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Vorlage - VII-DS-00235  

 
 
Betreff: Baubeschluss Kita, Liliensteinstr. 1a -Neubau
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
2. Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
SBB West Anhörung
04.11.2019 
SBB West vertagt     
18.11.2019 
SBB West ungeändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
22.10.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung
04.11.2019 
Jugendhilfeausschuss (offen)   
Jugendhilfeausschuss 2. Lesung
18.11.2019 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
05.11.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen 1. Lesung
11.11.2019    Sondersitzung FA Finanzen      
FA Finanzen 2. Lesung
18.11.2019    FA Finanzen      
SBB West Anhörung
Ratsversammlung Beschlussfassung
19.11.2019 
Ratsversammlung ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1_Übersicht Nutzungskosten
Anlage 2_Erdgeschoss + 1. Obergeschoss
Anlage 3_Dachaufsicht, Schnitte 1-1, 2-2 und 3-3
Anlage 4_Ansicht Nord, Süd, West und Ost
Anlage 5_Lageplan

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Baumaßnahme wird realisiert (Baubeschluss gem. Hauptsatzung § 8 (3) Nr. 18 in der zur Zeit gültigen Fassung)

 

  1. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 5.402.750 €. Der städtische Anteil beträgt 3.381.750 €.

 

  1. Die Auszahlungen für die Maßnahme sind im PSP-Element „Kita Auslagerungsobjekt Liliensteinstr. 1a“ (7.0001960.700) i.H.v. 5.080.400 € wie folgt eingeplant:

HHJ 2019: 1.600.000 €

HHJ 2020: 2.700.000 €

HHJ 2021:    780.400

 

Der Mittelbedarf für die Jahresscheibe 2021 wird im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Fachamtes berücksichtigt.

 

Die Aufwendungen für die konsumtive Ausstattung sind im PSP-Element „Kindertagesstätten öffentl. Träger“ (1.100.36.5.0.01.01.18) i.H.v. 224.650im Haushaltsjahr 2021 vorgesehen:

 

Die Mittel werden im Rahmen der Haushaltplanung 2021/2022 entsprechend durch das Fachamt angemeldet.

 

Die Auszahlungen für die investive Ausstattung sind im PSP-Element „Amt 51 bewegliches AV Kitaausstattung“ (7.0000138.710.020.019) i.H.v. 97.700 € im Haushaltsjahr 2019 vorgesehen. Die Mittel werden i.R.d. Jahresabschlusses in die Folgejahre übertragen.

 

 

  1. Einzahlungen für die Maßnahme sind im PSP-Element „Zweckgebundene Zuwendungen von Dritten“ (7.0001960.705) i.H.v. 2.451.000 € im städtischen Haushalt in 2019/2020 eingeplant. Auf Grund der Fördermittelthematik zum Programm Bildungsinfrastruktur (siehe Vorlage VI-DS-08106) können für diese Baumaßnahme im Investitionsprojekt nur 2.021.000 € als Fördermittel 2020 eingesetzt werden.

 

  1. Im Haushaltsjahr 2020 sind Verpflichtungsermäßigungen i.H.v. 780.400 €, kassenwirksam für 2021, einzugehen.

 

  1. Die im Haushaltsjahr 2021 ff. entsprechend Anlage Tabelle 1 anfallenden Folgekosten sind innerhalb des gesamtstädtischen Haushaltes gedeckt. Über eine Aufstockung des vorhandenen Budgets des Fachamtes ist im Rahmen der Haushaltslplanung 2021 ff. zu entscheiden.

 

 

 

Räumlicher Bezug:

Stadtteil Grünau 04207 (LIGIS-ID: 000083g002)

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

X

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

2021

  224.650

1.100.36.5.0.01.01.18

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

2020

2.021.000

7.0001960.705

 

Auszahlungen

 

2019

2020

2021

 

2021

1.600.000

2.700.000

   780.400

 

     97.700

 

7.0001960.700

 

 

7.0000138.710.020.021

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

x

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

2021 anteilig

2022 ff

46.200 €

 

277.201 €

Siehe Anlage 1 Tabelle 1

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schul­angebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sport­landschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und excellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

Zur Sicherung der notwendigen Kapazitäten gemäß dem Gesetz über Kindertageseinrichtungen (SächsKitaG) müssen mittel- und langfristig die benötigten Kindertagesstättenkapazitäten im Stadtbezirk West zur Verfügung gestellt werden.

