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Auszug - Fahrradfreundliche "Karli"  

 
 
Ratsversammlung
TOP: Ö 12.4
Gremium: Ratsversammlung Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Di, 19.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 20:40 Anlass: Sitzung
Raum: Neues Rathaus, Festsaal
Ort: Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
VI-A-07954 Fahrradfreundliche "Karli"
   
 
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Jugendparlament/Jugendbeirat
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis


Beschluss:

Die Stadtverwaltung prüft bis zum IV. Quartal 2019, ob die Karl-Liebknecht-Straße sowie der

Peterssteinweg im Abschnitt zwischen Dimitroffstraße und Emilienstraße als Fahrradstraße, ggf. auch mit Zusatzzeichen „PKW frei", ausgewiesen werden kann. Dabei wird auch berücksichtigt, ob ggf. einzelne Teilstrecken davon entsprechend ausgewiesen werden können.

 

 

 

 

1. Die Stadtverwaltung legt, basierend auf dem beschlossenen Radverkehrsentwicklungsplan (Punkt F 8.3.4), bis Ende 2019 die Prüfergebnisse zur Einführung von Fahrradstraßen in den im Entwicklungsplan definierten Straßenzügen vor und bis Ende zweites Quartal 2020 ein umfassendes Umsetzungskonzept inkl. Zeitplan für die Einrichtung von Fahrradstraßen in Leipzig. Wie bereits im Radverkehrsentwicklungsplan beschrieben, muss die Zielstellung eine gute, schnelle und verkehrssichere Verbindung aus den Stadtbezirken Richtung Innenstadt sein.

 

2.Die Stadtverwaltung prüft bis zum II. 1. Quartal 2020, ob die Karl-Liebknecht-Straße sowie der Peterssteinweg im Abschnitt zwischen Dimitroffstraße und Emilienstraße als Fahrradstraße, ggf. auch mit Zusatzzeichen „PKW frei", ausgewiesen werden kann und welche Alternativen die Stadtverwaltung für eine Verbindung zwischen Innenstadt und Connewitzer Kreuz für den Radverkehr sieht.

 

3.Insbesondere ist zu prüfen, ob die Bernhard-Göring-Straße als Alternative zur Karl-Liebknecht-Straße als Fahrradstraße, ggf. auch mit Zusatzzeichen „PKW frei", beschildert werden und bis wann eine Umsetzung erfolgen kann.

 

4. Der Oberbürgermeister wird beaufragt, innerhalb des 2. Quartals 2020 ein eigenes Piktogramm zu entwickeln, durch das zusätzlich zu den Regelungen der StVO, wie der Beginn und das Ende von Fahrradstraßen auszuweisen sind, Fahrradstraßen klarer erkennbar werden. Bis zum Ende des 4. Quartals 2020 sind alle bereits ausgewiesenen Fahrradstraßen mit diesem Piktogramm zu kennzeichen.

 

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

41/11/13

 

 

 

 


  Beschluss: 19.11.2019 Ratsversammlung geändert beschlossen
In Bearbeitung, Termin 31.07.2020 steht bevor Termin: 31.07.2020 Status: in Bearbeitung

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Bericht zum Stand der Umsetzung vom 29.04.2020:

 

x in Arbeit

 

 

Beschlusspunkt 1 ist teilweise umgesetzt. Der entsprechende Prüfbericht wurde mit dem Stand der Umsetzung vom 02.03.2020 vorgelegt. Ein Umsetzungskonzept wird bis Ende 2. Quartal 2020 gemäß der Beschlusslage vorgelegt.

 

Die Prüfung der Karl-Liebknecht-Straße und Bernhard-Göring-Straße ist gemäß der Beschlusspunkte 2 und 3 abgeschlossen. Die Prüfergebnisse werden im Anhang dieses Stands der Umsetzung dargestellt.

 

Beschlusspunkt 4 ist teilweise umgesetzt. Ein Piktogramm zur Kennzeichnung von Fahrradstraßen in Ergänzung zu den Regelungen gemäß StVO wurde durch die Verwaltung entwickelt. Das Piktogramm ist im Prüfbericht zu Beschlusspunkt 1 zu finden. Eine Markierung der bestehenden Fahrradstraßen bis Ende 4. Quartal wird durch die Verwaltung durchgeführt.

 

Prüfergebnisse zur Einrichtung von Fahrradstraßen

 

in der Karl-Liebknecht-Straße und Bernhard-Göring-Straße

 

Die Karl-Liebknecht-Straße sowie der nördlich anknüpfende Petersteinweg stellen eine wesentliche Nord-Süd-Achse für den Radverkehr in Leipzig dar. Diese wichtige Funktion drückt sich im HauptNetzRad aus, das für die Karl-Liebknecht-Straße und den Petersteinweg eine IR II-Verbindung (innergemeindliche Radschnellverbindung) gemäß der Richtlinie für integrierte Netzgestaltung festlegt.

