im Fab City Network aus.

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, im Namen der Stadt Leipzig einen Antrag auf Mitgliedschaft im Fab City Network zu stellen.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Begründung:

 

Leipzig will die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um die Lebensqualität für die Leipziger*innen sowie die Bedingungen für die städtische Wirtschaft weiter zu verbessern.  Nachdem sich 2019 das Referat ‚Digitale Stadt’ in Leipzig etabliert hat, gilt es nun, sich weiter international zu vernetzen.

Eine Chance hierzu bietet das globale innovative Städtebündnis Fab City Network[1], das 2014 ins Leben gerufen wurde und inzwischen weltweit 34 Mitglieder, darunter Städte unterschiedlicher Größe wie Boston, Mexico-City, Amsterdam oder Zagreb, hat. Leipzig wäre nach Hamburg das zweite Mitglied des Netzwerks in Deutschland und würde damit den Innovationscharakter Leipzigs bundesweit und insbesondere im ostdeutschen Raum herausstellen.

 

Ziel des Fab-City-Netzwerks sind die Entwicklung neuer Ideen und Strategien für ein Nachhaltiges Wirtschaften, der Austausch des entstehenden Wissens sowie das Dokumentieren und Teilen der Erkenntnisse. Konkret geht es darum, Energie, Nahrungsmittel und Produkte lokal zu produzieren, um die ökologischen und sozialen Auswirkungen auf den Planeten zu reduzieren und Erfolgsmodelle über offene Netzwerke weltweit auszutauschen.

Dafür hat die Initiative eigene Prinzipien entwickelt. So sollen die Teilnehmer*innen etwa ökologisch arbeiten, die Teilhabe der jeweiligen Stadtbewohner*innen ermöglichen, eine Balance an lokalen und globalen Ansätzen schaffen und den Open-Source-Gedanken vorantreiben.[2]

Als Teil der Initiative kann Leipzig von den Erfahrungen der anderen Städte profitieren und seine Kapazitäten zur digitalen Fertigung in qualitativer und quantitativer Hinsicht systematisch ausbauen.

 

Das Konzept der Fab City entstammt der Fab-Lab-Bewegung. Fab Labs (fabrication laboratories) sind offene Werkstätten, in denen mit modernen Fertigungstechnologien wie 3D-Druckern und CNC-Fräsen nahezu alles hergestellt werden kann, vom Auto übers Handy bis zum Haus. Diese Produktionsmethode wird auch als digitale Fertigung bezeichnet, weil sich die Fertigung nach am Computer erzeugten Produktionsplänen (Designs) richtet. Das führt dazu, dass die Produkte der Zukunft global entworfen und lokal gefertigt werden.

Eine Stadt wird zur Fab City, wenn sie systematisch einen möglichst flächendeckenden und niedrigschwelligen Zugang zu Fab Labs schaffen will.

 

Die treibende Kraft hinter der Fab City Global Initiative und der Fab City Foundation sind u. a. das P2P Lab an der Technischen Universität Tallinn, das IAAC in Barcelona, die P2P Foundation, die Fab Foundation und das Center for Bits and Atoms am M.I.T.

 

Das Fab City Network bietet eine wirtschaftliche Chance für Leipzig u. a. durch den Zutritt zu globalen Wissensnetzwerken, Entwicklung gemeinsamer Standards und Austausch von Best Practices in Bezug auf die lokale Produktion, Vernetzung mit anderen Initiativen, die sich mit der Zukunft der Städte beschäftigen, jährliche Veranstaltungen im Rahmen von Fab-Konferenzen und komplementären Veranstaltungen in verschiedenen Städten der Welt.

 

Ein Jahresbeitrag fällt im Fab City Network nicht an. Die inhaltlichen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft sind hier einzusehen: https://fabcity.gitbook.io/handbook/commitment.

 

 

 

 


Stammbaum:
VII-A-00726   Beitritt zu globalem innovativen Städtebündnis "Fab City Network"   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VII-A-00726-VSP-01   Beitritt zu globalem innovativen Städtebündnis "Fab City Network"   80 Amt für Wirtschaftsförderung   Verwaltungsstandpunkt