Mit Planungsbeschluss, VI-DS-06770 v. 12.02.2019 wurde am Standort Liliensteinstraße 1a der Neubau einer Kindereinrichtung geplant. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt statt eines Umbaus ein Neubau einer Kita, welche als Auslagerungsobjekt für den Stadtbezirk West und Süd dienen soll. Es erfolgten hierzu Abstimmung mit den Dezernaten Finanzen sowie Stadtentwicklung und Bau.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

Die Notwendigkeit einer eilbedürftigen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

Die Notwendigkeit einer nichtöffentlichen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

 

III.  Strategische Ziele

Für den Stadtbezirk West besteht der steigende Bedarf im inneren und äußeren Westen. Gegenwärtig gibt es im Stadtbezirk West 21 Kitas mit 1916 Plätzen für Kinder bis zum Schuleintritt, davon 722 für Kinder unter drei Jahren. Die geplante Kindertagesstätte Liliensteinstraße mit einer Kapazität von 165 Kindern (45 Kinderkrippe und 120 Kindergarten) soll als Auslagerungsmöglichkeit für die Sanierung bzw. den Ersatzneubau von Kindertagesstätten im Stadtbezirk West vorgesehen werden. Ziel ist es die zu sanierenden Standorte mittel- bzw. langfristig zu erhalten, um den Bedarf an Betreuungsplätzen im Stadtteil West zu decken. Mit dem Neubau der Kindertagesstätte erfolgt eine nachhaltige Aufwertung, Entwicklung und Wiederbelebung des Gebietes, dass durch großflächigen Gebäudeabbruch nicht genutzter Wohnanlagen, Wegzug und daraus resultierendem Leerstand geprägt ist.

Auf dem Grundstück der Liliensteinstraße befindet sich bereits ein Bestandsgebäude, welches zur Jugendhilfeeinrichtung umgebaut und mittels Einfriedung vom Neubau der Kita separiert wird. Das Grundstück wird nicht vollständig durch den Kita-Neubau in Anspruch genommen, so dass ein Teilbereich, wie bisher, öffentlich zugänglich bleiben wird. Durch den Erhalt der frei zugänglichen Maßnahme kann ca. 60% des Baumbestandes auf dem Grundstück erhalten werden. Die erforderlichen Freiflächen für die Kindertagesstätte, welche ein vielfältiges Angebot an Spielgeräten und Spielbereichen bieten, schließen sich im Süden des Kita-Neubaus und der öffentlich zugänglichen Freifläche des Grundstücks an.

Im Gebäudekonzept kann eine Photovoltaikanlage und ein Gründach als Retentionsdach zur Ausführung kommen. Für die Energieversorgung kann an das bestehende Medium Fernwärme angeschlossen werden. Das anfallende Niederschlagswasser des Geländes und des Gebäudes wird nicht in das öffentliche Kanalnetz verbracht. Es werden Versickerungsanlagen im Gelände geplant die das Niederschlagswasser auf dem Gelände belassen und dort versickern.

 

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

 

1.1    Grundlagen / Beschlüsse

Am Standort Liliensteinstraße 1a soll eine Kindereinrichtung mit einer Kapazität von 165 Kindern entstehen. Davon sind 45 Plätze für Kinderkrippenkinder und 120 Plätze für Kindergartenkinder geplant. Die Kindertageseinrichtung soll als Auslagerungsmöglichkeit für die Sanierung bzw. den Ersatzneubau von Kindereinrichtungen im Stadtbezirk West vorgesehen werden.

 

Dabei soll die Kita als Wiederverwendungsprojekt der Kita Bornaische Straße 182c und Zeumer Straße 5 geplant werden, wodurch folgende Vorteile entstehen:

-          ein zeitnaher Planungsstart

-          verkürzte Planungszeit da kein VGV-Verfahren notwendig wird

-          Einsparung an Honoraren da Wiederholungsfaktor angesetzt werden kann

 

1.2    Ziel und Entwicklungskonzeption

Ziel ist es die Standorte (siehe Punkt 1.5) mittel- bzw. langfristig zu erhalten, um den

Bedarf an Betreuungsplätzen im Stadtteil West zu decken.