  

Die Prüfung sowohl der Karl-Liebknecht-Straße als auch des Petersteinwegs ergab, dass die Radverkehrsanteile der einzelnen Straßenabschnitte geringer sind, als die des Kfz-Verkehrs. Damit eignen sich diese aktuell nicht als Fahrradstraßen, da der Radverkehrsanteil zum jetzigen Zeitpunkt noch zu gering ist.

 

In der Karl-Liebknecht-Straße zwischen Körnerstraße und Emilienstraße ist der Radverkehrsanteil (DTV: 9.360 Rad/24h) nur ca. 25 % geringer als der Anteil der Kraftfahrzeuge (DTV: 11.200 Kfz/24h). Für diesen Abschnitt kann davon ausgegangen werden, dass der Radverkehrsanteil den Anteil der Kfz in den nächsten Jahren übersteigen könnte. Von einer Umsetzung des Abschnitts als Fahrradstraße muss dennoch abgesehen werden, da es sich dabei lediglich um einen Teilabschnitt der Gesamtrelation handelt und eine mögliche Fahrradstraße der Stringenz der Radverkehrsführung entgegensteht. Des Weiteren würde die Umsetzung einer Fahrradstraße in diesem Abschnitt die Demarkierung der bestehenden Radfahrstreifen bedingen. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Verwaltungsstandpunkt VI-A-07954-VSP-01 verwiesen, welcher herausstellt, dass die vielfältigen Anforderungen an den öffentlichen Raum und die Verkehrsanlagen zur Umbauvariante geführt hatten, welche 2014/2015 umgesetzt wurde.

 

 

Für die Bernhard-Göring-Straße stellt sich die Situation ähnlich dar. Diese ist Teil einer IR IV-Verbindung im HauptNetzRad und hat damit die Bedeutung einer innergemeindlichen Radverkehrsverbindung. Der Radverkehrsanteil ist auf der gesamten Länge niedriger als der Anteil der Kraftfahrzeuge. Damit eignet sich diese aktuell nicht als Fahrradstraße.

 

  

Hinsichtlich der Verbindung zwischen Innenstadt und Connewitzer Kreuz ist zu betonen, dass die Karl-Liebknecht-Straße und der Petersteinweg über Radverkehrsanlagen verfügen. Eine sichere Führung des Radverkehrs ist somit auf der wichtigen Relation gegeben. Für den Abschnitt Karl-Liebknecht-Straße zwischen Arno-Nietzsche-Straße und Scheffelstraße stadtwärts werden aktuell Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrende geprüft, sodass für diesen Abschnitt mit entsprechenden Anpassungen zu rechnen ist. Die östlich gelegenen Parallelstraßen Berhard-Göring-Straße und die Arthur-Hoffmann-Straße verfügen über keine Radverkehrsanlagen. Westlich der Karl-Liebknecht-Straße sind in der Windscheidstraße Schutzstreifen und in der August-Bebel-Straße Radfahrstreifen vorhanden, welche ein sicheres Angebot für Radfahrende bieten.

 

 

Mögliche, auch alternative, Führungsformen und entsprechende Voraussetzungen für den Radverkehr zwischen Connewitzer Kreuz und Innenstadt werden im Rahmen der 2020 beginnenden Fortschreibung des Radverkehrsentwicklungsplans untersucht. Die Betrachtung wird dabei im Kontext des Gesamtnetzes vorgenommen, um isolierte Maßnahmen zu vermeiden.

 

Im Zuge der Erstellung des Radverkehrsentwicklungsplans ist es durchaus vorstellbar, dass Fahrradstraßen parallel zur Karl-Liebknecht-Straße in Betracht gezogen werden. Begleitende Maßnahmen zur Reduktion des Kfz-Verkehrs und zur Sanierung des Oberflächenbelags sind dabei aufgrund der aktuellen Belegungszahlen und des Straßenzustands notwendig, um eine eventuelle Anordnung von Fahrradstraßen in entsprechender Qualität umsetzen zu können.

 

In diesem Zusammenhang wird auch auf den VSP-00909 Ausbau der Kochstraße zu einer Fahrradstraße verwiesen, welcher ebenfalls das Thema der Umsetzung von Fahrradstraßen in der Relation Connewitz-Innenstadt behandelt.

 

 

 

Bericht zum Stand der Umsetzung vom 02.03.2020:

 

x in Arbeit 

 

Beschlusspunkt 1 ist teilweise umgesetzt. Der entsprechende Prüfbericht zur Einführung von Fahrradstraßen befindet sich im Anhang. Ein Umsetzungskonzept wird bis Ende 2. Quartal 2020 gemäß der Beschlusslage vorgelegt.

 

Beschlusspunkte 2 und 3 befinden sich in Arbeit.

 

Beschlusspunkt 4 ist teilweise umgesetzt. Ein Piktogramm zur Kennzeichnung von Fahrradstraßen in Ergänzung zu den Regelungen gemäß StVO wurde durch die Verwaltung entwickelt und ist im Prüfbericht enthalten. Eine Markierung der bestehenden Fahrradstraßen bis Ende 4. Quartal wird durch die Verwaltung durchgeführt.