 

1.3    Beschreibung des IST-Zustandes

Auf dem Grundstück der Liliensteinstraße befindet sich bereits ein Bestandsgebäude, welches zur Jugendhilfeeinrichtung umgebaut und mittels Einfriedung vom Neubau der Kita separiert wird. Das Bestandsgebäude wurde 2015 zur Asylunterkunft umgebaut und wird derzeit nicht genutzt. Das Grundstück ist bisher in 2 Flurstücke unterteilt. Das Bestandsgebäude ist auf dem Flurstück 828/1 verortet und mittels Einfriedung vom Flurstück 828/2 getrennt. Das Flurstück 828/2 ist bisher öffentlich zugänglich und enthielt einen Spielplatz der im Laufe der Jahre aus Gründen der Verkehrssicherheit teilweise zurückgebaut wurde. Die Fläche für den Neubau der Kita wird auf beiden Flurstücken angeordnet. Das Flurstück 828/2 wird nicht vollständig durch den Kita-Neubau in Anspruch genommen, so dass ein Teilbereich, wie bisher, öffentlich zugänglich bleiben wird. Im Zuge des Bauantragsverfahren wird eine Vereinigungsbaulast der Flurstücke beantrag.

 

Auf dem Grundstück befinden sich modellierte Erhöhungen (Hügel) die durch den Lauf der Zeit Bewuchs aufweisen. Diese werden zurückgebaut bzw. abgetragen, da diese Erhöhungen aus Anhäufungen von Bodenmaterial und Bauelementen aus Abriss bestehen.

 

1.4    Ableitung des Bedarfs

Entsprechend der aktuellen Bevölkerungsvorausschätzung der Stadt Leipzig (2016) ist in den nächsten Jahren mit einer steigenden Zahl wohnhafter in planungsrelevanten Altersgruppen zu rechnen. Für den Stadtbezirk West besteht der steigende Bedarf im inneren und äußeren Westen. Gegenwärtig gibt es im Stadtbezirk West 21 Kitas mit 1916 Plätzen für Kinder bis zum Schuleintritt, davon 722 für Kinder unter drei Jahren.

 

1.5    Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die geplante Kindereinrichtung Liliensteinstraße 1a soll als Auslagerungsmöglichkeit für

die Sanierung bzw. den Ersatzneubau von folgenden Kindereinrichtungen im Stadtbezirk

West vorgesehen werden:

-          Kindereinrichtung Kändlerstraße 11

-          Kindereinrichtung Neptunweg 29

-          Kindereinrichtung Dahlienstraße 75

-          Kindereinrichtung Weißdornstraße 2

Um die Standorte zu erhalten ist eine umfassende Sanierung oder ein Ersatzneubau aus Gründen des Brandschutzes und der HLS-Versorgung notwendig. Hierfür ist ein Auslagerungsobjekt unabdingbar, da aufgrund der Auslastung eine Umverteilung auf benachbarte Einrichtungen nicht möglich ist.

 

1.6    Alternativlösungen

Eine Alternativlösung ist aus Gründen die unter Punkt 1.5 erörtert wurden nicht

vorhanden.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1  städtebauliche Einordnung

 

Das Grundstück des Neubaus liegt im Westen Leipzigs in unmittelbarer Nähe zum

Kulkwitzer See und schließt im Nordwesten an die Plattenbauwohnsiedlung Grünau an.

Im Osten des Grundstücks schließt sich eine größere zusammenhängende Wohnsiedlung

mit Kleingartenanlagen an.

 

Nach Prüfung ob der Standort für das Wiederholungsprojekt Kita Bornaische Straße 182c

stellte sich heraus, dass das Konzept „Haus im Wald“ sehr gut geeignet ist.

 

Auf dem Grundstück, welches mit Großbäumen bewachsen ist, befindet sich ein

Bestandsgebäude der Stadt Leipzig, welches nach derzeitigem Leerstand als

Jugendhilfeeinrichtung umgebaut werden soll.

 

Die Anordnung des Neubaus im Grundstück erfolgt parallel zu dem im Nord-Westen

befindlichen Bestandsgebäude. Ziel der Positionierung des Neubaus ist die Ausrichtung

der Aufenthaltsräume in Richtung Süden zu den dort befindlichen Außenanlagen.

 

 

 

 

 

2.2 Erläuterung der Planung

 

Das Gebäude ist 2-geschossig und wird nicht unterkellert. Im Norden werden die dienenden Räume angeordnet, Gruppenräume und Räume für Kinder orientieren sich nach Süden zu den Außenanlagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Gruppenräume der Kinderkrippe, Mehrzweckraum, Küche und Leitungsbüro. Wohingegen das Obergeschoss die Gruppenräume der Kindergartenkinder beherbergt.

Die Erschließung des fast 60 m langen Gebäudes erfolgt durch einen 1,80m breiten Mittelflur. Die Anordnung des Treppenhauses in der Südlichen Gebäudespange erlaubt den direkten Ausgang vom Obergeschoss in den eingezäunten Außenspielbereich.

 

Die Gestaltung der Gebäudehülle ist auf den neuen Standort angepasst. Die vertikale Struktur der Großbäume wird durch die vertikale Schalung und die schlanken Brettschichtholzständer auf der Südseite ergänzt. Die außenliegenden hellgrünen/ gelben Markisen sind wie einzelne „Blätter“ eingehängt.

 

Die langgestreckte, schmale Struktur des Gebäudes erlaubt die natürliche Belüftung aller Räume. Der Eingangsbereich öffnet sich zum Zugang von der Liliensteinstraße und betont durch den vorspringenden südlichen Gebäuderiegel und das Vordach die prägnante Eingangssituation.

 

 

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

  • Öffentliche Erschließung (Wasser, Abwasser, Fernwärme, Strom, Telekommunikation)
  • In der Liliensteinstraße verlaufen Schmutz- und Regenentwässerungsleitungen im Trennsystem. Gemäß Schreiben der KWL vom 03.05.2019 ist die Entsorgung des Schmutzwassers über einen Anschluss an die in der Liliensteinstraße liegende Schmutzwasserleitung gewährleistet. Der SW-Übergabeschacht wird auf dem Grundstück an der Grundstücksgrenze errichtet. Das Niederschlagswasser darf nicht in das Entwässerungssystem der KWL eingeleitet werden und ist auf dem Grundstück zu versickern.

 

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

  • Errichtung eines ca. 60m langen, zweigeschossigen Baukörpers mit Ost-West Ausrichtung
  • Ausführung in Stahlbeton und Kalksandstein
  • Die Nord-, Ost-, West- und Teile der Südfassade sind mit hinterlüfteter Lärchenholzfassade verkleidet
  • Außentüren und Fenster als Aluminiumkonstruktion
  • Senkrechtmarkisen als Sonnenschutz
  • Gründach zur Regenrückhaltung
  • Behindertengerechter Aufzug innen
  • Fluchttreppen außen und innen
  • Akustikdecken
  • Transponderschließung

 

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

  • Erstellung Fernwärmestation durch die Stadtwerke Leipzig
  • Erstellung Photovoltaikanlage durch die Netz Leipzig
  • Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über elektronische Durchlauferhitzer und die Versorgung der Küche über einen 80l Elektrowandspeicher
  • Die Trinkwasserversorgung erfolgt über einen neu zu verlegenden Trinkwasseranschluss
  • Be- und Entlüftung ist für die Küche vorgesehen. Für die innenliegenden WC´s im OG wird ein Kleinlüfter installiert, Luftnachströmung erfolgt über Türunterschnitt
  • Entstehende Wärmelasten im Elektroraum und Lager der Ausgabeküche ist eine Splitanlage installiert. Die zu kühlenden Räume erhalten je ein Umluftkühlgerät.

 

 

Erstellung von:

  • Ausgabeküche erfolgt im Erdgeschoss
  • Personenaufzug
  • Einbruchmeldeanlage
  • Hausalarmanlage
  • Brandmeldeanlage
  • Sicherheitsbeleuchtung
  • Telekommunikationsanlage
  • Datennetz
  • Außenanlagenbeleuchtung (Zuwegung zum Gebäude Mastleuchten, Wandleuchten am Gebäude, Beleuchtung Sammelplatz)
  • Blitzschutz (Blitzschutzklasse III)
  • Notruf Behinderten-WC´s
  • Gegensprechanlage am Haupteingang

 

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

Anzahl PKW-Stellplätze

Anzahl Fahrrad-Stellplätze

8 + 1 Behindertenparkplatz

16

 

  • Einfriedung und Abgrenzung zum Grundstück des Bestandsgebäudes und Einfriedung des Geländes nach Vorgaben der Unfallkasse Sachsen
  • Schaffung einer Zufahrt für Feuerwehr samt Wendehammer, PKW, Radfahrer, Anlieferung Küche und Bewirtschaftung
  • Füßgängerweg neben Fahrbahn Zufahrtsweg
  • bauordnungsrechtlich erforderliche Stellplätze für Räder und PKW auf dem Grundstück
  • Einordnung Müllplatz
  • Terrasse an Gartenseite Gebäude
  • Gestaltung Spielmöglichkeiten und Gartenflächen separiert für Nutzung der Kinderkrippe und Kindergarten

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

Die Ausstattung und die bewegliche Möblierung erfolgt entsprechend den baulichen Standards für Kindereinrichtungen der Stadt Leipzig sowie Abstimmungen mit dem Amt für Jugend Familie und Bildung.

 

 

2.3  Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Maßnahme

Mit dem Neubau des Kindergartens erfolgt eine nachhaltige Aufwertung, Entwicklung und Wiederbelebung des Gebietes.

 

 

2.4  Energiekonzept

 

    Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

    Begründung z. B. nur Brandschutzmaßnahmen

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

 

 

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Kita

Neubau

Erweiterungsneubau

Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz

Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz

Teilmodernisierung Gebäudehülle

Teilmodernisierung einzelner Bauteile

 

Energetischer Standard / Energiekonzept:

 

Passivhaus

EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten

EnEV 2014, mit Anforderungen 2016

Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben der EnEV 2014

 

Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

 

X   Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht, weil es sich um ein
     Wiederholungsprojekt handelt.

 

     Der Passivhausstandard wurde untersucht.

 

 

Nachweis nach EnEV 2014, Anforderungen 2016:

 

Berechneter Energiebedarf für das Gebäude: Kita

 

Anforderungswert

Soll-Wert

Planung

Primärenergiebedarf

kWh/(m²a)

163,06

81,25

CO² –Emission

kg/(m²a)

     

32,78

Mittlerer U-Wert opake Außenbauteile (12-19°C)

W/m²K

0,50

0,143

Mittlerer U-Wert transparente Außenbauteile (12-19°C)

W/m²K

2,800

1,200

Mittlerer U-Wert opake Außenbauteile (>=19°C)

W/m²K

0,280

0,137

Mittlerer U-Wert transparente Außenbauteile (>=19°C)

W/m²K

1,500

1,200

 

Energieträger:

 

Folgende Energieträger wurden untersucht:

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

geeignet

Primärenergiefaktor = 0,31

Erdwärme

Wählen Sie aus.

     

Gas

Wählen Sie aus.

     

Holz-Pellets

Wählen Sie aus.

     

Sonstiges

Wählen Sie aus.

     

 

Fazit: Die Kindertagesstätte kann an die vorhandene Fernwärme angeschlossen werden.

Weitere erneuerbare Energien:

 

Photovoltaik

Einschätzung gem. Solardachkataster

sehr gut

Aussage gem. Planung

Im Ergebnis der Untersuchung zum Einsatz einer Photovoltaikanlage konnte die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden.

Eigenbetrieb

ja

Angebot an Dritte

ja

 

Die Photovoltaikanlage wird durch die Netz Leipzig betrieben. Ein Teil des erzeugten Stromes wird durch die Kita abgenommen. Die Überschüsse werden zum geltenden EEG-Tarif ins öffentliche Netz eingespeist.

Aussage gem. Planung

-

 

 

Energetische Maßnahmen zu Technischen Anlagen (KG 400)

 

Wärmeerzeugung und -verteilung:

Es wird ein Fernwärmeanschluss hergestellt. Es ist Fußbodenheizung vorgesehen. Die

Dämmung der Heizkreise erfolgt gemäß gültiger EnEV.

 

Warmwassererzeugung:

Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über elektronische Durchlauferhitzer und

die Versorgung der Küche über einen 80l Elektrowandspeicher.

 

Lufttechnische Anlagen:

Be- und Entlüftung ist für die Küche vorgesehen. Für die innenliegenden WC´s im OG

wird ein Kleinlüfter installiert. Luftnachströmöffnung wird über Türunterschnitt

ermöglicht.

 

Wasser/Abwasser:

  • Einsatz wassersparender Einhebel-Mischarmaturen mit Verbrühschutz
  • Leitungsdämmung entsprechend aktueller EnEV

 

Stark- und Schwachstrom:

  • Allgemeinbeleuchtung mit elektronischen Vorschaltgeräten
  • Flur- und WC-Beleuchtung mit energiesparenden LED-Leuchtmitteln
  • Sicherheitsbeleuchtung mit energiesparender LED-Technik

 

 

2.5  barrierefreies Bauen

Sowohl das Gebäude als auch die Außenanlagen werden barrierefrei geplant.

 

2.6  Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Die Abstimmung zur Gestaltung der Freiflächen und Farbkonzept im Inneren erfolgte mit dem Nutzer in der Entwurfsplanung und wird in der Ausführungsplanung fortgesetzt.

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

Baubeginn

05/2020

Fertigstellung

10/2021

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Kostenermittlungsstufe

nach DIN 276 vom

Kostenberechnung

26.08.2019

 

Kostengruppe

Gesamt

100

Grundstück

0,00

200

Herrichten und Erschließung

103.700

300

Bauwerk - Baukonstruktionen

2.440.154

400

Bauwerk - Technische Anlagen

699.412

500

Außenanlagen

984.064

600

Ausstattung und Kunstwerke*

322.365

700

Baunebenkosten

852.979

Summe

5.402.674

Leistungserstattung des Amtes für
Gebäudemanagement fiktiv

202.303

Kostenangaben in Euro brutto, 19 % USt.

 

* Der Anteil der konsumtiven Ausstattung beträgt insgesamt 224.611,35 €. Die Haushaltsmittel in Höhe von 224.611,35 € sind im PSP-Element 1.100.36.5.0.01.01.18 durch das Fachamt in der Haushaltsplanung 2021/2022 geplant.

Es werden keine zusätzlichen Auslagerungskosten benötigt. Die Umzugskosten und Entsorgungskosten der Kändlerstraße 11 werden im Baubeschluss der Kändlerstraße 11 dargestellt.

Die Kita Liliensteinstraße soll als Auslagerungsobjekt sanierungsbedürftiger Einrichtungen im Stadtteil Grünau dienen, die Benennung der Einrichtungen erfolgte im Planungsbeschluss. Dabei handelt es sich sowohl um kommunale als auch um Einrichtungen in freier Trägerschaft. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Planungsbeschlusses wurde angenommen, dass es sich bei der ersten Interimsnutzung um eine Einrichtung in freier Trägerschaft handelt, sodass über die veranschlagten Kosten der KG 600 mit 30.000€ hinaus keine weiteren Ausstattungskosten zu erwarten waren. Infolge der zwischenzeitlich stattgefundenen Priorisierung wird die kommunale Kindertagesstätte in der Kändlerstraße der erste Nutzer des Interims sein, damit wird eine umfangreichere Ausstattung notwendig, da zusätzlich die Kapazität im Interim erweitert wird.

 

 

Die durchschnittliche Baupreissteigerung betrug in den letzten Jahren durchschnittlich ca. 2,5 %. Durch die gute konjunkturelle Lage der Bauwirtschaft i. V. m. den aktuellen bundesweiten Förderprogrammen ist eine Erhöhung der jährlichen Baupreissteigerung auf 3 % zu erwarten. Bei mehrjährigen Maßnahmen mit großem Investitionsvolumen kann dies erhebliche Auswirkungen auf die dem Baubeschluss zugrundeliegende Kostenberechnung haben.

Eine verbindliche Prognose der Baupreissteigerung ist jedoch nicht möglich, da hier auch insbesondere sehr starke saisonale Schwankungen auftreten können.

Im Rahmen von Baubeschlüssen können aus der allgemeinen Baupreissteigerung Entstehenden Kostenerhöhungen nicht berücksichtigt werden bzw. würden Haushaltsmittel bei Nichtinanspruchnahme unnötig gebunden werden und für die Vorbereitung/Umsetzung anderer wichtiger Projekte in der Finanzplanung nicht zur Verfügung stehen.

Des Weiteren können aber Kostenerhöhungen im Bauprozess zu erheblichen Verzögerungen führen: Sofern eine Anpassung des Baubeschlusses zur Bestätigung überplanmäßiger Auszahlungen notwendig ist, können bis zur Beschlussfassung ggf. keine Ausschreibungen vorgenommen werden und/oder Aufträge ausgelöst werden. Dies kann zu Verzögerungen von bis zu 3 Monaten führen.

 

4.1 Finanzierungsplan

 

Die Maßnahme ist förderfähig.

 

Förderprogramm

Bildungsinfrastruktur

Förderansatz gemäß Förderrichtlinie in %

Ca. 50%

Gesamtkosten

5.402.674 €

förderfähige Kosten

5.080.309 €

Anteil Fördermittel

2.021.000 €

Antrag vom

Wird derzeit eingereicht

Bescheid vom

Noch nicht vorliegend

Angaben in Euro brutto

 

 

 

4.2 Einordnung in den mittelfristen Haushaltsplan

 

 

2019

2020

2021

Gesamtsumme

Fördermittelanteil

0,00 €

2.021.000,00 €

 0 €

2.021.000,00 €

Anteil Stadt

1.697.700,00 €

679.000,00 €

780.400,00 €

3.157.100,00 €

Sperre Mindereinzahlung

 

-430.000,00 €

 

 

Apl/ÜPL

 

430.000,00 €

 

 

Gesamtfinanzierung neu *

1.697.700,00 €

2.700.000,00 €

780.400,00 €

5.178.100,00 €

VE kassenwirksam

 

 

780.400,00 €

780.400,00 €

 

* Die Jahresscheibe 2019 enthält im Rahmen der Planung neben dem Ansatz in Höhe von 1.600 T€ im PSP-Element  7.0001960.700 auch Mittel für investive Ausstattung in Höhe von 97.7 T€ im PSP-Element 7.0000138.710.020.019.

 

Zzgl. Kons. Ausstattung i.H. von 224.650 €

 

 

4.3 VgV-Betrachtung / Planungsbeteiligte

 

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VGV geprüft.

 

Der maßgebliche Schwellenwert wird nicht erreicht.

 

Es handelt sich um ein Wiederholungsprojekt der Kita Bornaische Straße 182 c und Kita Zeumerstraße 5

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Gabelsbergerstraße 1a, 04317 Leipzig

Freianlagen nach § 38

Stimmungen in Grün, Karl-Liebknecht-Str.49, 04107 Leipzig

Tragwerksplanung nach § 49

Henneker Zillinger, Ber. Ingenieure PartG mbH, Zschochersche Str. 44-46, 04229 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53

Zimmermann und Becker GmbH, Martin-Luther-Ring 12, 04109 Leipzig

 

 

 

4.4 Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

 

Das Gebäude ist in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

 

Die Maßnahme der Vorlage ist ein Neubau.

 

Die Nutzungskosten sind in der Tabelle 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2022

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

27.854

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

189.862

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

59.485

 

Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.11.21 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

4.462

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

31.644

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

9.914

 

 

4.5 Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

 

Die unter diesem Punkt aufgeführten Kosten sind Kosten des Bauwesens - Hochbau, die die DIN 276 regelt, nicht zu verwechseln mit den unter Punkt 9.1 aufgeführten Nutzungskosten nach DIN 18960. In beiden DIN werden die gleichen Kurzbezeichnungen der Kostengruppen verwendet (z. B. KG 200, KG 300 etc.), diese unterscheiden sich jedoch maßgeblich voneinander.

 

Kennwerte des Vorhabens:

NUF

1.185

Kindertageseinrichtung

BGF

1.774

BRI

5.943

KG 300 + 400

3.139.566

Kinder

165

     

 

BKI – Kennwertvergleich mit einem Neubau Kita von 1. Quartal 2019

 

 

Mittelwert

 

Kennwerte des

Vorhabens

Bemerkungen/Begründung

KG 300 + 400/NF

2.700 €/m²

>

2.650 €/m²

Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert leicht.

KG 300 + 400/BGF

1.770 €/m²

=

1.770 €/m²

Das Bauvorhaben stimmt mit dem Kennwert überein

KG 300 + 400/BRI

460 €/m³

<

528 €/m³

Das Bauvorhaben überschreitet den Kennwert.

KF 300 + 400 / Kind

25.580 € / Kind

>

19.028€ / Kind

Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert.

 

 

 

 

Kennwertvergleich mit einem Neubau Kita Zeumerstr. 5 Stand Kostenberechnung

 

Kennwerte des Vorhabens:

NUF

1.108

Kindertageseinrichtung Zeumerstr. 5

BGF

1.692

BRI

5.801

KG 300 + 400

2.610.199

Kinder

165

     

 

 

 

Kostenberechnung  Kita Zeumer

 

Kennwerte des

Vorhabens

Erhöhung in %

Bemerkungen/Begründung

KG 300 + 400/NF

2.356 €/m²

<

2.650 €/m²

Ca. 12%

Das Bauvorhaben überschreitet den Vergleichswert.

KG 300 + 400/BGF

1.543 €/m²

<

1.770 €/m²

Ca. 15%

Das Bauvorhaben überschreitet den Vergleichswert.

KG 300 + 400/BRI

450 €/m³

<

528€/m³

Ca. 17%

Das Bauvorhaben überschreitet den Vergleichswert.

KF 300 + 400 / Kind

15.819 € / Kind

<

19.028€ / Kind

Ca. 20%

Das Bauvorhaben überschreitet den Vergleichswert.

 

 

 

Erläuterung:

 

Die Gesamtkosten (Stand KB 2019) der Maßnahme Neubau Kita Liliensteinstraße i.H.v. 5.402.674 € überschreiten mit ca. 1.000.000 € die Gesamtkosten (Stand KB 2017) i.H.v 4.323.000 € der Kita Zeumerstraße.

 

Die erhöhten Gesamtkosten im Vergleich zur Kita Zeumerstraße 5 sind wie folgt begründet:

 

  • Die Kostenberechnung der Kita Zeumerstraße wurde im Jahr 2017 erstellt. Die Kosten in allen Kostengruppen erhöhen sich auf Grund der derzeitigen Baupreisentwicklung am Markt und der sehr guten konjunkturellen Lage. Dies ergibt im Vergleichswert bezogen auf die Gesamtkosten eine Erhöhung von ca. 12% zur Kostenberechnung der Zeumerstraße.
  • KG 600 wurde im Vorgängerprojekt Kita Zeumerstraße nicht berücksichtig, da die Kita durch einen privaten Träger genutzt wird. Somit ergibt sich eine Erhöhung durch die Kostengruppe 600 von 322.365
  • Die Kosten der KG 500 in der Kita Zeumerstraße 5 betrugen 771.484 € (Stand KB 2017). Eine Erhöhung der Kosten der KG 500 in der Kita Liliensteinstraße erfolgt durch Geländespezifika im Bestand des Grundstücks. Es sind hohe Aufwendungen zum Herrichten des Geländes erforderlich, da sich Geländemodellierungen mit alter Bausubstanz auf dem Grundstück befinden.
  • Eine Erhöhung der Kosten KG 500 erfolgt zum Vergleichsprojekt, da seitens der KWL eine vollumfängliche Einleitungsversagung der Niederschlagswässer für Gebäude und Freiflächen in das öffentliche Kanalnetz ausgesprochen wurde. Aus diesem Grund sind erhöhte Aufwendungen erforderlich, zur Ermöglichung der Versickerung der Niederschlagswässer auf dem Grundstück. Diese Aufwendungen waren im Vergleich in der Kita Zeumerstraße nicht erforderlich.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

Siehe Pkt. 2.6

 

7. Besonderheiten

 

  • Besonderheit Wiederholungsprojekt

 

Die Kita Liliensteinstraße kann als Wiederverwendungsprojekt der Kita Bornaische Straße 182c und Zeumer Straße 5 geplant werden, da der EU-Schwellenwert von derzeit 221 T € bezüglich der Planerhonorare unterschritten wird.

 

Durch die Möglichkeit der Wiederverwendung der Planung o. g. Objekte verkürzt sich die Planungszeit erheblich, da kein VGV – Verfahren benötigt wird. Für die Leistungsphasen 1-4 wurden im Projekt Kita Liliensteinstraße 6,5 Monate beansprucht. In vergleichbaren Projekten ohne Wiederverwendungsmöglichkeit werden für die Erstellung der Leistungsphasen 1-4 mindestens 12 Monate angesetzt. Durch die Wiederverwendung kann eine schnellere Innutzungnahme der Kindertagesstätte gewährleistet werden.

 

Wobei anzumerken ist, dass eine Einsparung der Planungszeit sich auf die Planungsaufwendungen des Gebäudes beziehen. Die zeitlichen Aufwendungen der Planung im Hinblick auf Grundstücksspezifika, wie z. B. die Herstellung der Medienversorgung, Umgang mit Bestandsbauten auf dem Grundstück, Denkmalschutz, etc., sind für jedes Projekt neu zu bewerten.

 

Neben der zeitlichen Einsparung ergibt sich auf Grund des Wiederholungsfaktors ebenso eine Einsparung der Honorare. Die Prozentsätze der Honorarberechnung der Leistungsphasen 1-6 für die erste bis vierte Wiederholung sind nach HOAI § 11 um 50% gemindert.

 

Im Rahmen einer Wiederverwendung von Projekten für die Nutzung Kindertagesstätte ist das erstmals entworfene Raumkonzept als weitgehend nicht veränderbar anzusehen. Somit könnte gegebenenfalls das pädagogische Programm der Nutzer nicht zu 100% mit dem im Entwurf vorgegebenen Raumkonzept umgesetzt werden.

 

 

 

  • Besonderheit Auslagerungsobjekt

 

Für die Kinder, Betreuer und das Personal kann durch einen Umzug in ein Auslagerungsobjekt umgehend eine wesentliche Verbesserung der Aufenthalts- und Arbeitsqualität erzielt werden.

 

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Die Kindertagesstätte wird als Auslagerungsmöglichkeit für die Sanierung bzw. Ersatzneubau bestehender Einrichtungen dringend benötigt.

 

 

Anlagen:

 

Anlage 1 - Übersicht Nutzungskosten
Anlage 2 - Grundrisse
Anlage 3 - Dachaufsicht, Schnitte

Anlage 4 - Ansichten

Anlage 5 - Lageplan

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1_Übersicht Nutzungskosten (73 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2_Erdgeschoss + 1. Obergeschoss (834 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 3_Dachaufsicht, Schnitte 1-1, 2-2 und 3-3 (609 KB)    
Anlage 4 4 Anlage 4_Ansicht Nord, Süd, West und Ost (472 KB)    
Anlage 5 5 Anlage 5_Lageplan (8680 KB)